Nischenchallenge: Wie mache ich meinen Inhalt zu Geld?

Da mein letzter Artikel zur Nischenchallenge erst wenige Tage zurückliegt, möchte ich heute eine allgemeine Frage beantworten, die ich mir natürlich auch für das aktuelle Projekt stellte.

Wenn wir mit einer Webseite oder einem Blog im Internet Geld verdienen wollen, müssen wir uns überlegen, welchen Inhalt wir monetarisieren können und welchen nicht.

Diesbezüglich habe ich auf meinem Projekt ein paar Dinge ausprobiert und möchte Dir zeigen, was ich in den letzten Wochen unternommen habe.

Also, schauen wir einmal, mit welchen Inhalten wir Geld verdienen können und welche dafür eher weniger geeignet sind.

Welche Arten von Inhalten gibt es?

Inhalte zu Geld machenDie Frage müsste eigentlich lauten: Welche Arten von Suchanfragen gibt es eigentlich?

Denn genau dafür erstellen wir ja unseren Content. Natürlich machen wir das auch für unsere Leser, doch kommen die meistens von Suchmaschinen wie Google und Co.

Und auch wenn eine treue Anhängerschaft spannend ist, spricht der eigene Analytics-Account oftmals eine andere Sprache.

Mitunter lässt sich zwar auch zufällig Geld verdienen, aber darauf sollte man sich nicht unbedingt verlassen und wirklich schöne Werte können hierbei lediglich durch Masse erzielt werden.

Suchanfragen sind in der Regel mit einem Bedürfnis verknüpft. Manche Nutzer möchten sich einfach über einen Sachverhalt informieren, andere brauchen eine Anleitung und einige tragen einen direkten und ganz realen Kaufwunsch im Herzen. Jeder sollte erraten können, in welchem Bereich es die größte Konkurrenz gibt.

Mitunter gibt es zwar auch noch ein paar sinnlose Treffer, die einfach nur so in die Suchmaske geworfen werden, doch dürfte hierbei das reale Optimieren ein wenig problematisch sein.

Beispiele dafür sind natürlich die bekannten Eastereggs oder auch Suchen á la Google is ne Missgeburt, die für ganz realen Traffic sorgen können.

Unterteilen wir das Ganze doch einfach in:

1. navigierende Suchanfragen

Plugin:Wordpress Link kennzeichnenDiese werden häufig ausgeführt, weil ein Nutzer zu einer ganz bestimmten Zielseite möchte und sich nicht an die richtige URL erinnern kann.

Vielleicht kennt er diese auch gar nicht oder findet es bequemer, die Suchmaschine zu nutzen, als die Browserzeile zu nutzen.

Ein schönes Beispiel für eine solche Suche wäre Existenz im Netz oder meinetwegen Apple.

Interessant ist in diesem Zusammenhang übrigens, dass viele Menschen Google für das Internet selbst halten und den Browser Chrome für eine portable Version der praktischen Suchmaske.

So konnte beispielsweise die Seite facebook-login eine Lücke der Unwissenheit oder auch Bequemlichkeit schließen und unzählige Besucher auf sich vereinen. Diese brachten natürlich auch Geld, denn zeitweise gab es für einen Klick auf die Adsense-Anzeige Facebook solide 8€.

2. informative Suchanfragen

Was sind informative Suchanfragen?Hierbei geht es primär um den Erhalt von Informationen und gleichermaßen um kostenfreie Inhalte.

Wer wissen möchte, wie hoch die Alpen sind, wo die Hauptstadt von Deutschland liegt oder was zum Teufel ein Aktien-Depot ist, fällt in diese Kategorie.

Häufige Signalwörter sind dabei die bekannten W-Fragen (wieso, weshalb, warum) und als Beispiels kann Höhe Alpen oder Hauptstadt Deutschland gelten.

Natürlich wird uns dabei oftmals der Rang von Wikipedia abgelaufen und letzten habe ich eine Studie gelesen, die der Online-Enzyklopädie bei nahezu allen Suchanfragen eine Top-Position bescheinigt. Umso wichtiger halte ich übrigens einen Eintrag im Verzeichnis selbst.

