Lieber Leser, Du bist nur dummes Klickvieh! Weißt Du warum?

Nein. Du bist natürlich kein dummes Klickvieh, lieber Leser. Aber alle anderen in den Weiten des Internets. Genug fürs Ego getan? Gut, dann erkläre ich dir jetzt, was ich meine :-)

Im Internet lässt sich auf ganz unterschiedliche Arten Geld verdienen. Das ist wahrscheinlich nicht unbedingt neu für Dich. Das ist im normalen Leben, nennen wir es einfach Realität, ganz genauso.

Manche Methoden sind subtil, fast heimlich und werden von der werten Kundschaft überhaupt nicht geschnallt.

Ja, auch ich tappe andauernd in irgendwelche Marketingfallen und habe plötzlich schon wieder die Frankfurter Rundschau abonniert und weiß gar nicht, wie ich es dieses Mal geschafft habe. Aber gut…, ich mag das Kreuzworträtsel.

Andere Methoden sind recht offensichtlich und alle Alarmglocken springen an, wenn wir uns plötzlich über den Nuckel gezogen fühlen. Man denke an aufdringliche Menschen, die sich plötzlich ins Sichtfeld drängen, wenn wir auf öffentlichen Plätzen unterwegs sind.

Eine Unterschrift hier, eine dort und plötzlich sind wir stolze Besitzer eines neuen Flachbildschirms. Aber macht ja nichts, können wir in Ruhe unser Rätsel lösen und gleichzeitig ein wenig in die Glotze schauen. Das fetzt ja eigentlich.

Dennoch habe ich oftmals den Eindruck, dass vielen Bloggern, die den eigenen Blog versilbern wollen, überhaupt nicht klar ist, wodurch und auf welche Weise im Internet überhaupt Geld verdient wird.

Immerhin zeigen das die Kommentare in anderen Blogs und diese sind teils mit solcher Dummheit gewürzt, dass sich mir die Fußnägel hochrollen. Hier kämpft Unwissenheit gegen tumbe Stimmungsmache. Aber hey…, wir sind doch alle gleich in der Glücksritterbranche.

Oder irre ich mich in diesem Punkt? Schau’n wir mal. Und ja…, es tut mir Leid. DU bist natürlich wirklich kein dummes Klickvieh 😉

Verschiedene Strategien

Prinzipiell ist es im Internet wie in der Offline-Welt: Die eine Methode setzt auf die pure Masse und erhofft sich dadurch, dass der ein oder andere Besucher auf das offensichtliche Verkaufsbanner klickt. Und manch einer entführt den werten Leser ins angewärmte Hinterstübchen und verdient sich dort ein goldenes Näschen.

Beide Methoden – offensiv oder subtil – können sehr effektiv sein, man muss nur wissen, wie und die Suche nach dem Heiligen Gral ist hiermit eröffnet.

Irreführend ist dabei allerdings, dass immer irgendwelche dubiosen Zahlen durchs Internet wandern, die den Erfolg von irgendwem irgendwo und irgendwie illustrieren. So ganz kommt man nie dahinter, wer da eigentlich durch wen Geld verdient hat und ob der freundliche Mann im erfolgreichen Youtube-Video vielleicht doch nur sein Lächeln gegen ein Pils getauscht hat.

Ich muss hier nicht mit dem erhobenen Finger durch die Gegend wackeln, sondern bitte einfach jeden Leser, einmal die einschlägigen Videoportale nach Einnahmenreporten abzugrasen. Einen Hinweis braucht es dafür nicht, einmal alles ausprobieren, das nach Geld klingt.

An einigen Stellen werden Schecks geöffnet, woanders mit dem dicken Wurstfinger auf irgendeine Zahl gedeutet und oftmals ist auch ein Pool im Spiel. Ich weiß gar nicht, wieso 😉

Beispielsweise liest man von John Chow, einem Blogger der ersten Stunde, dass er nahezu eine Million durch den eigenen Blog verdient hat.  Aber auch Daniel Socco, ebenfalls ein Star des englischsprachigen Raums, zählt zu den Kandidaten der Vielverdiener. Immerhin waren es beim ihm im letzten Monat knapp 20.000$.

Wow. Das klingt nach jeder Menge Kreuzworträtseln und ebenfalls einer beschaulichen Anzahl von Flachbildschirmen. Beide haben diesen Status übrigens zu recht: Denn sie machen es clever, richtig und vor allem gut.

