11 Gründe, warum Dein Blog keine Besucher hat…

Gestern habe ich fünf Gründe für den Besuchermangel auf dem eigenen Blog aufgezählt und heute soll es auch schon in die nächste Runde gehen.

Dabei ist natürlich zu beachten, dass es sich bei den meisten Traffic-Tipps um grundlegende Sachen handelt. Manchmal liegt es aber auch an ganz abstrusen Dingen, die man kaum überblicken kann.

Häufig steckt der Wachstums-Teufel allerdings in Kleinigkeiten, die die Ursache für eine übersichtliche Leserschaft bilden. Allerdings lassen sich diese sehr leicht beheben.

Also, werfen wir einen Blick auf sechs weitere Gründe, warum Dein Blog keine Besucher hat…

Warum hat mein Blog keine Besucher?


6. Die Gewählten Keywords passen nicht

Wenn ich einen Blog zum Thema Business aufsetze, sollte ich mir den grundlegenden Fachjargon einmal anschauen. Die Keywords, also Schlüsselwörter, die wir in einem Blog-Artikel unterbringen, machen ihn nämlich erst zu dem, was er ist. Wenn ich also thematisch falsche wähle, führt das zu einer niedrigeren Relevanz des eigentlichen Artikels.

Tipp: Es ist hilfreich, einmal in andere Blogs oder Magazine zu schauen und einen Blick auf die Sprache zu werfen. Sprechen Blogger eher von Cash, Geld, Kohle oder Kröten – welches Wort wird häufiger gesucht? Dafür eignet sich besonders das kostenloses Keyword Tool aus dem Hause Google.

Einfach mal eine Phrase eingeben und überprüfen, welche Variante öfter verwendet wird.

7. Du hast keine Backlinks

Wer einen Blog startet, dürfte am Anfang eher weniger verlinkt werden. Das liegt mitunter gar nicht an der Qualität der eigenen Seite, sondern vielmehr daran, dass sie eben keiner kennt. Backlinks sind allerdings das A und O für eine vernünftige Indexierung bei Google. Vor allem wenn es um die oberen Plätze geht.

Tipp: Man kann Backlinks kaufen, aber davon rate ich jedem Hobbyblogger grundsätzlich ab. Es gibt allerdings viele und einfache Möglichkeiten, auch von großen Blogs einen wertvollen Link zu ergattern, indem man Gastartikel schreibt oder an Blogparaden teilnimmt. Das kann gerade in der Anfangszeit eine sehr starke Wirkung entfalten.

Dabei geht es weniger um den direkten Besucherstrom, als um die externe Beurteilung Eurer Seite. Häufig verlinkte Blogs gelten prinzipiell als wertvoller im Suchmaschinen-Dschungel.

8. Die Ladezeiten sind sehr hoch

Grundsätzlich entscheiden sich Besucher in den ersten Sekunden, ob sie auf einer Webseite bleiben oder den Inhalt für unwichtig halten. Dieses Zeitfenster umfasst Durchschnitt rund 3 Sekunden. Wenn die eigene Seite allerdings schon so lange braucht, um dargestellt zu werden, ist der potentielle Leser schneller weg, als Ihr ihn begeistern könnt.

Tipp: Auch ich habe aufgrund meines Hosters damit zu kämpfen. Trotzdem können wir einige Kleinigkeiten optimieren. Viele Einzelschritte habe ich schon in der Serie Website-Geschwindigkeit erläutert.

Grundsätzlich empfiehlt sich allerdings das kostenlose Tool Page Speed, das viele hilfreiche Hinweise bereithält.

9. Du hast einen Google-Penalty kassiert

Die Suchmaschine Google kann einen Blog aus ganz unterschiedlichen Gründen abstrafen. Das kann an Auffälligkeiten in der Verlinkung, unseriösen Maßnahmen oder auch an doppelten Inhalten liegen. Zur Folge hat so ein Penalty, dass wir in allen Rankings nach unten durchgereicht werden. Wie weit hängt dabei allerdings von der Höhe der Strafe ab.

Das Problem hatte ich erst kürzlich bei einem Projekt. Die Statistik sieht dann in etwa so aus:

Von Google abgestraft - Der Penalty

Tipp: Solche Abstürze illustrieren das natürlich sehr schön. Manchmal ist es aber gar nicht leicht zu beurteilen, ob man abgestraft wurde oder eben nicht.

Dafür empfiehlt es sich einmal site: dein-blog.de bei Google einzugeben und im Anschluss mit link: dein-blog.de die Backlinks zu überprüfen. Wenn in beiden Fällen nichts angezeigt wird, haben wir es mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Penalty zu tun. Ausgenommen sind natürlich sehr neue Blogs.

10. Es gibt keinen Fokus

Ich lese sehr viele Blogs. Jedenfalls habe ich unzählige in meinem Feed-Reader. Warum ich sie lese hat ganz unterschiedliche Gründe. Manchmal liegt es an der verständlichen Schreibweise eines Autors, andere Seiten verfolge ich, um auf dem Laufenden zu bleiben. Allerdings gibt es kaum Blogs, die ich aufgrund ihrer Vielfalt lese und besuche.

