schaltplatz.de – Intext-Werbung, Wallpaper-Anzeigen und mehr!

Vor wenigen Tagen habe ich mich beim Anbieter Schaltplatz registriert und mir das Ganze einmal angeschaut.

Vorher waren mir nur sehr wenige Details bekannt und diese wurden auch noch mit negativen Erfahrungen anderer Nutzer gewürzt.

Da gab es Stimmen, die das Ganze komplett verurteilten, aber auch einige, wenige, die schaltplatz.de zum Favoriten der Werbeausgaben krönten.

Diese Uneinigkeit hat mich motiviert, mir die Plattform selbst  ein bisschen näher anzuschauen und hinter die Kulissen von Intext-Werbung und Co zu blicken.

Also, werfen wir einen Blick auf WallpaperAds, Bannerwerbung, InText und Co…

Was ist schaltplatz.de?

Das Logo des Anbieters schaltplatz.deSchaltplatz ist ein Anbieter für Werbeformate, der Blogger, also Seitenbetreiber und Werbekunden zusammenbringt.

Dabei setzt das seit 2009 bestehende Unternehmen mit Sitz in Asendorf auf das Ausspielen von TKP- und CPC-Anzeigen.

Also eine Vergütung, die nach tausend Einblendungen des jeweiligen Banners oder eben nach Klicks berechnet wird. Das sind natürlich recht gängige Formate, was die Integration folglich vereinfacht.

Ähnlich wie bei AdScale können wir uns als Webmaster munter im großen Angebot austoben, dabei sticht vor allem die Vielfalt der einzelnen Werbeträger ins Auge.

Schaltplatz selbst beschreibt sich dabei folgendermaßen:

schaltplatz.de ist ein zielgruppen- und serviceorientierter Marktplatz für Online-Werbung. Wir bieten anhand verschiedener Channels ein präzises Targeting auf Bundesländer-Ebene, so dass auch Online-Kampagnen auf regionaler Ebene die definierten Zielgruppen erreichen. Quelle

Wie funktioniert Schaltplatz?

Bevor wir auch nur eine Anzeige anlegen können, müssen wir uns natürlich registrieren und können im Anschluss eine Seite anlegen. Ob nun unseren Blog, einen Online- Shop oder ein anderes Projekt ist dabei vollkommen egal. Dieses wird in der Regel recht schnell freigeschalte.

Ein Projekt bei schaltplatz.de vorschlagen

Dabei ist natürlich zu beachten, dass unsere Seite weder pornografische oder rassistische Inhalte aufweisen sollte, aber auch Hinweise zu Software Piraterie, Hacking, Phreaking und Phishing sind untersagt. Außerdem braucht es noch ein gültiges Impressum, aber das sollte eigentlich klar sein.

Sehr unterhaltsam fand ich übrigens den Hinweis, dass Gotteslästerung ebenfalls zur Ablehnung führen kann :), denn das habe ich so explizit noch nirgends gesehen.

Nachdem wir unsere erste Website angelegt haben, können wir auch endlich mit dem Einbinden der gewünschten Werbeformate beginnen. Das ist im Eigentlichen relativ simpel, nur der entsprechende Menüpunkt ist ein bisschen versteckt.

Wir navigieren dafür zur angelegten Seite und klicken auf das kleine Plus am Ende der Zeile. 

Eine Werbefläche einrichten

Nun wählen wir das gewünschte Format und binden den entsprechenden Code, der am Ende generiert wird, auf unserem Blog ein.

Das war’s dann auch schon und die Werbung sollte angezeigt werden. Allerdings kann es bei der erstmaligen Einbindung zu leichten Verzögerungen von einigen Minuten kommen.

Dabei haben wir übrigens die Auswahl zwischen den folgenden Werbeformaten:

  • adFooter – 770×250
  • Textlinks
  • Fullsize Banner – 468×60
  • Leaderboard – 728×90
  • Logoutpage – 425×600
  • Medium Rectangle – 300×250
  • Pop-Under
  • Skyscraper – 120×600
  • Super Wide Skyscraper – 200×600
  • Wide Skyscraper – 160×600
  • Videowerbung
  • Wallpaper

Hinweis: Ein PopUnder geht im Gegensatz zum PopUp nicht über einer Seite auf, sondern öffnet sich im Hintergrund. Oft wird es daher erst beim Ausstieg wahrgenommen, aber natürlich trotzdem von gängigen PopUp-Blockern erfasst und gebannt.

Das Wallpaper setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen, die sich gewissermaßen um die eigene Seite herumlegen. man kennt das von fast jeder Tageszeitung. Oben bildet ein Leaderboard (728×90) das zentrale Element und links oder eben rechts ein Scysraper (160×600) den Rahmen.

Wallpaper-Werbung sieht also ungefähr so aus:

Wallpaper-Werbung - Beispiels

Wallpaper: Oben Leaderboard, rechts Scryscraper

Da es bei jedem Format unterschiedliche Spielregeln und Optionen gibt, möchte ich an dieser Stelle nicht alle Möglichkeiten aufführen.

Bei der Einbindung sollte es aber kaum Schwierigkeiten geben, lediglich das Wallpaper hat mich in die Verzweiflung gestürzt.

