Woher kriege ich Ideen für gute Artikel? Vorschläge, Inspirationsquellen und mehr

Wer regelmäßig bloggt, ist eigentlich immer auf der Suche nach schönen Artikel-Ideen, um den eigenen Blog zu füttern.

Anfänglich sprudeln diese förmlich aus einem heraus, doch alsbald stellen sich die ersten Phasen ein, wo der Kopf leer bleibt, die Finger ihren Dienst verwehren und irgendwie so gar nichts funktionieren will.

Diese Situation kenne  ich und möchte deshalb darüber schreiben und in diesem Blog-Artikel jedem Leser ein paar Anregungen geben, wenn die nächste Idee in weiter Ferne scheint.

Also, einmal den Kopf leeren, ordentlich durchpusten und ab ins Vergnügen!

Wie bekomme ich Ideen für meinen Blog?

Frische Ideen für Blog-ArtikelEs ist gar nicht so leicht, jeden Tag, jede Woche und eben übers ganze Jahr verteilt, immer frischen und vor allem interessanten Content zu publizieren.

Zwar könnte man pauschal einlenken und behaupten, dass sich diese Frage nur stellt, wenn man das falsche Thema gewählt hat.

Oder vielleicht nicht wirklich gerne bloggt, aber ich glaube, das wäre zu einfach.

Dem ist nicht so, denn auch wer tausende Blog-Artikel verfasst hat, wird vielleicht früher oder später an den Punkt kommen, wo die Ideenarmut das Hirn zermartert.

Manchmal hilft eine Luftveränderung, ein gutes Buch oder einfach der Luxus, mal offline zu sein. Wirklich!

Alles aus, Stecker weg und mal einen Tag abschalten. Leider ist das keine Garantie und deshalb schauen wir einmal, was wir noch machen können.

Was können wir selbst machen?

Es gibt jede Menge Blogs in den virtuellen Weiten, manche sind gut, einige nicht, aber alle sind in irgendeiner Form einzigartig. Wer regelmäßig in fremden Blogs liest, kann Ideen aufgreifen, auf Blog-Artikel eingehen und frischen Wind in die eigene Schreibe bekommen.

Wer das gut anstellt, kann auf diesem Weg vielleicht noch ein paar Besucher für die eigene Seite abgreifen und es schadet auch nicht, einfach mal einen Blick über den Tellerrand zu werfen.

Aber natürlich muss es nicht immer ein Blog sein, denn es gibt zahlreiche, teils kostenlose Magazine im Internet. Gerade gestern habe ich über eines davon berichtet [Artikel: Internethandel], aber natürlich geht es auch einfach mal offline.

Nahezu jede Buchhandlung, meinetwegen auch Tankstelle, hat in ihrem Sortiment eine große Auswahl an Magazinen und häufig unterscheiden sich Blognischen gar nicht so stark von dem, was auch durch die Printmedien geistert.

Das erklärt sich von selbst, denn Zielgruppe bleibt Zielgruppe, ob nun virtuell oder ganz real [Artikel:Wie finde ich meine Zielgruppe?].

Sehr sinnvoll finde ich auch die Möglichkeit, die uns Google an die Hand gibt, um nach frischen und vor allem „weniger ausgelutschten“ Themen zu schauen: Die Blog-Suche.

Der Vorteil liegt in diesem Fall einfach an der Aktualität der Beiträge, denn hier wird nicht nach einfachem Ranking, sondern chronologisch sortiert. Das finde ich insofern spannend, als dass ich so nicht nur Neuigkeiten aufstöbern kann, sondern regelmäßig auf neue Blogs stoße.

Denn  mittlerweile kommt es mir so vor, dass ich bei gängigen Fragen immer auf den gleichen Seiten im Netz lande. Das ist nicht schlimm, denn die meisten Platzhirsche sitzen dort ja zurecht. Aber es ist erschreckend langweilig.

Schön, dass sich Qualität und effektives Linkbuilding auf Dauer durchsetzen, aber neue Ansichten findet man so selten. Vielleicht neue Themen, aber eben keine anderen Perspektiven, was jedoch enorm wichtig scheint.

In einem anderen Blog-Artikel habe ich schon mal einen virtuellen Rundumschlag versucht und die Blogs gelistet, die ich selbst gern und regelmäßig lese, wo ich Ideen und außerdem jede Menge Inspiration herbekomme. Vielleicht ist ja hier für den ein oder anderen etwas dabei?

