Schnell und einfach den eigenen Blog analysieren! SEO, Usability, Ranking und Co

Den eigenen Blog zu analysieren ist sinnvoll, um einen direkten Vergleich mit den Mitbewerbern zu ermöglichen.

Manchmal ist es gar nicht so offensichtlich, welche Schwachstelle die eigene Schreibe hat, was im Hintergrund rumort und warum letzten Monat die vermaledeiten Blogeinnahmen in den Keller gegangen sind.

Um das zu überprüfen, ist es wichtig, den eigenen Blog zu analysieren und ein Profil der eigenen Inhalte zu erstellen.

So spielen Domainalter, Sitemap und Serverlage ebenso eine Rolle, wie das Verhältnis von Content zu Code und eine fehlerfreie HTML-Struktur. Deshalb möchte ich in diesem Artikel einige Möglichkeit zeigen, die eine schnelle und einfache Analyse des eigenen Blogs in wenigen Sekunden ermöglichen. Außerdem stelle ich zwei Tools vor, die die Einzelschritte in vielerlei Hinsicht übernehmen.

Dabei werden viele interessante Daten über den eigenen Blog aufgedeckt und vielleicht die ein oder andere Fehlerquelle gefunden.

Den Blog schnell und einfach analysieren

Um den eigenen Blog mal genau unter die Lupe zu nehmen, gibt es im Internet jede Menge Tools. Manche sind recht kostenintensiv, einige günstig und wenige umsonst. Natürlich gibt es bei letzteren ein paar Einschränkungen und der Umfang ist nicht ganz so groß, aber für einen ersten Blick und eine schnelle Analyse des eigenen Blogs, sind sie allemal ausreichend. Zwar gibt es kaum kostenlose Kompaktlösungen, aber auch mit einem analytischen Stückwerk kommt man bekanntlich zum Ziel.

Schauen wir doch mal, was es für kostenlose Tools zur Analyse des Blogs gibt und was wir mit diesen Auswertungen alles anfangen können.

Analyse des Blogs mit dem Alexa-Ranking

Beim Alexa-Ranking scheiden sich die Geister, ob dieser Wert aussagekräftig ist. Ich behaupte, dass er für eine schnelle Analyse einen recht guten Überblick bieten kann. So kann der eigene Blog also im Vergleich mit anderen Seiten international und national verglichen werden und auf Traffic, Backlinks und Haupt-Keywords analysiert werden.

Den Blog mit Alexa analysieren

Auf diesem Screenshot sehen wir, wie sich die Page-Views einer Seite in der Vergangenheit entwickelt haben und können außerdem einen Traffic-Rank einsehen, den Alexa vergibt. Mit dem kostenlosen Alexa-Tool lässt sich eine fiktive Bounce-Rate, die Anzahl Seitenimpressionen und der allgemeine Traffic-Rank ermitteln. Immerhin.

Eingangs schrieb ich, dass bezweifelt wird, ob dieses Ranking wirklich repräsentativ ist. Das liegt vor allem daran, dass der Rang einer Webseite dahingehend abgeleitet wird, wie viele Nutzer mit der Alexa-Toolbar auf diese Seite gelangt sind. Diese ist ein simples Plugin, das sich in den Browser integrieren lässt und Daten an den Publisher zurückliefert.

Das Problem dabei liegt natürlich auf der Hand; Alexa ist nicht wirklich repräsentativ. Zwar wird die Tool-Bar in den Staaten häufiger eingesetzt und liefert so einen besseren Nährwert als in Deutschland, aber das Problem ist das Ding selbst.

Denn meistens haben natürlich nur Nutzer mit einer hohen Internetaffinität ein solches Plugin aktiviert und verfälschen so gleichermaßen die Statistik. Das wäre so, als würde die Generation 70+ den beliebtesten Fernsehkanal bestimmen – klar, es gibt Ausbrüche, aber wird eben nicht alles abgedeckt.

Aber für eine ungefähre Einschätzung und schnelle und einfache Analyse, reicht Alexa allemal.

Analyse der Backlinks, wo kommen meine Links nur her?

In einer Zeit, wo der Wert einer Website oder eines Blogs dadurch bestimmt wird, wie viele Links auf ihn verweisen, versuchen immer mehr Blogbetreiber künstlich Backlinks zu generieren oder diese sogar einzukaufen. Um aber im Nachhinein sehen zu können, welche Seiten auf einen selbst verweisen, ist es erforderlich, einen Backlink-Check durchzuführen.

