#10 Traffic-Guide: Social Media – Twitter, Facebook und Co

Die Suchmaschine Google ist auf meiner Seite für über 60% des Traffics verantwortlich, zwar kommen auch Besucher über Bing und Yahoo, aber dieser Anteil ist so gering, dass ich ihn gern vernachlässige und er kaum erwähnenswert ist.

Rund 25% aller Blog-Besucher kommen durch die Verweise von anderen Seiten, darunter zählen Foren, Blog-Rolls, die Erwähnung in diversen Artikeln und natürlich letzten Endes meine Kommentare in anderen Blogs.

Übrig sind an dieser Stelle aber immer noch gut 15% und diese erhalte ich allein durch Menschen, die von Twitter, Facebook, Google Plus oder anderen Sozialen Netzwerken kommen.

Ich kann zwar nicht beurteilen, inwiefern diese Zahlen auf andere Seiten zutreffen und weiß auch nicht, ob hierbei noch viel Luft nach oben oder das bekannte Ende der Fahnenstange schon erreicht ist. Dennoch nimmt der Traffic, der über solche Netzwerke kommt, immer mehr zu und sollte in gar keinem Fall vernachlässigt werden.

Der Status von sozialen Medien – Die Nutzerzahlen von Facebook, Twitter und Co

Ich habe ein wenig im Netz gesucht und bin dabei auf ganz unterschiedliche Nutzerzahlen gestoßen.

So werden Besucherzahlen, Unique-User und aktive Benutzer zwar häufig in den statistischen Angaben miteinander vermengt, aber letzten Endes kann unterm Strich behauptet werden, dass in Deutschland rund 20 Millionen aktive Nutzer allein auf Facebook agieren. Dies ist eine enorme Steigerung, wenn außerdem bekannt ist, dass es im Juli 2009 lediglich 3,5 Millionen waren.

Diese Steigerung im Bereich der sozialen Medien oder auch den Umfang, den solche Dienste in einer digitalen Gesellschaft ausmachen, ist gigantisch. Auch andere Dienste, wie Twitter oder Google Plus haben in den letzten Jahren immer mehr Menschen unter dem eigenen Dach vereint.

Das soziale Zwitschermedium bringt es mittlerweile auf eine halbe Million und auch Google Plus zieht seit der offiziellen Eröffnung immer weiter an.

Das bedeutet also, dass eine Art soziale Ebene neben den Suchmaschinenergebnissen existent ist und, so die Prognosen, sich immer weiter ausdehnt. Für den eigenen Blog und somit auch den hauseigenen Traffic sind diese Zahlen jedoch vorteilhaft, denn durch den richtigen Einsatz von sozialen Diensten auf der virtuellen Webpräsenz, kann der Traffic nachhaltig gesteigert und erhöht werden.

Den Traffic aus sozialen Medien effizient nutzen

Die Besucherströme, die aus sozialen Diensten gewonnen werden können, müssen jedoch irgendwie auch auf den eigenen Blog gebündelt werden. Dafür gibt es diverse Möglichkeiten und jeder Blog setzt auf ein ganz anderes Prinzip. Natürlich bieten sich Facebook-Fanseiten und eine offensive Einbindung von Twitter an, doch oftmals ist es gar nicht relevant, ob dem eigenen Blog nun gefolgt werden kann oder es einem Besucher offenkundig gefällt.

Viel entscheidender ist es, dass Besucher bestimmte Artikel, die ihnen gefallen, empfehlen und das Gefundene im Netz teilen können. Dafür ist es sinnvoll, unter jedem Beitrag die Möglichkeit zur Interaktion anzubieten und dem Besucher den Button gewissermaßen auf die Nase zu binden.

Traffic über Twitter steigern

Ich muss zugeben, dass ich auf diesem Blog Twitter eher halbherzig nutze und noch nicht in vollem Umfang ausreize. Aber das wird die Zeit schon bringen. An dieser Stelle also ein paar Tipps und Tricks, wie der Traffic über Twitter gesteigert werden kann.

  • Twitter lebt vom Austausch; folgt anderen, viele folgen euch dann zurück
  • Twitter selbst Dinge, die nicht nur die neuen Artikel auf Deinem Blog beinhalten
  • Nicht übertreiben. Ich selbst zwitscher nur sehr unregelmäßig, aber auch das ist natürlich nicht ideal. Dennoch sollte man es nicht übertreiben und nur interessante Dinge zwitschern. Diese werden auch häufiger weitergeleitet.
  • Ein Foto oder wenigstens ein Userbild schafft Vertrauen und nimmt den Ganzen ein wenig die Anonymität
  • Weist auf den Twitter-Account hin und bindet den Button für Tweets einerseits in den Blog selbst, aber auch unter die verfassten Blog-Artikel ein.
  • Twittert selbst auch andere Beiträge, die interessant sind und vielleicht ebenfalls für Eure Follower interessant sein könnten.
Traffic über Facebook und andere Netzwerke steigern

Facebook ist nicht unbedingt mit Twitter zu vergleichen. Schreiben wir hier doch keine kleinen Nachrichten, sondern sind Teil eines großen Netzwerks. Außerdem denke ich, dass ein Fan oder auch Freund bei Facebook viel mehr wiegt, als ein Follower bei Twitter. Das liegt zum Einen daran, dass viele gar nicht wissen, wie sie die Freundschaft beenden, aber auch daran, dass Facebook viel mehr Potential bietet, um die Menschen nachhaltig an sich selbst zu binden.

  • Eine Prise Privates zur Würzung des eigenen Profils schafft Vertrauen und zeigt, dass auf der anderen Seite auch ein Mensch agiert. Das erhöht den Austausch und macht einen Blogger greifbarer.
  • Mit den Fans agieren und andere Dinge posten, die nur am Rande mit dem eigenen Blog zu tun haben.
  • Wem’s gefällt, der darf auch gern andere Seiten gut finden. Die Fanseite also nicht nur als Parkplatz für Fans betrachten, sondern selbst im Portal mitmischen.
  • Wie andere Buttons, ist es sinnvoll, im direkten Kopfbereich einer Seite auf die eigene Fanseite hinzuweisen und auch unter jedem Artikel die Möglichkeit zu bieten, diesen zu teilen oder zu ‚liken‘

Den Traffic durch soziale Dienste steigern – Fazit

Viele Blogger unterschätzen die Reichweite und Wichtigkeit von Facebook, Twitter und Co. Dabei sind sie zwar häufig selbst Teil dieser Netzwerke, nutzen diese aber nicht für das Verbreiten der eigenen Blog-Beiträge. Die Zahlen aus dem ersten Absatz zeigen aber auf, dass Social Media eine immer größere Macht gewinnt und der Traffic über solche Dienste wird wohl in den nächsten Jahren immer mehr anziehen. Außerdem bewertet Google Blogs und auch ihre Unterseiten besser, wenn diese häufig gezwitschert oder geliked wurden.

Soziale Netzwerke sind also ein wichtiger Grundpfeiler im Blog-Alltag und eine wichtige Basis, um neben Google und Stammlesern weitere Traffic-Quellen zu erschließen, die über Umwege trotzdem den Weg auf den eigenen Blog finden.