13 gute Tipps – Projektmanagement für Blogger

Wer tagtäglich bloggt, dabei vielleicht auch noch mehrere Blogs unter einen Hut bekommen möchte und nebenher die ein oder andere Affiliate-Seite betreibt, kann sich sehr schnell verzetteln.

Das nächste Plugin installieren? Vielleicht das neue Theme abändern? Endlich die Social Media – Buttons austauschen und die Fan-Seite erstellen oder doch das angestaubte Impressum überarbeiten?

Was hierbei fehlt? Nun…, wie wäre es mit regelmäßigem Content?

Ich ertappe mich selbst recht häufig dabei, irgendwas zu tun und mich an Kleinigkeiten aufzuhalten. Dennoch gibt es ein paar Tricks, wie wir unsere Projekte und Aufgaben in den Griff bekommen.

13 Tipps für das Projekmanagement

Vor 3 Monaten habe ich einmal 9 Tipps für das effiziente Bloggen gegeben und diesen Artikel könnte man als Ergänzung verstehen. Dieses Mal soll es allerdings um ein paar Tipps und Tricks für das effektive Arbeiten im Allgemeinen und im Besondere das Projektmanagement für Blogger gehen.


1. Leg Listen an

Notizen und Listen anlegenIch selbst greife auch Zettel und Stift zurück und kritzel fortlaufend in meinem Kalender herum. Manchmal wird das aber durch eine Excel-Tabelle ergänzt.

Doch ganz egal, wie wir die Sache nun angehen: Listen helfen ungemein. Hierbei geht es gar nicht primär um eine Struktur, sondern darum, die eigenen Gedanken nicht zu verlieren.

Jede Artikel-Idee, alle anfallenden Aufgaben und jede Kleinigkeit halte ich in dem Augenblick fest, in dem sie mir einfällt. Notizen machen den Blog-Alltag übersichtlich und ich vergesse selten, was ich mir vorgenommen habe.

Außerdem kann ich bei kreativen Engpässen auf meine alten Ideen schauen und die ein oder andere Inspiration umarbeiten.

2. Die Liste sortieren

Die eigenen Ideen sortierenDie angesprochene Liste führe ich den ganzen Tag fort. Auch am Wochenende schreibe ich dort auf, was ich mitunter machen möchte oder erledigen sollte. In den Abendstunden beginnt dann der interessante Teil: Das Sortieren.

Alle Ideen versuche ich in eine Reihenfolge zu bringen.

So schiebe ich beispielsweise alle Artikelideen in eine Tabelle, würze das Ganze mit ein paar spannenden Links und habe so ein großes Reservoir von Möglichkeiten.

Alles andere versuche ich in Kleinigkeiten, längere Aufgaben und Mammutprojekte zu sortieren. So verliere ich nicht den Überblick und kann genau abwägen, wie viel es noch zu tun gibt.

3. Nach Wichtigkeiten ordnen

Nach Prioritäten sortierenAnschließend muss das Ganze natürlich sinnvoll angegangen werden.

Hierbei bietet es sich an, die Wichtigkeiten einmal genau zu überprüfen und Kleinigkeiten eventuell sofort umzusetzen. Finde ich einen Fehler im CSS-Code, macht es keinen Sinn, diesen für Tage vor mich hinzuschieben.

Lieber kleine Aufgaben umgehend erledigen, die passen fast immer dazwischen.

Hierbei verteile ich ganz einfach Zahlen in meiner Aufgabenliste und setze Prioritäten.

Den Header überarbeiten ist beispielsweise nicht so wichtig, wie das Abarbeiten eines Kundenauftrags.

4. Den Ablauf planen

Die Reihenfolge planenHabe ich nun meine Wichtigkeiten sortiert, gilt es, diese in einen zeitlichen Kontext einzuordnen. Der Hinweis, dass eine Aufgabe wirklich wichtig ist, bringt mir gar nichts, wenn das Vollenden nicht an ein Zeitfenster geknüpft ist.

Ich versuche, Aufgaben in meinem Blog also zeitlich einzugrenzen. Allerdings ist es mir nicht so wichtig, dass eine bestimmte Stundenzahl eingehalten wird. Dabei verzettel ich mich meistens eh.

Viel sinnvoller ist es, sich selbst eine Deadline aufzuerlegen. Beispielsweise habe ich diesen Artikel für heute geplant. In meinem Notizbuch steht: 13 Tipps für das Projektmanagement – bis 12 Uhr!

Wichtig ist aber auch, sich selbst einen Puffer einzuplanen, was ich in meinem Artikel Den inneren Schweinehund bekämpfen auch schon dargestellt habe.

