SEO: Backlinks von Universitäten bekommen! Wie geht das?

Jedes Projekt, jede neue Nische, die wir erfolgreich vermarkten wollen, braucht hochwertige Backlinks für einen erfolgreichen Start. Universitätlinks sind dabei die Kür im effektiven Linkmix.

Nun ist es so, dass wir an jeder Ecke den ein oder anderen Link mitnehmen können. Manche haben eine hohe Qualität und bringen wirklich etwas, andere sind eher Humbug.

Wobei: das Wort trifft es nicht ganz, da jeder Link letzten Endes eine Seite stärkt. Ob nun lediglich die Domain-Pop oder ganz verrückte Dinge, ist ja vorab gleich. Das wird eh von vielen unterschätzt. Egal.

Allerdings bringen qualitative Links natürlich mehr und stärken die Position eines Projekts viel nachhaltiger in den Suchergebnissen. Recht beliebt und kaum erreichbar: Links von Universitäten.

Oft lese ich Menschen, die die Power von solchen Links verneinen und behaupten, dass Unilinks überbewertet werden. Nun. das trifft vielleicht dann zu, wenn wir uns auf vermeintlich sinnvolle .edu-Links (Education) versteifen, aber darum soll es in diesem Blogartikel auch nur zweitrangig gehen.

Klar, viele versuchen ihr Glück. Es wird tagtäglich gespammt und der Sinngehalt dieser zahlreichen Versuche ist zu hinterfragen.

Aber schauen wir doch, bevor wir etwas verneinen, auf die Habensseite von Universitäten:

  • Uniseiten haben ein hohes Domainalter
  • Der PageRank ist enorm
  • Sie besitzen jede Menge Trust
  • …und haben eine hohe Link-Pop
  • mitunter gibt es sogar Traffic, aber das ist prinzipiell nebensächlich

Kurzum: Es ist enorm sinnvoll. Und wer die Möglichkeit hat, sollte in jedem Fall zuschlagen.

Backlinks von Unis erhalten

Wer nun posaunt, dass der PageRank eh überschätzt wird, hat noch nie versucht, einen Blog zu vermarkten. Die Annahme, dass der PageRank keine Rolle spielt, ist Blödsinn, denn die Realität sieht anders aus. Diese besteht nicht aus SEO, sondern aus Unternehmen, die bereit sind, Geld auszugeben.

Mag ja sein, dass er recht wenig über eine Seite aussagt und mit Sicherheit ist er in den richtigen Kreisen auch keine relevante Kennzahl mehr und auch im Online Marketing spielt er eine untergeordnete Rolle.

Aber hier geht es nun mal primär um das Geld verdienen mit Blogs und die wenigsten Kleinunternehmen, die Werbung und Artikel buchen, haben einen SEO zur Hand, der ihnen das geflissentlich ins Ohr raunt.

Portale wie Teliad, Ranksider, Rankseller und Co weisen den PageRank immer noch als Kennzahl aus und somit wird er zur harten Grundlage einer jeden Seitenmonetarisierung. 

Wie kriege ich Unilinks?

Vorab: Alles was ich über den Aufbau von Universitätslinks schreibe, erledigt man nicht in 10 Minuten und auch nicht einfach nebenher. Aber das sollte klar sein.

Ich möchte in diesem Artikel vier Möglichkeiten vorstellen, um Backlinks von Universitäten zu erhalten und am Ende noch einen kleinen Zusatztipp geben.

Ich selbst habe diese Techniken schon oft angewandt und ich bin der Überzeugung, dass sie sich recht positiv auf die Entwicklung meiner Projekte ausgewirkt haben. Teils brachten sie einen wahrhaften Vertrauensbonus für die jeweiligen Seiten. Bei manchen mehr, bei anderen weniger.

Zwei der beschriebenen Optionen sind mit recht viel Aufwand verbunden und bringen dafür einen sauberen Link, der freiwillig gesetzt wird. Die dritte Option ist vielleicht nicht ganz fein, funktioniert aber eben auch. Auch wenn sie mitunter irgendwann auffällt und wieder wegbricht.

1. Stellenausschreibungen nutzen

Universitäten sind Arbeitgeber. Sie biten Professuren, Lehrsühle, Studentenjobs und jede Menge Beschäftigungsmöglichkeiten im akademischen Umfeld. Dieses Faktum können wir nutzen.

