#15 Traffic-Guide – Interviews führen und 12 Tipps für gute Interviews

Dieses Mal möchte ich einen recht nahe liegenden Traffic-Tipp geben, der nicht nur Besucher in die eigene Statistik spült, sondern sogar noch jede Menge frischen Content.

Ich schreibe in diesem Fall von Interviews, die uns einerseits einzigartige Inhalte liefern, bestenfalls also noch mehrmals verlinkt werden und außerdem einen spannenden Mehrwert für unseren Blog liefern.

Deshalb möchte ich in diesem Beitrag einmal grundlegend über den Nutzen von Interviews schreiben, aber auch ein paar Tipps für gute Interviews geben.

Also, schauen wir einmal, was es zu beachten gilt, wie viel reale Besucher zustande kommen und warum Interviews auf dem eigenen Blog Sinn machen.

Warum bringen Interviews mehr Blog-Besucher?

Mehr Besucher durch KommentareEs gibt hierbei viele Faktoren, doch kann man diese alle gar nicht abdecken. Deshalb möchte ich lediglich die wichtigsten nennen.

Interviews können ermüdend sein und natürlich auch recht langweilig. Vor allem dann, wenn sie dem Leser keine wichtigen Informationen bieten. Aber das soll vorab gar nicht der entscheidende Punkt sein.

Denn interessante Gespräche können Informationen und Neuigkeiten beinhalten, die es sonst nirgends im Internet gibt.

Stellen wir uns einfach vor, dass morgen abermals ein Anbieter in den virtuellen Raum hopst, der es Bloggern ermöglicht, Geld zu verdienen.

Dieser ist unbekannt, ja, fast ein unbeschriebenes Blatt und überall türmen sich die neuen Artikel über den Funktionsumfang und die Neuerungen, die uns geboten werden. Den größten Mehrwert bietet dabei der Blogger, der das Ganze als erstes gefunden hat und vielleicht noch einen schwerwiegenden Aspekt in den AGB aufgedeckt hat.

Wer jetzt schnell ist, kann natürlich über den neuen Anbieter berichten, doch wenn ich gleichermaßen noch ein paar Fragen im Hinterkopf habe, sollte ich mir diese notieren.

Vielleicht habe ich auch in den Kommentaren meines Artikels eine interessante Diskussion angeregt, die sich weiterhin entwickelt oder ich finde in anderen Blogs ein paar ungeklärte Unstimmigkeiten.

Die wenigsten Leser richten diese Fragen allerdings direkt an den eigentlich Anbieter, sondern versuchen per Trial&Error das System zu ergründen.

Dabei macht es doch Sinn, diese Dinge einfach an den neuen Dienstleister weiterzuleiten, oder nicht? Wir müssen lediglich noch ein Schleifchen herum schnüren.

Die Fragen, die wir stellen, sind idealerweise welche, die sich eben nicht sofort erschließen, etwas Neues aufzeigen und idealerweise werden wir dann in der Folge von allen Berichterstattern verlinkt. Wir bieten ja einen Mehrwert.

Außerdem ist es nicht zu verachten, dass wir uns um die Content-Erstellung wenig kümmern müssen. Das macht ja schon der Gesprächspartner :)

Doch wie sollte das obligatorische Schleifchen denn aussehen? Oder anders: Was ist ein gutes Interview?

12 Tipps für ein gutes Interview

1. Der Interviewpartner sollte grundlegend zum eigenen Blog passen

Wenn auch nur im weitesten Sinne. Es bringt keinem etwas, wenn ich auf einem Blog, der sich mit dem Thema Gartenbau befasst, einen SEO-Experten ausfrage. Mir nicht, meinen Lesern nicht und nicht einmal dem Ausgefragten.

Aber natürlich kann das Raster weit ausfallen. Beispielsweise könnte ich in einem Blog über die Selbständigkeit einen Gärtner befragen und von diesem Tipps zu eigenen Selbständigkeit bekommen. Das wäre schon eher interessant.

2. Interviews sollten nicht zu kurz, aber auch nicht zu lang sein.

Es ist natürlich nicht möglich, hier eine genaue Anzahl von Fragen zu liefern. Doch soll idealerweise das Ganze ja auch gelesen werden – Content hin oder her.

Ich selbst würde mich bei ungefähr 7-8 Fragen einpendeln, aber in keinem Fall die 10 überschreiten. Das ist allerdings nur mein subjektives Empfinden.

3. Es sollte eine Win-Win-Situation entstehen.

Es sollte dem Interviewten natürlich auch einen Mehrwerht bieten, dass gerade er sich die Zeit nimmt, um ausführlich auf meine Fragen zu antworten. Dabei denke ich allerdings gar nicht unbedingt an PageRank und Co.

Es reicht meiner Meinung nach, wenn das Interview ein wenig länger im Fokus des Lesers bleibt, auf vielen Kanälen beworben wird und nicht unzählige andere Links das Interview durchpflügen. Hohe Besucherzahlen sind aber mit Sicherheit auch ein wichtiger Faktor.

4. Individualität ist wichtig.

Das heißt, dass ich mit einem Interview meinen Lesern einen Mehrwert bieten sollte. Dabei müssen es nicht unzählige Fragen sein, die eher unüblich sind, aber ein paar spannende Details sollten schon geboten werden.

