Traffic-Tipp: Das Aktivitäts- und Webprotokoll von Google

Vor rund 3 Monaten habe ich über ein neues Feature aus dem Hause Google berichtet: Das Aktivitätsprotokoll.

Die Hauptaufgabe des kleinen Tools ist es, Daten über die werte Nutzerschaft zu sammeln und so haben wir nach ein paar Wochen eine fundierte Übersicht unserer Online-Aktivitäten.

Dabei bekommen wir Einblicke über unser Nutzungsverhalten. Beispielsweise wie viele Mails wir verschickt haben, mit wem wir interagierten und welche Suchanfragen wir bei Google tätigten.

Der letzte Aspekt ist allerdings recht interessant, denn er kann jede Menge Artikelideen bereithalten und somit Besucher auf unseren Blog spülen. In diesem Artikel zeige ich Dir, wie wir das Protokoll für unsere Zwecke nutzen…

Das Aktivitätsprotokoll

Was weiß Google über mich?Die ganzen Details zum Aktivitätsprotokoll habe ich im verlinkten Artikel beschrieben.

Deshalb erspare ich es mir an dieser Stelle, um den Beitrag nicht unnötig in die Länge zu ziehen, und konzentriere mich auf das Wesentliche: Die Suchanfragen.

Diese können wir einsehen, wenn wir den Menüpunkt Webprotokoll auswählen. Voraussetzung ist natürlich, dass dieses auch aktiviert ist und eifrig mitschreibt.

Da das Ganze bei mir schon seit Monaten im Hintergrund läuft, ist der Datenbestand allerdings schon recht groß und ich kann mir wirklich lange Listen über mich und Google anschauen. Oha!

Am letzten Wochenende habe ich mir einmal ganz genau angeschaut, was ich so in den letzten Tagen alles gesucht habe und inwiefern die Suchanfragen mit Erfolg gekrönt waren. Uff…, das ist viel gewesen. Immerhin rund 18.000 Suchanfragen kamen dabei zusammen. Aber gut.

Der Clou ist nun, dass ich auch sehen kann, welche Kombinationen nicht das gewünschte Ergebnis brachten. Das sehe ich daran, dass ich meine Suche nachbesserte, veränderte oder auch anpasste.

Suchanfragen im Webprotokoll auswerten

Die Suchanfragen auf dem Screenshot sind natürlich getürkt und sollen nur die Funktionsweise zeigen. Man sieht nun ganz gut, dass die letzten drei Suchanfragen kein Ergebnis brachten. Wobei der Begriff Wordle zum Ergebnis führt und ich auf einer anderen Seite landete.

Ich habe daraus geschlussfolgert, dass ich selbst zu dem ein oder anderen Thema scheinbar keinen entsprechenden Artikel im Internet gefunden habe und folglich die Suchergebnisse unbefriedigend sind. Und das stimmt sogar.

Das Schöne ist also, dass ich mich selbst zum Versuchskaninchen für Artikelideen gemacht habe, ohne es zu wissen. Denn wenn ich zu einem Thema nichts finden konnte, gilt das doch mit Sicherheit auch für andere Nutzer. Oder etwa nicht?

Notizen und Listen anlegenDemzufolge habe ich eine lange Liste erstellt, die alle Anfragen enthielt, die mir selbst keinen Erfolg bescherten und ein hohes Besucherpotential versprachen.

Natürlich habe ich dabei nur die ausgewählt, die grundsätzlich zur Ausrichtung meines Blogs passten.

Ich habe zwar auch erfolglos etwas über Erdbeeren wissen wollen, aber ich glaube, das interessiert Dich nicht :-)

Daraufhin habe ich eine kleine Trendanalyse zu den jeweiligen Begriffen, Kombinationen und Suchanfragen durchgeführt und war erstaunt, was ich daraus ablesen konnte. Das klappt ja wirklich.

Dafür braucht es übrigens kein verrücktes Tool, sondern einfach nur die kostenlosen Helferlein, die uns Google selbst an die Hand gibt. In diesem Fall eignen sich folglich das Keyword Tool und Google Trends.

Artikelideen durch das Webprotokoll – Fazit

Frische Ideen für Blog-ArtikelIch fand das Ganze recht spannend und klasse, dass ich mich selbst zur Ideenfindung befragen kann.

Immerhin suche ich tagtäglich im Internet nach irgendwelchen Dingen und wenn dann die ein oder andere Artikelidee herausspringt, ist das doch ganz nett.

Vor allem ist es schön, dass wir das automatisch, ganz intuitiv und ohne Hintergedanken machen. Ja…, einfach nebenher.

Ich selbst habe auf diese Weise jetzt sechs Ideen gefunden, zu denen ich im gesamten Netz keine Entsprechung finden konnte. Jedenfalls keine, die mich zufrieden stellte und die Artikel sind schon in der Mache.

Also: Schau Dir den Spaß einmal an und stöbere in Deinen erfolglosen Suchanfragen und überprüfe, welche davon das Potential zu einem Artikel haben. Das kann wirklich etwas bringen und außerdem ist es unterhaltsam, einmal das eigene Suchverhalten zu betrachten.

Wenn Dir das ganze allerdings unheimlich ist, empfehle ich Dir den Artikel Was Google über mich weiß, denn auch wenn die Idee noch so schön ist – Big G liest bekanntlich mit und mitunter sorgt das für paranoides Verhalten.

Weitere Möglichkeiten, wie wir Ideen für unsere Artikel finden, habe ich im verlinkten Beitrag ausführlich geschildert. An Ideenarmut sollten Blogger also nicht sterben und es gibt immer irgendwas spannendes im virtuellen Meer.

Außerdem findest Du in meinen Traffic-Tipps noch jede Menge weitere Hinweise, um mehr Besucher auf Deinen Blog zu bekommen und Deine Artikel mit Lesern zu verwöhnen. Viel Erfolg dabei!