Wie funktioniert der Google-Algorithmus? Rund 120 Ranking-Faktoren

Heute habe ich aus meinem Postfach die aktuelle Ausgabe des Onlinemagazins Internethandel gefischt, das die Entschlüsselung des Google-Algorithmus zur Titelstory erklärt hat und auf nahezu 25 Seiten ausführlich erläutert.

Dabei werden mehr oder weniger interessante Hintergrundinformationen gegeben, aber in jedem Fall zahllose Details offenbart, die es sogar unerfahrenen Lesern ermöglichen sollten, die Grundzüge des Algorithmus nachvollziehen zu können.

Grund genug, einmal in die Tasten zu hauen und sich Googles Funktionsweise ein wenig genauer anzuschauen.

Denn, ein wenig pathetisch ausgedrückt, das Internet ist Google respektive ist die ehemals kleine Suchmaschine der omnipräsente Wegweiser, der uns durch den virtuellen Raum führt. Gleichermaßen bedeutet das aber, dass Blogs, Onlineshops oder eben Firmenseiten nicht gefunden werden, wenn sie nicht vernünftig in den SERPs ranken.

Das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken und sich vor der Konkurrenz zu verstecken, denn einen Algorithmus beziehungsweise einen Programmablauf kann man lernen und somit letzten Endes für sich nutzen. Zwar spricht man in diesem Kontext häufig von Suchmaschinenoptimierung (kurz: SEO), aber viele Kniffe kann jeder Anwender umsetzen, wenn er nur weiß, wie das geht.

Also, werfen wir einen Blick in die aktuelle Ausgabe und wühlen uns durch eine Stichprobe aus 120 Ranking-Faktoren.

Der Google-Algorithmus – 120 Faktoren?

Der geheime Google-AlgorithmusIch erinnere mich noch daran, wie ich vor einiger Zeit las, dass Google rund 200 Faktoren nutzt, um das Ranking einer Seite zu bestimmen. Dann hieß es wieder, oh weh, die Rechnungsgrundlage der Suchmaschine wurde entschlüsselt und siehe da, doch weniger als 100 Aspekte.

Was nun richtig ist, kann wohl keiner genau beurteilen, denn meistens schwingt im Hintergrund noch der ein oder andere Parameter mit, der entweder nicht auffiel oder aber nur ein minimales Zünglein an der Waage ist und somit eh irrelevant.

Umso interessanter ist also nun die Einschätzung von des Magazins, 120 Einzelfaktoren ausgemacht zu haben. Doch ob nun einer mehr oder eben weniger, ist wohl auch vollkommen gleichgültig, denn es sind die wichtigen Dinge, die das Suchmaschinenranking nachhaltig beeinflussen.

Welche das sind, möchte ich in diesem Blog-Artikel teilweise erläutern und allen Lesern, die noch mehr ins Detail abrutschen möchten, die Hauptstory des Magazins empfehlen.

Wie funktioniert der Google-Algorithmus?

Jedem ist klar, dass das Ganze aufgrund unzähliger Berechnungen funktioniert und somit dynamisch und ständig die weltweiten Suchergebnisse aktualisiert werden. Dabei fällt auf, dass Blogs häufiger eine gute Chance haben, die SERPs nachhaltig zu beeinflussen, was wohl letzten Endes auf die Handhabung selbst zurückzuführen ist.

Interessanterweise hüpfen aus dem virtuellen Off aber immer mehr SEO-Experten, die sich umfängliches Wissen auf die Stirn tätowiert haben und fortan auf diversen Seiten ihre kostenintensiven Dienste anbieten. Manchmal macht das Sinn, in der Regel aber überhaupt nicht. Außer natürlich, eine kleine, aber feine Webpräsenz soll in einem überfüllten Bereich tadellos ranken.

Hierbei geht es jedoch meistens um eine Frage der Ausdauer, des Linkbuildings und eben den Geldbeutel. Denn zwar ist jede Menge durch eine effektive Onpage, aber auch Offpage-Optimierung möglich, aber in hart umkämpften Bereichen zieht wohl das kleinere Budget den Kürzeren.

Wichtiger Google-Faktor: Das Linkbuilding

Wenn SEO aber häufig das Aufbauen von Links ist, haben wir somit schon einen der wichtigsten Faktoren überhaupt ausgemacht, denn den wohl größten Einfluss auf das Ranking zu gewissen Keywords macht eben das gesunde Wachstum einer Seite und gleichermaßen der Anchortext, der beim Verlinken verwendet wurde.

