Neuerung bei Teliad: Presell Pages!

Über den Anbieter Teliad [Artikel: Teliad – Blogposts, Linkverkauf und mehr] habe ich schon häufiger geschrieben.

Seit wenigen Stunden gibt es allerdings eine Neuerung: Die sogenannten Presell Pages!

Diese ermöglichen es Bloggern, noch einen weiteren Kanal zu nutzen, um mit dem Anbieter Geld im Internet zu verdienen.

Was es mit diesen Presell Pages allerdings auf sich hat, wie wir sie nutzen können und was dabei zu beachten ist, habe ich mir heute in den Morgenstunden einmal genauer angeschaut.

Also, werfen wir einen neuen und frischen Blick auf Teliad und eine Neuerung, die auf den ersten Blick recht vielversprechend klingt…

Teliad und die Presell Pages – Was ist das?

Neue Presell Pages bei TeliadHeute morgen, so gegen 10 Uhr, flatterte eine eMail in mein virtuelles Postfach.

Der reißerische Titel: Presell Pages – Premium-Vermarktung für ihre Website hat mich neugierig gemacht, obwohl ich sonst häufig die Newsletter der gängigen Anbieter ignoriere.

Bei diesen Presell Pages geht es letzten Endes darum, von einem Auftragsgeber erstellte Unterseiten unmittelbar in die eigene Seitenstruktur einzufügen.

Die Prämisse ist hierbei allerdings, dass diese dauerhaft sichtbar sind und somit unsere eigenen Besucher permanent zum Klicken verführen.

Teliad selbst gibt an, dass sich der Content auf den vermittelten Seiten nahtlos in das bisherige Angebot eines Blogs oder eben Seite einfügt. Vorab bin ich diesbezüglich eher kritisch, denn bisher zeichneten Sich die Aufträge über den Anbieter doch eher durch eine „seltsame“ Aneinderreihung von Keywords aus.

Mit Sicherheit wird der Content passen, allerdings ist fraglich, ob Stil und Erscheinungsbild wirklich vollends „unauffällig bleiben. Das würde ich mit Vorsicht genießen, möchte aber vorab Teliad selbst zu Wort kommen lassen:

Presell Pages sind neu erstellte Unterseiten einer Webseite bzw. Domain, die einen festen Platz im Seitenbaum der Verkäufer-Webseite haben und somit über sichtbare Links aus deren Navigationsstruktur erreichbar sind. Sie unterscheiden sich zudem von klassischen Online-Werbeformen dadurch, dass sich ihr Content in die Thematik der Webseite und deren Erscheinungsbild einfügt. Quelle: Teliad-Newsletter

Die Einbindung von Presell Pages

Bevor ich allerdings noch ein paar Worte zum Angebot selbst verliere, möchte ich auf die Einbindung der Presell Pages zu sprechen kommen.

Das ist im Eigentlich ganz einfach, auch wenn ich die Navigation auf Teliad weiterhin ein wenig erschwerend finde.

Ich habe das mal auf einem recht simplen Screenshot veranschaulicht, sodass jeder den neuen Unterpunkt findet und die Seite anlegen kann. Das sieht dann ungefähr so aus:

Eine Presell Page bei Teliad anbieten

Über den Reiter Verkaufen finden wir also den Unterpunkt Presell Pages und können hier eine neue Seite anlegen.

Navigieren dort hin, finden wir auch schon die üblichen Eingabemasken, wo wir URL, Beschreibung, Sprache und letzten Endes die Kategorie unserer Seite festlegen können.

Hierbei möchte ich lediglich noch darauf verweisen, dass die Beschreibung kurz, knapp und vor allem treffend sein sollte, um viele Interessenten anzusprechen. Dazu gibt Teliad allerdings selbst ein paar Hinweise und schon dürfen wir uns weiter durch die Navigation hangeln.

Die nächste Seite erlaubt es uns, ein paar Feinheiten festzulegen. Wir können dabei dem potentiellen Auftraggeber die Freiheit geben, dass er die Meta-Tags vorgibt, den internen Linktext festlegt und Bilder für die erstellte Seite freigeben – Bis zu drei Bilder können eingebunden werden.

Außerdem können wir bestimmte Themengebiete sofort ausschließen, weil sie eventuelle nicht zu unserem Blog passen.

