Mabya – Blogs kaufen und verkaufen!

Ich betreue mittlerweile einen recht großen Stapel von Projekten. Da gibt es Affiliate-Seiten, Blogs und statische Webauftritte. Einige funktionieren, andere dümpeln vor sich hin.

Mitunter habe ich auch schon mit dem Gedanken gespielt, die ein oder andere Seite zu verkaufen. Mal aufgrund von Zeitmangel oder weil sie mir einfach keine Freude machte. Wäre ja schade, es einfach versauern zu lassen.

Vor wenigen Tagen bin ich auf das Portal Mabya gestoßen, einen Marktplatz für den Kauf und Verkauf von Webprojekten.

Ich habe mir den Marktplatz Mabya einmal ganz genau angeschaut, die angebotenen Seiten unter die Lupe genommen und überprüft, ob wirklich interessante Projekte feilgeboten werden.

Was ist Mabya?

Mabya - Kauf und Verkauf von Blogs

Die Plattform bezeichnet sich selbst als Marktplatz für den Kauf und Verkauf von Online-Projekten und ist seit August 2011 online.

Ein Blick ins Impressum verrät, dass es sich hierbei um die gleichen Macher handelt, die auch hinter dem äußerst erfolgreichen Portal Ranksider stecken, das mir monatlich solide Umsätze beschert. Nämlich die 28 Lab UG (haftungsbeschränkt) aus Essen.

Die Idee ist einfach formuliert und auch in der Handhabung augenscheinlich simpel. Wir können genau zwei Dinge tun: Online-Projekte verkaufen oder eben einkaufen.

Wie funktioniert Mabya?

Im Grunde ist alles recht einfach und auch die Anmeldung geht flüssig von der Hand. Wir entscheiden uns anfänglich, ob wir eine Webseite auf Mabya verkaufen oder eben einkaufen möchten. Dabei geben wir die üblichen Daten ein und schon kann das munter Stöbern losgehen.

Tipps für das LinkbuildingBei der Anmeldung hat mich lediglich das Feld „Bitte geben Sie uns einen Hinweis, wie wir Ihre Identität prüfen können!“ verwundert, da ich keinerlei Vorstellung hatte, was dort eingetragen werden sollte.

Ich habe zwar meine Mailadresse hinterlassen, aber irgendwie verwirrte mich dieser Schritt.

Handelt es sich dabei lediglich um eine Form des Spam-Schutzes respektive ein supercooles Captcha? Ich weiß es nicht…

Nach der erfolgreichen Anmeldung kann es auch schon losgehen und wir können beginnen, Internet-Projekte zu verkaufen oder eben einzukaufen. Dabei gibt es übrigens die folgenden Kategorien, die wir einstellen oder eben durchstöbern können:

  • Blogs
  • Communities
  • Foren
  • Domains
  • Onlineshops
  • sonstige Projekte

Das Prozedere selbst ist allerdings denkbar einfach und ich denke, dass ich das Einstellen von Seiten selbst nicht erklären brauche. Das ist ist selbsterklärend und sollte kein Problem darstellen.

Ähnlich verhält es sich beim Verkauf. Wir schauen uns die jeweiligen Projekte einfach an, durchstöbern die angegebenen Kennzahlen und können dem Inserenten Fragen zur Seite stellen oder einfach einen Preisvorschlag hinterlassen.

Wichtiger Hinweis: Alle Projekte sind pauschal auf Verhandlungsbasis ausgerichtet und folglich finden sich keine fixen Preise.

Allerdings kann der Verkäufer beim Einstellen einen Mindestpreis festlegen und gegebenenfalls einen Gegenvorschlag unterbreiten. Grundsätzlich erinnert das Prinzip an einen trauten Basar…, aber ja, handelt es sich doch um einen Marktplatz.

Das gefällt mir an Mabya!

Als ich erstmalig auf das Portal stieß, war ich überrascht, wie simpel und schön strukturiert das Ganze ist.

Ganz intiuitiv finde ich alle relevanten Punkte und das Verkaufen und Einkaufen geht mühelos von der Hand. Hierbei punktet Mabya vor allem, weil ich gerne stöber und mich in unzähligen Unterseiten verlieren möchte.

Ich selbst habe vor einiger Zeit zu Testzwecken ein Projekt erstanden und war/bin vom einfachen Ablauf begeistert. Das ist wirklich klasse und vollkommen unproblematisch.

Weiterhin gefällt mir die Möglichkeit, unter einer jeden Auktion dem Verkäufer ein paar Fragen zum jeweiligen Projekt zu stellen und in der Regel unmittelbar eine Antwort zu bekommen.

Mabya macht einfach das, wofür es konzipiert wurde und verwirrt nicht mit unnötigem Schnickschnack. Allerdings ist es eben dieser Aspekt, der mir gleichermaßen die Kauflust nimmt. Denn so einfach das Prinzip, so undurchsichtig sind eben auch die jeweiligen Angebote.

Mabya ist undurchsichtig!

Ein Troll im Internet!Es ist schön und gut, wenn eine Seite so intuitiv funktioniert.

Allerdings würde ich mir bei den meisten Projekten, die zum Verkauf stehen, mehr Kennzahlen wünschen, da ich sonst vollkommen blind unterwegs bin.