Wer das nicht glaubt, sucht einfach mal nach dem Keyword „hier“, das unweigerlich Adobe, Open Office oder auch Amazon an die ersten Positionen katapultiert. Zwar arbeitet Google mittels Freshness und Co gegen solche Maßnahmen und stellt nun auch aktuelle oder personalisierte Ergebnisse über diese Seiten, aber dennoch ranken sie diesbezüglich sehr gut.

Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass in unzähligen Foren, Blogs oder eben statischen Websites mit diesem oder einem ähnlichen Satz auf die entsprechende Zielseite des Anbieters verwiesen wurde:

[…] Mehr Informationen zum Thema findet man hier!

Und so kam die entsprechende Suchphrase eben dem Anbieter zu Gute, der häufig mit diesem Wort verlinkt wurde. Andersherum bedeutet das natürlich, dass Google uns eine Übersicht der beliebtesten Programme liefert. Wer einem anderen Blog also einen Gefallen tun möchte und dessen Ranking begünstigen will, sollte auf sinnlose Texte zur Verlinkung verzichten, sondern immer die Hauptausrichtung in den Link mit einfließen lassen.

Idealerweise natürlich die Domain, jedenfalls, wenn diese sprechend ist. An dieser Stelle möchte ich einen Artikel aus diesem Blog zum Thema sprechende Domains empfehlen.

Halten wir also fest, dass einer der wichtigsten Faktoren für das Ranking unter Google eben effektives Linkbuilding ist. Oftmals ist das auch vollkommen ausreichend, jedenfalls in kleineren, ja, leichten Nischen. Bei größeren Projekten, die sich einer ganz anderen und vor allem härteren Konkurrenz aussetzen, ist das natürlich anders und auch scheinbar nebensächliche Dinge fallen enorm ins Gewicht.

Google – Nur für Erwachsene?

Natürlich kann jeder einen erfolgreichen Blog aufsetzen und es spielt keine Rolle, woher er kommt oder wie alt er ist. Um die Vertrauenswürdigkeit einer Seite zu bemessen, sieht das Google jedoch vollkommen anders. (Artikel: Ist Trust ein wichtiger Rankingfaktor?)

Denn hierbei sind eben Kleinigkeiten entscheidend, die man eigentlich gar nicht beeinflussen kann und so zählen Domainalter, die Wahl einer Top-Level-Domain – In Deutschland empfiehlt sich also in jedem Fall das Kürzel .de – aber auch die IP einer Seite eine übergeordnete Rolle.

Das lässt sich an ganz einfachen Dingen ausmachen, denn Google nimmt eine Seite erstmals so, wie sie eben ist. Neu, unbefleckt und ohne Hintergrund. Ja, vor Google sind anfangs alle Blogger gleich – fast göttlich oder nicht?

Doch mit der Zeit stuft der Suchmaschinen-Riese gewisse Faktoren ganz anders ein und schreibt einer Seite ein gewisses Maß an Vertrauen zu. Die Grundlage hierbei ist natürlich denkbar einfach: Wer schon lange dabei ist, hat sich etabliert und wird keinen Mist verzapfen und genau in diesem Fall avanciert die IP eben zum Kriterium, denn wenn eine Domain umzieht, Wechsel sich potentiell der Inhaber und somit ist die Zukunft nicht mehr absehbar.

Ähnlich verhält es sich natürlich mit der Domain-Endung, denn und das ist eben nicht paradox, wer in Deutschland sucht, möchte deutsche Inhalte und das vermittelt das Kürzel .de eben schon vorab. Klar, oder?

Die Faktoren auf einen Blick – Der Google-Algorithmus

Natürlich würde es den Rahmen dieses Blog-Artikels sprengen, wenn ich nun all mein Erkenntnisse aneinanderreihen würde und wild über den Google-Algorithmus spekulieren würde.

Einerseits kann ich mich nicht für alle Kriterien, außer die offensichtlichen, verbürgen und auf der anderen Seite kenne ich überhaupt nicht jeden Einzelfall. Deshalb lese ich ja auch gerade in der aktuellen Ausgabe des Onlinemagazins Internethandel und erhoffe mir so ein paar Erkenntnisse.

Immerhin werden hierbei rund 120 Faktoren ein bisschen näher beleuchtet und dabei in 14 Kategorien zusammengefasst. Manche davon, wie beispielsweise die unverlinkte Erwähnung einer Seite, waren mir gänzlich neu, andere wirken wie ein alter Hut. Zwar findet man all diese Dinge auch über die Suchmaschine selbst, verliert sich dabei aber häufig in Spekulationen und wilden Vermutungen.

