Ich blogge, weil…, ja, warum eigentlich?

Vor einigen Tagen ging der Webmaster Friday in die nächste Runde und fragte Blogger nach der eigenen Motivation. Warum blogge ich, weshalb stelle ich meine Gedanken in das Internet und warum ziehen immer mehr Menschen mit und halten Einzug in die sogenannte Blogosphäre?

Gibt es einen gemeinsamen Nenner, gibt es eine wirkliche Begründung für diese Frage?

Denn eigentlich ist ein Blog ja nicht mehr, als ein virtuelles Tagebuch und hey, meine persönlichen Gedanken möchte ich ja auch nicht jedem unter die Nase reiben.

Doch hat sich in den letzten Jahren jede Menge getan und so ist das Bloggen nicht als Einbahn-Straße für virtuelles Gekritzel zu sehen.

Nein, es ist mehr und wächst trotzdem.

Ich blogge, weil ich mich gern prostituiere und dabei Spaß habe!

Eine der wichtigsten Antriebe ist wohl der Gedanke, dass ich mein Wissen – ob ich das nun habe oder erst anlesen muss – gern mit anderen Menschen, Besuchern und Bloggern teile. Es ist ein recht idealistisches Ansinnen und doch im Grunde wahr.

Ich lese etwas, finde interessante Aspekte und möchte diese gern anders aufbereiten, als sie an jeder Ecke zu finden sind oder auch nur einer kleinen Gruppe – meinen Lesern – zugänglich machen.

Doch ist es natürlich schwierig, wenn das Motto “Sharing is Caring”, so schön es auch klingen mag, die einzige Motivation ist. Als ich meinen ersten Blog startete, habe ich mich kaum um andere Faktoren gekümmert, sondern einfach nur in die Tasten gehauen.

Das sorgte zwar einerseits für ein wachsendes Archiv, konnte aber wenig Leser gewinnen. Es fehlte die Ausrichtung, doch immerhin machte es Spaß. Jedenfalls mir.

Spaß. Ja! Ich denke, dass das die Hauptmotovation für jeden Blogger sein sollte, denn auch wenn es an dieser Stelle eher um das Thema “Geld verdienen im Internet” geht, könnte ich nicht Tag für Tag einen Beitrag verfassen, der lesenswert wäre.

Geld ist wichtig und kann natürlich ein Antrieb sein, doch stellt für mich auch der finanzielle Erfolg nicht unbedingt eine tägliche Motivation dar. Es fehlt etwas und schon können wir eine Schnittmenge bilden: Ich schreibe gern über Dinge, die mich interessieren, ich verdiene gern Geld mit dem, was ich tue, ich blogge, weil es Spaß macht.

Anders gesagt: Ich prostituiere mich gern virtuell und habe Spaß dabei.

Wenn die Motivation falsch ausgerichtet ist

Doch oft stellen sich natürlich auch unliebsame Fragen: Habe ich Erfolg mit dem, was ich tue. Ja, wie messe ich diesen eigentlich?

Beispielsweise werden es in diesem Blog immer mehr Leser, immer mehr Menschen, die durch Google zu meinen Artikeln finden. Ist das Erfolg? Klar, immerhin ist dieser messbar.

Meine Blogeinnahmen auf der Existenz im Netz sind noch relativ überschaubar, ist das erfolgreich? Ja, denn sie brechen nicht ein und ich kann mehr und mehr, wenn auch teils mühsam, neue Einnahmequelle erschließen.

Ich bin heute gegen 7 Uhr aufgestanden und sitze nun an diesem Blog-Artikel. Ist das Erfolg? Ja und zwar, denke ich, der wichtigste. Ich stehe früher auf, um das zu machen, was mich reizt und beschwere mich nicht.

Nein, ich mache es gern und dieser Schritt oder auch diese Erkenntnis ist wohl eine der wichtigsten der letzten Monate. Das zu tun, was Spaß macht, kann wohl nicht jeder von sich behaupten. Heureka!

Wenn aber eben hier eine Weiche verstellt ist, das Bloggen mit den falschen Gründen oder eben anderen Erwartungen begonnen wurde, kann es schnell zu Frust kommen. Es werden in einem kleinen Zeitraum einfach nicht mehr Besucher, es tut sich nichts im Statistik-Wust. Und mit dem Geld klappt es eigentlich auch nicht.

