Suchmaschinenoptimierung: Keywords verstecken und Rechtschreibfehler – Teil V

Suchmaschinenoptimierung:Keywords sind wichtig und sorgen für Traffic - SEO-BildIm letzten Teil dieser Artikelserie über Suchmaschinenoptimierung, Keywords und Co, haben wir uns damit beschäftigt, wie wir einen sinnvollen und passenden Content um die gewählten Schlüsselwörter stricken und was wir bei der Pirsch aufs Keyword beachten müssen.

In diesem fünften Teil über das Thema Keywords möchte ich mich nicht mehr damit beschäftigen, wie wir Keywords finden, ausmachen und einsetzen, sondern auf speziellere Sachverhalte eingehen.

So möchte ich in diesem Beitrag einerseits das Phänomen der Rechtschreibfehler erklären, zeigen wo und wie wir unsere Keywords auf dem Blog gewissermaßen verstecken können und ein paar kostenlose E-Books zum Thema vorstellen.

Keywords und die Rechtschreibung

In den letzten Teilen haben wir uns mit Bonita und ihrem virtuellen Online-Shop beschäftigt, dabei haben wir für sie die Wörter ‚Gemüse‘ und das Verb ‚bestellen‘ ausgemacht und überprüft, welche Möglichkeiten wir in diesem Bereich hätten. Die Karten waren zwar nicht die besten, aber Bonita wollte nun mal Gemüse verkaufen und jetzt hat sie den Salat.

Denke ich an Keywords für diesen Blogs, könnten Begriffe wie ‚Internet‘, ‚Geld‘, ‚Wordpress‘ oder auch ‚Online-Marketing‘ fallen. Vielleicht sind auch noch jede Menge andere Assoziationen möglich. Es gibt jedoch Suchanfrage, die es mit der Orthographie gar nicht so genau nehmen und schlicht und ergreifend falsch geschrieben sind.

So wirft Google Adwords für die Anfrage ‚Gelt‘ immerhin über 100.000 monatliche Suchanfragen aus, vielleicht wird dabei aber ein anderes Wort gemeint? Ich weiß es nicht. Bei der Konstellation ‚Gelt verdienen‘ gehe ich aber davon aus, dass es sich hier um einen Rechtschreibfehler handelt. Dieses Begriffspaar wird aber immerhin noch über 70 Mal gesucht.

Diesen Fakt, böswillig gesagt, die umgreifende Legasthenie, können wir uns aber zu Nutze machen. Vielleicht war das Beispiel mit ‚Geld‘ und ‚Gelt‘ noch nicht überzeugend genug, da spätestens nach Dagobert Duck jeder weiß, wie ‚Geldspeicher‘ geschrieben wird.

Ausnutzung der Rechtschreibung der Suchmaschinennutzer - Keyword:SuchmaschienenoptimierungBei ungewöhnlicheren Begriffen sieht das Ganze aber schon ganz anders aus. Immerhin wird das Keyword ‚SuchmaschIEnenoptimierung‘ fast 4000 Mal gesucht und zeigt somit exemplarisch, was ich meine.

Schauen wir uns die Google-Ergebnisse für diese Variante an, fällt zwar auf, dass Google uns auf den Fuß berichtigt, aber im unteren Teil der Seite stehen sechs Webseiten, die sich auf das Keyword ‚Suchmachienenoptimierung‘ eingeschossen haben. Einige habe extra dafür eine sprechende Domain registriert, andere nutzen einfach eine Unterseite.

Aber immerhin, sie ranken damit auf Seite 1 der SERPs und nutzen lediglich die Rechtschreibung der Suchenden aus. Ich will das natürlich nicht verurteilen, man könnte es auch mit den Worten umschreiben, dass sich diese Seite auf besondere Bedürfnisse der Nutzer einstellen.

das gibt es im Netz sogar relativ häufig, manchmal mit einem Augenzwinkern, manchmal wird wirklich eine Schwäche ausgenutzt. Unterm Strich bleibt aber stehen, dass wir uns die falsche Schreibweise von Keywords nützlich machen können, da häufig natürlich der Wettbewerb geringer ausfällt.

Wenn jetzt nicht ‚Suchmaschienenoptimierung‘ gewählt wird, hat man dabei wirklich gute Chancen. Einfach mal ein wenig experimentieren und schauen, was bei Adwords ausgeworfen wird. Abschließend vielleicht noch einen Blick auf diese Seite werfen, die exemplarisch zeigt, wie Rechtschreibfehler in Keywords auch noch ganz anders ausgenutzt werden können 😉

Suchmaschinenoptimierung: Keywords verstecken

Widmen wir uns doch jetzt aber dem Hauptteil dieses Artikels, nämlich der Unterbringung von Keywords auf unserer Seite. Da wir häufig eine Gratwanderung zwischen Content, SEO und Usability im Blog beschreiten, dürfen wir unseren Besuchern zu liebe nicht einfach willkürlich Keywords setzen. Klar geht das, macht aber keinen, vielleicht Affiliates und Adsense-Seitenbetreiber, glücklich. Das heißt, ich werde auf diesem Blog nicht jeden Beitrag mit ‚Geld, Geld, Geld‘ einleiten und in einem Kaffee-Blog auch nicht in jeder erdenklichen Schreibweise ‚Kaffee trinken‘ einsetzen.

