Blogparade: Wie motiviert man sich als Selbständiger?

Heute möchte ich wieder einmal an einer Blogparade teilnehmen, die ich auf startup-erfolg.de gefunden habe.

Dabei geht es um die Motivation als Selbständiger und das ist natürlich auch für Blogger wichtig.

Denn tagtäglich müssen neue Artikel verfasst, aber auch Ideen gesucht werden und danach sollen wir auch noch motiviert in die Tasten hauen? Klar, dass einem manchmal die Puste ausgeht.

Doch schauen wir einmal, wie ich mich selbst motiviere und über einen langen Zeitraum am Ball bleibe…

Mit Zuckerbrot und Peitsche – Wie motivierst Du Dich?

Selbstmotivation als SelbständigerKathrin stellt bei Ihrer Blogparade mehrere Fragen, die ich einfach nutzen und für diesen Artikel als Grundlage nehmen möchte.

Es sind sieben Sätze, die sich grundsätzlich mit der Selbstmotivation als Selbständiger befassen und gerade in der Anfangszeit sehr wichtig sind.

Als ich meinen ersten Blog aufsetzte, gab es sehr schnell und vor allem jede Menge Frust, denn meine gesteckten Ziel waren nicht greifbar und schienen unendlich fern.

Mit der Zeit konnte ich aber lernen, dass es vor allem Zeit und Ausdauer braucht, um Erfolg im Internet zu haben und mit der eigenen Seite Geld zu verdienen.

Also, los geht’s – Sieben Fragen über die Motivation in der Selbständigkeit.

Was treibt Dich an?

Prinzipiell ist diese Frage ganz einfach zu beantworten: Das Erreichen von kleinen Zielen bringt mich jeden Tag ein Stückchen weiter und motiviert mich auch auf lange Zeit.

Manchmal sind diese hochgesteckt, aber oftmals klitzeklein und übersichtlich. Immer, wenn eine neue Marke fällt – ob nun Besucherzahlen, Einnahmen, Verlinkungen oder auch nur ein verzwickter Artikel endlich fertig wird, bin ich sehr motiviert und erfreue mich an meiner Arbeit.

Auf den zweiten Blick scheint das aber sehr allgemein und mein Hauptantrieb ist vor allem die Vermittlung von Wissen und das Teilen von Erfahrungen. Wenn ich dann noch sehen kann, dass ich einem Besucher wirklich helfen konnte, ist das sehr schön.

Jede dankbare Mail oder auch das vielfältige Feedback, das ich erhalte, sind wie Öl fürs Getriebe des täglichen Einerleis.

Wie zelebrierst Du Deine Erfolge?

Hauptsächlich feiere ich kleinere Fortschritte, indem ich es einfach genieße, einmal früher den Laptop herunterzufahren. Ja, ehrlich.

Wenn ich das Gefühl habe, viel geschafft zu haben, bin ich offline und verbringe Zeit mit Freunden oder der Familie.

Anfangs habe ich häufig den Fehler gemacht, einen Erfolg mit mehr Arbeit zu belohnen, weil er mir Aufschwung und Kraft gab. Letzten Endes hat das aber dazu geführt, dass ich den Erfolg schnell wieder verdrängt und keineswegs gewürdigt habe, da das neue Ziel noch nicht erreicht wurde. Einfach mal was anderes machen, wenn es „fluppt“!

Wie gehst Du mit Niederlagen um?

Ganz ehrlich? Ähnlich wie mit Erfolgen.

Wenn ich merke, dass eine Idee nicht fruchtet, ein Konzept nicht aufgeht oder ich mich unendlich verzettelt habe, schiebe ich eine Pause ein.

Es bringt nichts, sich ewig an unfertigen und schlechten Ideen aufzuhalten.

Wichtig finde ich es aber, dass man Niederlagen annimmt und vor allem registriert. Ich habe einmal gelesen, dass die Doktorarbeiten, die keine wissenschaftlichen Innovationen bereithalten, häufig unter den Tisch fallen, da sich keiner blamieren möchte.

Das ist aber fatal, denn alle Folgegenerationen werden den Fehler abermals begehen. Deshalb ist wichtig, solche Dinge zu dokumentieren und für andere zugänglich zu machen. Das versuche ich selbst in meinen Blogs.

Der Strahlemann, der mit einem 500€-Schein winkt, wird mit Sicherheit einen harten Weg bis zu diesem Ziel gehabt haben. Schade ist allerdings, dass diesen keiner sieht. Klar, verkauft sich ja auch schlechter.