3. aktivierende Suchanfragen

Geld verdienen mit Social MediaDie Suchanfrage ist dabei oftmals mit einem Verb verbunden oder drückt klar einen Kaufwunsch des Nutzers aus.

Hierbei fällt natürlich auf, dass der Markt meistens vollkommen überlaufen ist und wir mit einem neuen Projekt oftmals alt aussehen.

Beispielsweise fallen Geschenke oder auch gezielte Produktsuchen in diese Kategorie. Natürlich unterliegt diese Kombination auch starken, saisonalen Schwankungen.

Viele machen dabei den Fehler, sich selbst als erfolgreich einzuschätzen, da das eigene Projekt immer besser rankt.

Spätestens zur Hochzeit des jeweiligen Produkts werden die SERPs allerdings regelrecht durchgeschüttelt und jede Menge Adwords-Anzeigen gebucht, was schnell zum Abstieg der eigenen Seite führt. Aber das nur am Rande.

Die Suchanfragen und meine Nische

Wenn wir nun eine Nischen-Seite erstellen, kann es selbstverständlich zu Überschneidungen kommen. So will nicht jeder ein Produkt kaufen, bloß weil er danach sucht und auch unser Alpenfreund kann den Drang verspüren, sich in unserem Shop neu einzukleiden.

Wichtig ist lediglich, dass man diese Unterscheidung kennt und für das eigene Projekt gewinnbringend nutzt.

Denn soviel vorweg: Monetarisieren lassen sich alle Suchanfragen, die Frage nach dem Wie ist hierbei aber entscheidend.

Nun möchte ich allerdings einen Blick darauf werfen, wie ich das für mein Nischenprojekt umgesetzt habe oder zukünftig handhaben möchte. Beziehungsweise auf welche Arten von Traffic ich setze.

Keywords unterteilen und sortieren

Die eigenen Ideen sortierenIch habe mir eine lange Exceltabell erstellt, die alle relevanten Keywords und Suchanfragen für meine Nischenseite zum Thema Taufgeschenke umfasst. Diese habe ich unterteilt und in verschiedene Kategorien sortiert.

Dabei habe ich auf das jeweilige Einnahmen-Potential geschaut und die Anfragen in die besagten Suchanfragen gegliedert.

So wäre beispielsweise die Suchanfrage taufgeschenke silber eine aktivierende Phrase, die mit einem Kaufwunsch verknüpft ist und weist somit ein Monetarisierungspotential auf.

Wohingegen was schenkt man zur taufe eine Kombination aus Informationsdrang und einer potentiellen Aktion darstellt und die Suchanfrage warum schenkt man zur taufe eher unnütz scheint und wenig Einnahmemöglichkeiten offenbart.

Diese Unterscheidung ist übrigens insofern wichtig, als dass sich nur so erahnen lässt, inwiefern sich dieser oder jener Inhalt zu Geld machen lässt. Aber auch für andere Dinge ist es essentiell, wie die eigene Seite aufgebaut ist. Außenwirkung eben.

Beispielsweise haben wir mit unserem Wikipedia-Artikel schlechtere Karten, wenn unsere Seite mit Werbung vollgestopft ist, ähnliches gilt meiner Meinung nach für Blogparaden oder auch das Verzeichnis DMOZ.

Aber auch im direkten Zusammenhang mit einem Nischenprojekt ist die Einteilung essentiell für den monetären Erfolg.

Wie nutzen wir den Content?

Was sagt uns das?Nun. Es gibt mehrere Möglichkeiten.

Allerdings möchte ich einfach schildern, was bei mir bisher immer gut funktioniert hat.

Aber natürlich ist eine Mischung der unterschiedlichen Einnahmequellen genauso denkbar, wie sie erfolgreich sein kann.

Idealerweise setzen wir natürlich auf Suchanfragen der Kategorie 1 und 2, also informative und aktivierende. Klar ist, dass Letzteres schneller zum Erfolg führt.