Wer sich selbst in Zeitnot bringt, schafft grundsätzlich Frust. Ich habe deshalb abends immer eine Pufferzone, in der ich alte Aufgaben nachbereite oder eben Freizeit habe :)

5. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen

Schlechte Ideen gehören in den Müll

Ich halte alle meine Artikelideen fest. Führe fortlaufend eine Liste und manchmal halte ich meine Einfälle für großartig. Mit Sicherheit liegt das auch am übersteigerten Selbstbewusstsein, mitunter ist es aber einfach Quatsch.

Wenn eine Artikelidee nicht fruchtet, mir keine sinnvollen Einfälle kommen und ich schon beim Schreiben merke, dass ich irgendwie fremd bin – dann nichts wie weg.

Es geht nicht darum, langweilige oder unliebsame Arbeiten zu ignorieren. Aber wenn wir nicht müssen, sollten wir auch nicht über Themen schreiben, die uns selbst nicht reizen und vor allem für den Leser keinen Mehrwert bieten.

Ich sondere rigoros aus, denn es macht keinen Sinn, an einer Artikelidee festzuhalten, die eigentlich nichts hergibt.

6. Endlich anfangen!

Endlich anfangen!Man kann viele Artikel lesen, wie man denn die eigenen Projekte richtig angeht. Mit Sicherheit gibt es auch unzählige Bücher über das ein oder andere Thema, was einen wirklich voranbringt.

Allerdings gilt nicht nur für Blogger, dass man idealerweise einfach anfängt. Nicht über das Bloggen lesen, sondern selbst aktiv werden.

Wenn dies nun dazu führt, dass Du diesen Artikel nicht bis zum Ende liest, soll es mir recht sein.

Das Wichtigste ist: Anfangen, die Aufgaben abzuarbeiten und wenn wirklich irgendwas im Argen liegt, lieber an die frische Luft gehen und die eigenen Gedanken sortieren. Sonst verrennt man sich in der Unendlichkeit.

7. Sitzen bleiben und Achtung: Konzentration

Auf das Wesentliche konzentrierenWas sich wie eine Binsenweisheit anhört, ist eigentlich die Grundlage meiner täglichen Arbeit: Den Platz nicht verlassen, wenn man schreibt.

Natürlich müssen wir uns nicht quälen und es macht auch keinen Sinn, stundenlang auf ein weißes Blatt zu starren (Artikel: Schreibblockade), aber die Konzentration sollte nicht durch Hektik verloren gehen.

Ich selbst bin deutlich effektiver, wenn ich an meinem Schreibtisch bleibe, bis die Arbeit fertig ist.

Allerdings kann man sich natürlich selbst belohnen – früher habe ich mit einer Eieruhr mein Dasein gefristet. Alle 60 Minuten durfte ich etwas anderes tun. Aber nur für 15 Minuten.

Oder anders: Wenn ich arbeite, arbeite ich, wenn ich schreibe, schreibe ich – wenn ich Freizeit habe, genieße ich sie :)

8. Den Fokus klein halten

Jede Störung sollte vermieden werdenFrüher habe ich beim Schreiben immer Radio gehört. Das ist manchmal auch recht spannend und kann natürlich die Situation ein wenig auflockern. Das war, rückblickend betrachtet, ein Fehler. Es lenkt nämlich gehörig ab.

Gerade bin ich von absoluter Stille umgeben, nur in der Ferne höre ich ein paar Autos und irgendwo ein Kinderlachen. Das ist aber normal und beansprucht nicht meine ganze Konzentration für sich.

Ich versuche also, meine Aufmerksamkeit auf das zu richten, was ich gerade mache.

Das heißt: Facebook aus, Nebengeräusche minimieren, den Computer an und die Kinder einsperren 😉

9. Den Zeitplan eingrenzen – Blogartikel abarbeiten

Die Zeit sollte geplant sein!Ich habe anfangs geschrieben, dass es sinnvoll ist, gewisse Aufgaben zu priorisieren und diese an einen zeitlichen Rahmen zu knüpfen. Das macht allerdings auch im Kleinen Sinn.

Beispielsweise gibt es Tage, da habe ich vieles erledigt, die Blog-Artikel sind vorgeschrieben und es trennen mich bloß noch ein paar Handgriffe vom Wochenende.

Wenn ich es also schaffe, weiterhin effektiv zu arbeiten, kann ich viel entspannter meine Ruhe genießen.

Früher habe ich, wenn die Arbeit weniger wurde, diese unendlich in die Länge gezogen, weil ich dachte – Ach, ist ja noch Luft nach oben.

