target=“_blank“ im WordPress-Blog? Ja oder Nein?

Links mit target="_blank" sinn voll - ja oder nein?Wenn ich im Internet Geld verdienen will, ist es wichtig, dass ich die Besucherströme auf meinen Seiten halte.

Das heißt also, dass ich natürlich daran interessiert bin, dass mein Blog nicht nur eine weitere Zwischenstation für den Leser ist, sondern zur Ausgangsbasis seiner Suche wird.

Dabei gibt es eine spannende Möglichkeit, die Besucher gewissermaßen auf dem eigenen Blog zu halten und somit letzten Endes den Traffic zu erhöhen und vielleicht auch mehr Umsatz zu generieren.

Die Rede ist vom Kürzel target=“blank“, das ich in Links einbinden kann und so den Browser des Besuchers zwinge, den externen Link in einem separaten Tab oder Fenster zu öffnen. Bei der Frage aber, ob der Einsatz dieser Möglichkeit sinnvoll ist, eher den Besucher verärgert oder wirklich wichtig ist, scheiden sich die Geister.

In diesem Artikel möchte ich erklären, warum target=“_blank“ in manchen Situation sinnvoll ist, warum auch davon abzuraten ist und wie wir durch diese Erweiterung Traffic und Blogeinnahmen steigern können

target=“_blank“ für Links oder nicht – Einleitung

Angestoßen zu diesen Überlegungen wurde ich von Timo, der unter einem Beitrag schrieb, dass es doch sinnvoll sei, meine Links mit einem target=“_blank“ zu erweitern und somit die Besucherströme auf meinem Blog zu behalten.

Das habe ich vorerst damit abgetan, dass ich  ja darauf aus bin, dass der Benutzer den höchsten Komfort hat und ich denke, dass er selbst entscheiden sollte, ob er nun einen neuen Tab oder eben nicht verwenden möchte.

Irgendwie hat mich die Frage ‚target=“blank“ – ja oder nein‘ aber nicht mehr losgelassen und ich habe überlegt, ob der Einsatz vielleicht doch Sinn macht und ob ich es auch auf diesem Blog verwenden sollte.

Grundlegend haben sich bei dieser Frage schon immer die Geister geschieden, da ich durch den Einsatz natürlich dem Besucher gewissermaßen meinen Willen aufzwinge. Dafür möchte ich aber zuerst die Vor- und Nachteile beleuchten und erklären, was es mit dem Kürzel überhaupt auf sich hat.

Was bedeutet target=“_blank“ überhaupt?

Ein gewöhnlicher Hyperlink sieht normalerweise so aus:

<a href=“http://www.geld-internet.de/“>Zum Blog</a>

Der Besucher klickt auf meinen Vorschlag oder eben nicht. Danach öffnet sich für ihn der aktuelle Link in seinem Browserfenster und zwar im aktuellen. Wenn ich diesen Link jedoch mit dem vorgestellten Kürzel bestücke, sieht er plötzlich folgendermaßen aus:

<a href=“http://www.geld-internet.de/“ target=“_blank“>Zum Blog</a>

und zwingt den Browser des Besuchers gewissermaßen, die verlinkte Seite in einem neuen Tab zu öffnen.

Das heißt also, dass derjenige, der auf die Verlinkung klickt, den Link eben nicht im aktuellen Fenster öffnet, sondern in einem neuen. Aha.

Ob der Einsatz dieser Möglichkeit nun ein Problem darstellt oder nicht, versuche ich im Folgenden zu beantworten.

target=“_blank“ für Links – ja oder nein?

Ich denke, diese Frage lässt sich nicht ganz eindeutig klären.

Denn ein wichtiger Faktor ist immer das Publikum einer Seite. Dabei denke ich vor allem an Blogs, deren Besucher eine starke Internetaffinität aufweisen und somit meistens eh interessante Links in einem separaten Tab öffnen.

Wenn mir etwas gefällt, drücke ich ‚Strg‘ oder auch ‚Ctrl‘ und klicke erst dann auf eine Verlinkung. Dadurch bleibe ich auf der besuchten Seite und der gewünschte Inhalt öffnet sich in einem neuen Tab. Natürlich kann ich das Ganze auch einfach mit der rechten Maustaste lösen.

Somit wäre es mir als Seitenbetreiber gleich, ob meine Links nun automatisch eine neue Seite öffnen oder ich dem Besucher seine Freiheit lasse. Für mich zählt lediglich, dass er bei mir bleibt und vielleicht noch ein wenig stöbert.