Meistens wird dieser Traffic auch empfohlen, um im Internet Geld zu verdienen, sei es nun durch einen Blog oder auch einen Onlineshop.

Demzufolge sind Anfragen, die ein direktes Kaufinteresse beinhalten stark umkämpft, weshalb es sich oftmals lohnt, den eigentlichen Traffic über die Hintertür zu bekommen.

1. Monetarisierungsstrategie: informativer Content

Wer wissen will, wie hoch die Alpen sind oder warum Hunde anders sehen als Menschen, verspürt in der Regel keinen Kaufwunsch.

Außerdem werden Blogs häufig so gefunden, was in der Natur der Sache liegt. Mal davon ausgehend, dass wir nicht über Schnäppchen oder auch Gutscheine, wie etwa hier, schreiben.

Hierbei empfiehlt sich meiner Meinung nach Adsense oder generell Pay Per Click Werbung, die sich eben auch durch zufällige Klicks speist. Dabei ist ein Blick auf den Klickpreisdetektor sinnvoll, um zu vermeiden, dass wir auch unnütze Anzeigen optimieren.

Natürlich können wir die Vermarktung von Werbeflächen forcieren, aber das ist gerade am Anfang nicht unbedingt zielführend. Jedenfalls dann nicht, wenn wir über ein Billig-Produkt texten.

Artikel: Adsense – Die optimale Position | Hilfe! Meine CTR ist niedrig | Alternativen zu Adsense

Was ist zu beachten?

  • Der Content sollte wenig Klickalternativen bieten
  • Die Werbung muss ins Aktionsfeld des Nutzers, nirgends macht sie mehr Sinn
  • internetaffine Zielgruppen sind schwerer zu monetarisieren

2. Monetarisierungsstrategie: aktivierende Anfragen

Hier bewegen wir uns auf dem dünnen Eis des Online-Marketings. Es ist das klassische Empfehlen, Weiterleiten und eben das Verkaufen eigener oder auch fremder Produkte.

Ich selbst setze auf Affiliate-Programme und weniger auf den Vertrieb eigener Produkte.

Das liegt allerdings nur an der grundsätzlichen Einstellung, dass die wenigsten Marketer auch nur im Entferntesten wirklich fachkundig sind. Ich mag die Vorstellung nicht, meinen finanziellen Erfolg auf die persönlichen Problemen meiner Zielgruppe zu gründen.

Aber das ist einfach nur eine Frage der Einstellung. Ein Buch, wie man überflüssige Pfunde verliert, wird es von mir deshalb nicht geben. Auch wenn ich mitunter Spargel esse – vielen reicht das ja als Grundlage 😉

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass andere Werbeformate möglichst klein gehalten werden. Denn eine Steigerung der möglichen Ausgänge, also Klickalternativen, schmälert ungemein den Fokus.

Deshalb bietet es sich an, diesen Content nicht mit Adsense und Co anzureichern. Jedenfalls nicht im aktiven Bildausschnitt des Nutzers. Unter dem jeweiligen Content darf es schon eine Anzeige sein, mitunter genereriert sie zufällige Klicks.

Artikel: Werbung richtig platzieren? 1000% Klicksteigerung | affulu: Partnerprogramm-Suchmaschine

Was habe ich gemacht?

Nun ist es allerdings so, dass unsere lieben Mitbewerber allesamt auf die Kauf-Keywords aus sind. Das ist logisch und liegt in der Natur der Sache. Wir haben folglich die Möglichkeit, auf lange Sicht gut zu ranken oder locken unsere Besucher durch die Hintertür.

Dafür habe ich mehrere Arten von Inhalten erstellt.

Welchen, der gefunden und vor allem verlinkt wird (das bringt gleich noch kostenlose Backlinks) und monetären Content. Dieser wird allerdings seltener gefunden, da die Konkurrenz größer und der Wettbewerb umso stärker ist.

Der simple Trick ist nun, aus dem unscheinbaren, informativen Content, der wenig oder auch gar keine Werbung beinhaltet, auf Geld-Inhalte so verweisen.