Dafür gibt es natürlich mehrere Wege, der einfache ist es, einfach in die Google-Suche die zu analysierende Domain zu werfen und das Kürzel link: davor zu setzen. Also nach dem Schema link:geld-blog.de und schon werden alle Links, die auf diese Domain verweisen und Google bekannt sind, ausgegeben.

Backlinkstruktur via Google überprüfen

Dabei ist aber zu beachten, dass das Ganze mit Vorsicht zu genießen ist, da es einerseits enorm unvollständig ist, außerdem nur Backlinks angezeigt werden, die Google selbst indiziert hat und natürlich auch nicht überprüft wird, ob vielleicht noch eine andere Suchmaschine auf diesen Blog verweist.

Deshalb nutze ich für eine schnelle und einfache Analyse diesen kostenlosen Backlink-Checker, der mir innerhalb weniger Sekunden ein präziseres Ergebnis auswirft.

Via Opensite Explorer Backlinks überprüfen

Dabei muss erwähnt werden, dass jeder Backlink-Checker auf andere Daten zurückgreift. Genau wie die Backlink-Analyse bei Google diverse Unterschiede aufweist, gibt es Abweichungen zwischen den einzelnen Tools. Dennoch bietet dieser Backlink-Checker einen guten Überblick und gibt außerdem einen Wert für die Authority an.

Dieser spiegelt einen ungefähren Richtwert wider, nach dem Google eine Website einstuft. Dabei geht es einerseits um die Stärke der Backlinks, die eine Seite erhält, aber auch um die Überprüfung, ob ein Blog in seinem Fachgebiet eine besondere Relevanz aufweist., wie ich finde.

Für eine schnelle und einfache Analyse des eigenen Blogs reicht er in jedem Fall.

Analyse des eigenen HTML-Codes

Häufig tippt man munter vor sich hin, verändert ein paar Strukturen im HTML-Code oder kopiert von irgendwo ein Snippet, um es selbst zu verwenden. Dabei entstehen meistens unschöne Lücken im Code, manchmal ein verlorener Befehl oder auch nur eine nicht-geschlossene Anweisung. Mit dem WC3-Validator kann der Code einer jeden Seite überprüft werden und analysiert werden, ob er valide ist.

Dies ist dahingehend von Vorteil, dass Suchmaschinen einen sauberen Code besser interpretieren können und außerdem die Darstellung auf etwaigen Endgeräten fehlerfrei ist.

Via Validator den eigenen HTML-Code analysieren

Aha. Mein Blog weist einen Fehler auf. Blöd. Glücklicherweise habe ich diesen aber schnell analysiert und der Validator gibt mir ebenfalls aus, wo das genaue Problem liegt und so kann ich es im eigenen Code ausfindig machen und berichtigen.

Den Fehlern auf der Spur - WC3-Validator

Schnelle und einfache Analyse mit seitwert.de

Mit diesen kostenlosen Tools lässt sich der eigene Blog schon auf einige Dinge hin untersuchen und schnell und einfach analysieren. Aber ich möchte auch noch zwei Lösungen vorstellen, die das Ganze ein wenig kompakter darstellen.

Das erste Programm, was ich vorstellen möchte, heißt seitwert. Hierbei möchte ich weniger auf den vollen Funktionsumfang der ganzen Seite eingehen, sondern nur das kostenlose Tool zur Schnell-Analyse zeigen.

Den eigenen Blog genau unter die Lupe nehmen mit Seitwert

Dafür geben wir einfach die Domain der Seite oder des Blogs an, die wir untersuchen wollen und schon spuckt uns das kleine Helferlein einen groben Überblick über die eigenen Daten aus. Dabei wird ein fingierter Wert zwischen 0 und 100 vergeben und der eigene Blog auf technische Mängel, externe Bewertungen und die Gewichtung bei Suchmaschinen untersucht.

