Was weiß Google über mich? Einfach mal nachschauen…

Im Internet gibt es immer wieder kleine und große Aufschreie über Datenschutz und Vorratsdatenspeicherung.

Manchmal sind diese begründet, aber häufig leider nicht.

Der Schwarze Peter wird dabei meistens Facebook und Google zugeschoben, die mittlerweile schon als Synonym für gigantische Datenschätze stehen.

Ob das nun schlimm ist oder vollkommen egal, sollte allerdings jeder für sich beurteilen und ich weiß selbst nicht, bis zu welchem Grad mir das Ganze geheuer ist.

In diesem Blog-Artikel möchte ich allerdings eine Möglichkeit vorstellen, um einmal zu überprüfen, welche Spuren wir denn im virtuellen Raum hinterlassen.

Schauen wir doch einfach, was Google über uns weiß

Was weiß Google eigentlich über mich?

Was weiß Google über mich?Um zu schauen, was die Suchmaschine Google mittlerweile über uns weiß, folgen wir diesem Link. Und schon sehen wir gebündelte Informationen darüber, was via Cookie gespeichert wurde.

Natürlich bietet diese Möglichkeit keinen allumfassenden Einblick, ist aber dennoch in ihrem Umfang recht interessant.

Werfen wir doch einmal einen Blick darauf, was über mich bekannt ist und erst danach, wie das Ganze zu bewerten ist.

Was weiß die Suchmaschine Google über mich?

Hierbei werden nun die Kategorien gelistet, die für mich von Interesse sind. Sehr spannend finde ich ja meine Affinität bezüglich Schönheit, Fitness und Haarpflege. Woran das liegt, kann ich mir allerdings gerade nicht erklären – Hach!

Alle anderen Angaben sind aber korrekt und spiegeln relativ genau das wieder, was ich tagtäglich im Internet suche, lese und außerdem teile. Natürlich sind diese kleinen Einblicke nur die Spitze des Eisbergs und mit Sicherheit sind noch unendliche Verkettung zu meiner Person bekannt.

Spannend finde ich es dennoch. Doch wie ermittelt Google überhaupt die dargestellten Daten. Warum weiß eine Suchmaschine etwas über mich?

Nun, im Grunde ist das ganz einfach…

Woher kennt Google meine Daten?

Mittlerweile ist fast jeder Blogger, Seitenbetreiber oder auch Webmaster in irgendeiner Form ein Mitglied des Werbenetzwerks aus dem Hause Google – Google Display-Netzwerk.

Teil davon sind alle Seiten, die Adsense-Werbung ausspielen. Diese findet man übrigens auch in meinem Blog und zwar direkt rechts von diesem Satz in zartrosa [!], aber auch in älteren Artikeln als prominentes Banner am Anfang eines Beitrags.

Ich verspreche mir davon Werbeeinnahmen und verdiene somit über Google Geld. Wenn nun aber ein Besucher auf meinen Blog kommt, „merkt“ sich unser Browser, dass er hier war. Das passiert über einen Cookie, der auf unserem Rechner abgelegt wird. Dieser kann wiederum ausgelesen werden et voilá, Google kennt unsere Schuhgröße…

Verbringen wir beispielsweise viel Zeit auf Finanz-Seiten oder eben Blogs übers Bloggen, schärft das logischerweise unser Profil. Die Folge ist dann, dass Adsense versucht, uns „relevante“ Anzeigen zu präsentieren, die vielleicht sogar einen Mehrwert für uns darstellen.

Daraus lässt sich natürlich auch noch mehr ableiten.

Ich behaupte jetzt einfach – ob das jetzt genderkonform ist oder nicht – dass vermehrt Männer auf IT-Blogs surfen. Somit kann Google bei einem entsprechenden Profil „ableiten“, dass der jeweilige Nutzer nicht-weiblich, folglich männlich ist.

Und mittels dieser Vermutungen, die wir in der Regel durch unser Surfverhalten bestätigen, kann natürlich auch unser Alter geschätzt werden.

Ich will nicht, dass Google alles weiß

Wen das Ganze nun aber stört, der kann die jeweiligen Kategorien auch wieder entfernen. Das sieht man auch recht deutlich auf dem geposteten Screenshot und schon sind die Daten verschwunden.

Vielleicht nicht für immer, das kann ich nicht beurteilen, aber in jedem Fall nicht mehr im Cookie abgelegt. Außerdem können wir Kategorien hinzufügen, die unsere Interessen wiedergeben. Was sich eigentlich recht praktisch anhört, schreit jedoch nach Boykott.

Denn Google macht es wie immer und gibt uns die Möglichkeit, einfach einzulenken und gewisse Dinge zu unterbinden. Das funktioniert auf Google Plus, bei Google Mail und nahezu allen Diensten, die das Unternehmen anbietet.

Facebook macht es hinter unserem Rücken und wird deswegen ausgebuht, doch Google kommt freundlich durch die Haustür und fragt:“Hey, was dagegen, wenn ich ein paar Daten mitnehme?“

5 Meinungen

  1. Jörg01-26-2012

    Spannende Information. Obwohl ich Google schon ziemlich umfassend nutze, war mir dieser Blick auf die abgegriffenen Daten wirklich neu.

    Kann es sein, dass der eingebundene Link nicht korrekt ist?

  2. Jonas G.01-26-2012

    Guten Abend, Jörg.

    Ja, Du hast Recht. Danke für den Hinweis, da habe ich wohl ein paar Wechstaben verbuchtelt.

    Jetzt sollte der Link (www.google.com/ads/preferences) klappen.

    Schöne Grüße

  3. Interessant. Aber ich habe kein ID Cookie. Bei mir werden täglich die Cookies (inkl. Flasch Cookies) gelöscht. Außerdem bin ich mit einem Adblocker unterwegs. Der Gockel muss da schon andere Geschütze auffahren.

  4. Cloudi06-30-2012

    Hallo,

    vielen Dank für den Link.
    Google ist manchmal seltsam…sollte mich doch von „+“ kennen und stuft mich trotzdem als „männlich“ ein. Naja, IT-Beruf…dafür fehlt Musik als Interesse völlig, aber vielleicht mag Google Metal nicht 😀
    Und was ist „Referenz“? Fragen über Fragen…das üben wir aber nochmal!

    Schönes Wochenende!
    Claudia
    P.S.: der Regenbogen rechts ist aber schick!

  5. Daniel07-26-2012

    Der Link scheint nicht mehr zu funktionieren, kann das sein? Ich lande auf jeden Fall ganz wo anders, wo ich den beschriebenen Überblick nicht finde :( Würde mich dann doch mal interessieren 😛