Angelina Jolie wird auch nicht andauernd gefragt, wer denn nun ihr Ehemann sei. Das weiß jeder und keinen Menschen interessiert es. Deshalb macht es Sinn, ein paar eigene Fragen einzubinden, eben Dinge, die es sonst nicht gibt und die für alle Beteiligten neu und einzigartig sind.

5. Das Interview korrigieren.

Das hört sich ein bisschen nach Oberlehrer an, oder?

Ich hatte allerdings schon Gesprächspartner – nicht auf diesem Blog – die allenfalls mit rudimentären Rechtschreib-Kenntnissen gesegnet waren. Es geht dabei nicht darum, das Ganze lächerlich zu machen, sondern den Interviewten im eigenen Blog gut darzustellen.

Natürlich können die Antworten ein schlechtes Licht auf den Befragten werfen, aber das liegt in seiner Hand. Wir sollten dabei allerdings versuchen, neutral zu bleiben und ihn nicht noch durch Nebensächlichkeiten reinreiten. Das diktiert die Fairness, finde ich jedenfalls.

6. Auf die Qualität achten.

Ich habe mal für ein Kulturmagazin einen Künstler befragt. Letzten Endes hat er auf jede Frage sein eigenes Buch beworben, danach seine Vorstellungen und nebenher noch auf einen Onlineshop hingewiesen. Ich denke, dass man das zwar machen kann, aber eben nicht als einzigen Gesprächsinhalt.

Natürlich sollen die eigene Dinge durch ein Interview in die Öffentlichkeit gelangen, deshalb macht man es normalerweise ja. Ich würde aber davon abraten, ein Interview, das nach Werbetext oder wie eine Adsense-Anzeige klingt, zu veröffentlichen. Denn idealerweise verweise ich auf die Produkte des Interviewten, diese muss er nicht selbst in jeder Antwort hervorheben.

7. Interviews sollten nicht einfach verpuffen.

Ein interessantes Gespräch kann häufig das Eis brechen. man kennt sich, hat schon einmal miteinander zu tun gehabt und weiß in etwa, wie der andere tickt.

Daraus können sich aber auch spannende Situationen ergeben. Wer also ein Interview führt, sollte den Kontakt danach nicht wieder verwerfen. Dafür müssen wir keine Blumensträuße schicken, aber gegebenenfalls können wir so das Gleiche nach einem Jahr wiederholen – Rückblicke, Entwicklungen un Co…

8. Fragen sollten zum Antworten anregen.

Wer lediglich Interviews per Mail führt, muss das eigentlich nicht befürchten. gelesen habe ich solche aber trotzdem schon. Wenn ich einem Gesprächspartner die Frage stelle, ob er sich beispielsweise eine Zusammenarbeit mit XY vorstellen kann, könnte darauf ein simples „Ja!“ folgen. Das ist eher schlecht.

Deshalb vielleicht lieber so fragen:“Was denken Sie über eine Zusammenarbeit mit XY?„, „Welche Anforderungen hätten Sie an eine künftige Zusammenarbeit?

9.Konkret sein.

Ich vergesse das selbst manchmal, aber ein Interview birgt häufig Laberpotential.

Viele Phrasen sind vorgefertigt und wirken wie willkürliche Satzbausteine. Deshalb ist es wichtig, die Fragen so klar und deutlich, wie eben möglich, zu formulieren und nicht eine Bühne für schwammige Antworten zu bieten.

10. Bei Unklarheiten nachfragen.

Zwar sind viele Interviews, die man in Blogs einbindet, per Mail geführt, aber das hindert nicht daran, bei Unklarheiten einmal nachzufragen.

Häufig gibt es Sätze, die falsch interpretiert werden können und warum nicht ein einfach „Was meinen Sie mit…?“ per Mail hinterherschicken?

Das löst sogar die Statik, die Interviews im Netz häufig zu Eigen ist. Denn manchmal sind es Fragen, die sich kaum aufeinander beziehen. Es wirkt frischer und eben aufgebrochen, wenn Nachfragen eingepflochten werden.

11. Zur Ausführlichkeit ermuntern.

Manchmal gibt es Fragen, die werden schnell und mit wenigen Antowrten abgetan. Das kann entweder daran liegen, dass sie schlecht gestellt sind, aber eben auch an der Unlust des Interviewten.

Es macht also durchaus Sinn, den Gesprächspartner zu längeren Antworten zu ermuntern. Vielleicht mit einem dezenten Hinweis, dass man sich über eine ausführliche Darstellung freuen würde.

Was bringt mir ein Interview?

Eigentlich habe ich bereits alles gesagt oder mindestens angedeutet. Deshalb an dieser Stelle bloß nochmals ein Überblick über die Hauptaspekte.

  • Mehr Besucher durch Neuigkeiten und Hintergrundinformationen
  • Backlinks, wenn wir interessante Details aufdecken
  • Bei Interesse eine starke Verbreitung via Social Media, da das Ganze neue Aspekte beleuchtet
  • Manche Anbieter verweisen sogar selbst auf das geführte Interview und machen es publik
  • Wenn wir die Fragen haben, müssen wir uns nicht mehr um den Content kümmern. Dieser wird für uns vom Gesprächspartner erstellt.

Wenn Du selbst noch ein paar Hinweise zu Interviews oder ein paar Tipps und Erfahrungen hast, freue ich mich über Deinen Kommentar. Oder anders gefragt: konntest Du schon mehr Besucher durch Interviews auf Deine Seiten locken?