  • Die Gewichtung bei Yahoo und Google errechnet seitwert.de durch die vorhandenen Backlinks, denn umso mehr Links auf meinen Blog oder Website verweisen, umso relevanter werde ich von den geläufigen Suchmaschinen eingestuft.
  • Die externe Bewertung setzt sich aus dem Alexa-Rank, die Erfassung bei Google Trends und der Domain Authority zusammen.
  • Die technischen Details ergeben sich aus einem Zusammenspiel von HTML-Code, dem Verhältnis von Code und Content, sowie der Definition einer H1-Überschrift.
  • Social Bookmarks gibt einen Wert aus, der sich aus der Präsenz der untersuchten Seite bei den jeweiligen sozialen Netzwerken ergibt.
  • Den Punkt Sonstiges berechnet seitwert aufgrund des Domainalters, einer referenz bei Wikipedia und dem Eintrag bei DMOZ

Mit diesen Werten lässt sich ein guter Überblick ermitteln. Egal, ob nun das eigene Projekt oder die Konkurrenz genauer unter die Lupe genommen werden soll.

Schnelle und einfache Analyse mit seitenreport.de

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss und deshalb möchte ich an dieser Stelle auf ein sehr starkes und vor allem kostenloses Tool zur Websiteanalyse verweisen. Seitenreport glänz einerseits mit zahlreichen Auszeichnungen, aber auch einem wirklich guten Überblick.

Hierbei werden viele Kriterien herangezogen, die eine sinnvolle Auswertung bereichern. Zwar ist eine Anmeldung notwendig, aber danach bleibt alles kostenlos und jeden Tag sind drei Analysen möglich.

Den eigenen Blog betrachten - Seitenreport macht's möglichDabei wird anhand von technischen Merkmalen, SEO und Usability ein Profil der eigenen Website gezeichnet und daraus ein Gesamtwert ermittelt. Diese setzen sich aus folgenden Kriterien zusammen.

  • Technik

  • SEO

SEO-Schwerpunkt bei der Website-Analyse

  • Usability

Usability im eigenen Blog analysieren

Schnelle und einfache Analyse des eigenen Blogs – Fazit

Was man nun aus diesen Daten macht, ist natürlich jedem selbst überlassen. Ob aber die Mitbewerber schnell und einfach analysiert werden sollen oder nur der eigene Blog genauer unter die Lupe genommen werden soll, ist hierbei egal.

Mit den vorgestellten Möglichkeiten sollte es jedem Blogbetreiber möglich sein, wichtige Daten über das eigene Projekt zu ermitteln und vielleicht ein paar Schwachstellen aufzuspüren. Eine oberflächliche Websiteanalyse muss nämlich gar nichts kosten und ist meisten kostenlos möglich. Natürlich können so nicht alle Faktoren ausgeleuchtet werden und manche Aspekte werden gar nicht berücksichtigt.

Aber für eine einfache und schnelle Analyse des eigenen Blogs, reichen diese Tools in jedem Fall.

3 Meinungen

  1. Strasser201110-22-2011

    Hi,

    dein Artikel ist wirklich gelungen, besonders das Schmankerl zum Schluß hilft mir wirklich weiter. Da ich erst seit einem Monat blogge und so gut wie keine Besucher auf meinen Blog bekomme, bringen mich diese Tools hoffentlich etwas weiter. Und wenn es nur die Erkenntnis ist das ich einiges falsch mache. Sowohl die Code-Prüfung, als auch das Ergebnis von Seitenreport.de waren vernichtend. Ich sag nur 171 Fehler im Code… und das wo ich im Code so gut wie nie was schraube bis auf Banner, Bilder, Überschriften und Alt-Tags.

    Einen Herzlichen Dank für diesen Artikel.

    Gruß
    Strasser

    • Jonas G.10-22-2011

      Es freut mich, wenn Dir der Artikel geholfen hat, Strasser :) Wenn Du noch weitere Fragen bzgl. des Aufbaus hast, dann helfe ich Dir gern weiter. Auch gern per Mail. Ansonsten kann ich Dir natürlich den Traffic-Guide empfehlen, irgendwo rechts oben und wünsche Dir außerdem natürlich jede Menge Spaß beim Bloggen – wenn man den Dreh raus hat, macht es jede Menge Spaß und nach einem Monat ist das überhaupt relativ normal – einfach Geduld haben und Qualität bieten.

      Beste Grüße
      Jonas

  2. Tina10-23-2011

    Vielen Dank für den Artikel. Einige der Tools kannte ich noch nicht, und für mich sind sie vollkommen ausreichend.