Schreibtipp: Für Suchmaschinen schreiben! Wie geht das?

Ein Blog-Artikel ist dann erfolgreich, wenn er über einen langen Zeitraum Besucher auf sich vereint.

Doch Besucherströme verlangen suchmaschinenoptimierte Texte.

Denn normalerweise schreiben wir fürs Archiv, denn in einem Blog verschwinden unsere Artikel schon nach wenigen Tagen von der Bildfläche. Gute Texte hin oder her.

Suchmaschinenoptimierung ist einer der Grundbausteine für jeden Blog und somit für die Beiträge, die in ihm erscheinen. Denn nur so werden sie überhaupt gefunden.

Wer es dabei übertreibt, vergrault allerdings schnell die werte Leserschaft und verhunzt einen Text durch eifriges Optimieren.

In diesem Artikel möchte ich Dir ein paar Tipps verraten, wie Du den richtigen Mittelweg zwischen SEO und Lesbarkeit findest. Auf geht’s!

Schreibtipps für Blogger

Keywords und die Häufigkeit

Einsatz von SchlüsselwörternWenn es um SEO-Texte geht, spricht man normalerweise Keywords und die Häufigkeit dieser Schlüsselwörter.

Also die Schlagworte, zu denen ein Artikel in den Suchergebnissen ranken soll. Beispielweise Schnell schreiben oder auch Papa Schlumpf.

Wenn wir nun einen Text für Google und Co verfassen, müssen wir der Suchmaschine irgendwie klar machen, dass wir tatsächlich über den Chef von Schlumpfhausen tippen und nicht über etwas ganz anderes.

Außerdem wollen wir ja sicherstellen, dass unser Text viel relevanter erscheint, als alle anderen zu diesem Thema und von Google nach oben geboxt wird.

Wenn wir also unsere Hauptkeywords ermittelt haben, müssen wir diese einsetzen und dabei Wert auf die Häufigkeit legen. Also die Keyword-Dichte.

Wie hoch diese sein sollte, kann wohl niemand mit Sicherheit sagen und die Angaben klaffen gehörig auseinander. Manch einer setzt auf lockere 8%, andere versuchen sich an einen Wert um die 5% zu klammern.

Die Keyword-Dichte sagt dabei aus, wie häufig ein Wort in 100 Wörtern vorkommt. Stellen wir uns also vor, dass wir einen Beitrag tippen, der zum Thema Schreiben lernen ranken soll.

Wir verfassen also eine Artikel zum Oberbegriff, der rund 800 Wörter hat. Wenn wir eine Häufigkeit von 5% annehmen, sollte unsere Kombination Schreiben lernen rund 40 Mal im Text vorkommen. Schon ganz schön häufig, oder?

Was bei diesem Keyword noch geht, wird bei kryptischen Schlagworten oftmals zum Spießrutenlauf.

Nehmen wir mal an, unsere Wahl fiele auf Onlineroulette in England spielen. Und ja, diese Kombination hatte ich schon öfter bei Schreibaufträgen. Aber ganz ehrlich?

Das sieht ätzend aus und schädigt nicht nur der Lesbarkeit, sondern der Qualität des gesamten Textes.

Fakt ist aber, dass Google einen Artikel umso besser ranken lässt, wenn die Relevanz augenscheinlich ist. Es muss also klar sein, wovon der Beitrag handelt und worum sich das Ganze eigentlich dreht. Wenn wir es übertreiben, kann das allerdings als Keyword Stuffing gelten und mitunter zu einer Abstrafung seitens Google führen.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die wichtigsten Keywords häufig im Text untergebracht werden sollten. Allerdings würde ich es nicht übertreiben. Denn das schmälert die Lesbarkeit ungemein und führt die Kernaussage oftmals ad absurdum.

Ich rate zu einer Keyword-Dichte zwischen 2%-4%. Weniger ist selten effektiv und alles, was darüber liegt, macht einen Text unleserlich.

Das heißt also, dass

  • …wir vorab das Keyword bestimmen,
  • …dann nach Synonymen suchen sollten und
  • …uns an die Texterstellung machen.

Keywords finden – Synonyme nutzen

Mituner kommt es vor, dass ein ganz bestimmtes Wort unzählige monatliche Anfragen bei Google hat. Blöd nur, wenn das überhaupt nichts mit den normalen Anfragen unserer eigenen Leser zu tun hat.

Beispielsweise kann ich Geld verdienen auch Kohle scheffeln nennen oder mit reich werden assoziieren. Auf einem Business-Blog würde allerdings die zweite Kombination seltsam anmuten und wahrscheinlich nicht ins Gesamtbild passen.

Deshalb ist es ratsam, auch wenn Kohle scheffeln am Häufigsten gesucht wird, einfach mal die Optimierung in den Hintergrund zu schieben und Synonyme zu verwenden. Letzten Endes zahlt sich das sogar aus, denn auch Google versteht Zweideutigkeit und wir steigern effizient die Lesbarkeit.

Eine schöne Möglichkeit, um nach Synonymen zu suchen, sind das Keyword Tool und Insight for Search aus dem Hause Google. Dort einfach den Begriff eingeben und schauen, welche Begriffe noch auftauchen.