Das ist mit Sicherheit auch ganz normal. Wer sich allerdings einen zeitlichen Rahmen für Teilaufgaben steckt, kann danach viel angenehmer entspannen oder mit neuer Kraft eine andere Aufgabe beginnen.

10. Aber auch die Uhr ist wichtig…

Immer die Uhr im Blick behalten!Zeitplan, Stunden, Sekunden – ja, alles kann geplant werden. Ich versuche allerdings, immer die Uhr im Blick zu behalten und meine Schreibzeiten richtig einzuplanen.

Einerseits ist das wichtig, um den eigenen Tag zu strukturieren und außerdem kann es einen Mehrwert für die zeitliche Abfolge bieten.

Wie schon im letzten Tipps beschrieben, neige ich mitunter zum Hinauszögern und vermische manchmal Freizeit mit Arbeit – Das ist allerdings ein gravierender Fehler.

Wenn ich versuche, die Uhr nicht zu ignorieren und mich an bestimmte zeitliche Abfolgen halte, kann ich produktiver bloggen und arbeiten. Außerdem habe ich das Gefühl, etwas geschafft zu haben, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist.

Und wenn es dann doch einmal zu spät wird, macht es auch Sinn, einfach einen Cut zu machenDer morgige Tag wird es Euch danken.

11. Genug ist genug!

Irgendwann wird es nicht mehr besser!Perfektionismus ist mitunter eine wichtige Eigenschaft. ja, ich arbeite auch lieber mit Menschen zusammen, die an unscheinbare Details denken und das Gesamtbild im Blick haben.

Allerdings würde ich Bloggern raten, hierbei kleinere Abstriche zu machen. Natürlich sollte man einen Artikel korrekturlesen, außerdem sollten gravierende Fehler nicht passieren und wenn doch, schnellstmöglich beseitigt werden.

Trotzdem sollte man sich nicht zu lange mit Unwichtigkeiten herumärgern.

In meinen Blog-Artikeln gibt es mitunter Rechtschreibfehler, manche sind lediglich kleinere Vertipper, andere vielleicht sogar grammatikalisch ein wenig vermurkst.

Wenn ich nun aber anfange, jeden Artikel unzählige Male zu lektorieren, diese danach noch einem Zweitleser gebe und im Anschluss danach erneut das Konstrukt durchgehe, verliere ich jede Menge Zeit.

Manchmal ist es also sinnvoll, eine Aufgabe abzuschließen, irgendwann wird es nicht mehr besser – Vielleicht von der eigenen Doktorarbeit abgesehen.

12. Sich selbst belohnen

Man sollte sich selbst belohnenIn meinem Blog berichte ich regelmäßig über die kleinen Meilensteine, die ich erreiche. Manche sind mir sehr wichtig, andere fallen fast nebenher.

Dennoch sollte man sich selbst belohnen. Zwar können Erfolge auch als Antrieb gelten und mitunter die eigene Motivation beflügeln, allerdings sollte man sich ab und an auch etwas Gutes tun.

Wir haben ein großes Projekt erledigt? Eine Präsentation vollendet oder eine Artikelserie abgeschlossen? Hoch die Tassen und ab in die Badewanne – oder was auch immer…

13. Der eigene Stil

Den eigenen Stil und Weg finden!Jeder Mensch ist individuell. Bei dem einen funktioniert die Eieruhr-Methode, andere brauchen vielleicht sogar das Radio.

Wichtig ist also, dass man ganz genau auf den eigenen Kopf hört, vielleicht sogar die Meinung des Bauchs bevorzugt und den eigenen Stil verfolgt.

Mir wurde früher gesagt, dass es wichtig sei, vor 7 Uhr aufzustehen, da der Körper zwischen 8 und 10 Uhr ideal funktioniert.

Ja, man könnte meinen, dass das die beste Zeit zum Arbeiten ist.

Wer nun aber lieber um 10 aufsteht und abends eine Stunde dranhängt, sollte den eigenen Rhythmus verfolgen. Wenn ich mich über Monate quäle und dann doch nur unglücklich werde, wird das meine eigenen Projekte kaum begünstigen.

Projektmanagement für Blogger – Ein Fazit

Häufig steckt der Teufel im Detail und ja, viele Wege führen nach Rom und viele dieser Hinweise sind schnell erledigt.

Ich selbst brauchte anfangs lange, um meinen eigenen Rhythmus zu finden – Aufgaben können auf ganz verschiedene Arten bewältigt werden. Manche machen es spielerisch, andere ganz streng und nach einem aufgelegten Konzept.