Mit Sicherheit ist auch dieser Artikel nicht der Weisheit letzter Schluss, doch immerhin wird das Ganze recht kompakt und übersichtlich aufbereitet und bietet somit einen recht guten, wenn auch groben Überblick der einzelnen Rankingfaktoren.

Das Onlinemagazin Internethandel – Was wird noch geboten?

Da mich die aktuelle Ausgabe zu diesem Blog-Artikel inspiriert hat, möchte ich gern auch noch einen Überblick geben, was das PDF-Heft, abgesehen von der Hauptstory zum Google-Algorithmus, zu bieten hat:

  • Was steht drin?

Eine Geschäftsidee mit Knöpfchen: Die Tourismusbranche boomt und immer mehr Existenzgründer, aber auch Start-Ups springen auf den virtuellen Zug. Doch das Gebiet ist heiß umkämpft und da kommt eine Idee, die es ermöglicht, die individuellen Erwartungen an einen Urlaub per Schieberegler festzulegen doch gerade richtig, oder?

Die Impressumspflicht bei Facebook: Ich habe mal einen Artikel geschrieben, der sich mit der Impressumspflicht für Blogger befasst, doch dieser rechtlichen Verbindlichkeit ist nun auch bei Fanseiten nicht mehr zu entgehen. Der Artikel stellt dar, was dabei zu beachten ist und was Unternehmer bedenken sollten.

Google und die Logistik: Man kennt das Phänomen. gesucht wird bei Google, gekauft bei Amazon. Zwei Anbieter, zwei Vormachtsstellungen. Nun scheint sich der Konzern Google aber nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen zu wollen und geht angeblich in die offensive. Google im Logistik-Geschäft? Man kann gespannt sein.

Kostenlose Fotos für den Blog: Bilder sagen mehr als tausend Worte und auch ich habe einmal über kostenlose und lizenzfreie Bilder berichtet. In diesem Artikel wird jedoch der vielseitige Anbieter Fotolia vorgestellt, der es Online-Anbietern ermöglicht, jede Menge Bilder für den eigenen Shop zu finden. Nicht immer kostenlos, aber dafür günstig.

  • Wie sieht’s aus?

Auf rund 44 Seiten gibt das kleine Magazin regelmäßig Einblicke in den Alltag vieler Webworker und gibt dabei hilfreiche Tipps. Vieles ist bekannt, anderes nicht und deshalb ist das Ganze in jedem Fall einen Blick wert. Optisch kommt es recht schlicht daher, was jedoch die Lesbarkeit fördert, auch wenn ich das Ganze manchmal ein wenig unübersichtlich finde. Aber das liegt wahrscheinlich generell an der gewählten Darstellungsform, der PDF.

Wer aber über einen geeigneten Reader verfügt, sollte bedenkenlos alles mitbekommen und gut lesen können.

  • Wo kann ich’s kriegen und darf ich schnuppern?`

Um einfach mal einen Eindruck vom Onlinemagazin Internethandel zu bekommen, empfehle ichdie eine kleine Leseprobe, die auch schon ein paar interessante Details für Webworker und Blogger bereithält.

Ich wünsche in jedem Fall viel Spaß dabei!

Das Onlinemagazin Internethandel

2 Meinungen

  1. Matze01-17-2012

    Habe mir das Ganze mal angeschaut und insgesamt sieht es ja recht interessant aus. Meinst Du wirklich, dass ich daraus noch etwas lernen kann, denn wirklich innovativ wirkt das heftchen ja nicht unbedingt oder bin ich besser beraten, wenn ich einfach google.

    Ich guck mir aber mal die Leseprobe an, vielleicht bin ich dann ja schlauer :)

  2. Jonas G.01-18-2012

    Ich finde das Magazin eigentlich recht interessant. Zwar habe ich im besagten Google-Artikel eher weniger für mich mitnehmen können, aber die Aufbereitung ist halt sehr angenehm und man denkt sich häufig – ja, so ist es.

    Die Frage ist allerdings berechtigt, aber fast alle Magazine, die ich lese – ob nun online oder als Print – haben keine Artikel, die ich online nicht irgendwie finden würde.

    Aber sie sind eben schön aufbereitet und ich kann sie angenehm lesen und muss mich nicht durch unzählige Vermutungen und Forenbeiträge wühlen.

    Grüße