Irreführend ist dabei, dass wir auf den Seiten der beiden Blogger Werbung und sogar GoogleAdsense sehen. Der häufige Trugschluss: Dadurch kommt das Geld rein.

Und plötzlich fühlt sich ein jeder berufen, radikal in der Glücksritterbranche mitzumischen und mit seinem Blog eine Mill – Puh – Mill – Hui – Milliausend zu verdienen. Hach! Dass das nicht funktionieren kann, ist kaum irgendwem klar. Aber macht ja nichts…

Um zu verstehen, wo hier Einnahmen entstehen, müssen wir erkennen, wo hier das Geld generiert wird. Wirklich über den Klick auf ein vereinzeltes Werbebanner? Nein. Natürlich nicht. Vielleicht über den Verkauf von Werbeflächen? Nein. Wieder falsch.

Egal wie hoch diese beiden Beispielblogs frequentiert sind – immerhin gehören sie zu den bestbesuchtesten Seiten in diesem Bereich – kein Werbepartner zahlt für eine poplige 125×125 – Anzeige mehrere Tausender. Das macht einfach keinen Sinn.

Wie die Einnahmen dann entstehen?

Nun…, durch Dich lieber Leser, durch das blauäugige Klickvieh, das sich durch aufbereitet Verkaufskanäle schieben lässt. Und natürlich verdient keiner durch das Bloggen, sondern es ist nur das Medium, um Geld als Marketer zu verdienen.

Es ist das Prinzip Schlachtbank und alle machen mit! Das ist in diesem Beispiel übrigens gar nicht mal so schlimm, da das elende Vieh freiwillig mit dabei ist und meistens nicht einmal Schaden nimmt.

Aber alles auf Anfang…

Wie verdient ein Blogger?

Blogger sind die Deppen der Einnahmenpyramide. Ja. Ganz ehrlich und das geht auch vollkommen in Ordnung, denn sie haben es nicht anders verdient.

Prinzipiell stellt ein Blogger kostenlose Inhalte zur Verfügung und hofft auf den ein oder anderen Besucher via Google. Dabei optimiert er sich die Fingerchen wund und glaubt blindlings jeden SEO-Müll.

Blogverzeichnisse, Kommentare, Blogparaden. Hach. Die ganze Anstrengung für ein bisschen Bekanntheit. Nun gut: immerhin macht das Ganze Spaß :-)

Wenn dann irgendwann der Besucherstrom passt, versuchen Blogger die zahlreichen Werbeplätze auf ihren Seiten zu vermarkten und den ein oder anderen Euro durch Klickanzeigen zu machen (Adsense, Contaxe, XY). Das kann natürlich auch super funktionieren. Gar keine Frage.

Das Prinzip ist nicht nur kurz gedacht, sondern weitestgehend sinnfrei. Es erinnert letzten Endes an die regionalen Anzeiger, die wir allwöchentlich im Briefkasten haben.

Ein bisschen Inhalt hier, ein wenig Story dort und unterm Strich purzeln nur noch Anzeigen über die Seite und man muss den relevanten Inhalt oftmals suchen. Diesen Blog möchte ich übrigens nicht aus der Gleichung nehmen, denn hier wird auf die gleiche Art und Weise Geld verdient.

Wenn Du allerdings hier angekommen bist, hast Du den Spießrutenlauf durch die Werbebanner erfolgreich gemeistert oder einen aktiven Adblocker. Schande über Dich und dennoch: Glückwunsch! Eine weitere Bestätigung dafür, dass gerade DU kein Klickvieh bist 😉

Alle Einnahmeformen fallen hierbei übrigens in in die Kategorie Werbung. Es ist vollkommen piepe, ob wir dazu nun Linkverkauf, bezahlte Artikel oder Produktlinks sagen, denn unterm Strich ist es das gleiche Prinzip.

Wir offerieren kostenfreie Inhalte und erwarten die klickfreudige Herde. Die, und das ist wichtig, schlecht zu steuern oder lenken ist. Wir spielen oftmals mit dem Zufall!

Das Einnahmepotential als Blogger ist dabei allenfalls als gering einzuschätzen. Es braucht Geduld, Ausdauer und vor allem qualitative Texte, bis sich das Ganze überhaupt lohnt.