Es ist also in diesem Fall eher eine nette Geste und ich verhindere, dass meine Besucher einen enormen Rattenschwanz an Tabs hinter sich herziehen.

In einem WordPress-Blog, dessen Besucher diese Möglichkeit jedoch nicht nutzen, ist die Seite, wenn sie einmal verlassen wurde, schlicht und ergreifend weg.

Klar, ich könnte jetzt darauf setzen, dass man ja bequem auf ‚Zurück‘ gehen könnte oder dass meine Besucher die Seite so schön fanden, dass sie mit der Zeit eh wiederkommen. Dazu aber zwei Gegenargumente.

  1. Glaube ich nicht, dass der ‚Zurück‘-Button wirklich seinen Zweck erfüllt, spätestens bei drei weiteren Klicks auf der verlinkten Zielseite oder ein paar zufälligen Adsense-Ausrutschern, wird das zur Farce.Vor allem da viele Blog-Betreiber heute auf sprechende URLs setzen, die kaum noch voneinander zu unterscheiden sind für normale Besucher.
  2. Denke ich, dass ein Besucher, der via Google auf meinem Bloglandet, gar nicht weiß, wie er wieder auf diesen gelangt. Wenn er sich den langen Seitennamen nicht gemerkt hat, ist es vorbei mit Spaß und Tollerei.Natürlich könnte er nochmals haargenau die gleiche Suchanfrage eintippen, aber wer erinnert sich schon daran oder beweist für irgendeine Seite diesen Aufwand?

Bleiben wir also bei der Feststellung, dass es vorab zwei verschiedene Benutzertypen gibt: Die einen öffnen Seiten bewusst in einem neuen Tab, die anderen nicht und sind somit verloren.

Hier wird meistens auch der Knackpunkt einer Debatte über das Für und Wider von target=“_blank“ erreicht.

Denn wer beschwert sich denn über den Einsatz dieser Möglichkeit? Genau…, häufig diejenigen, die eben selbst bestimmen wollen, was in ihren Fenstern so geschieht, also die, die interessante Links eh separat öffnen.

Natürlich geht es hier um externe Links, die interne Verlinkungen separat zu öffnen, halte ich in jedem Fall für eine unnötige Sache, die es zu vermeiden gilt.

Wenn der weiterführende Link auf ein Unterprojekt von mir selbst verweist, ist es natürlich egal, wo der Besucher nun ankommt. Mir geht es ja lediglich darum, dass ich den Besucher auf meinen Seiten halten kann.

Ziehen wir aber noch einen anderen Aspekt hinzu, denn leider muss ich feststellen, dass meine Besucher wohl eher zur Kategorie Numero Zwo gehören.

Der Faktor Google und der Einsatz von target=“_blank“

Ist der Einsatz von Target-blank sinnvoll - Der Faktor GoogleIch bekomme den Hauptteil meiner Blog-Besucher durch Suchmaschinen, also Google.

Das heißt also, dass der große Anteil keine Stammleserschaft ist, sondern durch eine willkürliche Problemlösung zu mir gefunden hat.

Gehen wir davon aus, dass ein Besucher über die Keyword-Kombination ‚Geld im Internet‘ zu mir gefunden hat und auf einem entsprechenden Beitrag gelandet ist.

Jetzt klickt er sich munter durch alles durch und landet früher oder später auf einem externen Link. Schon ist er weg. Schade eigentlich…

Durch den vorhin genannten Aspekt, dass sich meine URL nun nicht unbedingt beim ersten Lesen einprägt und weiterhin davon ausgehend, dass diese für die meisten Besucher eh nicht von Interesse ist, habe ich einen Besucher verloren, der ja noch fröhlich auf Adsense oder weitere Beiträge hätte klicken können.

Der Einsatz von target=“_blank“ im Blog – Mein Fazit

Endgültig ist die Frage natürlich nicht zu beantworten. Wenn ich aber davon ausgehen kann, dass meine Besucher keine hohe Internetaffinität aufweisen, also nicht so stark im virtuellen Raum unterwegs sind, halte ich den Einsatz eher für eine nette Geste des Blogbetreibers.

Auch ich habe mich letzten Endes dazu entschieden, auf meinem Blog ebenfalls auf das Kürzel target=“_blank“ zu setzen. Das hat nicht den Grund, dass ich meine Besucher erziehen möchte oder sie dazu zwingen will, dass sie bleiben.