Aber blicken wir noch ein wenig weiter und schauen einmal auf unseren Blog, denn dieser steckt ebenfalls voll unzähliger Ideen.

Was kann unser Blog machen?

Ja, ich gebe zu, diese Frage hört sich seltsam an, denn viel machen kann unser Blog nicht, außer vielleicht passiv im Internet zu gammeln.

Dennoch ist er Dreh- und Angelpunkt all unserer Artikel und birgt, denke ich, jede Menge Potential für neue Ideen.

  • Die Perspektive wechseln

Das ist in meinem Fall natürlich leichter, der notfalls probiere ich ein neues Plugin aus und schreibe darüber oder berichte aus meinen Erfahrungen als Webworker und Blogger. Aber an diesem Punkt kann jeder einsteigen. Denn wer bloggt, schreibt für irgendeine Zielgruppe.

Manchmal ist diese nicht ganz so klar umrissen, aber existent ist sie in jedem Fall, auch wenn man es manchmal gar nicht mitbekommt.

Oftmals fallen mir jedoch Ideen ein, wenn ich einfach mal den Blick snke und versuche, mich in ebendiese Person, also meinen Besucher, hineinzuversetzen.

Was will er von mir?

Hört sich mit Sicherheit recht provokant an, ist letzten Endes aber genau die entscheidende Frage. Was interessiert meine Besucher, welche Fragen stellen sie und warum sind sie gerade auf meinem Blog? Wenn ich es FAQ nenne, also „häufig gestellte Fragen“, ist jedem klar, worum es geht.

Ich habe beispielsweise an manchen Tagen einfach Dinge erklärt, „Was heißt eigentlich…,“ Oder ein wenig pathetischer ausgedrückt: Die W-Fragen sind der Grund, warum Menschen überhaupt googlen und so findet man häufig Themen, die man gar nicht auf dem Schirm hatte.

Mitunter, weil man bisher fröhlich, dabei aber hoch professionell, an den eigenen Lesern vorbei geschrieben wird.

  • Suche und Keywords anschauen

Ich glaube, jeder schaut ab und zu in die eigene Statistik [Artikel: Nicht von Zahlen verrückt machen lassen] und mittels einfachster Mittelchen ist es uns möglich, genau zu sehen, mit welchen Schlüsselwörtern oder eben Suchphrasen die einzelnen Besucher auf unseren Blog gefunden haben.

Das kann mitunter recht ergiebig sein, denn jedes Keyword signalisiert ein Bedürfnis, jeder fehlende Artikel deckt dieses logischerweise nicht ab.

Beispielsweise kam ich so auf die Idee, einen Artikel über Linkbaits zu verfassen, da ich den Begriff scheinbar häufig eingebaut habe, aber nirgends erklärte. Deshalb wurde meine bloginterne Suche genutzt, um das zu klären. Und schon sind wir beim nächsten Stichwort gelandet, denn diese interne Suchfunktion ist wahres Ideengold.

Das empfinde ich jedenfalls so, da hier wirklich Suchwörter fallen, die unsere Besucher mit dem Blog, dem Produkt oder eben dieser Nische in Verbindung bringen und scheinbar erwarten, dass sie dort fündig werden. Über Google kommen ja teils recht ungewöhnliche Kombinationen hereingeflattert.

Wie man diese Blog-Suche allerdings nutzt, habe ich bereits im verlinkten Blog-Artikel ausführlich beschrieben.

Was können unsere Leser machen?

Idealerweise schreiben sie uns Blog-Artikel. Das ist aber leider selten so und trotzdem können sie uns enorm helfen, um frische Ideen für Themen zu bekommen und das einfach nur, weil sie eben da sind.

Leser können nämlich mit uns interagieren, wenn sie Kommentare schreiben, Nachfragen stellen oder uns mit Mails beglücken. Ja, ehrlich. Schon häufiger hat mich dieser Kontakt auf zahlreichen Ideen gebracht.

Andererseits können wir jedoch auch unter unseren Posting oder eben in der Sidebar eine Umfrage machen und nach einer gewissen Zeit diese auswerten.