Eine Datenbank der größten Misserfolge könnte die Wissenschaft, aber auch das Online-Marketing, wahrscheinlich weiterbringen, als die endlose Verkettung von Erfolgsgeschichten.

Blöd nur, dass sich die wenigsten Menschen für das Scheitern interessieren, denn das Versagen ist außerordentlich lehrreich. Übrigens auch das eigene :)

Durchhalten: Zuckerbrot? Peitsche? oder beides?

Eigentlich beides. Mal quäle ich mich, dann belohne ich mich.

Wenn es schnell gehen muss und ein Kundenauftrag morgen abgeliefert werden soll, bringen mir auch die ganzen Entspannungs-Mantras recht wenig. So wahr sie auch sein mögen.

Zwar versuche ich, meine eigenen Tipps zum Projektmanagement zu befolgen, aber manchmal ist einfach der Wurm drin und ich muss mich ranhalten. Planung ist in meinem Alltag entscheidend, aber wenn es doch mal zeitliche Engpässe gibt, darf es auch eine Nachtschicht werden. Wichtig ist mir, dass dann aber auch eine Belohnung folgt.

Denn wie schon geschrieben, halte ich Erholung für das A und O einer erfolgreichen Selbständigkeit.

16 Stunden am Tag arbeiten kann manchmal funktionieren und ist mit Sicherheit auch teilweise notwendig, um überhaupt Fuß zu fassen.

Wer das aber übertreibt und nicht auf die Signale des eigenen Körpers hört, klappt schneller ab, als es ihm lieb ist. Jedenfalls auf lange Sicht.

Wer oder was inspiriert Dich?

Ich habe vor einigen Wochen schon meine Inspirationquellen niedergeschrieben. Allerdings möchte ich an dieser Stelle nochmals das Wichtigste zusammenfassen.

Gespräche mit anderen Bloggern und natürlich das tägliche Lesen auf anderen Seiten ist in jedem Fall Inspirationsquelle Nummer 1 und bietet jede Menge Ideen und Anregungen für neue Inhalte.

Außerdem muss ich einräumen, dass gerade für die Existenz im Netz, Diskussionen mit Verwandten, Bekannten und vor allem meiner Freundin sehr viel Stoff hergeben.

Denn dann merke ich, wenn ich übers Ziel hinausgeschossen bin und mich kein Mensch mehr versteht. Gerade wenn es um Grundlagen geht, bringt es nichts, diese mit Fachtermini zu erklären und professionell an der eigenen Zielgruppe vorbei zu schwafeln.

Was war Dein bisher wichtigstes Ziel?

Mein größtes Ziel war bisher, einfach mal mit dem Erreichten zufrieden zu sein.

Gerade im Internet mahlen die Räder mitunter recht langsam. Eine Seite wandert nur stückweise in den Suchergebnissen nach oben und es kann nicht alles sofort passieren.

Ähnlich ist es beim Bloggen. Es braucht Inhalte, bevor Besucher kommen und diese erstellen sich nicht über Nacht. Man kann das mühselig und lahm finden, aber für mich war es wichtig, die Geduld zu lernen.

Denn in dem Augenblick, wo ich versuche, alles auf einmal und möglichst schnell über die Bühne zu bringen, mache ich Fehler und schade nicht nur mir, sondern dem ganzen Projekt.

Deshalb halte ich es für essentiell, lieber mal einen Tag ohne Artikel verstreichen zu lassen, als einen unfertigen übers Knie zu brechen. Das nimmt einem niemand übel, solange wir uns nicht gleich für ein halbes Jahr verabschieden.

Erreicht habe ich dieses Ziel allerdings noch nicht wirklich. Geduld kann man nicht von einem Tag auf den anderen erhalten, indem man die Arme danach ausstreckt.

Ich versuche vielmehr, alles langsam und bedacht anzugehen und bisher konnte ich dabei lernen, dass das Konzept aufgeht.

Hast Du in Bezug auf die Selbstmotivation einen Leitspruch?

Es gibt jetzt kein großartiges Zitat, das ich auf irgendwen schieben und an dieser Stelle fröhlich wiedergeben könnte. Aber das ist mit Sicherheit auch gar nicht schlimm.

