Hilfe! Schlechte Nachbarschaft! Wie fremde Seiten Dein Ranking vermiesen

Oftmals habe ich sie schon angesprochen und häufig auf sie verwiesen. Außerdem kann sie uns gehörig das Ranking vermiesen.

Wovon die Rede ist? Schlechte Nachbarschaft im Internet.

Was eher nach Kehrwoche und toten Ratten im Briefkasten klingt, ist auch für das Ranking des eigenen Blogs entscheidend.

Dagegen kann man eigentlich wenig tun, jedenfalls nicht auf den ersten Blick.

Werfen wir doch einmal einen Blick in unser direktes Umfeld, woran wir schlechte Nachbarn erkennen und wie diese unsere Position in den Suchergebnissen beeinflussen…

Was heißt schlechte Nachbarschaft?

Was sind schlechte Nachbarn?Schlechte Nachbarschaft (~Bad Neighbourhood) kommt aus dem Bereich der Suchmaschinenoptimierung und ist auch in den Qualitätsrichtlinien von Google fest verankert.

Prinzipiell sind mit dem Begriff Seiten oder eben Blogs gemeint, die entweder übermäßig Spammen, gegen Googles Richtlinien verstoßen oder sogar schon abgestraft wurden. In den angesprochenen Empfehlungen heißt es dazu:

Nehmen Sie nicht an Linktauschprogrammen teil, die dazu dienen, Ihr Ranking oder Ihren PageRank zu verbessern. Meiden Sie insbesondere Links zu Webspammern oder „schlechter Nachbarschaft“ im Web, da Ihr eigenes Ranking durch solche Links negativ beeinflusst werden kann. Quelle

Die Fragen, die sich nun stellen: Wie erkenne ich eine schlechte Nachbarschaft? Worauf kann ich achten und kann ich das überhaupt beeinflussen?

Nun. Dazu ein ganz klares „Jein!“. Bevor wir das aber auflösen, schauen wir doch erstmal, inwiefern eine schlechte Nachbarschaft unseren eigenen Blog beeinflussen kann. Das passiert nämlich nur dann, wenn wir selbst auf diese Seiten verlinken.

Was deutet auf eine schlechte Nachbarschaft?

Schlechte Nachbarschaft bedeutet, grob gesagt, dass ein Webmaster mit seinem Projekt gegen die Richtlinien verstoßen hat. Deshalb können wir ein paar Indikatoren annehmen.

Einerseits sollte der PageRank der betreffenden Seite bei 0 liegen. Ist ja auch folgerichtig, denn dieser wird von Google selbst vergeben. Auf der anderen Seite kann ein schlechtes Ranking Aufschluss geben. Das lässt sich aber recht schwierig von Außen überprüfen.

Allerdings kann es auch sein, dass die betreffende Seite gänzlich aus dem Google-Index geflogen ist. Das lässt sich recht fix mit site:dein-blog.de überprüfen. Hierbei wird abgefragt, welche Seiten des Projekts im Index der Suchmaschine liegen. Finden wir hier keinen Treffer, wurde wohl jemand abgestraft.

Hinweis: Neue Seiten und Blogs weisen normalerweise auch keine vernünftige Indexierung auf. Als Erkennungszeichen kann dieses Vorgehen also nur angenommen werden, wenn der betreffende Blog ein gewisser Alter und vor allem Inhalte aufweist. Denn bei aller Vorsicht sollte das nicht in Linkgeiz ausarten.

Was kann ich gegen miese Nachbarn tun?

Prinzipiell überhaupt nichts. Denn es ist unmöglich, alle ausgehenden Links stets zu überwachen. Und wenn wir nicht andauernd auf solche Blogs und Seiten verweisen, nimmt uns das Google auch gar nicht krumm. Denn das liegt in der Natur der Sache. Warum es unmöglich ist? Tja…

Natürlich können wir aufpassen, welche Seiten wir selbst verlinken. Das sollten wir auch und idealerweise verweisen wir eh nicht auf krumme Seiten und seltsame Shops.