Dabei kommen mitunter recht interessante Werte zustande, da wir somit wirklich mal etwas „Neues“ feststellen können und die Auswertung sorgt für den ein oder anderen Artikel und macht idealerweise Spaß – auf beiden Seiten.

Wo kommen die Gedanken her – Ein Fazit

Allerdings gibt es noch viel mehr Möglichkeiten, was man tun kann, wenn der Kopf wirklich leer scheint und die Finger so gar nicht mehr wollen.

Einerseits kann man dann solche Artikel schreiben ;), an Blogparaden teilnehmen, was sogar noch einen Backlink bringt oder beim regelmäßigen Webmaster Friday mitmischen.

Ideen gibt es überall und nirgendwo, doch ich glaube, jeder Engpass kann überwunden werden und das Wichtigste ist und bleibt:

Anfangen, schreiben, bloggen. Los! Ja. Jetzt!

Weitere interessante Artikel, die ich im Internet gefunden habe:

8 Meinungen

  1. Thomas Rith01-20-2012

    Hallo Jonas,

    ja themensuche ist manchmal mühsig… :) Mal will nix gehen, mal kommt alles einfach so raus….

    Aber einen genialen Tipp habe ich noch von Herr Schnicks Blog.

    Wenn Du ein Thema hast, schreibe es auf einen Notizzettel. (oder besser ein MindMapping-Tool).

    Und dann beleuchte das Thema von allen Seiten. Was ist gut / schlecht / Wieso, weshalb, warum. 3 Gründe dafür und/oder dagegen usw.

    Hast Du das durch, hast Du aus einem Thema gleich eine Serie gemacht und hast genug „Stoff“… :)

    Da fällt mir ein, dass sollte ich selbst mal wieder tun…

    So long und schönes Wochenende.

    Gruß

    Thomas

  2. Jonas G.01-20-2012

    Oh, die Idee ist gut, Thomas.

    Ich mache es häufig recht ungeplant und trete mir dadurch auf die eigenen Artikel-Füße.

    Aber ja, ich arbeite an meiner Planung und werden deinen oder Jürgens Tipp mit Sicherheit einmal ausprobieren.

  3. Alex01-20-2012

    Ohh, verdammt langer Artikel 😉
    Ich bin der Meinung sollte mal die Puste einem ausgehen, reicht es 1-2 Tage Pause zu machen. Ich meine wenn man sich mehr unter Druck setzt und sagt heute musst du ein Artikel schreiben, wird meist daraus nichts. Auch die besten Blogger der Welt haben einfach mal Pause nötig.
    Ich versuche meist, wenn es doch flüßig läuft, die Artikel vorzuschreiben.

    Ansonsten sammele ich meine Artikel oder Ideen in Evernote, machmal kommen einem die Ideen oder Inspirationen beim lesen, da heißt es schnell das Thema zu fixieren 😉

    Grüße,
    Alex

    • Jonas G.01-20-2012

      Dann danke ich Dir umso mehr, dass Du ihn gelesen hast :)

      Ja, ich halte eine Pause auch häufig für die erste Maßnahme, wenn es an Ideen für neue Artikel mangelt. Manchmal kann ich mich aber wirklich selbst unter Druck setzen, sonst verliere ich mich in eh zu ausufernden Details und das Ganze wird ellenlang – so wie hier.

      Beste Grüße

  4. Sabrina01-23-2012

    Nette Anregungen muss ich sagen. Auf die Idee mit den kostenlosen Zeitschriften wäre ich so gar nicht gekommen. Auch eine Auszeit hört sich sehr gut an. Wenn man erstmal eingefahren ist, hilft auch nichts anderes mehr 😉

    • Jonas G.01-23-2012

      Ein sehr interessantes, vor allem kostenloses Magazin wirbt gerade oben rechts in diesem Blog, nennt sich Numboo und birgt vielzählige, teils sehr, sehr interessante Artikel übers Bloggen, WordPress und Co.

      Beste Grüße und ja, eine Auszeit ist manchmal die sinnvollste Alternative, wenn keine schönen Ideen kommen :)

  5. Carlin05-14-2012

    Bisher habe ich eher zu viel Ideen, mehr als ein Artikel täglich geht schlecht.. Aber was sollst, die Schreibblockade kommt bestimmt bei jedem.. Danke für deine Tipps!