Linkstruktur gefahrlos unter WordPress ändern – Permalinks anpassen!

Update: Die vorgestellte Möglichkeit, unter WordPress die Permalinks zu ändern, funktioniert nicht mehr. In diesem Artikel habe ich allerdings erklärt, wie es trotzdem geht.

Bei der erstmaligen WordPress-Installation legt jeder Blogger fest, über welchen Link die eigenen Blog-Artikel fortan zu erreichen sind.

Hierbei gibt es natürlich jede Menge Optionen, die je nach eigenen Vorlieben oder auch Optimierungs-Wünschen angepasst werden können.

Das ist oftmals sinnvoll, da WordPress standardmäßig eine Linkstruktur nutzt, die eher unpraktikabel ist und ungefähr so aussieht: mein-blog.de/?p=1

Dabei bietet uns WordPress jede Menge Spielraum und wir können nahezu alle möglichen Kombinationen nutzen, um eine gute und vor allem rankende Struktur zu nutzen.

Beispielsweise können wir einen Link á la mein-blog.de/artikelname wählen, aber ebenso das Datum eines Artikels übernehmen oder eben standardmäßig die Headline zum Permalink nutzen.

Normalerweise verweist WordPress auf die Möglichkeiten: Standard, Tag und Name, Monat und Name, Numerisch, Artikelname, aber eben auch auf eine benutzerdefinierte Struktur, die jede Menge Spielereien im Permalink erlaubt.

Wer nicht weiß, welche Befehle hierbei möglich sind, schaut einfach in den WordPress-Codex, wo es alle relevanten Informationen zum Permalink selbst gibt.

Einstellungsmöglichkeiten von WordPress

WordPress bietet viele Möglichkeiten zur Linkstruktur

Das Problem daran: Einmal entschieden, kann man nicht mehr einfach wechseln, ohne mit schwerwiegenden Konsequenzen zu leben und so dem eigenen Blog zu schaden.

Deshalb möchte ich heute ein paar Möglichkeiten vorstellen, wie die Permalink-Struktur in WordPress auch im Nachhinein noch angepasst werden kann.

Die Linkstruktur und warum eine Umstellung problematisch ist

Wenn ich einen Blog-Artikel schreibe, werfe ich ihn den Suchmaschinen zum Fraß vor, idealerweise wird er außerdem verlinkt und das ist natürlich schön. Blöd nur, wenn mir die ausgewählte Linkstruktur irgendwann nicht mehr gefällt.

Beispielsweise kann es daran liegen, dass das Datum in Blog-Artikeln nicht mehr angezeigt werden soll oder ich einfach nur noch die Headline eines Beitrags im Link haben möchte. Ein ähnliches Szenario ist Webmastern bekannt, die nach langer Zeit nicht nur die Struktur einzelner Links, sondern die gesamte URL angleichen wollen.

Würde ich das aber einfach ändern, wären alle Verlinkungen und gleichermaßen alle Suchmaschinen-Einträge hinfällig und würden fortan auf eine 404-Fehlerseite umleiten. Letzten Endes wohl mit der Konsequenz, dass die indexierten Seiten einfach aus Googles Ranking geworfen werden.

Das ist natürlich schade, da es einerseits die Besucher vergrault, aber eben auch gleichermaßen zum Einbruch des Suchmaschinen-Traffics führt.

Da ich in den letzten Tagen aber die Linkstruktur trotzdem anpassen wollte, habe ich mich im Internet nach Möglichkeiten umgesehen und bin dabei auf ein paar Ideen und ein sehr interessantes Plugin gestoßen.

Eine Möglichkeit, um Permalinks im Nachhinein zu verändern

Sehr gut funktioniert das Wechseln im Nachhinein mit dem WordPress-Plugin PermalinksMigration. Die Funktionsweise des kleinen Tools ist im Grunde recht einfach.

Nachdem wir das Plugin installiert und natürlich aktiviert haben, können wir unter Einstellungen – Permalinks gefahrlos die Permalinks unserer WordPress-Installation verändern. Jetzt landen unsere Besucher aber nicht auf einer 404-Fehlerseite, die sie wieder verscheucht, sondern werden per 301-Redirect einfach auf den neuen Blog-Artikel umgeleitet, der eben der neuen Linkstruktur folgt.

Die bisherigen Testläufen waren überraschend positiv und haben keinerlei Probleme mit sich gebracht und ich kann es bis dato empfehlen.

Permalinks unter WordPress ändern – Ein Fazit

Einfach so sollte man dennoch nicht die Permalinks verändern, denn meistens sind solche Eingriffe eher unnötig, außer es wurde standardmäßig keine sprechende URL gewählt, sondern wirklich die WordPress-Vorgabe.

Dennoch leistet das Plugin natürlich nur eine bedingte Abhilfe. Zwar leiten wir unsere Besucherströme gekonnt um, doch  ist das Projekt der Link-Migration natürlich eher als langfristig zu betrachten. Denn die neuen Links müssen trotzdem bei Google ranken und das dauert natürlich auch eine Weile.

Außerdem verschwinden natürlich alle gesammelten Daten, die durch Social Media – Buttons ausgegeben werden, wie beispielsweise die Likes über Facebook oder auch die Anzahl der gesammelten Retweets. Ob das nun schlimm ist oder einfach ignoriert werden kann, muss jeder Webworker natürlich für sich entscheiden.

Insgesamt halte ich allerdings das Plugin PermalinksMigration für eine sinnvoller Möglichkeit, wenn eine Änderung der Linkstruktur wirklich notwendig ist.

4 Meinungen

  1. Roland02-16-2012

    Das betrifft natürlich nicht nur WordPress. Ich habe einige Joomlaseiten. Da kann es passieren, dass die eine Komponente sich mit in den Link setzt. Ändert man die Komponente, kann es sein, dass der Link im Mittelteil wieder anders aussieht.
    Darum prüfe wer sich bindet.
    Hunderte von Links in den Griff zu bekommen ist nicht einfach.

    • Jonas G.02-17-2012

      Oh, mit Joomla habe ich mich bisher kaum – eigentlich gar nicht – beschäftigt. Aber klar, das Ganze ist auch diesbezüglich relevant, hierbei kann ich allerdings kaum Tipps geben – Du vielleicht?

      beste Grüße :)

  2. Kerstin06-29-2012

    Hallo Jonas,
    ich habe gerade bei einer Freundin das Problem, dass sie die Permalinks nicht ordentlich eingestellt hat – nun gibt es allerdings das schöne Plugin nicht mehr.

    Kennst du eine Alternative dazu? Ein 301-Plugin?

  3. Alex07-17-2012

    Leider ist dieses Plugin schon wieder Offline.