Wir haben uns in einem Beitrag dieser Serie mit der Keyword-Dichte beschäftigt und diese Werte würde ich im Text nicht überschreiten. Dabei müssen wir natürlich beachten, ob wir einen Blogbeitrag auf eine Keyword-Kombination optimieren wollen oder auf ein einziges Wort hin. Warum?

Ganz einfach, wenn wir nur einen Text über das Thema Suchmaschinenoptimierung verfassen oder meinetwegen zum Begriff ‚Geld‘, kann das mühelos eingeflochten werden und fällt dem Besucher oder Leser des Blogs meistens gar nicht weiter auf. Bei einer Keyword-Dichte von 3%-5% wären das ja lediglich 3 Erwähnungen auf 100 Wörter. Das stört nicht und ist natürlich total in Ordnung. Schwieriger wird es, wenn wir in einem Beitrag aber eine längere Kombination oder eine unhandliche unterbringen möchten.

Denn auch in einem schönen Text fällt der Begriff Online-Devisenhandel oder Suchmaschinenoptimierungstricks doch recht unpassend auf. Das ist blöd und macht unsere Texte manchmal ungenießbar. Deshalb wenden wir uns jetzt den Möglichkeiten des Versteckens zu oder wie wir bestimmte Keywords aus dem direkten Fokus des Besuchers ziehen.

Suchmaschinenoptimierung:Keywords sinnvoll verstecken, die Möglichkeiten

Hierbei geht es nicht darum, Keywords wirklich ‚unsichtbar‘ zu machen. Ich könnte beispielsweise unter den Content in weiß schreiben:’Geld, Geld, Geld!‘, das ist aber verpönt und auch Google sieht das nicht gern. Auch geht es nicht darum, dass wir Keywords im HTML-Code unterbringen, die vom Besucher nicht erkannt, aber von Suchmaschinen ausgelesen werden. Das führt in der Regel nur zu Abstrafungen und ist somit nicht unser Ziel. Vielmehr wollen wir einfach schauen, wie wir Keywords so einbetten können, dass sie platziert, aber nicht störend sind.

Keywords in Zwischenüberschriften verwenden

Eine simple und effektive Möglichkeit, Keywords zu verstecken ist es, sie in Überschriften zu kleiden. Schreiben wir einen Text zum Thema ‚Geld verdienen im Internet‘, kann ich natürlich jede Headline im Beitrag mit diesen Worten bestücken. Also beispielsweise:’Geld verdienen im Internet: Den Blog erfolgreich machen‘ und darauffolgend ‚Geld verdienen im Internet: Der erste Schritt zum Erfolg‘.

Suchmaschinenoptimierung Keywords in den Überschriften verstecken

So habe ich meine vier Worte untergebracht, sie außerdem in eine Headline gelegt und dennoch meinen eigenen Text nicht zerrissen. Das ist insofern sinnvoll, dass Blog-Besucher nicht abgeschreckt werden und wir dennoch unsere Kombination unterbringen konnten.

Keywords richtig trennen

Als Werbetexte sollte ich häufig komische Kombinationen am Stück verwenden, also beispielsweise ‚Onlinespiele den Browser‘ Das stumpfe Abtippen dieser Keyword-Kombination wäre natürlich kaum lesbar gewesen und vor allem pochen häufig Auftraggeber auf genau diese Abfolge und wehren sich gegen jedes kleine Füllwort. Einerseits haben Suchmaschinen zwar sogenannte Stopp-Wörter, die nichts mit den Hauptkeywords am Hut haben, doch natürlich ist eine Konstellation, die wirklich der Abfolge in der Suchanfrage entspricht, effektiver.

Dabei ist aber zu beachten, dass eine Suchmaschine natürlich Satzzeichen ignoriert und ich könnte, auch wenn es in diesem Fall noch ein wenig unglücklich klingen mag, locker titeln: ‚Im Internet spielen immer mehr Menschen sogenannte Onlinespiele. Den Browser an und schon kann der Spielspaß beginnen. hier haben wir also eine Kombination genutzt, die wir nur indirekt in einen Kontext gebracht haben. Für Suchmaschinen ist das aber nahezu identisch.