Tipp: Versuche, Deinen Fokus sehr eng zu fassen und dabei eine gerade Linie zu verfolgen. Es macht keinen Sinn, zehn Artikel über die weltweiten Finanzmärkte zu verfassen und danach über Hello Kitty zu schwafeln. Natürlich darf man ausbrechen und auch eine Erweiterung des Spektrums ist denkbar.

Um aber die ersten Besucher zu bekommen, sollte anfangs ganz klar umrissen werden, worum es geht. Und auch das hilft ungemein bei der Einstufung seitens Google und Co – Artikel: Nischen- oder Mischblog?

11. Du hast keine Geduld und glaubst an Wunder

Das ist kein wirklicher Grund, sondern soll hauptsächlich das Genannte bündeln.

Alle Hinweise laufen nämlich darauf hinaus, welche Erwartungen man selbst an das eigene Projekt hat. Ein Blog wird nicht über Nacht erfolgreich und es braucht Zeit, Zeit und nochmals Zeit.

Tipp: Wichtig ist es, dass man sich an den kleinen Schritten erfreuen kann. 10 tägliche Besucher? Hoch die Tassen! Der erste Feed-Abonnent! Yippie!

Ich habe anfangs versucht, ganz kleine und überschaubare Ziele zu verfolgen und konnte mich so über einen langen Zeitraum motivieren und das ist wichtig, um nicht den Spaß an der ganzen Sache zu verlieren. Das mache ich übrigens immer noch so und strahle, wenn dann die nächste Marke fällt.


So. Das waren 11 Gründe, warum Dein Blog keine Besucher hat und ich hoffe, sie haben Dir wenigstens ein bisschen geholfen.

An dieser Stelle möchte ich abermals auf die Traffic-Tipps verweisen, die ich fortlaufend ergänze.

Dennoch bleibt es dabei: Besucherzahlen sind die Summe vieler, teils klitzekleiner Faktoren und es gibt nicht den einen Grund oder den ultimativen Tipp, um mehr Besucher auf den eigenen Blog zu bekommen.

Wenn Du selbst noch Hinweise hast, warum anfangs die Besucher ausbleiben oder den Artikel ergänzen magst, freue ich mich über Deinen Kommentar :)

7 Meinungen

  1. Helge02-17-2012

    Danke für die kleine Übersicht, Jonas. bestimmt könnte man noch vielmehr schreiben, aber ich finde das ziemlich gut auf den Punkt gebracht.

    Ich finde aber auch, das Twitter und so eingebaut werden sollten, weil auch das enorm als Trafficbringer funktoniert.

  2. ralf02-18-2012

    habe jetzt beide artikel gelesen und sie haben mir sehr geholfen. wäre schön, wenn das irgendwann noch mehr werden. deinen feed habe ich jetzt abonniert :)

    • Jonas G.02-18-2012

      @Helge

      Ja, das aktive Nutzen von Social Media erscheint mir auch wichtig. Es gibt allerdings so viele Gründe, die man anführen könnte und die genannten erscheinen mir, gerade für neue Blogs, am wichtigsten. Aber gerade Dein Punkt gehört natürlich in jedem Fall dazu.

      @Ralf

      Oh, das freut mich sehr, Ralf.

      Es ist schön, wenn ich Dir helfen konnte und Du bei diesen Traffic-Tipps ein paar Informationen für Dich gewinnen konntest :)

      Beste Grüße

  3. Thomas Rith02-18-2012

    Der letzte Punkt ist gaaaaanz wichtig… Geduld… :)

    • Jonas G.02-18-2012

      Ja, denke ich auch, Thomas. Mit genügend Zeit und Spucke wird es auf lange Sicht etwas :)

      Beste Grüße

  4. Guenter A.02-20-2012

    Ich stimme Helge zu, wobei ich glaube, dass Facebook noch wichtiger ist. Auf meinem recht jungen Blog „xurzon.com“ kommen die meisten Besucher (laut Alexa Clickstream)von Facebook. Obwohl ich einen ähnlich großen Twitter Account habe, ist Twitter im Clickstram nicht aufgeführt.

    Penalty habe ich mit einem anderen Blog schon mehrfach erfahren müssen, am Ende war der betroffene Blog jedoch wesentlich besser sichtbar als vor dem Penalty…

    • Jonas G.02-20-2012

      Hallo Guenter,

      ich glaube, dass häufig die Zielgruppe entscheidend ist, welcher Social Media – Kanal gut funktioniert, auch wenn Facebook eine sehr große Verbreitung hat, habe ich auch häufig erlebt, dass Twitter besser funktioniert.

      Aus welchen Gründen hattest Du denn damals mit einem Penalty zu kämpfen, wenn ich fragen darf und wie lange hat es gebraucht, bis sich das Ganze bei Dir wieder erholt hat :)?

      Beste Grüße