So machen wir einerseits unseren Text abwechslungsreicher, steigern aber gleichermaßen die Vielfalt, wie wir unser Traumwort umschreiben. Außerdem kann es hilfreich sein, in Fachmagazinen oder auch auf anderen Blog zu schauen, welche Worte dort genutzt werden.

Wohin mit den Keywords?

Glücklicherweise müssen wir die Schlagworte nicht allesamt im Text unterbringen. So können wir eine erhöte Dichte bewirken, ohne unsere Artikel zu zerstören. Doch wo sollten wir die wichtigsten Wörter unterbringen, um unseren Text für Suchmaschinen wichtiger erscheinen zu lassen?

In diesem Artikel möchte ich Dir 5 Tipps für den Einbau geben und in einem zweiten Artikel nochmals 5 ergänzen.

1. Überschriften

Ein guter Text hat eine Headline, die ihn knackig umreißt. Da wir für eine erhöhte Lesbarkeit auch Zwischenüberschriften verwenden sollten, macht es Sinn in diesen unsere Hauptwörter zu parken.

So können wir unsere Keywords zwischen <h1> bis <h6> Elementen unterbringen, aber auch in fetten oder kursiven Zwischenüberschriften.

Artikel: Die Perfekte Headline

2. Sprechende URLs

Jeder Blog-Artikel hat einen ganz eigenen Permalink. WordPress vergibt dabei standardmäßig eher ungünstige Kombinationen, die auf kryptischen Zahlenketten basieren.

Idealerweise packen wir unsere wichtigsten Keywords allerdings auch in die Links und stärken so unsere Position bei Google. Dabei sollten wir es allerdings nicht übertreiben und nur die wichtigste Suchanfrage nutzen.

Denn ansonsten zeigen wir nicht, worum es geht, sondern versinken in Allgemeingültigkeit. Vielleicht www.mein-blog.de/suchmaschinenoptimierte-texte

Artikel: Wahl der Domain

3. Bilder richtig benennen

Wer Bilder in seinen Artikeln verwendet, sollte diese richtig benennen. Denn auch das trägt zur Relevanz des Gesamtartikels bei. Ein Bild, dass einen Buisnessplan für Blogger zeigt, sollte also nicht Bild1, sondern eben business-plan-blogger.jpg heißen.

Außerdem sollten wir durch die Beschriftung oder auch das entsprechende Alt-Attribut die relevanz weiterhin steigern und auch dort die wichtigsten Keywords unterbringen.

Artikel: Bilder für Google optimieren | Bilder im Blog optimieren

4. Browsertitel

In Suchmaschinen tauchen Titel auf, die über einer Seite stehen. Also den ausgeworfenen Inhalt etwas genauer beschreiben.

Diese können wir allerdings maßgeblich beeinflussen. Beispielsweise mit dem Plugin All in One SEO. hierbei sollten wir die wichtigsten Keywords ablegen und maximal 55-65 Zeichen verwenden.

Begründung: Mehr wird eh nicht dargestellt und hilft es bei der Fokussierung auf ein Keyword.

5. Meta-Tags – Description und Keywords

Wer das angesprochene Plugin nutzt, kann auch gleich noch eine Meta-Description vergeben und ein paar Keywords eintippen, die den Beitrag genauer umreißen. Zweiteres ist oftmals unnötig, da nur noch wenig Suchmaschine darauf Wert legen.

Die Description ist allerdings essentiell, denn sie steht unmittelbar unter dem jeweiligen Ergebnis in der Suchmaschine. Hierbei sollten wir allerdings nicht nur auf die wichtigsten Keywords achten, sondern auch zum Klicken einladen. Also nicht nur Schlagworte aneinanderreihen, sondern einen Mehrwert schaffen.

Wie geht es weiter?

Schreibtipps für BloggerWie angekündigt, möchte ich Dir im nächsten Artikel noch 5 weitere Tipps für suchmaschinenoptimierte Texte geben.

Außerdem möchte ich ein paar eBooks und Bücher zum Thema vorstellen und ein paar allgemeine Tricks für die optimale Position von Keywords geben.

Bis dahin wünsche ich Dir viel Erfolg mit Deinem Blog. Außerdem freue ich mich über weitere Hinweise zum Thema SEO-Texte und bin gespannt auf Deinen Kommentar :)

4 Meinungen

  1. Heinz-Peter04-03-2012

    Danke für den guten Text! Ich habe schon länger nach einer komprimierter aber klaren Übersicht zu diesem Thema gesucht.

  2. Jonas G.04-03-2012

    Hallo Heinz Peter,

    es freut mich, dass Dir der kleine Artikel gefallen hat. Ich werde das Ganze in der übernächsten Woche komplettieren :-)

    Schöne Grüße

  3. Karin06-02-2012

    Ein schöner Artikel. Habe mir deinen Blog mal abgespeichert und werde mich mal ausführlicher mit deinen Tipps befassen.
    gruss
    karin

  4. Klaus09-24-2012

    Die ersten fünf Tipps waren schon mal hilfreich. Vielen Dank.
    Wie immer ergibt sich wohl der Erfolg dadurch, dass man mehrheiltich viele Dinge richtig machen, beziehungsweise beachten sollte.
    Ob man nun Zwischenüberschriften auschließlich mit H 4 oder auch mit H2 auszeichnen darf, bleibt noch offen.