Als erfolgreiches Beispiel wird oftmals Peer Wandiger genannt und ja…, er ist einer der wenigen Menschen, die vom Bloggen leben können. Aber erinnert sich noch jemand an die Entwicklung? Die Einnahmen lagen allenfalls nach zwei Jahren in einem Bereich, wo ich nicht Mitleid mit meinem Kühlschrank gehabt hätte.

Peers Einnahmen nach zwei Jahren Bloggen

Wie verdient ein Affiliate?

Den zweiten Platz in dieser quirligen Einnahmenpyramide soll der Affiliate einnehmen. Er macht es schon eine Spur geschickter und baut eine Seite rund ums Produkt seiner Wahl auf.

Ich denke im Übrigen, dass Blogger, die einen Amazonlink einbinden, nicht in die Kategorie Affiliate fallen. Auch wenn sie versuchen, auf diese Art Geld zu verdienen. Aber dazu später mehr.

Der Affiliate baut sich also eine spannende Seite auf und versucht, diese durch Linkbuilding, verrückte SEO-Tricks und spannende Maßnahmen in den Suchmaschinenrankings nach oben zu bringen. Mitunter sogar sehr erfolgreich.

Der Erfolg ist hierbei häufig an die geschickte Auswahl der eigenen Nische geknüpft. Die findet man entweder durch Glück oder mit ein wenig Schmalz in der Rübe.

Wer angerannt kommt und sich als Hobbyverkäufer im Bereich Versicherungen oder Kredite breitmachen will, hat nicht nur schlechte Karten, sondern ist kognitiv verfrüht abgebogen. Der Markt ist überlaufen, überteuert und oben zanken sich die Großen.

Es besteht also nur die Möglichkeit, über eine ausgefuchste Strategie oder eine penibel ausgewählte Keywordkombi, einen Krümel vom Kuchen zu ergattern. Das hat allerdings die halbe Blogosphäre schon bei der Nischenchallenge versucht und auch ich habe gezeigt, wie es geht.

Natürlich kann man in diesem Bereich sehr, sehr viel Geld einnehmen und dennoch ist man andauernd mit einem Problem konfrontiert: Der Austauschbarkeit der Besucher.

Es funktioniert natürlich trotzdem, auch wenn wir uns in eine sehr nervige Abhängigkeit bewegen: Spielt Google nämlich verrückt – und das ist nun keine wilde Vision – fällt der Affiliate tief, landet bestenfalls weich auf anderen Projekten oder knallt eben krachend vor die Tür des nächstbesten Jobcenters.

Wie verdienen Marketer?

So. Kommen wir zur Königsdiziplin, zur Bauernfängerei, zum – ach, mir ist es vollkommen egal, wie wir es nennen – Fakt ist, dass es enorm erfolgsversprechend ist. Falsch ist, dass es jeder kann, richtig ist, dass es jeder versucht und es stimmt, dass man damit jede Menge Geld verdient.

Prinzipiell ist es mit dem Affiliatemarketing vergleichbar und doch um einiges subtiler und vor allem attraktiver.

Der Erfolg im Online Marketing beruht häufig auf Maillisten, die man sich nach und nach aufbaut und dann zum Zwecke des Vertriebs nutzt. Dabei ist der Satz, dass in der Liste das Geld liegt, mittlerweile so ausgelutscht, wie die Phrase Content is King.

Aber dennoch: Beides richtig. Klassenprimus. Setzen.

Wichtig ist hierbei, dass wir im Bereich des Email-Marketings viel gezielter vorgehen und in diesem Zusammenhang überhaupt erst von Conversion-Optimierung und Co sprechen können. Natürlich fallen diese Wörtchen auch im Bereich des Affiliate Marketings, aber hierbei können wir keinesfalls gleichermaßen steuern.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Ich biete Dir ein Produkt, dass Du unbedingt haben willst: Meinetwegen kostenlosen Honig. Und Du schlägst zu!

Alles, was du dafür tun musst, ist mir Deine Emailadresse zu geben und schwupps: hier ist dein Gratisglas. Eigentlich ein total netter Deal. Ich nehme Deine Daten, Du bekommst ein Leckerli. So. Grundprinzip verstanden.

Das Tolle daran ist allerdings weniger, dass ich nun Deine Adresse habe, die könnte ich auch irgendwo einkaufen oder automatisch generieren lassen. Auch wenn das im deutschen Ländle rechtswidrig wäre. Aber das ist eine andere Geschichte.

