#12 Traffic-Guide: Newsletter! Wie schreibe ich gute Neuigkeiten?

Heute möchte ich im Traffic Guide eine ganz andere Möglichkeit erklären, um Besucher auf den eigenen Blog zu bekommen.

Dabei geht es aber weniger um eine wirkliche Steigerung durch Suchmaschinen oder Verweise, sondern um einen viel effektiveren Weg, eine treue Leserschaft aufzubauen.

Deshalb möchte ich in diesem Blog-Artikel über das Anbieten eines Newsletters schreiben. Meine Erfahrungen diesbezüglich erläutern und ein paar Tipps geben, um die ersten Abonnenten zu begeistern.

Warum überhaupt einen Newsletter im Blog?

Wer einen Blog sein Eigen nennt, wird versuchen, auf vielzähligen Kanälen Leser zu gewinnen. Dafür setzt man für gewöhnlich auf soziale Medien, wie Twitter, Facebook und Co. Das ist natürlich ein gute Möglichkeit, die eigenen Beiträge effektiv in den Weiten des Internets zu verbreiten.

Das Anbieten eines Newsletters wirkt vor allem bei diesen Annahmen immer altmodischer und es scheint, dass immer weniger Blogger oder Seitenbetreiber auf die Methode der Traffic-Generierung setzen. Dennoch hat diese auch Vorteile, die uns kein anderes Medium bieten kann und ist somit eine interessante Option, Besucher auf die eigene Seite zu bekommen.

Die Vorteile liegen für mich klar auf der Hand, denn Newsletter sind statisch und gehen eben nicht einfach im virtuellen Rauschen unter. Wenn ich bei Twitter etwas zwitscher, ist es in wenigen Minuten nicht mehr aktuell und ist spätestens nach einem Tag unsichtbar geworden.

Ähnliche Erfahrungen machen wir natürlich auch bei Facebook oder Google Plus. Einerseits kann sich so zwar schnell und einfach eine Neuigkeit verbreiten lassen, aber nach wenigen Stunden steht sie auch schon ganz unten in den Statusleisten der meisten Nutzer.

Im Gegensatz dazu schicken wir in einem Newsletter recht kompakte und gebündelte Informationen, die nur für einen ganz bestimmten Leser sind. Wenn sich dieser entscheidet, den Inhalt wahrzunehmen und das Schreiben nicht ignoriert, haben wir die Möglichkeit, seine volle Aufmerksamkeit zu erlangen.

Jedenfalls dann, wenn wir einen guten Newsletter verschickt haben.

Was macht einen „guten“ Newsletter aus?

Ich möchte an dieser stelle einfach ein paar allgemeine Tipps und Tricks zum Erstellen eines Newsletters geben und sie deshalb stichpunktartig aneinanderreihen.

In der Kürze liegt die Würze

Ein Newsletter soll schnell und prägnant über Neuigkeiten informieren, ja, deshalb trägt er überhaupt seinen Namen. Keiner liest ellenlange Textwüsten und wenn doch, wären diese wohl besser in einem Blog-Artikel untergebracht.

Lieber kurz fassen und versuchen, alle wichtigen und relevanten Informationen auf einen Blick erfassbar zu machen.

Nicht alles erläutern

Viele Blogger bieten einen Newsletter an, der einfach nur eine Übersicht der letzten Blog-Beiträge bietet. Das ist mit Sicherheit eine Möglichkeit, bringt aber letzten Endes überhaupt keinen Mehrwert für den Leser. Ein guter Newsletter schafft es, denke ich, durch Querverweise auf die eigene Schreibe aufmerksam zu machen oder sammelt die interessantesten Blog-Artikel, nicht jeden. Außerdem halte ich es für sinnvoll, einen Newsletter mit Neuigkeiten anzureichern, die eben nicht auf dem Blog erhältlich sind.

Das schafft einerseits ein Alleinstellungsmerkmal, warum das Ganze überhaupt abonniert werden sollte und außerdem können so viele, viele Szeneinfos raus gehauen werden, die vielleicht für einen Blog-Artikel nicht gereicht haben.

Alle potentiellen Leser ansprechen

Ein guter Newsletter sollte möglichst die komplette Zielgruppe ansprechen. Wenn ein Blog-Artikel mal an irgendwem vorbeigeht, ist das überhaupt nicht schlimm, doch die Mischung im Newsletter birgt ein enormes Traffic-Potential. Ich habe damals versucht, immer eine ausgewogene Auswahl zu offerieren und nicht nur in eine Richtung zu stoßen. Das macht neugierig und sorgt vor allem auch dafür, dass das Ganze auch auf lange Sicht geklickt wird.

Häufig abonniere ich nämlich einen Newsletter, um ihn nach wenigen Wochen schon wieder zu entfernen oder gleich in den SPAM-Ordner umzuleiten. Newsletter, die aber alle Leser ansprechen, werden in der Regel auch recht gern angeklickt.

Newsletter sind kein Werbepflaster

Natürlich macht es Sinn, auf interessante Dinge in einem Newsletter hinzuweisen und das Ganze mit einem Affiliate-Link abzurunden (unbedingt kenntlich machen), doch büßt man jede Menge Vertrauen ein, wenn sich das kleine Briefchen wie der wöchentliche Stadtanzeiger liest und im Eigentlichen nur noch Werbung beinhaltet.