In Blogs gibt es aber mitunter einen Kommentarbereich und da wird es kompliziert. Was wir gegen Spam-Kommentare machen können, habe ich im verlinkten Artikel beschrieben. Ansonsten können wir lediglich die Augen offen halten.

Schlechte Nachbarschaft – Fazit

Irgendwie kursiert im Internet der Irrglaube, dass wir auch etwas zu befürchten haben, wenn wir uns mit schlechten Seiten auf dem gleichen Server bewegen. Dem ist aber nicht so. Davon ausgehend, dass wir uns nicht an Porno-Seiten schmiegen und der ganze Server aus dem Netz genommen wird, kann uns diesbezüglich überhaupt nichts passieren.

Die schlechte Nachbarschaft dreht sich lediglich um die Verlinkung und hierbei können wir nur auf die Mittel ausweichen, die wir haben. PageRank und Google Index.

Für Blogger kann dieser Hinweis übrigens auch dann interessant sein, wenn wir versuchen, mit unserem Blog Geld zu verdienen. Beispielsweise verfassen viele Blogger bezahlte Artikel und hierbei scheint das Linkziel primär egal zu sein.

Aber auch dabei sollte man aufpassen, denn bloß, weil die monetäre Vergütung winkt, müssen wir nicht leichtsinnig auf unseriöse Angebote verlinken.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Schlechte Nachbarschaft kann das eigene Ranking vermiesen
  • Augen auf bei der Verlinkung
  • PageRank und Indexierung können Indikatoren sein
  • Für Geld muss man nicht alles tun 😉

1 Meinung

  1. Guido05-09-2012

    Hallo Admin, hallo Gemeinde.

    Wieder einmal lese ich solch einen Artikel über die sogenannte „Schlechte Nachbarschaft“ und das ganze noch in Verbindung von „Porno“ Seiten.

    Hierbei handelt es sich eindeutig um eine absolut falsche Information!

    Laut Google gibt es keine schlechte Nachbarschaft in Verbindung mit Sex-Seiten, wenn diese guten (Unique) Content bieten und sich nicht im Bereich Spam, Malware und anderem Mist bewegen.

    Aber in dem oben genannten Fall ist jede Seite eine schlechte Nachbarschaf und dabei kommt es dann überhaupt nicht auf das Thema an, sondern nur um eventuelle SEO-Optimierungen im Black-Hat Bereich und dem Auffinden von Malware.

    Wenn diese Theorie, die von mir, nicht stimmen sollte, warum gibt es dann Sex-Seiten mit einem PR von 6-8 und mehr als 3000 Unique Besucher die allesamt von unserer grossen Tante geschickt werden?

    Denkt mal alle etwas darüber nach!

    Noch etwas: Die Suchanfragen die mit den berühmten Themen Sex, Erotik etc. zu tun haben, belaufen sich derzeit im WWW auf gute 90%! Der Umsatz in diesem Bereich beläuft sich im Moment auf ca 4000 US/$ pro Sekunde!!!

    Der Traffic, der auf solchen Seiten vorherscht geht meistens in den 5-6 stelligen Bereich/Tag!

    Und nur aus einer Vermutung bzw. einer Legende heraus wird auf all das verzichtet, ist das ein „sinnvolles“ Denken für sein Geschäft?

    Das is meine ernsthafte Meinung dazu und ich bin gerne zu einer Diskussion bereit wenn sie auf einer vernünftigen Ebene geführt wird, dabei ist mir egal ob wir sie hier auf deinem Blog oder auch auf meinem führen :-)

    Guido

    Ps.: Du kannst gerne meinen Link entfernen wenn du meine Seite als „schlechte Nachbarschaft“ empfindest. Solltest du aber antworten dann gib mir bitte Bescheid.

    Da ich meine Blog-Kommentare immer manuell überprüfe kann es bei einer Antwort auf einen meiner Kommentare, bei Löschung des Links, dazu kommen das nicht mehr überprüft wird :-)

    Danke.