Neues bei Google – 10 Algorihtmus-Änderungen, ein Musikportal und Adsense

News, Neuigkeiten und ein Rückblick - Was gibt es Neues bei Google?Wie schon in der letzten Woche, möchte ich heute darüber berichten, was es Neues bei Google gibt.

Denn auch in den vergangenen Tagen, hat sich jede Menge getan.

So gab es zehn Änderungen im Google-Algorithmus, neue Informationen über das Musikportal vom Suchmaschinen-Riesen und ein paar Tipps und Trick, um die eigenen Adsense-Einnahmen zu steigern.

Natürlich gibt es auch noch mehr zu berichten, doch habe ich mich entschieden, nur die wichtigsten Neuerungen zusammenzustellen.

Also, werfen wir einen Blick auf die Änderungen, News und eben allem, was es Neues bei Google gibt…

Neues bei Google: Zehn Änderungen im Such-Algorithmus

Google schraubt ja bekanntlich die ganze Zeit an der eigenen Suchmaschine herum, um eben immer bessere Ergebnisse zu liefern oder eben Probleme und kleinere Details anzupassen. Manchmal geht es dabei um wirkliche Neuerungen in der Berechnung und Auswahl, häufiger aber um minimale Veränderungen, die kaum auffallen.

Diese zehn Änderungen im Algorithmus gehören wohl eher zur zweiteren Kategorie und geben auch nur einen kleinen Einblick in das Geschehen hinterm dem bekannten Suchschlitz. Doch zeigen sie exemplarisch, dass dauernd irgendwelche Kleinigkeiten verändert werden.

  • Sprachübergreifende Suchergebnisse

Es gibt Sprachen, die nur ein sehr kleines Webangebot ausfüllen und eben nicht zu jeder Thematik, wie es im Deutschen oder Englischen mittlerweile Gang und Gebe ist, ein entsprechendes Suchangebot (Website, Blog etc.) bereitstellen.

Beispielsweise Afrikaans, Malaiisch, Slowakisch, Swahili, Hindi, Norwegisch, Serbisch, Katalanisch, Maltesisch, Mazedonisch, Albanisch, Slowenisch, Walisisch oder Isländisch.

Für diese Nutzer erweitert Google das Such-Erlebnis fortan, indem es die Ergebnisse einer Suchanfrage mit übersetzten, englischen Inhalten untermauert. Früher nur im koreanischen Sprachraum üblich, soll sich das Ganze nun auf mehrere Sprachfamilien ausbreiten.

Klickt man nun also auf einen solchen Titel, wird der gesuchte Inhalt, wird dem Besucher die entsprechende Information in seiner Sprache ausgegeben und somit übersetzt.

  • Snippets sollen relevanteren Content ausgeben

Man kennt sie ja. Die kleinen Snippets, also Texte, die unter den Suchergebnissen stehen. Google gab bekannt, dass die Auswahl der ausgegebenen Informationen fortan direkt aus dem Contentbereich einer Seite generiert oder eben extrahiert wird. Das hat zur Folge, dass weniger Informationen aus dem Header oder eben „unwichtigen“ Bereich übernommen werden.

Durch eine Verbesserung der Analyse einer Webseite konnten die Ergebnisse angeblich verfeinert werden und sollen nun den Inhalt einer Seite sinngemäßer widerspiegeln.

Inwiefern es hierbei Veränderungen gibt, habe ich noch nicht überprüfen können. Aber gut.

  • Bessere Seitentitel in den SERPs

Ich weiß nicht, ob ich die Meldung richtig deute, denn im Original lautet sie folgendermaßen:

Better page titles in search results by de-duplicating boilerplate anchors: We look at a number of signals when generating a page’s title. One signal is the anchor text in links pointing to the page. We found that boilerplate links with duplicated anchor text are not as relevant, so we are putting less emphasis on these. The result is more relevant titles that are specific to the page’s content.

Ich verstehe es so, dass Google ja auf jede Menge „Signale“ achtet, um den Linktext einer Seite auszugeben. Dabei fallen ebenso Linktexte von verweisenden Blogs oder Seiten ins Gewicht. Nun wurde allerdings erkannt, dass diese als weniger wichtig einzustufen seien und eben fortan als weniger relevant eingestuft werden.

Das hat unmittelbar zur Folge, dass mehr auf die Analyse des eigentlichen Contents geschaut wird und Linktexte weniger stark gewertet werden.