Ich habe überlegt, ob eine allgemeine Aussage über das Verhältnis von Text und Werbung angegeben werden kann, bin aber leider unschlüssig, denn es gibt natürlich auch Werbung, die einen Mehrwert bietet. Dennoch würde ich maximal ein Verhältnis von 80 zu 20 anpeilen.

Den Leser aktivieren

Ein Newsletter kann sehr, sehr schnell langweilig wirken und wird dann auch schnell wieder weggeklickt. Deshalb ist wichtig, den Leser zu aktivieren und direkt anzusprechen. Wenn ich meinen Leser das Gefühl gebe, dass der Text lebt, wird er ihn auch viel eher lesen.

Was sich vorab nach grauer Theorie anhört, kann anhand einfacher Mittelchen bewirkt werden: Wer einen Satz schreibt, muss wissen, dass das Hauptpotential am Anfang liegt. Deshalb ist es sinnvoll, an den Anfang die wichtigen und interessanten Informationen zu setzen und nicht erst nach unzähligen Relativsätzen zum Höhepunkt zu kommen.

Die Headline ist wichtig

Natürlich darf ein Newsletter auch einfach „Newsletter von XY“ heißen. Doch das ist sehr nichtssagend und macht keine Lust auf mehr. Die Artikel, die auf diesem Blog erscheinen, heißen ja auch nicht Artikel eins und zwei. Überschriften müssen neugierig machen und das Bedürfnis wecken, dass man den Rest eines Beitrags wirklich lesen möchte.

Da ich schon einen ausführlichen Artikel zum Finden der richtigen Headline geschrieben habe, möchte ich an dieser Stelle einfach auf diesen verweisen.

Wie erstelle ich einen Newsletter?

Natürlich kann man einen Newsletter einfach aus einem beliebigen Postfach versenden und dabei fast alles möglich machen. Dennoch möchte ich an dieser Stelle noch auf ein nützliches Tool verweisen, das sehr effektiv ist, um professionell einen Rundbrief zu verschicken.

Das Ganze nennt sich cleverreach und hat unzählige Eigenschaften, die für erfolgreiches Email-Marketing hilfreich sind. So lassen sich die Abonnenten überwachen, Links zurückverfolgen und sehr viele interessante Informationen über die eigene Leser- oder eben Abonnentenschaft sammeln. Einfach ausprobieren, es lohnt sich meiner Meinung nach.

Newsletter – Ein Fazit

Ich habe schon bei diversen Projekten einen Newsletter angeboten und konnte so nur gute Erfahrungen sammeln. Für mich bietet es auch noch einen anderen Vorteil, der eben nur nützlich ist, wenn auf eine Mail-Sammlung zurückgegriffen werden kann. Nämlich das Verwerten der Adressen für neue Seiten.

Dabei geht es allerdings nicht darum, die eigenen Abonnenten zu vergraulen, sondern einen Mehrwert zu bieten. Denkbar wäre ein ähnliches Portal zu prmoten und so gleich die ersten Leser zu gewinnen, ohne wieder lange auf die Suche gehen zu müssen.

Auf der Existenz im Netz gibt es allerdings noch keinen Newsletter. Die Begründung liegt einfach daran, dass ich bisher noch keine wirkliche Idee habe, wie ich ein solches Schreiben mit sinnvollen Informationen anreichern soll. Denn zwar kann ich eine Übersicht meiner Artikel posten, aber das kann auch jeder Blog-Besucher selbst herausfinden, wenn er sich die Startseite genauer anschaut.

Das wäre natürlich eine Möglichkeit, doch scheint mir diese noch zu unsinnig, als dass es dafür einen regelmäßigen Newsletter bräuchte :)

Aber ich denke, ich lasse mir in den kommenden Tagen etwas einfallen und melde mich dann erneut zum Thema Newsletter.

5 Meinungen

  1. Thomas Rith12-06-2011

    Newsletter finde ich wichtig. Ich nutze Ihn aber eher dafür, denn Feed als Email einmal wöchentlich zu versenden. Das läuft automatisiert und bietet den Lesern die Blogneuigkeiten ins Postfach. (Es gibt viele, die noch nicht wissen, was ein Feed-Reader ist).

    Ansonsten versende ich nur selten etwas. Meist sind es Aktionen von Partnern, wie zum Beispiel Rabattaktionen oder so etwas. Das lohnt sich nicht für den Blog selbst, da die Aktionen zu schnell vorbei sind. Das sende ich dann als kleinen Boni im Newsletter für die treuen Leser… :)

  2. Jonas G.12-07-2011

    Hallo Thomas,
    du hast natürlich recht, wenn du schreibst, dass viele nicht wissen, was ein Feed-Reader ist. Dennoch denke ich, dass es damit nicht getan ist. man kann natürlich einfach ein Abbild versenden, bietet somit aber kaum einen Mehrwert – denke ich.
    Ein guter Newsletter kann aber doch vieles mehr sein, als ein Feed-Reader per Mail.

    Grüße
    ich

  3. Falko Baade12-20-2011

    Vielen Dank für die Informationen. Ich arbeite im Moment selber daran einen Newsletter aufzubauen.
    Ein Newsletter bildet meiner Meinung nach auch viel mehr Vetrauen zum Homepagebesucher so daß er irgendwann auch zum Kunden wird.

    • Jonas G.12-20-2011

      Hallo Falko,
      da muss ich Dir zustimmen. Ein Newsletter wirkt eben auch persönlich und kann das Aufbauen eines Kundenstamms in jedem Fall begünstigen. natürlich freue ich mich auch, dass Dir der Artikel gefallen hat :)

      Beste Grüße
      Jonas