Wer keinen Erfolg hat, gibt auf und hört schnell mit dem auf, was er tut. Immer mehr Blogger klappen weg, Blogs entstehen, blasen Gedanken in den Raum und sind genauso schnell wieder verschwunden.

Warum? Weil die Motivation falsch ausgerichtet ist. Ich denke jedoch, dass Blogger, die eben Spaß an ihrem Tun, ihrem Schreiben haben, auf lange Sicht erfolgreich sind und warum aufhören, wenn es Freude bringt?

Natürlich gibt es in puncto Motivation noch jede Menge anderer Ansichten und fast jeder Blogger wird wohl anders auf diese grundlegende Frage antworten.

Deshalb habe ich mir auch die anderen Artikel zur gedachten Kategorie “ich blogge, weil…” angeschaut und bin auf interessante Einblicke gestoßen.

Das sagen andere Blogger

Ich habe mich auch bei den anderen Teilnehmern des Webmaster Friday umgeschaut und denke, dass die Motivation bei vielen in eine ähnliche Richtung geht.

Das ist natürlich auch gut, denn eine andere wäre für mich kaum denkbar. Natürlich können wir bloggen, weil es uns hilft, wir können bloggen, weil wir helfen wollen, wir können bloggen, weil es unser Beruf ist. Doch ohne Freude am Arbeitsplatz, knickt irgendwann auch der Erfolgreichste ein…, oder nicht?

Um das Thema noch ein wenig breiter zu fächern, möchte ich die ersten Stimmen zum Webmaster Friday an dieser Stelle nochmals in der Kurzfassung wiedergeben und wünsche allen Beteiligten, dass die Motivation zum Bloggen nicht ausbleibt.

Nicht nächste Woche, nicht in einem Monat, nein, auch nicht im Jahr 2013 :)


Hier wird der eigene Blog eher als Platz zum Ausprobieren gesehen, man schreibt, was man denkt und wenn es dann noch irgendwer liest, umso besser:

Mein Blog so mein persönlicher Spielplatz, um Musik, Videos, Texte oder Fotos zu zeigen. Wenn es jemanden interessiert und Leute das lesen wollen umso besser…

Auf diesem Blog geht es hauptsächlich darum, die eigenen Erfahrungen mit WordPress, der eigenen Seite und überhaupt jeglichen Programmen zu beleuchten und eben zu teilen:

Ich blogge, weil ich viel im Netz experimentiere und meine Erfahrungen mit anderen Bloggern teilen möchte.

Hier wird das Thema eher allgemein aufgegriffen und in diesem Zuge 7 Gründe vorgestellt, warum Blogger bloggen, warum Schreiber schreiben und welchen Motivationen es zum virtuellen Tagebuch geben kann. Kurz und knackig, aber doch alles gesagt.

Der Name ist Programm und man findet hier eine Motivation, die keine Begründung braucht, da ihr Wert inhärent ist. Es geht um das Sammeln von Erfahrungen, frei nach dem Motto:”Mal schauen, was da noch kommt, ich stehe hier und blogge!

Mithilfe meines Blogs möchte ich Erfahrungen sammeln, Tests durchführen und alle daran teilhaben lassen.

Eine lange Liste an Gründen finden wir hier, viele Dinge, die doch nur auf eine wichtige Aussage zugespitzt sind und letzten Endes den Antrieb ausmachen, den ich meine:

Ich schreibe nur über Themen, die mich interessieren und ich blogge hauptsächlich deswegen, weil es mir Spaß macht.

Mella fing aus sehr persönlichen Gründen an und diese gaben wohl auch die Motivation, um einfach am Ball zu bleiben. Mit der Zeit ist dieser Blog groß geworden und das einfach nur, weil er betrieben wird und Menschen anspricht. Schön.

Peer Wandiger, der hauptsächlich Selbständig im Netz betreibt, schreibt, weil es ihm Spaß macht und dies als Antrieb zum täglichen Schreiben die Hauptfeder darstellt.

Spaß ist für mich immer noch die wichtigste Motivation. Hätte ich keinen Spaß dabei, dann würde ich mir etwas anderes suchen.


Jonas Geldschläger ist Vollzeitblogger, treibt sich seit Jahren selbständig im Internet herum und ist der Betreiber von Geld im Netz. Er lebt von dem Geld, das er online verdient und mag es, über sich in der dritten Person zu schreiben. Heureka!

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