Gehen wir davon aus, wir sind ein wunderbares Unternehmen, das im Bereich Holzarbeit aktiv ist. Denk Dir meintwegen auch eine andere Branche. Es geht lediglich ums Beispiel.

Wenn wir nun eine Uni anschreiben und darauf hinweisen, dass wir gern einen Backlink hätten, klappt das in der Regel nicht. Ich selbst habe als Student solche Anfragen erlebt und natürlich setze ich keinen Link auf die Holzarbeiten aus Wernigerode. Oder woanders. Ja, warum auch?

Es wäre für mich als Unternehmer nahezu unmöglich, einen soliden Link von einer deutschen Universität zu erhalten, wenn ich nicht zufällig in irgendeinem Kontext eine Schnittstelle finde.

Universität Erfurt

Die Startseite der Universität Erfurt! Backlinks möglich.

Diese gibt es allerdings und verspricht oftmals einen Unilink. Deshalb drehen wir den Spieß um und offerieren der werten Studentenschaft etwas: Ein Stellenangebot.

Wir suchen Werkstudenten, wir suchen Schreiberlinge, wir suchen Menschen, die unser Portal mit Inhalten befüllen. Kurzerhand erstellen wir eine Stellenausschreibung. Idealerweise als PDF und wenden uns an Universitäten.

Vielleicht fügen wir noch einen fingierten Hinweis ein, warum wir uns gerade diesen Lehrstuhl ausgesucht haben und warum wir glauben, dass die werte Studentenschaft ideal für unsere Aufgaben geeignet wäre.

Und siehe da: Die meisten Universitäten leisten dieser Bitte Folge und setzen einen Verweis auf die eingeschickte PDF-Datei. Unser Link sitzt darin.

Klar: Wir erscheinen nicht immer auf der Startseite, da müssten wir ein wenig tiefer in die Trickkiste greifen, aber die meisten Uni führen den Bereich der jeweiligen Fachschaften auf zweiter Ebene.

Weiterhin ist es natürlich möglich, über die gängigen Stellenportale (noch ‚ne Ebene drunter) auf Uniseiten diese Ausschreibung zu platzieren. Nicht so effektiv, aber immerhin zweite Wahl.

Wer einmal genauer hinschaut, sieht, dass die wenigsten wieder gelöscht werden. Der Backlink der Uni bleibt uns also auf lange Sicht erhalten.

Zusatztipps:

  • Es ist überhaupt nicht erforderlich, dass wir wirklich eine reale Stelle offerieren. Mal unabhängig davon, dass es Betrug wäre, muss jeder selbst wissen, was er mit diesem Wissen anfängt.
  • Weiterhin bieten wir idealerweise einen Job, der sich von überall ausführen lässt, denn so können wir das Ganze gleich an mehrere Universitäten schicken und den Link mitnehmen. Denken wir an einfach Telefonaufgaben oder meinetwegen Schreibtätigkeiten.
  • Außerdem macht es Sinn, sich ein wenig Mühe mit der Erstellung der Ausschreibung zu geben. Es soll einerseits seriös und eben gleichermaßen ansprechend wirken.

Wer wirklich eine Stelle hat, kann das ruhigen Gewissens durchziehen. Wenn nicht…, tja: Eine Nacht schlechter schlafen 😉

Wer nun einräumt, dass Links aus PDF-Dateien eine mindere Qualität hat, mag Recht behalten. Crawlen tut diese Google trotzdem und außerdem können wir sie gleich für mehrere Universitäten nutzen. Bams.

2. Linklisten analysieren, eigene Inhalte bereitstellen

Ich habe mich auf diesem Blog schon sehr häufig mit toten Verlinkungen befasst und auch damit, wie wir sie auf der eigenen Seite finden. Das geht natürlich auch bei Uniseiten.

Die meisten Lehrstühle haben eine Art Empfehlungsbereich, der auf zahlreiche Seiten verweist, wo man sich spannende Informationen zum Thema beschaffen kann und bei Interesse noch mehr Inhalte zum jeweiligen Thema findet. Toll, gell?

Diese Links sind recht sinnvoll, da sie ja meistens in einen relevanten Kontext eingebunden werden. Gehen wir davon aus, die philosophische Fakultät einer Universität verweist auf ein paar spannende Philosophie- und Literatur-Projekte.