Bei Corporate Blogs bietet sich auch häufig eine Projektmanagement Software an, die es uns ermöglicht, Aufgaben zielsicher zu verteilen und die eigenen Projekte nicht aus den Augen zu verlieren.

Hobbyblogger mit kleineren Seiten können aber getrost auf so eine Lösung verzichten und lediglich ein Notizbuch oder eine Exceltabelle benutzen. Es gibt viele Möglichkeiten, diszipliniert und effizient zu arbeiten und man muss mitunter viele Dinge ausprobieren. Dennoch: Der wichtigste Schritt ist und bleibt der erste.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei allen anfallenden Aufgaben und Projekten!

Alle Tipps im Überblick:

  • Listen anlegen
  • Ideen und Notizen sortieren
  • Wichtigkeiten ordnen – Prioritäten setzen
  • Den Ablauf planen
  • Schlechte Ideen gehören in die Tonne
  • Mit der Arbeit anfangen
  • Konzentrieren und bei der Arbeit bleiben
  • Ablenkung vermeiden
  • Den Zeitplan eingrenzen
  • Die Uhr nicht vergessen – Projekte terminieren
  • Perfektionismus im Griff haben – Genug ist genug!
  • Sich selbst belohnen
  • Den eigenen Stil finden

Wenn Du noch weitere Hinweise zum erfolgreichen Managen der eigenen Projekte und Blogs hast, freue ich mich natürlich über deinen Hinweis im Kommentarbereich :)

5 Meinungen

  1. Matze02-28-2012

    Habe den Artikel gleich einmal geteilt :)

    ich habe auch immer Probleme, alles zeitlich zu schaffen – manchmal klappt das ganz gut, aber dann gibt es wieder Tage….wie heute.

    ich finde aber, dass die schönste Liste nur dann etwas bringt, wenn man sich daran hält. Zwar kann ich mir immer sagen, dass ich mich nicht ablenken lassen sollte, lande dann aber doch immer wieder bei Google Plus oder Youtube.

  2. Emi02-28-2012

    Danke, für die tolle Anleitung! Man bekommt einen tollen Überblick über Aufbau und Umsetzung. Hilft mir echt weiter:)

  3. Ralf02-28-2012

    Schöne Zusammenstellung! Ich arbeite auch mit Listen, gegliedert nach Wochentagen. Praktischerweise sind die Tage und ausreichend Platz als Vordruck auf der Schreibtischunterlage.

    So hat man die Liste immer im Blick. :)

    Grüße,
    Ralf

  4. Jonas G.02-29-2012

    @Matze

    Ja, es stimmt natürlich. Das gilt für so ziemlich jeden Plan – wenn er nicht umgesetzt wird, war das Unterfangen sinnlos. Ich glaube, alle Umstellungen sollten nicht krampfhaft und übereilt gemacht werden. Ich habe ewig gebraucht, um mich beispielsweise daran zu gewöhnen, schon vor 8 Uhr produktiv zu schreiben (nicht wach zu sein ;))

    @Ralf

    Aber schon ein wenig belastend, wenn der Arbeitstag dann vorbei ist oder das Wochenende lockt, oder? Aber ansonsten natürlich eine schöne Idee :)

  5. Roland03-15-2012

    Ja, ne Liste ist äußerst hilfreich. Mir mangelt es nicht an Artikelideen, mir mangelt es an Ordnung generell. Eigentlich bräuchte ich eine Überliste zu Listen.

    Eigene Projekte betreuen, und Blog(s) füttern sind nur ein Teil. Jeder verlangt eine eigene Liste und eigene Kenntnisse da alles verteilt auf Joomla und WordPress.

    Dazu kommen Dinge zu erlernen wie: Templates selbst erstellen, PHP, MySql und CSS. Dann wartet noch eine Fremdsprache auf Vertiefung. Und das neue Feld der Partnerprogramme und Blogvermarktung macht den Tag dann doch recht voll.
    Von da ein Artikelauftrag, von dort ein Artikelauftrag – im Auge behalten, wo denn schon der Mindestauszahlungsbetrag erreicht ist. Kontrollieren ob der Auftrag eingebucht ist, Blogstatistiken auswerten, und und und.
    Die eine oder andere Seite erstellen, halb Gefälligkeit mit ein bischen Geld. Dazu noch etwas Ehrenamt.

    Wenn man sich die Arbeit nicht in Kategorien einteilt in dem Sinne: Dieses und jenes ist gewählte Freizeit (zum Beispiel das erlernen der Sprache), käme man ganz schnell in einen Frust.

    (und Jonas hört nicht auf, mich mit guten Links zu versorgen. So komme ich schon wieder in den Lesestress *gg*)