Nein. Wichtig ist, dass wir uns an dieser Stelle schon kennen, Du weißt also, wer ich bin und außerdem weiß ich, dass Du Dich für Honig interessierst. Und hey, dass kann in manchen Bereichen Gold wert sein. Und jetzt? Honig hin oder Honig her? Nun…, jetzt beginnt das Spiel.

Normalerweise in der Form, dass eine automatisierte Maschinerie aus Newslettern an Dich abgeschickt wird, die meistens wirklich sinnvolle und vielversprechende Tipps beinhalten. Vielleicht zeige ich Dir tolle Zubereitungstipps für das Schmackhafte Bienengedöns oder erkläre Dir, wie wir einen Bienenstock errichten.

In diesem Schritt baue ich Vertrauen zu Dir auf und Du liest meine Mails gerne und strahlst über beide Backen, weil ich Dir so wunderprächtige Tipps gebe.

Oftmals folgt dem sogar noch ein weiteres Geschenk. Weiß der Fuchs…, vielleicht gibt es zum Honig noch eine saftige Pampelmuse obendrauf.

Die Folge ist denkbar einfach: Wir öffnen freudig erregt die neuen Nachrichten des Marketers, erfreuen uns an den zahlreichen Tipps, die er für uns bereithält und er genießt gewissermaßen unser Vertrauen. Jedenfalls im Vergleich zu den restlichen Spam-Mails.

Der Clou? Irgendwann beginnen sich die Bereiche Affiliate Marketing und Mailliste zu überschneiden und das ist vollkommen legitim. Das macht doch jeder Hansel so, wenn er seine neuesten Blogartikel per Feed rausjagt.

Dailyblogtips-Newsletter läuft automatisiert

Die Methodik ist allerdings bis ins Unendliche steigerbar, was beim Feed oder dem zufälligen Blogbesucher überhaupt nicht der Fall ist.

Gehen wir davon aus, dass sich bei mir durchschnittlich 10 Menschen täglich in den Verteiler eintragen. Das wären im Monat 300 Adressen. Nach einem Jahr 3600 und nach zehn Jahren könnte ich auf 36.000 klickfreudige Leser blicken.

Ich räume ein, dass dieses Rechenbeispiel weder wissenschaftlich noch vollends durchdacht ist. Allerdings soll es das Grundprinzip hinter der Methodik einer Mailliste illustrieren.

Hierbei möchte ich noch zu bedenken geben, dass diese automatisierten Mails natürlich irgendwann zum Selbstläufer werden. Anfangs wird viel im Hintergrund optimiert und geschaut, wann die Öffnungsrate und die Klickfreudigkeit stimmig wirken.

Aber dann? Jeder der sich anmeldet, ist mit dabei und darf sich über unzählige Nachrichten freuen, die in einer festgelegten Abfolge in seinem Postfach landen. Schön! Oder? Und ja, es ist verdammt attraktiv.

Letzten Endes ist es allerdings eine harte Arbeit, sich solche Listen aufzubauen, die auch noch Vertrauen beim Endverbraucher evozieren.

Klar ist in diesem Zusammenhang übrigens auch, dass die Geld verdienen im Internet – Branche nur so boomt. Das Suchvolumen ist gigantisch und die Masse avanciert zum erregten Klickvieh.

Hier wird einerseits mit Träumen gespielt, die auf der anderen Seite aber greifbar sind, denn der Marketer macht es ja vor. Auch wenn es die wenigsten wirklich schaffen. Genauso wenig, wie ein jeder einen erfolgreichen Blog aufbauen wird.

Das liegt in der Natur der Sache und folglich ist weder das Eine noch das Andere unseriös oder pure Bauernfängerei. Es ist lediglich eine Methodik, die recht sinnvoll und effektiv ist, aber dennoch auf der freien Entscheidung des Einzelnen beruht.

Und das ist genau der Punkt: Jeder Mensch kann sich frei entscheiden. Und bitte jetzt nicht mit verkopfter Philosophie ankommen.

Nein…, DU lieber Leser, hast die Möglichkeit „Ja!“ oder „Nein!“ zu sagen. Und es ist eine ganz bewusste Handlung, ob Du nun auf einen Link klickst oder eben nicht.