Nun schauen wir uns diese Seiten an und suchen gezielt nach nicht mehr existenten, also toten Verlinkungen. Wie das geht, darf jeder selbst ausprobieren, ist ja nun kein großes Geheimnis.

Wer kein passendes Tools zur Hnad hat, klickt sich eben selbst durch die Linkliste. Eine kostenlose Alternative bietet der Deadlink-Checker.

Ist der Link noch aktiv? Deadlinkchecker!

Tote Links in Uni-Linklisten finden – Deadlinkchecker hilft

Haben wir eine handvoll toter Verlinkungen gesammelt, melden wir uns beim zuständigen Webmaster und informieren über die Tatsache, dass einige der Verlinkungen nicht mehr stimmig sind.

„Man selbst käme auf die Seite, da man sich für das Thema sehr interessiert hätte. Außerdem sei man bei den Recherchen dazu im Netz auf ein paar spannende Projekte gestoßen, die genau diese Thematik besprechen und forcieren.“

Anbei versenden wir eine eigene Linkliste, vielleicht beinhaltet diese drei oder vier thematisch Seiten und empfehlen diese kurzerhand, um das eigene Angebot zu ergänzen.

Nicht mehr, sonst wird noch seitens des Webmasters stark selektiert und er übernimmt lediglich fremde Seiten. Das wäre hohl.

Natürlich haben wir vorab auf einem unserer Projekte eine entsprechende Unterseite angelegt, die wirklich tolle Informationen bereitstellt.

Wer nun noch ein wenig geschickt ist, sorgt dafür, dass das eigene Projekt hervorsticht. Wir senden also vier Links, die theamtisch zur Verlinkung auf der Uniseite passen würden und tragen Sorge, dass unsere eigene Seite die beste zum jeweiligen Thema ist.

Das funktioniert ausgesprochen gut und die zuständigen Webmaster sind meistens sogar noch dankbar. Warum auch nicht, man hilft ja.

3. tote Links finden, Domain reggen

Ebenfalls in die Kategorie der „Toten Links“ fällt auch diese Möglichkeit, allerdings empfinde ich sie als ein wenig unsauber. Aber das macht ja nichts.

Wir müssen uns nämlich überhaupt nicht mit dem Webmaster in Verbindung setzen, wenn wir denn endlich eine tote Linkstruktur ausfindig gemacht haben. Nö.

Wir können sie auch einfach selbst nutzen, in dem wir die entsprechende Domain selbst reggen und die jeweilige Unterseite einrichten. Das hat mitunter sogar einige Vorteile, da keine Überprüfung seitens des Webmasters erforderlich ist.

Wir können also machen, was wir wollen, da niemand mehr auf die Qualität oder den Inhalt der Seite selbst schaut. Das klappt in der Regel tadellos.

Aber auch im vorherigen Schritt können wir die Inhalte natürlich im Nachhinein anpassen. Ich denke nicht, dass eine Seite, auf der wir externe Verlinkungsfehler ausmachen, regelmäßig die Qualität der aktiven Verlinkungen überprüft. Einfach ausprobieren!

Zusatztipp: Uni-Blogs

Google hilft bei der Suche Unibacklinks

.edu-Seiten mit Blog anhand von Google ermitteln

Nun sind Blogs ja prinzipiell dazu prädestiniert, Kommentar-Spammer einzuladen. Das kennt jeder Blogger und das ist enorm nervig. Dennoch bringen Kommentarlinks mitunter etwas.

Vor einigen Wochen habe ich ausführlich die Google-Befehle dargestellt und erklärt, wie wir Google zur effektiven Linkaufbau-Maschine nutzen können. Darauf möchte ich nochmals hinweisen.

Die meisten Bildungsseiten oder eben Uniprofile greifen auf .edu-Endungen zurück, jedenfalls im amerikanischen Raum. Diese stehen für Education und zeigen offenkundig, dass es sich hierbei um eine Bildungseinrichtung handelt.

Mitunter wird auch auf diesen Seiten ein Blog geführt, auf dem wir Backlinks aus dem Kommentarbereich abgreifen können. Ich sage nicht, dass das sonderlich effektiv ist, aber höchstwahrscheinlich sinnvoller, als vom zusammengeschusterten Miniblog zum Thema Schuhe.