Nein, im Eigentlichen denke ich nämlich, dass ein weiterer Tab die Usability für den Besucher steigern kann und natürlich meinen Traffic und vielleicht auch meine Einnahmen erhöht.

Was denkst Du über den Einsatz von target“_blank“ in einem Blog. Stehst Du mit diesem Kürzel gänzlich auf Kriegsfuß oder nicht? In jedem Fall freue ich mich über Deinen Kommentar :-)

4 Meinungen

  1. Wolfgang07-06-2012

    Hallo Jonas, die Idee mit dem target-blank funktioniert bei mir nicht. Also wenn jemand einen Kommentar schreibt und eine URL einträgt wird der Kommentarname ein Link der zu einer Seite verlinkt. Der Link soll in einer neuen Seite geöffnet werden. Hast Du eine Möglichkeit, wie ich das lösen kann, oder wo ich die Lösung finden kann.

    Grüße Wolfgang

    • Jonas G.07-06-2012

      Hallo Wolfgang,

      ich weiß leider nicht ganz genau, was Du meinst. Sprichst Du vom Namen des Kommentierenden, der nicht per target-blank geöffnet wird oder von einem Link, der im Kommentar selbst steht? Ich versuche mal beide Varianten zu beantworten.

      1) Autorenname soll im neuen Tab öffnen (target=“_blank“)

      Prinzipiell kannst Du das händisch editieren. Ich kenne allerdings Deine Struktur nicht und kann nur spekulieren, wie es bei Dir aussieht. Eine pauschale Abhilfe wäre:

      function comment_author_link_window() {
      	    global $comment;
      	    $url = get_comment_author_url();
      	    $author = get_comment_author();
      	
      	    if ( empty( $url ) || 'http://' == $url) {
      	    	$return = $author;
          	}
          	elseif(stristr($url, get_home_url())) {
      	    	$return = "".$author."";
          	} else {
      	    	$return = "".$author."";
          	}
      	    return $return;
          }
          add_filter('get_comment_author_link', 'comment_author_link_window');

      Das setzt Du einfach in Deine functions.php, also ans Ende, aber natürlich vor dem abschließenden ?> und schon werden alle Links, die durch den Kommentatorennamen hinterlegt werden, in einem neuen Fenster geöffnet.

      2) Links im Kommentar selbst

      Hierbei gibt es keine Möglichkeit, das wirklich sinnvoll zu verändern. Das liegt daran, dass WordPress Links automatisch in solche umwandelt und ich kenne keine Möglichkeit, an dieser Stelle einzugreifen. Aber das kann auch an meinem Wissensstand liegen :-)

      Möglich wäre in diesem Fall das Plug WP External Links. Dieses ermöglicht, alle externen Links mit target=“_blank“ zu versehen. Das gilt dann eben auch für die Links, die aus Kommentaren gesetzt werden.

      Ich hoffe, ich konnte Dir helfen, Wolfgang. Viel Erfolg! Wenn Du weitere Fragen hast, dann immer raus damit!

  2. Wolfgang07-06-2012

    Hallo Jonas,

    erst einmal vielen Dank für Deine Hilfe. Ich möchte gleich voraus schicken dass ich zwar ganz gut Html und CSS kann, aber von PHP keine Ahnung habe.

    Ich habe den oben stehenden Code von Dir in die Funktion.php kopiert, wenn ich dann auf speichern klicke, kommt folgende Meldung im Browser.

    „Parse error: syntax error, unexpected T_STRING in /is/htdocs/wp1034876_QBUKJOH49M/www/mangomaxde/wp-content/themes/pohutukawa/functions.php on line 1168″

    Also die Seite ist nicht mehr erreichbar. Ich habe dann auf eine Seite zurück geklickt und den Code von Dir entfernt. Leider das selbe, die Seite wird nicht mehr angezeigt, nur noch diese Error Meldung.

    Ich habe dann die original funktion.php wieder eingespielt und alles funktioniert wieder.

    Ich muss noch dazu sagen, dass das abschließende ?> fehlt. Es steht zum Ende folgendes in der funktion.php

    einfüge dann speichert WordPress das und alles bleibt wie es ist. Muss da vieleicht gar kein schließendes ?> hin? Ich habe es so gelassen wie es war also ohne.

    Vielleicht hast Du eine Idee was da falsch läuft.

    Grüße Wolfgang

  3. Wolfgang07-06-2012

    oh da fehlt was in meinem Text.

    <?php
    }
    }

    register_widget('pohutukawa_sociallinks');