WordPress: Welche Plugins lähmen den Blog?

WordPress ist cool. Ja, wirklich. Man kann mithilfe unzähliger Plugins über die eigenen Schwächen hinwegtäuschen und somit fast alles ermöglichen.

Auch ich greife andauernd auf eine solche Lösung zurück. Entweder, weil ich es selbst nicht besser kann, keine Ahnung von der Materie habe oder eine simple Möglichkeit bevorzuge.

Heute bin ich auf ein Plugin gestoßen, dass überprüft, welche Plugins die größten Ressourcenfresser im Blog sind und viele interessante Fakten zu unseren Ladezeiten offenbart.

Was sich vorerst ein wenig kontraintuitiv anhört, kann jede Menge Sinn machen und deshalb möchte ich das kleine Tool einmal vorstellen.

Das Plugin P3 – Plugin Performance Profiler

Plugin und Performance - WordPressGefunden habe ich das Plugin P3 bei Ralf Bohn, der es wiederum bei t3n aufgestöbert hat, bei denen auf Perun verwiesen wird.

Der lange Weg in meine Hände ist also ungefähr mit den durchschnittlichen Ladezeiten eines Blogs gleichzusetzen und dabei möchte ich mich nicht ausschließen. Dennoch bin ich froh, es aufgespürt zu haben.

Das Plugin macht dabei eigentlich nichts anderes, als unseren Blog auf mögliche Ressourcenfresser zu untersuchen und gibt uns nach einer ausgiebigen Analyse jede Menge Anregungen, was wir verbessern könnten.

Dabei wird einerseits die Ladezeit der installierten Plugins überprüft und grafisch aufbereitet, welches die höchste Ladezeit auf unserem Server in Anspruch nimmt.

Außerdem lässt sich mittels Timeline darstellen, welche Tools und Helferlein unserem WP-Blog das virtuelle Genick brechen.

Die Performance mittels Plugin überwachen

Den Scan können wir nach der erfolgreichen Installation übrigens über unser Dashboard ausführen – Dafür einfach den Menüpunkt Werkzeuge – P3 Plugin Profiler auswählen.

Wie sieht das Plugin aus?

Nach dem Scannen folgt logischerweise die Auswertung, die ich recht übersichtlich finde.

Dabei können wir uns einerseits mittels Diagramm die jeweilige Ausführungszeit eines Plugins auswerfen lassen und einmal ganz genau überprüfen, was im Hintergrund rumort.

Aber auch in einer detaillierten Darstellung die genauen Ladezeiten erfassen und gegebenenfalls nachbessern.

Performance des WordPress-Blogs - Diagramm

Die detaillierte Timeline - Performance

Plugin P3 – Fazit

Mein erster Gedanke war, dass es irgendwie seltsam anmutet, ein Plugin zu installieren, um die Ladezeit von Plugins zu überwachen. Es schreit danach, Feuer mit Öl zu bekämpfen.

Nach dem ersten Testlauf finde ich diese Lösung allerdings recht nett und gräme mich gerade ein wenig, da viele Plugins auf meinem Blog Ressourcen ohne Ende fressen. Wahrscheinlich sind 26 installierte Plugins auch nicht gerade wenig.

Gerade wenn ich an meine Artikelserie zur Website-Geschwindigkeit denke, läuft es mir eiskalt den Rücken hinunter. Aber hey :)

Denn alle Einzelschritte machen eher wenig Sinn, wenn wir uns die Performance durch unnötige Plugins verhunzen und dabei rückwirkend den eigenen Blog lahmlegen – doch was ist schon unnötig…

Wie ich mit den Daten umgehen werde, weiß ich noch nicht, denn die meisten Plugins habe ich ja nicht aus Spaß installiert. Interessant finde ich den Überblick, den P3 – Performance Profiler liefert, aber in jedem Fall. Was man daraus macht, ist natürlich eine andere Sache.

Hast Du Erfahrungen mit der Ladezeit von Plugins oder kennst noch eine ganz andere Möglichkeit, diese zu überwachen? Ich freue mich über Deine Vorschläge und bin auf Ideen und Anregungen zur Performance im WordPress-Blog gespannt :)