Nun ist es aber so, dass nicht jede Universität einen Blog führt. Aber das lässt sich anhand der Google-Befehle recht simpel ermitteln.

Einfach mal inurl:/wp-content site: *.edu in Googles Suchmaske einwerfen.

Das hat zur Folge, dass wir nach Seiten suchen, die eine WordPress-Installation nutzen und auf die Endung .edu registriert sind. Voila!

Schnell und einfach Unilinks: Fazit

Die vorgestellten Strategien, um einen Backlink von einer Universität zu ergattern, habe ich allesamt schon ausprobiert und ausführlich getestet. Es klappt tadellos.

Allerdings sollte klar sein, dass es nicht darum geht, Unis mit Spam zu überladen und ohne Qualität und ein wenig Vorarbeit einen hochwertigen Backlink abzustauben. Das klappt allenfalls durch das Registrieren toter Verlinkungen.

Ich hoffe, Du kannst mit diesen Tipps zum Linkbuilding etwas anfangen und freue mich natürlich über Deine Erfahrungen in diesem Bereich. Und wenn Du selbst noch den ein oder anderen Hinweis hast: Immer her damit!

11 Meinungen

  1. Matze09-06-2012

    Wegen solcher Artikel komme ich hier mittlerweile regelmäßig vorbei. Danke :)

    Die Ideen sind eigentlich total simpel, um nen unilink abzugreifen, aber bisher bin ich darauf noch gar nicht gekommen. Werde das unbedingt mal ausprobieren. Vor allem den ersten Schritt finde ich sehr kreativ und einfallsreich.

    Wobei Punkt drei auch nicht zu verachten ist, kannst du dich mal bei mir per mail melden? Habe dir eben zwei, drei Fragen zu einem Projekt geschickt, das wäre klasse!

  2. Fabian09-06-2012

    Hey Jonas! Toller Artikel.

    Es gibt außerdem die Möglichkeiten, einfach mal in den ganzen Fachschaften zu gucken, denn hier sind oftmals Laien am Werk. Dort funktionieren sogar Linktauschanfragen recht gut und meistens sind die ja auch von der Startseite der Universität verlinkt.

    Gruß
    Fabs

  3. Sabienes09-09-2012

    Mein lieber Mann, bis auf Punkt 2 ganz schön viel schlechtes Karma 😉

    Sabienes

    • Ach, es gibt schlimmere SEO-Strategien. Das ist doch im Eigentlichen noch ein sehr humanes Vorgehen beim Linkaufbau :-)

  4. Dirk09-10-2012

    Ich finde die Ideen super. Ist ein Test wert. Coole ungezwungene Sache wo man als Lehrstuhl gleich zustimmen kann.

  5. Stephan09-12-2012

    Also der letzte Typ mit den toten URLs sind ja klasse, habe ich so nicht wirklich wahrgenommen. 😀

    • Und, einmal ausprobiert? Es ist im Eigentlichen gar kein Problem – wir suchen uns einen schönen Unilink und reggen den Spaß. Natürlich braucht das Zeit, aber eben kaum weitere Maßnahmen.

  6. Stephan09-12-2012

    Verdammt, das heißt Tipp und nicht Typ ^^

  7. Max11-06-2012

    Es ist zwar ein ziemlich langer Text, aber unglaublich spannend. Zum Glück muss man einiges an Arbeit investieren und würde sich nicht ganz so schäbig vorkommen. :)
    Wie du geschrieben hast: Schließlich hilft man ja.
    Gruß, Max

  8. sib03-04-2013

    Tolle Tipps! Eigentlich viel mehr als Tipps, eine solide DIY-Anleitung. Vielen Dank dafür. Ich sorge deshalb schon seit Tagen für erhöhte Besucher- und Klickraten und bestimmt auch Mehreinnahmen 😉
    Aber wie, bitteschön, geht Domain reggen?

    • Jonas03-11-2013

      Wie ist die Frage zu verstehen, sib? Du schaust nach Links, die bestehen, aber ins Leere laufen und wenn dem so ist, registrierst Du entsprechende Domain selbst und greifst folglich unbemerkt einen Backlink von Unis ab.

      Cheers