Es ist nichts anderes, als wenn Du früher von den „Großen“ zu einem Bierchen überredet wurdest: Ja! oder Nein! Es liegt an Dir…

Die Möglichkeiten kombinieren

Puh! Das war jede Menge Text, ich glaube, wir sind bei rund 3000 Wörtern angelangt und ich hoffe, Du bist noch dabei.

In diesem Artikel habe ich aufgezeigt, mit welchen grundsätzlichen Strategien im Internet Geld verdient wird, wie diese funktionieren und warum ich manche als besonders effektiv einstufe und andere nicht. Außerdem wollte ich Dir abermals vor Augen führen, dass man durchs Bloggen eben nicht reich wird. Jedenfalls die meisten nicht.

Nein. Wirklich nicht. Aber irgendwie ist diese Vorstellung nicht totzukriegen. Irgendwie kenne ich mittlerweile so viele verwaiste „ich werde ganz schnell reich“ – Blogs, dass ich den Überblick verliere.

Bei mir hat sich bin den letzten Jahren vor allem ein Konzept sehr bewährt: Die Kombination aus allen Methoden und die Gratwanderung zwischen den Modellen.

Ja. Auch ich baue Maillisten auf, werfe spannende Newsletter unters Volk und erfreue mich der Wirkung. Auch wenn ich in diesem Blog diesbezüglich noch keinen Beitrag verfasst habe. Gut Ding will eben Weile haben.

Allerdings habe ich für die nächste Woche einen Artikel angepeilt, der eine Kombination der drei Möglichkeiten vorstellt und einmal zeigt, wie wir als Blogger sonst noch Geld verdienen können und trotzdem nicht in die unseriöse Schiene abdriften.

Kleiner Vorgeschmack? Alles klar:

Es ist seltsam, wie in diesem Bereich mit Begrifflichkeiten umgegangen wird. Oftmals habe ich den Eindrucks, dass Blogger pauschal einen Heiligenschein erhalten und Onlinemarketer mit den Füßen getreten werden.

Vollkommen gleich, welcher Methodik sie sich bedienen und häufig ist lediglich der Stempel entscheidend. Onlinmarketer schlecht? Blogger gut?. Hmmm. Ist das nicht ein Gedankengang, der lediglich von Wand bis Tapete reicht?

Beispiel Blogprojekt

Ich muss mich vorab bei Peer Wandiger entschuldigen, denn ich will ihn schon wieder als Beispiel anführen. Dafür gibt es aber Backlinks. In Ordnung?

Peer Wandiger ist top und ich schätze seine Leistungen sehr. Mit zahlreichen Aktionen hat er bewiesenen, dass er zurecht zu den Erfolgreichen gezählt werden darf. Außerdem nehme ich ihm ab, dass er wirklich Spaß an der Sache hat.

Aber schauen wir doch trotzdem einmal genauer hin und blicken ein wenig hinter die Fassade. Schauen wir auf das Blogprojekt.

Genauer gesagt: Schauen wir auf den Traffictipps-Newsletter.

Auf Blogprojekt können wir einen Newsletter ordern.

Über diesem neckischen Bild klafft der Hinweis, dass Du

„jeden Montag Traffic-Tipps [erhälst], die Du einfach und schnell für deinen eigenen Blog umsetzen kannst. Jede Woche rückst Du damit deinem Ziel, einen sehr gut besuchten Blog zu besitzen, ein Stück näher.“

Nun. Sieht hier jemand einen Unterschied zu den gängigen und oftmals verpönten Markteting-Methoden? Nein? Ich auch nicht. Der Fall liegt klar, denn es gibt keinen. Lediglich das Image ist ein anderes und das gereicht ihm natürlich zum Vorteil und war mit Sicherheit ein hartes Stückchen Arbeit.

Dennoch: Es ist das Spiel mit Erwartungen und dem Versprechen, dass man für die Weitergabe der eigenen Mailadresse etwas erhält. Und das stimmt ja auch.

Werfen wir abschließend noch einen Blick in den Traffictipp, der mich heute erreichte. Und? Was fällt auf? Genau.

Der Affiliatelink ist präsent in die Mail eingebunden

Natürlich könnte man nun anmerken, dass Onlinemarketer oftmals ein eigenes InfoProdukt ans Ende einer solchen Abfolge stellen. Aber ich denke, dass das prinzipiell vollkommen egal ist.