  • Änderungen in der automatischen Autovervollständigung in Russisch

Diese Neuerung betrifft natürlich eher den russischen Sprachraum und ist somit für deutsche Anwender natürlich nicht so relevant.

Google gab bekannt, dass lange, teils seltsame, automatische Vervollständigungen im Russischen reduziert wurden. Im deutschen Suchumfeld kennt man es ja, dass ellenlange Suchanfragen vorgeschlagen werden, obwohl erst zwei Keywords in die Suchmaske getippt wurden.

Diese Neuerung praktiziert Google bisher lediglich bei englischen Suchanfragen und nun eben auch im Russischen.

  • Mehr Rich Snippets für Anwendungen

Rich Snippets sollen fortan häufiger angezeigt werdenWer bei Google nach Anwendungen und Apps sucht, bekommt in einem kleinen Fensterchen relevante und vor allem zusammengefasste Informationen zum Angebot.

Hierbei wird beispielsweise auf die Bewertung und den Preis der jeweiligen Anwendung verwiesen.

Google gab nun bekannt, dass diese Rich Snippets von nun an häufiger in den SERPs zu finden sein sollen. Nun, das scheint zwar sinnvoll zu sein, aber für mich weniger relevant.

  • Bildsuche verändert sich: Signale werden entfernt

Das Internet ist dauernd im Wandel und trotzdem überprüft Google am laufenden Band, ob Signale immer noch für eine bestimmte Sache relevant sind. Im Zusammenhang der Bildsuche wurde jedoch nun eine Neuerung eingeführt.

Google entschied sich diesbezüglich daher, den Rankingfaktor zu entfernen, der sich aus Verweisen berechnet. Welchen Einfluss das nun aber haben wird, kann ich nur erahnen und gebe an dieser Stelle ab.

  • Freshness wird zum wichtigen Rankingfaktor

Schon vor einiger Zeit gab es immer mehr hinweise darauf, dass Neues schneller in den Suchergebnissen gewichtet werden soll. So macht es beispielsweise Sinn, wenn ich nach Tagesgeldkonten suche, mir die aktuellen Top-Konditionen angezeigt werden und eben nicht die, die vor zehn Jahren gute Konditionen hatten.

Laut Google soll sich dieses Update immerhin auf 35% aller Suchergebnisse auswirken. Aufschrei oder Neuerung? Sinnvoll aber in jedem Fall. Jedenfalls für den Nutzer selbst.

  • Offizielle Seiten sollen besser ranken

Oftmals gibt es Suchanfragen, die auf irgendwelchen Murks oder eben einen Affiliate-Shop führen. Das ist mit Sicherheit gut, wenn ein Seitenbetreiber Geld im Netz verdienen möchte. Dennoch suchen Nutzer häufiger nach der offiziellen Seite eines Unternehmens oder eines Angebots.

Google gab nun bekannt, dass durch eine Überarbeitung dieser Abfragen offizielle Seiten besser ausgemacht und somit eingestuft werden können. Das heißt unterm Strich: Suche ich eine Marke, soll fortan auch wirklich der eigentliche Anbieter die Spitzenposition einnehmen.

Was daran soo neu sein soll, weiß ich aber nicht, denn Marken und Firmen ranken doch schon meist in den oberen Regionen und ich weiß nicht, inwiefern dabei noch ausgebessert werden soll. Reden wir von neuen Firmen, kleineren Marken oder steht dies in irgendeinem Zusammenhang zu den Unternehmensseiten in Google Plus?

  • Berechnung von zeitraumbeschränkten Suchanfragen

Irgendwie hört sich diese Neuerung an, wie das Freshness-Update, das oben schon erklärt wurde. Doch gibt es einen entscheidenden Unterschied, wie ich meine.

Hierbei geht es nicht unbedingt um die Aktualität einer Suchanfrage, sondern eben um eine Zeitraumanalyse. Sucht ein Nutzer nach Informationen in einem bestimmten Intervall, soll er fortan bessere Suchergebnisse erhalten.

  • Suchanfragen in nicht-lateinischen wurden verbessert

Diese Neuerung beschränkt sich vor allem auf nicht-lateinische Suchanfragen. Ähnlich wie die Autovervollständigung im russischen Sprachraum, soll durch diese Überarbeitung die Ergebnisse vor allem in Hebräisch, Arabisch und eben Russisch verbessert worden sein.