Meta-Tags, Bilder und Ausschluss

Bis zu diesem Punkt erscheinen mir diese Presell Pages nicht wirklich sinnvoll und ich denke, dass sie einen Blog gewissermaßen „kaputt machen“. Jedenfalls einen, der über Jahre hinweg aufgebaut wurde.

Was nun allerdings kommt, wird den ein oder anderen mit Sicherheit überzeugen, denn die Vergütung ist außerordentlich…

Presell Pages – Die Vergütung

Eine solche Unterseite anzulegen, ist mit der Prämisse, dass sie immer 12 Monate sichtbar bleibt, ein großer Eingriff. Und wer hier nur auf das schnelle Geld aus ist, kann mit Sicherheit die eigene Reputation als Blogger in wenigen Minuten über den virtuellen Jordan jagen.

Dennoch. Die Vergütung erscheint mir doch recht attraktiv und ich habe zwei meiner Blogs zum Testen angeboten, um ein paar Zahlen nennen zu können.

Bei der Existenz im Netz sieht das Preisniveau folgendermaßen aus:

Was wird für Presell Pages geboten?

Das erscheint mir recht hoch. Vor allem wenn ich bedenke, dass der Page Rank (Was immer noch ein Kriterium für Kunden ist) dieses Blogs bei null liegt. Dennoch scheint dieser nicht das A und O für Teliad zu sein und der ermittelten Rank-Index (Was ist der Ranking-Score bei Teliad?) fällt um einiges höher in Gewicht.

zum Vergleich habe ich das Ganze mal mit einem Blog durchgespielt, der einen PageRank von 3 hat, aber von mir kaum noch betrieben wird:

Wie hoch ist die Vergütung bei Presell Pages?

Es fällt auf, dass der PageRank also nicht unmittelbar ein relevantes Kriterium ist.

Die Vergütung erscheint mir allerdings in beiden Varianten äußerst lukrativ.

Presell Pages bei Teliad – Fazit

Ich bin zwiegespalten, ob das Angebot für Blogger attraktiv und lukrativ genug ist.

So stehen auf der einen Seite zwar sehr hohe Einnahmen, auf der anderen allerdings ein sehr schwerwiegender Eingriff in die Seitenstruktur des jeweiligen Blogs.

Ich selbst habe die Existenz im Netz einmal eingetragen, möchte allerdings daraufhinweisen, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass ein „passendes Angebot“ verlockend genug erscheint.

Aus Sicht des Kundens finde ich es allerdings recht interessant und würde den Service wohl in Anspruch nehmen. Da wir so, doch recht günstig – unsere eigenen Inhalte zielsicher positionieren können. Fraglich ist allerdings, wie hoch der Erfolg dann einzuschätzen ist.

Ich, als Blogger, würde jedoch von diesem Angebot Abstand nehmen, da mir der Eingriff in die eigene Seitenstruktur einfach zu hoch erscheint…

Das hängt aber natürlich vom eigenen Blog ab. Denn eine Seite, die nur für das Monetarisieren geschaffen wurde, die auf den Verkauf von Textlinks und Co setzt, kann so natürlich sehr einfach und schnell ein paar Euro dazu verdienen. Auch alte, brachliegende Projekte würde ich für eine Nutzung empfehlen.

Wenn Du schon ein paar Erfahrungen mit den Presell Pages des Anbieters Teliad sammeln konntest, würde ich mich freuen, wenn du diese in den Kommentarbereich wirfst. 

7 Meinungen

  1. Torben01-31-2012

    Habe gestern zwei meiner Seiten als Presell Pages eingestellt. Die wurden auch gleich freigeschaltet. Die beiden Seiten sind allerdings keine Blogs, sondern mittelgroße Infoportale. Ich finde es grundsätzlich einfacher auf einer normalen Seite ein solches Angebot zu integrieren. Sieht wohl wirklich natürlicher aus, als wenn man es auf einem Blog macht.

  2. Hannes01-31-2012

    @Jonas

    Ich bin auch sehr gespannt, inwieweit meine Seiten für die PP Vermarktung laufen werden. Ich bins ähnlich angegangen wie du und hab erstmal den teliad Preisrechner heiß laufen lassen- finde es gut, dass man sich hier bei der Preisberechnung solide auf mehrere SEO-relevanten Daten stützt und nicht zu sehr am PR orientiert.

