Was ist los mit Everlinks? Droht der Abstieg?

Ich habe in den letzten Wochen immer wieder über Everlinks geschrieben und habe den Anbieter häufig empfohlen.

Das lag vor allem daran, dass ich sehr von der Plattform angetan war und den Eindruck hatte, dass sie lukrative Einnahmen versprach.

Ich war zufrieden, die Advertiser strahlten und ich konnte monatlich eklatante Summen durch Schreibaufträge erwirtschaften.

Mittlerweile ist die Stimmung allerdings getrübt…, warum? Ich erzähle es Dir!

Ein Blick auf Everlinks

Der Anbieter EverlinksDen Anbieter Everlinks habe ich schon an anderer Stelle vorgestellt und ich denke, mittlerweile kennt ihn jeder.

Deshalb erspare ich mir jetzt alle unnötigen Worte und stelle Dir umgehend meine Beobachtungen vor.

Vor gut einem Monat sah es folgendermaßen aus, wenn ich nach aktuellen Kampagnen suchte.

Manchmal gab es Schwankungen, aber insgesamt stimmte das Bild. Wichtig ist hierbei vor allem der Preis, den Auftraggeber zu zahlen bereit waren, um einen bezahlten Artikel an Blogger weiterzureichen.

Die Preise bei Everlinks

 

Klar. Ein paar Beträge fallen negativ auf, aber immerhin sind auch ein paar größere Summen vertreten.

50€ sehen doch ganz neckisch aus, jedenfalls wenn der PageRank oder die Sichtbarkeit noch verschwindend gering sind und das kann sich in der Summe sogar schon lohnen. So weit, so gut…

In der letzten Woche war ich im Urlaub und habe erst gestern, ich glaube in den Abendstunden, mal wieder einen Blick ins Portfolio von Everlinks geworfen.

Ich wollte schauen, ob es einen bezahlten Artikel gibt, der Sinn für mich macht und den ich in den nächsten Tagen erledigen könnte.

Was ich sah, hat mich allerdings ein wenig erschüttert. Ist das ernst gemeint?

Aktuelle Preise bei Everlinks

Was man sieht, ist recht erschütternd. Eigentlich gibt es keinen Auftrag mehr, der sich auch nur im Entferntesten lohnt. Immerhin sprechen wir hierbei von Einmalzahlungen, nicht von Linkmiete oder ähnlichen Dingen.

Das attraktivste Angebot buhlt um die Gunst eines Bloggers, indem 12,5€ angeboten werden? Ist das die Realität? Nun…, dann bitte ohne mich.

Was kann man tun?

Was sagt uns das?Auch bei anderen Anbietern habe ich den Eindruck, dass die Zahlungsbereitschaft ein wenig ermüdet.

Nicht überall, aber gerade bei Plattformen, die den Wettbewerb der Publisher voraussetzen.

Folglich entsteht ein Preiskampf, auch wenn nur indirekt. Denn es wird immer wen geben, der es noch ein wenig günstiger macht.

Doch das ist nicht unbedingt produktiv und schadet dem Prinzip als Gesamtwerk. Denn darunter leidet die Qualität, die Arbeit und letzten Endes sogar die anderen Blogs.

Denn wenn Refinanzierung nur durch Hungerlohn möglich ist, ist das kein Modell, sondern sinnlos.

Teliad oder auch Rankseller haben hier einen Riegel vorgeschoben, was ich mittlerweile begrüße, da ein bezahlter Artikel für 5€ nicht einmal die abgenutzte Haut an meinen Fingerkuppen wert ist. Deshalb denke ich, dass es ratsam wäre, zu reagieren.

Ich habe allerdings nicht die Reichweite, doch das finde ich nicht schlimm. Die Blogosphäre ist ein organischer Multiplikator. Oder anders ausgedrückt: Leute, wehrt Euch und macht so einen Quatsch nicht mit.

12,5€ sind keine Bezahlung, sondern eine Frechheit. Das passt meinetwegen als Studentenjob, aber kann nicht als Auftragsarbeit gelten. Aber es zeigt folglich, warum Anbieter wie Hallimash und Co immer weniger Artikel vermitteln. Es geht um Links, nicht um Texte und diese können eben verschachert werden. Top!

Ich möchte mich in diesem Artikel aber gar nicht aufregen. Ich möchte nur, dass der ein oder andere darüber nachdenkt, was seine Arbeit prinzipiell wert ist. Sind Centbeträge in Ordnung? Und versprochen, es mangelt nicht am Geld des Auftraggebers, sondern an der Bereitschaft des Bloggers.

Also: Finger weg von niedrigen Bezahlungen!

Letzten Endes lockt zwar der schnelle Euro, doch auf lange Sicht wird das Konzept in dieser Form nicht aufgehen. Zwar für die Anbieter, nicht aber für den bezahlten Schreiberling…

11 Meinungen

  1. Hallo Jonas,

    das liegt an unserem letzten Update, das eigentlich für mehr Aufträge sorgen soll. Voraussichtlich nächste Woche wird auch noch der Matching-Algorithmus verbessert und es wird wieder alles fein.