Google Music geht an den Start – Konkurrenz im Business

Bei Apple, Amazon und sogar Facebook kann man schon lange Musik kaufen, downloaden und eben erwerben. Neuerdings will Google in diesem Feld jedoch kräftig mitmischen und gab bekannt, dass nun ein eigener Music-Store verfügbar sei: Google Music eben.

Please enter the url to a YouTube video.

Schon seit Mai gibt es eine offizielle Beta-Version des Ganzen und fortan ist diese offen für alle und jeden. Zwar ist das Ganze bis dato nur in den Vereinigten Staaten zu nutzen und der Start in Deutschland scheint noch ungewiss.

Natürlich ist dieses Angebot nicht unbedingt innovativ, schließt aber eine – wie ich denke – große finanzielle Lücke im Konzern. Denn spätestens seitdem Google auch im Reisebusiness unterwegs ist, ist es wohl nur eine Frage der zeit, bis alle multimedialen und virtuellen Zweige ausgereizt werden.

Doch mir soll es gleich sein, ich warte auf eine Version für den deutschen Markt und auf ein lukratives Partnerprogramm :)

Adsense-Tipps von Google

In den Richtlinien zu Adsense gibt Google schon seit eh und je ein paar Hinweise zum Partnerprogramm. So wird über gute Positionen ebenso berichtet, wie über eine sinnvolle Einbindung. Am 15. November legte Google allerdings nach und gab ein paar Dinge bekannt, die eigentlich für jeden Seitenbetreiber logisch sein sollten.

Dennoch möchte ich, da ich selbst häufig über Adsense schreibe, den langen Blog-Artikel in Stichpunkten wiedergeben.

  • Webseiten sollten nützlich und vor allem informativ sein. Denn wer guten Content bietet, lädt zum Lesen ein und verleitet seine Besucher eben schneller zu einem Klick. Logisch, denn sinnlose Adsense-Wüsten werden häufig einfach nur weggeklickt.
  • Das Kopieren von fremden Inhalten verstößt klar gegen die Adsense-Richtlinien. Wer also einen guten Text im Netz findet und über das Gleiche schreiben möchte, sollte diesen nicht einfach kopieren, sondern auf die eigene Seite, Zielgruppe und eben Besucher zuschneiden und dahingehend optimieren.
  • Der Content sollte nicht darauf ausgelegt sein, dass Nutzer genötigt werden, auf Eure Adsense-Anzeigen zu klicken. Das ist ebenfalls ein Verstoß gegen Googles Richtlinien und führt im schlechtesten Fall zu einem Verstoß aus dem Partnerprogramm. Dennoch denke ich, dass dies ein schmaler Grat ist, denn auf der anderen Seite sollte Adsense-Anzeigen natürlich zum Klicken einladen, jedenfalls in puncto Geld verdienen.
  • Den Content auf Keywords zu optimieren, die nichts mit dem Inhalt einer Website zu tun haben, sorgt für schlechte Nutzererfahrungen, weil eben irrelevante Adsense-Anzeigen erscheinen.
  • Und, ja, auch das sollte jedem klar sein. Hoffe ich jedenfalls: Denkt an Eure Nutzer, nicht an die Blogeinnahmen und schon wird die eigene Schreibe als Mehrwert verstanden, nicht als manipulative Werbeschleuder.

Diese Informationen sorgen zwar nicht unbedingt für einen AhA-Effekt, zeigen aber trotzdem nochmals schön ein paar Fehlerquellen im Umgang mit Adsense auf und auch ich kann nur darauf verweisen, dass gute Inhalte allenfalls mehr bringen, also sinnfreie Adsense-Wüsten.

Neues bei Google – Weiterführende Informationen

Alle Dinge, die ich in diesem Blog-Artikel aufgegriffen habe, stammen hauptsächlich aus dem Offiziellen Google-Blog und teilweise aus dem Inside-Adsense-Blog, der ebenfalls aus dem Hause Google stammt.

Ich habe zwar nur über ein paar Eckdaten geschrieben und könnte diesen Beitrag noch unendlich in die Länge ziehen, doch waren die Punkte: Algorithmus-Änderungen, Google Music und eben die Adsense-Tipps für mich die Highlights der letzten Woche.

und außerdem geben diese Aspekte einen schönen Einblick darüber, was es Neues bei Google gibt.