Lifetime-Provisionen im Affiliate Marketing: Vor- und Nachteile!

In vielen Blogartikeln habe ich sie schon erwähnt, manchmal ein wenig überschwänglich angepriesen und häufig sind die das Höchste für jeden Affiliate!

Wovon die Rede ist? Von Lifetime-Provisionen, die als das höchste Gut im Affiliate Marketing gelten. Das tun sie übrigens zu recht, denn es gibt kaum eine schönere Einnahmequelle, die uns nebenher die Taschen füllt.

Doch was ist dabei zu beachten? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Heißt Lifetime wirklich auf Lebenszeit und wie können wir als Affiliate geschickt eine solche Provision einstreichen?

Also…, werfen wir einen Blick auf das Affiliate Marketing, die unterschiedlichen Modelle und schauen uns einmal ganz genau die Lifetime-Provision an.

Was ist eine Lifetime Provision?

Lifetimeprovisionen im Affiliate MarketingIm Affiliate Marketing gibt es jede Menge Provisionsmodelle.

Manche vergüten einen Sale, andere einen Lead und manchmal geht es auch um Abos oder CPC-Modelle.

Alle Vergütungsformen haben dabei gemeinsam, dass wir etwas anpreisen oder eben empfehlen und unsere Besucher auf eine Zielseite X schicken.

Kaufen sie nun dort ein oder führen eine bestimmte Aktion aus, gibt es Bares für den Affiliate. Manchmal viel, mitunter wenig, aber das ist eben von Programm zu Programm unterschiedlich.

Das Prinzip ist also denkbar einfach und führt oftmals zu schnellen Erfolgen. Mal von der richtigen Strategie und einer soliden Seite ausgehend.

Eine Sonderform stellen bei diesen Vergütungen die Lifetime Provisionen dar, denn sie unterscheiden sich insofern, dass sie auf lange Sicht Geld und Einnahmen generieren. Wir werben also einen Kunden und verdienen anteilig über einen längeren Zeitraum. Das ist klasse und kann mit genügend Ausdauer wirklich lukrativ sein.

Typische Beispiele sind hier Abonnements, Versicherungen und natürlich die Vergütung über den Zeitraum der Anmeldung (Browsergames, Affiliate-Netzwerke etc). Wir bekommen also für den Rest unseres Lebens Geld, wenn der geworbene Nutzer welches ausgibt. Nett, oder?

Wer mischt mit beim Affiliate-Marketing - Händler, Anbieter und Affiliate

Wie funktioniert Affiliate Marketing?

Der Screenshot zeigt die grundlegenden Funktionen im Affiliate Marketing. Wenn Du noch einmal schauen willst, was der Unterschied zwischen Sale, Lead und Co ist, empfehle ich Dir den Artikel Was heißt Affiliate Marketing?

Gilt eine Lifetime Provision für immer?

Kurzum: Nein. Nicht immer!

Zwar schwingt das im Subtext mit und wir könnten davon ausgehen, dass wir nur 1000 Nutzer werben müssen, um uns dann auf die Bahamas abzusetzen, aber das ist natürlich Quatsch.

Es gibt sehr viele Anbieter und Modelle, die zwar Affiliates auf diese Art und Weise werben und nach einem bestimmten Zeitraum (ein Jahr oder auch zwei) einfach den Geldhahn abdrehen.

Aber das ist auch gar nicht schlimm, denn oftmals sind Nutzer eh nicht für eine Ewigkeit aktiv.

Mehr Besucher durch GutscheineDenken wir beispielsweise an Browsergames, fällt auf, dass ein unlimitierte Provision gar nicht notwendig ist.

Denn meistens verliert ein solches Spiel nach einer gewissen Zeit einfach den Reiz und mir ist eine anteilige Provision piepe, wenn der Kunde eh nach sechs Monaten aussteigt.

Ähnliches gilt auch für Netzwerke oder das Bewerben von Affiliate-Modellen, die einen Nutzer nicht vertraglich an sich binden.

Deshalb habe ich kein Problem damit, wenn Lifetime draufsteht und lediglich 12 Monate drin sind.

Das sieht meines Erachtens nur bei laufenden Verträgen oder auch Versicherungen anders aus…, vielleicht auch bei absoluten Cracks, die ihrem Top-Spiel über Jahre hinweg die Treue schwören. Aber dieser Anteil ist leider verschwindend gering.

Als Beispiel möchte ich Dir einen Blick in meinen Everlinks-Account gestatten. Diesen Anbieter für das bezahlte Schreiben empfehle ich aktiv auf diesem Blog.

Hierbei werden großzügig Provisionen verteilt, die mich für den Zeitraum eines Jahres am Erfolg des geworbenen Bloggers teilhaben lassen.

