Klickrate auf Werbung sinkt drastisch – Studie!

Laut einer Studie von Nielsen und GroupM, die das Suchverhalten von 28 Millionen Menschen beobachtete, die rund 1,4 Milliarden Suchen dürchführten, sinkt die Bereitschaft auf Werbung zu klicken, enorm. Gerade Jüngere fallen vermehrt aus dem Raster.

Als ich vor rund einem Jahr über die Verteilung der Klickrate schrieb, sah die Welt noch ein kleines bisschen schöner aus. Jedenfalls für Suchmaschinen, da deutlich mehr Nutzer auf die lästigen Werbeanzeigen im Kopfbereich von Google und Co klickten. Immerhin die wichtigste Einnahmesäule des Suchmaschinentitans.

Mittlerweile hat es sich wohl rumgesprochen: Die ersten Suchergebnisse haben nichts mit dem realen Ranking zu tun, sondern lassen sich bequem über das Partnernetzwerk Adwords buchen und versprechen nicht unbedingt die qualitätsstärkste Seite, sondern schubsen denjenigen nach oben, der das meiste Kleingeld zahlte. Die Folge: Lediglich 6% der Klicks gehen auf die geschalteten Werbeanzeigen.

Die Bereitschaft, auf Werbung zu klicken, sinkt

Klickrate auf Werbung sinkt drastisch!

Nun muss man nicht lange nach dem Warum fragen und sich wundern, dass die Klickrate auf die ersten Suchergebnisse stark zu wünschen übrig lässt und höchstwahrscheinlich in den nächsten Jahren gänzlich in den Keller geht. In dem Augenblick, wo ein Nutzer Werbung als solche identifiziert, wird sie seltener angeklickt und in der Folge auch weniger wahrgenommen. Das Problem kennen auch kleine Blogs.

Allerdings fällt auf, dass die Klickrate lediglich bei normalen Suchergebnissen tendenziell in den Keller geht, wohingegen Branding, also Anfragen wie etwa Apple, Facebook oder auch Google, meistens das oberste Suchergebnis – oftmals eine Adwords-Anzeige – zum Ziel haben.

Klickverteilung bei Brandings

Brandings werden oftmals angeklickt

Das ist allerdings logisch und hängt einfach von der Motivation des Suchenden ab, was ich schon ausführlich im verlinkten Artikel beleuchtet habe und demzufolge hängt das Resultat auch maßgeblich vom jeweiligen Suchthema ab.

Werfen wir einen weiteren Blick auf die Zahlen der Studie, können wir sehen, dass es hierbei enorme Schwankungen gibt und vor allem die Reisebranche von diesem Trend kaum betroffen ist. Im Gegensatz dazu, verlieren Themen wie Computer&Internet, aber auch Software und Co maßgeblich an Boden. Jedenfalls was die Klickrate auf die geschalteten Werbeanzeigen angeht.

Das Thema einer Zielseite ist für die Klickverteilung verantwortlich

Klickrate hängt vom Thema einer Seite ab

Weiterhin ist in der Studie ersichtlich, dass der Abwärtstrend vor allem durch das jüngere Publikum evoziert wird, die – nennen wir das Kind beim Namen – häufiger internetaffin sind und Werbung als solche klar identifizieren können. Dieses Phänomen kann ich auch bei Nischenseiten oftmals beobachten.

Jüngere Menschen klicken seltener auf Werbung

Klickrate hängt maßgeblich vom Alter ab

Nun wird ein Unternehmen wie Google deshalb noch nicht die Segel streichen, auch wenn minimale Veränderungen natürlich enorme Auswirkungen haben. Allerdings muss festgehalten werden, dass diese Entwicklung gerade für Suchmaschinen nicht rosig aussieht. Allein deshalb nicht, da die Altersschraube unaufhörlich anzieht.

Quelle: econsultancy.com (Studie)

1 Meinung

  1. Elena08-27-2012

    Danke für die Präsentation der Studie. Ich glaube, eine aufdringliche Werbung wirkt immer abstoßend. Bei der Suche im Internet ist die Zuverlässigkeit am wichtigsten. Ich persönlich lese gleich die Snippets und je angenehmer und natürlicher sie zu lesen sind, desto mehr Vertrauen habe ich für die Seite. Bei den bezahlten Seiten stehen nur noch Preise oder Klischees wie etwa „Nummer Eins“, „günstig“, „der beste Anbieter in …“ in der Beschreibung.