Den Permalink ausreizen

Blogbeiträge, Seiten und Co werden im Internet unter einer Domain gespeichert. Das ist natürlich klar. Gehen wir davon aus, mir gehört die Domain ‚geld.de‘, es wäre Verschwendung und natürlich sinnlos, wenn ich meine Beiträge unter ungefähr so veröffentlichen würde:’geld.de/2011/10/19/page-1, vielmehr Sinn macht es, wenn ich dabei eine sprechende Erweiterung nutze. Ich schreibe also einen Beitrag zum Thema ‚erfolgreich bloggen‘ und veröffentliche diesen unter geld.de/erfolgreich-bloggen.

Den Permalink zum verstecken von Keywords nutzen

Natürlich sind alle möglichen Konstellationen denkbar, wichtig ist nur, dass Google und Co natürlich auch diese Keywords erkennen und ihnen Beachtung schenken. Hier finden wir also häufig ungenutztes Potential. WordPress beispielsweise nimmt einfach den Titel unseres Blogbeitrags. Manchmal ist das aber gar nicht so sinnvoll und wir sind gut beraten, wenn wir den Permalink händisch anpassen. Hier habe ich einen Beitrag zu sprechenden Domains allgemein verfasst.

Tags und Kategorien im Blog nutzen

Wenn wir ein Blog-System benutzen, legen wir unsere Beiträge häufig in Kategorien an, die der Navigation dienen. Außerdem verwenden wir Schlagwörter. Hier ist platz, um noch Keywords unterzubringen, die keinen stören, aber natürlich trotzdem gelten. Beispielsweise nutzt Peer von ‚Selbständig im Netz‘ bei jedem Beitrag das Keyword ‚Selbständig‘. Zwar passen nicht alle Beiträge in diese Kategorie, aber das Haupt-Keyword ist trotzdem immer und bei jedem Beitrag präsent.

Kategorien und Tags zum Verstecken von Keywords nutzen

Wenn ich also einen Blog zum Thema ‚Geld und Internet‘ führe, ist es vielleicht sinnvoll, ebendiese Kombination bei meinen Beiträgen auszuwählen. Ich denke zwar nicht, dass jedes Keyword so bedient werden sollte, aber die Hauptausrichtung der eigenen Website kann so in jedem Beitrag erneut unterstrichen werden und stören tut das auch keinen.

Bilder und Keywords

In einem Blog verwenden wir häufig Bilder. Super Sache, sehen sie doch schön aus und bringen vielleicht ein wenig farbe in den grauen Beitrag. Bilder sind aber trotzdem ein gute Träger für Keywords und zwar direkt im Dateinahmen selbst. Wenn ich mein Bild ‚235jhbgj.jpg‘ nenne, hat das natürlich keine Konsequenz, außer irgendwer sucht in den nächsten Jahren nach diesem Keyword. Eher unwahrscheinlich, oder?

Sinnvoll ist es also, ein Bild für diesen Beitrag beispielsweise ‚suchmaschinenoptimierung-keywords-rechtschreibung-verstecken.png‘ zu nennen. Das war zwar jetzt nur ein willkürliches Beispiel und sollte in der Regel ein wenig differenzierter aussehen, aber die Richtung ist natürlich klar.

Keywords in Bildern verstecken

Das hat natürlich nicht nur den einen Vorteil, sondern auch Einfluss auf die Bildersuche bei Google. Also, froh und fröhlich experimentieren, was im eigenen Blog am besten funktioniert. Stören tun diese Keywords in der Regel aber keinen einzigen Besucher.

Wichtig wäre in diesem Fall jedoch noch, dass die Bildnamen, also die einzelnen Begriffe, durch einen Bindestrich (Minus) getrennt werden. Unterstriche werten Suchmaschinen meistens als ‚Ein-Wort‘ und Kommata werden einfach gelöscht und ignoriert.

Sucmaschinenoptimierung, Keywords und Co: Keywords verstecken

Natürlich gibt es auch noch ein paar andere Nischen und Winkel, wo die eigenen Keywords versteckt und untergebracht werden können. Dabei sollte man es dennoch nicht übertreiben. Vielmehr ging es mir darum, zu zeigen, dass Keywords eben nicht einfach stumpfsinnig in einem text aneinandergereiht werden müssen und so die Usability und vor allem Lesbarkeit im eigenen Blog einen enormen Aufwind bekommen kann.

Eigentlich hatte ich für diesen Part der Serie ein paar kostenlose E-Books zum Thema ‚Keywords‘ versprochen. Das möchte ich aber auf den letzten Teil dieser Reihe verschieben. Beim nächsten Mal werde ich zeigen, welche Keywordpositionen Google besser bewertet, was bei einer Positionierung zu beachten ist und welche Möglichkeiten es gibt, die eigene Seite wichtiger erscheinen zu lassen. Außerdem würde ich gern eine Testseite anlegen und auf dieser alle vorgestellten Maßnahmen zu einem gesuchten Keyword exerzieren.

Dabei geht es zwar nicht in erster Linie um das spannende Thema ‚Geld verdienen im Internet‘, aber eben darum, wie wir mit bestimmten Keywords mehr Traffic generieren können.