Meine Provision bei Everlinks

Worum es mir hierbei geht, ist weniger die Zahl der Referrals, die ich geworben habe, sondern die Einnahmen. Denn diese stammen hauptsächlich aus dem Mai und ich bin damit zufrieden. Aber, jetzt kommt der springende Punkt: Sie stagnieren!

Mehr Referrals bedeuten in diesem Fall nämlich nur einen leichten Anstieg der Einnahmenkurve. Und ich muss monatlich weitere Nutzer anwerben, um den Schnitt zu erhöhen.

Im Umkehrschluss heißt das, dass ich nur „mehr verdiene“, wenn ich die Reichweite meiner Seite erhöhe und folglich monatlich mehrere Menschen für das Programm begeistern kann.

Das liegt vor allem daran, dass viele sich registrieren und dann keine weiteren Schritte unternehmen. Das ist deshalb so, weil viele Nutzer nach kurzer Zeit die Lust verlieren und gar nicht mehr aktiv sind oder sich einfach nur einmal den Anbieter von innen anschauen wollten.

Ein schönes Beispiel kann ich Dir aus meinem Teliad-Account zeigen. Hier bekomme ich zwar nur eine einmalige Vergütung, wenn sich ein Nutzer über meinen Link registriert, aber das ist in Ordnung.

Man kann aber sehr deutlich sehen, dass oftmals nur die Registrierung und keine weitere Interaktion erfolgt. Dann gibt es natürlich auch keine Provision.

Keine Provision - Keine Interaktion

Das kann ich allerdings recht häufig auf meine Lifetime Provisionen übertragen.

Denn gewonnen habe ich erst, wenn ich einen Nutzer werbe, der das Angebot in Gänze ausreizt. Es gibt mitunter Programme, da habe ich über 500 Menschen für geworben. Unabhängig davon, ob das viel oder wenig ist, blieb die Kurve doch recht konstant.

Natürlich gab es eine Steigerung meiner Einnahmen, allerdings heißt Lifetime Provision nicht gleichermaßen Lifetime Vergütung. Denn diese erfordert immer noch die Interkation durch den Nutzer!

Vorteile der Lifetime Provision

Aber natürlich habe ich gerade absichtlich ein wenig auf den Schattenseiten herumgetrampelt. Denn natürlich ist ein monatlicher Geldfluss jede Menge wert.

Deshalb möchte ich einmal auf die Vorteile der Lifetime Provison im Affiliate Marketing blicken.

  • Steter Geldfluss, der durch Masse wirklich eine schöne Gesamtsumme bilden kann.
  • Manche Modelle setzen auf eine Art Schneeball-System, die auch noch das Werben des Geworbenen vergüten
  • Auf lange Sicht wachsende Einnahmen, die sehr stabil sind, da sie sich aus einer Vielzahl von Einzelprovisionen speisen
  • Lifetime Provisionen sind eine ideale Einnahmequelle. Sie sind nämlich passiv und funktionieren auch dann, wenn wir nichts mehr für sie tun. Jedenfalls idealerweise.

Nachteile der Lifetime Provision

Allerdings gibt es auch ein paar Nachteile. Wobei das Wort in diesem Zusammenhang vielleicht verkehrt ist. Denn es gibt keinen wirklichen, negativen Eigenschaften, aber doch viele Schwierigkeiten.

  • Lifetime Provisonen sind oftmals nicht lebenslang, sondern auf einen Zeitraum begrenzt. Das bedeutet, wir müssen weiterhin aktiv werben, um Geld zu verdienen
  • Es gibt einen Grund, warum hier so lukrativ vergütet wird. Wir sprechen hier von langen Verträgen. Diese muss ein Kunde überhaupt erst einwilligen und das ist nicht immer ganz einfach.
  • Lifetime Provisionen funktionieren nur in der Masse. Weshalb der Aufwand nicht zu unterschätzen ist. 10 geworbene Kunden generieren einen Bruchteil – Sinn macht das allerdings erst ab einer gewissen Reichweite und das braucht eben Zeit!
  • Es gibt wenige Anbieter, die auf ein solches Modell setzen. Wenige sind daran interessiert, eine Laufzeit über Unendlichkeit abzuschließen.

Wie werbe ich für Lifetime Provisionen?

Eine Lifetime Provision nimmt man selten im Vorübergehen mit.

Das liegt einfach daran, dass hier seitens des Nutzers einfach mehr Interaktion gefragt ist und vor allem oftmals ganz reale Ausgaben für den erfolgreichen Abschluss notwendig sind.