In diesem Zusammenhang möchte ich aber auf sehr gründlichen und schnellen Support des Anbieters verweisen, der schon fast ein bisschen übereifrig scheint.

Wie hoch ist die Vergütung – Listenpreis und Minimum-Preis

Ein sehr interessantes Feature, das Schaltplatz bietet, ist die Unterscheidung in Listen- und Minimum-Preis. Hierbei gilt, dass wir jede Anzeige, die wir anbieten, zweimal auspreisen.

Den Listenpreis sehen Advertiser, also Werbekunden, die auf den Seiten ihre Anzeigen einstellen.

Dementsprechend sollte wir hier klar unsere preislichen Vorstellungen kommunizieren, welche wir frei gestalten können. Dabei lohnt es sich natürlich, aktiv mit bisherigen Bannern zu vergleichen, um sich so einem realistischen und zufriedenstellenden Preis zu näheren.

Nun können wir mittels eines minimalen Preises festlegen, bis zu welchem Preis uns dennoch Kampagnen angeboten werden.

Es empfiehlt sich, hierbei einen sehr geringen Preis anzusetzen, um möglichst alle Advertiser auswählen zu können.

Beispielsweise wäre es denkbar, als Listenpreis 5€ bei tausend Einblendungen zu verlangen, aber im Hinergrund 10 Cent anzugeben, um die komplette Bandbreite an Kampagnen angeboten zu bekommen.

Diese können wir dann je nach Bedarf ausspielen oder eben nicht.

Der Listenpreis ist der Preis der dem Werbekunden auf der Seite kommuniziert wird. Der Minimum Preis wird nicht an die Werbekunden kommuniziert. Alle Kampagnen die unter dem Listenpreis aber über dem Minimum Preis liegen, werden Ihnen angeboten. Sie haben dann natürlich die Möglichkeit diese Kampagnen abzulehnen oder anzunehmen. Um möglichst viele Kampagnen angeboten zu bekommen, sollten Sie den Minimum Preis sehr niedrig einstellen. FAQ

Die Auszahlungsgrenze beträgt im Übrigen 30€ und wird zum 15. eines Monats auf das eigene Konto überwiesen, wobei Schaltplatz 30% unserer Nettoeinnahmen einbehält. Aber das ist gängige Praxis.

Das gefällt mir nicht – Relevanz? Ach, noe!

Ich habe den Anbieter Schaltplatz hauptsächlich getestet, da ich auf der Suche nach vernünftigen Intext-Anzeigen für ein paar andere Projekte bin. Meistens sind diese zu ätzend, unpassend oder schreien förmlich nach aufdringlicher Werbung.

Das gefällt mir nicht und deshalb habe ich Schaltplatz einmal ausprobiert.

Dabei fiel mir allerdings auf, dass die verlinkten Keywords einerseits nicht zum Content, aber eben auch nicht zur verlinkten Phrase selbst passten.

Beispielsweise wurde gestern in jedem Winkel meines Blogs Cola-Werbung angezeigt, unabhängig davon, ob nun Garten, Homepage oder Geld verlinkt wurde.

Hierfür möchte ich noch zwei Screenshots anfügen, das jeweilige Keyword erscheint orangefarben.

Die Werbung von Schaltplatz

Nicht relevante Werbung - Schaltplatz

Die Bilder zeigen ganz gut, was ich meine.

Die Relevanz der jeweiligen InText-Anzeigen tendiert gegen Null. Allerdings weiß ich nicht, ob das bei einer längeren Einbindung anders aussehen würde.

Das bedeutet für mich, dass wir selbst sehr viel Feinarbeit leisten müssen, um wenigstens passende Publisher auf unseren Seiten auszuspielen. Das klappt bei Adiro (Artikel) um einiges besser.

Trotzdem möchte ich nicht verschweigen, dass bei diesem Testlauf in wenigen Sekunden zwei Klicks generiert wurden und das ist wirklich ein sehr gutes Ergebnis. Aber natürlich lässt sich aufgrund des Umfangs überhaupt nicht repräsentativ beurteilen, ob das eine solide Klickrate oder purer Zufall war.

Der Anbieter Schaltplatz – Ein Fazit

Sehr hervorheben möchte ich in diesem Artikel, dass der Support sehr gründlich und vor allem schnell ist.

Für meine Begriff fast schon ein wenig zu übereifrig, denn nach einer Anfrage per Mail erfolgte umgehend ein Anruf auf meinem Telefon. Aber das ist natürlich kundenorientiert und vorbildlich.

Insgesamt wirkt das Ganze auf mich als sinnvolle Ergänzung für das ein oder andere Webprojekt und ich werde schauen, ob ich nicht doch noch eine passende Seite für Schaltplatz-Werbung finde.

Was mich allerdings wirklich stört, ist die mangelnde Relevanz der InText-Werbung. Auch wenn sie vielleicht die vorhandene Zielgruppe streifen sollte.

Wen das aber nicht stört und wer selbst einmal einen Blick auf das Ganze werfen möchte, sollte den Anbieter Schaltplatz einfach ausprobieren.

Wenn Du schon Erfahrungen mit schaltplatz.de gemacht hast, ob nun positive oder negative, freue ich mich natürlich über Deinen Kommentar :)