Denn einerseits übernehmen wir so den Linkjuice (also die Kraft der eingehenden Verweise) und stärken über einen Umweg unsere wichtigen Keywords und auf der anderen Seite generieren wir interessierte Besucherströme.

In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich übrigens, auf lange, sehr wenig gesuchte Long Tail – Kombinationen zu setzen.

Das habe ich auf meinem Nischenprojekt bisher durch die Teilnahme an Blogparaden und einen Wikipedia-Eintrag umgesetzt.

Die weiteren Ziele sind also,

  • der langsame Aufstieg zum Hauptkeyword,
  • durch die Unterstützung informativer Inhalte, die Links generieren
  • und der effektive Einsatz des unterschiedlichen Contents.

In diesem Zusammenhang empfiehlt sich übrigens eine Kombination aus Bannerrotation und dem praktischen WordPress-Plugin Post Layout, das es uns ermöglicht, Werbung in Inhalten zu aktivieren oder eben in Einzelfällen abzuschalten.

Artikel: WordPress: Bannerrotation

Den Content richtig nutzen – Fazit

Inhalte zu Geld machenDas war es auch schon und beschreibt recht gut, was ich derzeitig auf meinem Nischenprojekt mache und bisher klappt das auch recht gut. Vor allem die Klickrate auf die unterschiedlichen Anzeigen gefällt mir sehr.

Nach meiner Erfahrung ist es also wichtig, den eigenen Content zu kennen und richtig einzuschätzen.

Auch wenn sich das seltsam anhört, kann es den entscheidenden Unterschied machen, ob ein Projekt Geld abwirft oder eben nicht.

Denn das Wichtigste, was dieser Beitrag vermitteln soll ist, dass jede Seite und vor allem nahezu jeglicher Inhalt anders funktioniert.

Weshalb es im Übrigen auch nicht funktioniert, einfach nur Schritte nachzuahmen. Sogar der Erfolg einer einzelnen Anzeige, die auf zwei Seiten vollkommen identisch eingebaut wurde, kann vollkommen unterschiedlich ausfallen.

Deshalb ist es wichtig,

  • den eigenen Content zu kennen,
  • ihn richtig zu monetarisieren und vor allem
  • testen, testen, testen und ein wenig ausprobieren :)

In der nächsten Woche wird es leider keinen Artikel zur Nischenchallenge geben, da ich für 10 Tage in Frankreich sein werde.

Deshalb möchte ich Dir schon an dieser Stelle ein schönes und vor allem besinnliches Osterfest wünschen. Für Artikel ist allerdings gesorgt, auch wenn es natürlich ein paar weniger als sonst werden.

Weitere Informationen zur Nischenchallenge findest Du übrigens bei Peer und Sebastian.

Außerdem hat David eine tolle Übersicht erstellt, wie sich die Teilnehmer derzeitig im Wettbewerb schlagen. Die kleine Analyse ist recht unterhaltsam und bietet schöne Einblicke in den Verlauf der unterschiedlichen Nischenseiten.

Ich möchte Dir an dieser Stelle viel Erfolg mit Deinem eigenen Projekt wünschen. Bei Anregungen, Kritik oder auch Hinweisen, wie man Content richtig monetarisiert, freue ich mich über Deinen Kommentar :)

3 Meinungen

  1. Chris04-05-2012

    Wow. Wieder so ein ausführlicher Artikel, der mir sehr geholfen hat. Vor allem den Adsense-Preisdetektor kannte ich noch gar nicht. Danke für den Hinweis :-)

    Kann ich dir per Mail mal ein Projekt schicken und du schaust einmal rüber. Habe nämlich unzählige Fragen zu Adsense.

    Schöne Grüße

  2. René04-17-2012

    Gratulation ! Hammer-Artikel. Interessant für mich war, dass Du fokussiert etwas zu den kaufenden Keywords gesagt hast. Ich denke, dass dies das entscheidende Kriterium ist, um seine Seite vernünftig zu monetarisieren. Das ist für mich wieder einmal ein Artikel zum Ausdrucken und umsetzen. Vielen Dank!

    • Jonas G.04-19-2012

      Viel Glück und Spaß dabei :-)