Eine GoogleAdsense-Anzeige kann mitunter an einem schlechten Platz in der Sidebar performen. Ganz nach dem Motto: „Irgendein Depp wird schon klicken“. Das ist vielleicht keine wirklich Optimierung, geht aber trotzdem in der Regel auf.

Deshalb sind solche Modelle auch sehr beliebt, denn sie erfordern wenig Know-How vom Werbenden, jedenfalls nicht für den kurzweiligen, geringen Erfolg.

Bei Affiliate-Modellen, die ein Leben lang gelten, sieht das manchmal ein wenig anders aus. Immerhin fordern wir von unseren Blogbesuchern, dass sie unsere Seite als Basis nehmen, um sich an eine Sache längerfristig zu binden. Gerade in heiklen oder auch teuren Bereichen, ist das natürlich problematisch.

In den letzten Jahren konnte ich allerdings einige Erfahrungen sammeln und habe das ein oder andere ausprobiert, um Lifetime Provisionen einzustreichen.

Tipps für den erfolgreichen Abschluss:

  • Ein liebloses Banner macht wenig Sinn. Lieber ausführlich testen, die Alternativen darstellen und die Vor- und Nachteile ausleuchten. Das schafft Vertrauen.
  • Keine Dinge als absolut darstellen. Menschen merken recht schnell, wenn eine Seite nur den erfolgreichen Abschluss im Hinterkopf hat. Das funktioniert bei Kleinstbeträgen tadellos, aber nicht bei Versicherungen und Co. Oder nur mit erheblichen Stornos…
  • Es hilft, wenn man den Service selber nutzt. Wenn ich auf diesem Blog beispielsweise einen Anbieter vorstelle, der bei mir erfolgreich läuft, ist das natürlich gut.
  • Einfacher sind Modelle, die dem Nutzer etwas bringen. Everlinks erfordert keinen Betrag vom Nutzer, sondern bringt ihm etwas. Solche Anbieter kann man natürlich leichter „verticken“
  • Gutscheine funktionieren auch hier ideal. Das habe ich im Artikel Besucher durch Gutscheine aber schon detailliert beschrieben
  • Neues geht besser! Wenn ich neue Dienste vorstelle, ist die Anmeldungsrate natürlich höher, weil das noch keiner kennt. Wer schnell ist, kann also viele Vorteile haben. Dieser Gedanke ist allerdings in teuren Bereichen ein Trugschluss. Hier wird lieber auf Bewährtes gesetzt (Versicherungen, Telefon und Co)

Lifetime Provision im Affiliate Marketing – Ein Fazit

Lifetimeprovisionen im Affiliate MarketingIch liebe Lifetime Provisionen.

Dennoch habe ich manchmal den Eindruck, dass sie einen besseren Ruf genießen, als sie verdient haben. Es klingt einfach gut und ist dennoch mit einem enormen Aufwand verbunden.

Vor allem nutzen viele Unternehmen das Prinzip als Köder. Hierbei rackert sich der Affiliate ab und kann auch nach Monaten keinen Abschluss vorweisen. Das Branding der beworbenen Marke ist allerdings trotzdem gesichert.

Manchmal ziehe ich übrigens einen ganz normalen Lead vor. Dafür nochmal einen Blick auf Everlinks und Teliad, da sie in diesem Artikel als Beispiel dienten.

Everlinks zahlt mir 8% der Einnahmen eines geworbenen Kundens, Teliad wirft 20€ für das erfolgreiche Vermitteln in den Topf. Was jetzt besser ist? Nun…, es hängt eben davon ab.

Immerhin müssten bei Everlinks rund 220€ verdient werden, um das zu toppen. Und seien wir ehrlich: Das schaffen die wenigstens Blogger!

Wenn Du selbst schon Erfahrungen mit Lifetime Provisionen gesammelt hast. Erfolgreiche, schlechte oder auch sehr gute, freue ich mich über Deinen Kommentar :-)

3 Meinungen

  1. Helge05-22-2012

    Lifetime-Provisionen sind schon super, sind aber auch häufig mit Glück verbunden.

    Ich habe eine Nischenseite, ein Konkurrent hat sich über meinen Referral zum Partnernetzwerk angemeldet und rankt seitdem über mir im Bereich der Nische.

    Somit verdiene ich allerdings doppelt, 4% über ihn, 11% über mich – Die Besucher glauben, sie hätten eine Alternative…

  2. Jonas G.05-23-2012

    Hallo Helge!

    Ja, da hast Du dann wirklich Glück gehabt. Gewissermaßen doppelt abgeräumt. Aber das ist mit Sicherheit eine Ausnahme, dass man den Konkurrenten als Referral hat :-)

    Aber es freut mich natürlich für dich!

    beste Grüße