Ob nun ein selbstverfasstes „Meisterwerk“ oder der läppische Affiliatelink vom Partner nebenan. Das Prinzip bleibt identisch, auch wenn die wahre Kunst wohl darin besteht, die eigene Zielgruppe von der Qualität der eigene Produkte zu überzeugen und im richtigen Augenblick den Sack zuzumachen.

Die Geschichte vom Klickvieh: Fazit!

Ach. verdammt. Mir juckt es immer noch in den Fingern und ich würde gern noch einen ähnlichen Artikel obendrauf legen. Aber ich glaube, das reicht fürs Erste und ich muss heute noch ein paar andere Dinge erledigen.

Mir geht es darum, dass wir alle – alle, die im Internet Geld verdienen – im gleichen Boot sitzen und es sinnfrei ist, die eine Methodik zu verurteilen, wenn man sie überhaupt nicht verstanden hat.

Geld verdienen klappt im Internet tadellos und vor allem durch den geschickten Einsatz aller verfügbaren Mittel und der Kombination aus Erfahrungswerten und dem Lernen bei anderen Menschen.

Als wichtig erachte ich, dass man hierbei stets auf die eigene Außenwirkung achtet und diese nicht leichtfertig aufs Spiel setzt. Denn wem wird etwas abgenommen und wem nicht? Und vor allem: Bei wem würden wir einkaufen?

Denn wenn wir davon ausgehen, dass Blogs auf einer Vertrauensbasis operieren und wirklich nur sinnvolle Dinge empfehlen, sind sie doch ebenfalls nur eine andere Form der Mailliste:

Ein Blog baut eine Bindung zwischen Sender und Empfänger auf, die vielleicht irgendwann auf Vertrauen fußt. In diesem Augenblick ist eine Empfehlung, die durch einen freundlichen Affiliatelink gespickt wird, natürlich eine solide Goldgrube.

Und jetzt freue ich mich auf Deine Meinung zum Thema. Denkst Du, die meisten Blogger haben sich in eine Illusion verliebt oder überhaupt den Grundgedanken der Monetarisierung verinnerlicht? Ja? Nein? Vielleicht? Wie steht es mit Dir? Entscheide Dich 😉

10 Meinungen

  1. Matze09-03-2012

    Sehr interessanter Ansatz, den du da verfolgst. Also das verbinden von allen Möglichkeiten. Also nicht allen, aber eben den genannten. Da freue ich mich auf den nächsten Artikel.

    Ich finde übrigens, Onlinemarketer haben es schwer. Einerseits funktioniert die Sache mit den Videos, die das Geldverdienen versprechen, aber gleichzeitig wirkt das vollkommen unseriös. Dann ist es auch ganz egal, was hinter der Fassade lauert.

  2. Dani Schenker09-03-2012

    Zeig mir deinen Bienenstock, Baby! 😀

    Hallo Jonas,
    Toller Artikel. Zugegeben, ich habe nicht jedes Wort gelesen, sondern mir die für mich interessantesten Überschriften rausgepickt (danke für die Überschriften!) 😉 Ab „Wie verdienen Marketer bin ich aber voll dabei“ gewesen.

    Auf etwas möchte ich hier insbesondere eingehen und zwar auf das Beispiel von Peer’s Blogprojekt Newsletter. Peer macht dort nämlich etwas, was wohl kein anderer Internet Marketer macht. Und zwar laufen die Newsletter bei ihm nicht als Autoresponder. Somit „verschenkt“ er quasi zahlreiche Möglichkeiten, um die Abonnenten anzusprechen. Denn wer sich jetzt anmeldet, wird die erst 70 (?? oder wie viele waren es bereits??) Mails nicht bekommen.

    Jeder echte, skrupellose Marketer würde das ganze mit Autoresponder aufbauen und zwischendurch noch zusätzliche Werbemails senden. Oder denkst du nicht?