    Die Herausforderung ist sicher, die PP Integration „natürlich“ hinzubekommen. Ist sicher nicht für jede Webseite ein Thema.

  3. Carsten01-31-2012

    Ich fange mal gleich mit einem Zitat an: „…Eine solche Unterseite anzulegen, ist mit der Prämisse, dass sie immer sichtbar bleibt,…“ Nach einführung der Blogposts hatte ich zum Thema „immer“ Kontakt zum Support von Teliad aufgenommen, da die Bezahlung „nur“ 12 Monate läuft, hieß es damals sinngemäß, der Beitrag muss mindestens 12 Monate drauf bleiben. Es war keinesfalls die Rede davon, dass der Beitrag auch danach noch auf der Seite zu finden sein muss. Gleiches sehe ich auch bei den Presell Pages, gezahlt wird für 12 Monate.

    Ich für meinen Teil habe wieder Abstand von den Blogposts genommen und werde die Bewerbungen von den Presell Pages genau ansehen.

    Das schnelle Geld sehe ich hierbei nicht, denn es wird nunmal immer nur 1/12 ausgezahlt.

    Bisher wurde noch keine der Seiten freigegeben. as

    Gruß

    • Jonas G.01-31-2012

      @Torben

      Ja, bezüglich der Infoportale hast du natürlich recht und hierbei erscheint mir die Integration von Presell Pages auch als gar nicht so störend. Ich bin ja sehr gespannt darauf, bis ich mal eine solche Seite – die dann auch noch Verwendung findet – live sehe. Bis dato kann ich leider nur spekulieren. Fraglich bleibt, inwiefern das Ganze dann „aus der Reihe tanzt“

      @Hannes

      das Hauptproblem sehe ich einfach beim Auftraggeber selbst. Wenn der Einblick seitens des Kunden genauso bleibt, wie bei normalern Aufträgen, kann er doch nur den Beschreibungstext einer jeweiligen Seite sehen und muss nach diesen Angaben einen Text erstellen. Hier sollte es also schwierig sein, eine wirkliche Integration zu ermöglichen, die nicht aus dem Rahmen fällt. Mal unabhängig vom Aussehen, eher bezüglich Stil, Grammatik und Co.
      Oder habe ich da was falsch im Teliad-Dschungel verstanden?

      @Carsten

      Ja, diesbezüglich hatte ich auch schon mal eine Mal an Teliad geschrieben, du hast natürlich Recht und ich habe das gleich mal im Artikel „geupdatet“.
      Aber auch 12 Monate erscheinen mir recht lang, aber natürlich steht dem immer noch die hohe finanzielle Vergütung gegenüber.

      Beste Grüße
      ich

  4. Lori02-01-2012

    Hallo Jonas,
    Sehr toller und informativer Beitrag! Wenn ich auch gleich Carsten einen Hinweis geben darf – soweit wie ich es verstehe sind Blogposts einfach „Einmalzahlungen“ aber eben aus Gründen der Sicherheit für den Kunden (Linkkäufer) auf 12 Monate aufgeteilt damit der Blogger den Artikel nicht einfach so, vorzeitig, offline nimmt. So kann natürlich der Eindruck der „Linkmiete“ entstehen, wie wenn du bspw. bei Teliad Textlinks anbietest. Ich schreibe meine Artikel immer so mehrwertig, das es nicht auffällt das dieser „gekauft“ wurde, und sehe auch keinen Bedarf diese nach den 12 Monaten zu löschen, weil er eben zum Blog gehört und man dem dann unnötig Content entfernt.
    Presell-Pages auf einen Blog zu integrieren stelle ich mir auch schwer vor, ich denke wenn man eine andere Website/Portal hat ist das bestimmt unproblematisch.

    • Jonas G.02-01-2012

      Hallo Lori,

      ja, als „Linkmiete“, wie Du es so treffend formulierst, sollte man es vielleicht wirklich nicht begreifen, denn eigentlich wird eine Summe für das einmalige Einstellen eines Artikels gezahlt – Wenn dabei auch gestreckt.

      Richtige Artikel würde ich natürlich auch nicht löschen, lediglich Presell-Pages könnten dann „durchgleiten“ :)

      Beste Grüße