Zwar ist es dem Verkäufer überlassen, was er preisgeben möchte, aber ich tappe dabei gewissermaßen im Dunkeln und kaufe die Katze im Sack.

Einen ähnlichen Gedanken habe ich verfolgt, als ich über den Erfolg eines Blogs schrieb. Dieser ist eben nicht an äußere Merkmale zu knüpfen und für mich in keinster Weise zu überprüfen.

Denn jeglicher externer Wert ist irreführend und vollkommen unzulänglich.

Doch nehmen wir uns dafür doch einfach ein Beispiel heraus,das ich vollkommen willkürlich ausgewählt habe. Nehmen wir ein Projekt, das ich aufgrund des hohen Pageranks angeklickt habe.

Es nennt sich law9.com und der Verkäufer gibt an, dass der PageRank bei 5 läge und monatlich rund 19.000 Besucher aufschlagen.

Einen Blog verkaufen - Die Kennzahlen stimmen nicht!

law9.com – Angaben stimmen nicht überein!

Allerdings sieht die Realität anders aus: Schaue ich mir das Projekt allerdings en detail an, sehe ich, dass diese Werte nicht mit den Angaben auf Mabya übereinstimmen.

Der PageRank liegt lediglich bei 2 und die monatlichen Besucher haben sich wahrscheinlich – der letzte Artikel ist rund 2 Monate alt – auch nicht unbedingt positiv entwickelt.

Nun könnte ich krakeelen, dass das eh recht wenig Werte sind, doch darum geht es mir gar nicht. Nein…, es geht darum, dass die Kennzahlen, die mir an die Hand gegeben werden, nicht einmal stimmen.

Was mich hierbei wirklich stört, ist allerdings nicht nur die irreführende Angabe, sondern die mangelnde Überprüfung seitens Mabya. Schaue ich nämlich in den Kommentarbereich des Projekts, sehe ich das Folgende:

Die Angaben stimmen bei Mabya nicht überein!

Hier wird ganz klar ersichtlich, dass der Verkäufer keine falschen Angaben machte, sondern diese schlichtweg nicht aktuell sind.

Nun frage ich mich, warum eine rückwirkende Versicherung seitens Mabya nicht gewährleistet wird?

Denkbar wäre ja eine interne Überprüfung des PageRanks, mitunter sogar der Sichtbarkeit und – die entsprechende Freigabe durch den Verkäufer vorausgesetzt – eine Übermittlung der Besucherzahlen aus dem eigenen Google Analytics – Account.

Wobei natürlich auch das Einstellungsdatum der jeweiligen Seite wünschenswert wäre, um die Aktualität des Angebots überprüfen zu können.

Diese Punkte stören mich allerdings enorm. Denn nicht nur das: Manche angebotenen Projekte sind scheinbar überhaupt nicht mehr aktuell und die jeweilige Verlinkung führt lediglich ins Leere. Das ist Quatsch und macht de facto keinen Sinn.

Hier sollte Mabya nachbessern, da die grundlegende Idee großartig ist und natürlich ein enormes Potential hat. Das gefällt mir sehr gut!

Mabya: Seiten verkaufen und kaufen – mein Fazit

Mabya - Seiten kaufen und VerkaufenIch halte die Plattform für sehr gut und denke auch, dass die intuitive Bedienung großartig ist.

Mich stört allerdings, dass die angebotenen Projekte doch recht undurchsichtig erscheinen und das macht für mich aus Käufersicht wenig Sinn.

Denn was kaufe ich hier ein? Angaben oder harte Fakten? Zwar finde ich in den AGB den folgenden Hinweis, doch scheint dieser noch recht nachlässig gehandhabt zu werden. Oder irre ich mich?

(6) Der anbietende Kunde ist verpflichtet, seine Daten und seine Angebote auf aktuellem Stand zu halten. Sollte er nicht mehr Inhaber des Online-Projekts sein, ist er verpflichtet, das Angebot aus der Mabya-Datenbank zu löschen.

So halte ich Mabya für einen sehr spannenden Marktplatz, der mit Sicherheit ein enormes Potential hat und ich hoffe, dass sich das Portfolio zukünftig noch stark vergrößert. Wünschenswert wäre es.

Bis es allerdings so weit ist und das Einkaufen von Onlineprojekten eher einem Pokerspiel gleicht, würde ich das Ganze mit Vorsicht genießen, denn immerhin habe ich keinen Hinweis gefunden, der mich von einer Auktion entbindet, sollten die Zahlen nicht übereinstimmen.

Solange würde ich weiterhin den direkten Verkauf nutzen, da man als Blogger bekanntlich jede Menge Kontakte sammelt und so sogar gezielt nach Interessenten suchen kann oder eben auf eBay ausweichen.

Hier werden durchschnittlich oftmals Projekte über Wert verkauft – aber das kennt jeder von der eigenen Auktionsmentalität. Wobei sich eben auch die ein oder andere Perle aufstöbern lässt.


Was denkst Du? Hast Du selbst schon Erfahrungen mit Mabya gesammelt? Vielleicht sogar schon eine Seite oder ein Onlineprojekt verkauft respektive eingekauft? Ich freue mich über Deinen Kommentar :-)