    Viele Grüße
    Alex May

  2. Chris04-20-2012

    Hallo Jonas, Hallo Everlinks,

    ich weiß nicht, was ich von der Begründung halten soll. Denn ich merke genau das Gleiche und wenn dem so ist, dann wäre eine Information an die Advertiser doch sinnvoll gewesen, lieber Support, oder?

  3. Dani Schenker04-20-2012

    Zu deinem letzten Satz Jonas. Ich denke dass dieses Konzept generell nicht aufgehen wird. Denn so wird doch genau wieder auf Quantität statt Qualität gesetzt. Eigentlich doch genau das Gegenteil von was sinnvoll wäre. Lieber etwas mehr bezahlen, dafür hat man einen Artikel in einem Blog, wo nicht 200 andere bezahlte Artikel zu finden sind. Denn wenn ich die Artikel finde, findet sie auch G00gle.

  4. Webkatalog04-21-2012

    Hm schon der Hammer, im Nachinein auch nicht gerade von Vorteil Werbung dafür gemacht zu haben – da sink dann eher die Glaubwürdigkeit.

    Aber tolle, ehrliche Analyse! Grüsse

  5. Dani Schenker04-21-2012

    Warum soll denn die Glaubwürdigkeit sinken?
    Sinken würde sie, wenn er nichts sagen würde und weiter Werbung machen würde… Oder nicht?

    Man kann ja sowas nie im Voraus wissen. Alles was man bewirbt könnte theoretisch morgen anders, schlechter sein…

  6. Achim04-24-2012

    Tatsache, nur noch Ramsch-Preise bei Everlinks. Verstehe nicht was das mit einem Update zu tun haben soll, scheinbar versucht man tatsächlich jetzt Qualität zum Ramschpreis zu verticken.

  7. Juergen04-24-2012

    Everlinks – da denken welche mit einer billigen Plattform (würde sagen teliad und Linklift Niveau 2007) das große Geld verdienen zu können. Mit russischen Akzent (sorry, ist jetzt nicht diskriminierend gemeint) und einer Geschäftsadresse in Zypern – das wird nichts.

  8. Steffi04-24-2012

    Hallo, hierzu kann ich zumindest einen Teil erklären, weil ich sowohl als Publisher als auch als Advertiser unterwegs bin. Ich habe nicht den Eindruck, dass es bei Everlinks weniger gut bezahlte Ausschreibungen gibt, aber es ist in der Tat so, dass viele sehr niedrig bezahlte Ausschreibungen dazu gekommen sind. Wie ich eben von Alex May erfahren habe, habe ich meine Advertiser-Ausschreibungen zum Teil falsch angelegt, da das System automatisch 0,00 setzt, wo ich hätte manuell 0 eintragen müssen, damit mein Angebot gar nicht erst erscheint. Da ich meine Artikel selbst schreibe, weil mir derzeit das Budget fehlt, welche in Auftrag zu geben, nutze ich Everlinks nur, um Links zu buchen. Ich weiß auch, dass ich dafür nicht viel zahle, aber ich kann schlicht nicht mehr Budget dafür bereitstellen, weil man Einkommen noch zu niedrig ist. Es bleibt aber zum Glück jedem Blogger überlassen, ob er sich auf meine (unterbezahlten) Ausschreibungen meldet oder nicht. Ich für meinen Teil werde gerne für einen Link mehr zahlen, sobald ich mehr Geld habe…

    Was die Ausschreibungen angeht, die für Texterstellung und Implizierung nur wenige Euro zahlen, sind sicher oftmals Blogger, denen es ebenso geht wie mir – nur mit dem Unterschied, dass ich niemand zumute, für 8 oder 12 Euro einen Artikel zu verfassen. Dennoch hat auch bei diesen Angeboten jeder die Wahl, ob er sich dafür bewirbt oder nicht.

    LG, Steffi

  9. Klara_Himmel04-27-2012

    offtopic:
    Wird das hier eigentlich ein Test zum Thema „Entwicklung der Nutzerzahlen und Einnahmen, wenn man den Blog ein paar Tage ruhen lässt“? Na, da bin ich gespannt auf den Report!
    (Ansonsten gute Besserung oder so!)

    • Jonas G.04-30-2012

      Oh, nein, das ist es nicht. Ich bin bloß direkt aus dem Urlaub in eine Grippe gestolpert, die ganz schön heftig war.

      Nach dem Feiertag geht es hier ganz regulär weiter :-)

      beste Grüße
      ich

  10. Konstantin05-21-2012

    ich habe vorhin noch eine andere meldung in einem andere blog gelesen die das gebaren von everlinks noch etwas klarer ans tageslicht bringt. mit-blog-geld-verdienen.de/bose-e-mail-von-everlinks/