    Grüsse
    Dani

  3. Fabs09-03-2012

    gerade nur ganz wenig zeit. heute Abend in länger. habe die gleiche Frage wie Dani beziehungsweise interessiert mich die Antwort :-)

    Gruß
    Fabs mit Handy

  4. Uli09-04-2012

    Hallo… ein weiteres dummes Klickvieh hat es tatsächlich geschafft, diesen Artikel GANZ zu lesen! 😉 Respekt, Respekt…da konnte wohl einer kein Ende finden… 😉
    Aber eigentlich ist das arme Schreibvieh noch viel dümmer als die ganzen Klickviecher: es schreibt sich die Finger blutig in der Hoffnung, dass von den 20…100…oder 1000 Lesern 1% Klickviecher auf ne Anzeige klicken! WOW!! 4 Stunden Artikel schreiben für 1,87 Euro Adsense-Einnahmen!! Das arme Schreibvieh….. 😉

  5. @Matze
    Der kommt alsbald. Schön, dass Du Dich darüber freust.

    @Dani und ein wenig @Fabs
    Ja. Natürlich verschenkt Peer hier eindeutig Potential, aber das gehört eben dazu, um das Vertrauen in die eigene Leserschaft aufrechtzuerhalten und ich denke, das weiß er auch. Es ist gut, wie es ist, wobei es schon weit über 100 Ausgaben des Traffic-Guides sind, die hier gnadenlos verfeuert werden könnten. Mal davon abgesehen, dass die alten Ausgaben mit Sicherheit veraltet sind, wäre das wohl anpassbar. Klar.

    Ich weiß nicht, ob es skrupellos ist, ich finde, dass es eine Möglichkeit darstellt, die man wahrnehmen kann oder eben nicht. Ich glaube, dass das einzige Problem in der Kommunikation begründet ist, denn ich kann auch als „skrupelloser“ Marketer reinen Tisch machen und meine Abonnenten über diesen Umstand informieren. Das sorgt mitunter sogar noch für Vertrauen. Denkst Du nicht?

    @Uli
    Glücklicherweise muss das „Schreibvieh“ nicht von den Adsenseeinnahmen den Kühlschrank füllen, gönnt sich hier den Luxus, ein wenig zu experimentieren und hat für den Artikel auch nur zwei Stunde gebraucht. Tja…, 10 Finger kann man nutzen oder baumeln lassen :-)

    beste Grüße und schön, dass Du den Artikel gelesen hast. Vor allem um die Uhrzeit. Puh!

  6. Dani Schenker09-04-2012

    @Jonas,
    Sorry, da habe ich wohl vergessen, das Wort skrupellos mit „“ zu schreiben. Denn ein Autoresponder muss natürlich nicht heissen, dass jemand skrupellos ist 😉 Ich verwende es selbst auch. Das sollte eher ironisch sein, um darzustellen, dass Peer „einer von den Guten“ ist.

  7. Uli09-04-2012

    …wenn man sonst nichts zu tun hat nachts… 😉
    btw: Mir gefällt übrigens dieses PRINZ-Theme, hab´s mir auch gekauft für eines meiner Projekte! Es bietet echt viele Optionen!!

  8. André10-04-2012

    Und wo auf Deinr Seite ist Deine Mailingliste, mit der Du Deine Rente absicherst?! 😉

  9. Dominic10-10-2012

    Hallo Jonas,
    erst mal möchte ich sagen, dass dieser Artikel (wie viele zuvor) wieder mal TOP war.

    Als zweites möchte ich die Methaper des „Klickvieh“-s mal aufgreifen und provokativ fragen: “ Sind die meisten Deutschen Blogger dann bzgl. ihrer Methoden sowas wie Bio-Bauern?“

    Wenn ich mir die verbreiteten Zahlen in der Blogosphäre so anschaue, dann läuft die Monetarisierung doch eher spärlich ab. Wohingegen andernorts (überm Teich) kräftig, industriell „gedüngt“ wird und dementsprechend auch „geerntet „.

    Sind wir hier zu kritisch und vorsichtig, oder haben wir hier einfach nur superempfindliches „Klickvieh „, bei dem man eben mit weniger zufrieden sein muß?

    Deine Meinung würd mich hierzu wirklich interessieren.

    Viele Grüße
    Dominic

  10. Roland10-31-2012

    Genialer Schreibstil, so wie ich ihn liebe.
    Frech, locker, vorwärtstreibend.

    Tja, ich bin Hobbyblogger und werde es auch noch eine zeitlang bleiben. Waum? Weil ich es nicht verstehe Klickvieh zu generieren. Zum Teil bin ich auch unlustig.

    Aber immerhin kommt doch etwas Geld rein. Hätte ich nie gedacht als ich vor Jahren mal mit einer Internetseite anfing.