Ich orientiere mich grundsätzlich an meinem eigenen Grundsatz, der ungefähr so lautet:

Alles kommt zu seiner Zeit und Erfolg wird dann sichtbar, wenn wir ihn nicht erzwingen. Notfalls hilft man eben nach.

Selbstmotivation – Fazit

Selbstmotivation ist so eine Sache.

Man kann jede Menge darüber schreiben und mit Sicherheit auch das ein oder andere dafür tun. Wenn es mich allerdings erwischt, hilft mir die beste Anleitung nicht und ich muss schauen, wie es weitergeht.

Oftmals hilft mir dabei ein Gang an die frische Luft, ein bisschen Abwechslung oder notfalls einfach ein paar Tage Auszeit. Es ist selten der Fall, dass das eigene Geschäft durch einen Kurzurlaub oder ein entspanntes Wochenende vor die Hunde geht. Auch wenn man das manchmal befürchtet.

Und ja, ich glaube wirklich, dass in der Ruhe die Kraft liegt.

An dieser Stelle möchte ich mich noch bei Kathrin für diese schöne Blogparade bedanken und wünsche allen Lesern, dass sie die eigene Motivation in den Griff bekommen – Ob nun mit Zuckerbrot oder eben der Peitsche :)

7 Meinungen

  1. Helge03-15-2012

    Auf die Gefahr hin, dass es sich kitschig anhört: meine Hauptmotivation ist meine Tochter. Immer, wenn ich mal durchhänge, bringt sie irgendwie frischen Wind rein und ich weiß, warum ich viel arbeite und nebenher Geld verdiene :)

  2. Chris03-15-2012

    Hallo!

    @Helge

    ich finde das keineswegs kitschig, sondern recht nachvollziehbar. Mein größter Antrieb ist und bleibt auch meine Familie. Müsste ich nur für mich selbst sorgen, wäre ich mit Sicherheit nicht so kraftvoll und mit so viel Aufwand bei der Sache. Dann würde manchmal ein Auftrag reichen, um mich über die Runden zu bringen und dann wäre gut :)

    @Jonas

    Sehr schön finde ich vorallem den Punkt, dass man geduldig sein muss. Das gilt aber nicht nur im Internet, sondern in fast allen Bereichen der Selbständigkeit. Kunden kommen nicht von einem Tag auf den anderen, manchmal nicht einmal nach einer großen Werbeaktion, das braucht zeit und auch Vertrauen, bis sich ein Name herumspricht.

  3. Jonas G.03-15-2012

    Hallo miteinander :)

    Helge, ich finde das weder kitschig, noch verträumt, noch seltsam. Es ist sogar schön, wenn Deine Tochter Dein Antrieb ist.

    @Chris

    Ja, natürlich ist Zeit und Ausdauer auch unabhängig vom Online-Marketing wichtig und ein essentieller Faktor, den man nicht vergessen sollte. Nicht umsonst, liest man häufig, dass die ersten Jahre der Selbständigkeit die schwersten sind :)

    Schöne Grüße

  4. mabega03-15-2012

    Super Artikel! Mein Antrieb ist das Ziel, unabhängig von einem Ort arbeiten zu können.

    Familie und Freunde sind teilweise in ganz Deutschland und Kanada verteilt, dort möchte ich gerne mehr Zeit verbringen und trotzdem meiner Arbeit nachgehen können.

    Mich motivieren meine Söhne auch sehr, insbesondere freue ich mich darüber, dass mein jüngerer (17jähriger) Sohn auch gerade seinen ersten Blog angefangen hat und wir so ein gutes Thema haben, uns mehr auszutauschen und mehr miteinander zu reden. :-)

  5. Jonas G.03-16-2012

    Hallo mabega,

    ja, das ist auch sehr schön. Ich mag es auch sehr, mich dort aufhalten zu können, wo ich will – Eine Internetverbindung einmal vorausgesetzt. Aber das ist ja heutzutage kein Luxus mehr, sondern gehört zum guten Ton.

    Letzte Woche schrieb ich aus Berlin, heute aus Tübingen und gerade sogar aus der Sonne auf der Terrasse. Aber das ist wohl bloß der Spaß des Bloggers und Texters – schön ist es trotzdem :)

    feine Grüße

  6. Motivation ist wichtig. Nicht nur beim selbstständig sein, auch beim Sport oder sonstigen Zielen im Leben, ist Motivation einfach zielführend.

    Aber ein paar schöne Beispiele, die du da genannt hast!