Interview: Daniel Ursinus und Moritz Finke – blogads.de

Vor einigen Wochen habe ich über das Werbenetzwerk blogads.de geschrieben und meine Erfahrungen diesbezüglich dargestellt.

Auf der Plattform können Publisher, also Blogger und Seitenbetreiber, mit ein paar Klicks die eigene Präsenz vermarkten.

Advertiser können sich hingegen durch ein wachsendes Portfolio aus Webseiten wühlen und das eigene Unternehmen oder auch Projekt anpreisen.

Im Gespräch mit Daniel Ursinus und Moritz Finke habe ich interessante Fakten rund um die effektive Vermarktung, das Verhältnis zwischen Advertisern und Publishern und die zukünftigen Pläne des Anbieters erfahren.

Ich war neugierig, ihr seid es hoffentlich noch – Auf geht’s!

Das Logo von Blogads

Hallo Daniel und Moritz! Stellt Euch doch einmal kurz mir und meinen Lesern vor.

Hallo, ich bin Daniel, 26 aus Hamburg. Ich habe Sportökonomie studiert und auch 2 Jahre in dem Bereich gearbeitet. Jedoch hat mich der E-Commerce schon immer fasziniert und so kam es eines Tages im Juni 2011, dass Moritz mich gefragt hat, ob ich ihm nicht beim Aufbau von blogads.de unterstützen kann.

Moritz ist 24 und hat PR- und Kommunikation-Management studiert und danach Praktische Erfahrungen bei den großen Internetunternehmen Bigpoint und Tomorrow Focus Media gesammelt.

Seit August führen wir zusammen blogads in den großen Markt des Online Marketing ein.

Du bist für das Marketing und den Bereich Advertising des Werbenetzwerks verantwortlich, Daniel. Welche Ziele verfolgt die Plattform, welche Lücken soll blogads zukünftig schließen und an wen richtet sich das Ganze?

Blogads.de ist Ende August 2011 live gegangen. Das Ziel der Plattform ist es Advertiser und Publisher zusammenzubringen. Hierbei ist es uns wichtig, dass themenspezifische Werbung passende Blogs findet und dadurch eine Win-Win Situation entsteht.

Die Plattform wächst stetig weiter und wir freuen uns, dass in einigen Rubriken wie z.B. SEO sich eine Eigendynamik zwischen Advertiser und Bloggern entwickelt. Das heißt die Advertiser suchen sich selbst ihre optimalen Blogs heraus. Andere Bereiche müssen wir noch etwas mehr anschieben und selbstständig zwischen Advertiser und Publisher vermitteln.

Mit Hilfe von blogads können auch kleinere Unternehmen mit geringeren Budgets, einen Brandingeffekt direkt bei Ihrer Zielgruppe erzielen. 

Vor wenigen Monaten habe ich überall Werbung für das Projekt via Adsense gesehen. Ja, das Internet verkündete lautstark, dass es das Netzwerk nun gibt. In den letzten Wochen ist es recht ruhig geworden und auch im Blog herrscht eher Schweigen. Wie ist die derzeitige Entwicklung von blogads?

Wir setzten auf gesundes und kontinuierliches Wachstum, welches eng mit den Blogs und Advertisern um uns herum entsteht. Hierbei ist es uns sehr wichtig Vorschläge unserer Kunden mit in das Produkt aufzunehmen.

Wir konnten hier schon einige Vorschläge, wie z.B. neue Bannerformate, das Backfillsystem oder auch gesonderte Gutschriften für Kleinunternehmer erfolgreich aufnehmen.

Nach außen mag es ruhig wirken, doch intern arbeiten wir auf Hochtouren. Einige interessante Neuerungen werden wir in naher Zukunft nochmals näher in unserem Blog und weiteren Kanälen ausführlich erklären.

Seit August 2011 geht es auch vom Umsatz kontinuierlich aufwärts. Die ersten Blogs sind mittlerweile komplett ausgebucht und 80% der Buchungen werden zudem jeden Monat verlängert. Das Ziel ist noch nicht erreicht, jedoch blicken wir positiv in die Zukunft.

Ich selbst bin bei blogads angemeldet und habe meinen Blog in die Kategorie „Technik&Web“ gestellt. Bis dato habe ich allerdings nur 3 Buchungen erhalten und wenn ich einen Blick auf die Mitbewerber werfe, sehe ich dort viele ungenutzte Werbeflächen.

Wie sieht denn das Verhältnis zwischen Publishern und Advertisern aus? Herrscht hierbei ein Ungleichgewicht vor oder überschätzen sich die meisten Blogger lediglich bezüglich der eigenen Attraktivität und wählen zu hohe Preise?

Das stimmt, dass wir mehr Blogs als Advertiser haben, jedoch ist dies auch ganz logisch. Wir mussten erst einmal eine Grundlage schaffen, um verschiedenen Advertisern auch konkrete Angebote zu schicken. Mit zwei Blogs z.B. aus dem Bereich Apple macht das glaube ich keinen Sinn :-)

An dieser Stelle möchte ich mich noch mal bei allen Bloggern bedanken, die nicht direkt nach zwei Wochen ihren Blog abgemeldet haben, weil keine Buchung gekommen ist, sondern an das Projekt geglaubt haben.

Eigentlich bist du an dieser Stelle sogar das beste Beispiel. Ich erinnere mich noch an unseren ersten Kontakt vor einigen Monaten. Lange ist nichts gekommen, aber mittlerweile sind es sogar schon 4 Buchungen, bei denen ich mir sicher bin, das diese sich auch verlängern werden.

Wir befinden uns in einem guten Wachstum auf Publisher- sowie Advertiserseite und versuchen mit der Zeit auch passende Advertiser für die jeweiligen „leeren“ Blogs zu finden. Durch die Backfillmöglichkeit möchten wir die Blogger auch ohne Buchung auf Dauer an uns binden und somit unser Portfolio weiter ausbauen. Je größer das Portfolio, desto interessanter wird blogads für potentielle Advertiser.

In der Sparte, in die ich die Existenz im Netz eingetragen habe, gibt es sehr starke preisliche Unterschiede. Zwar konnte ich noch nicht beobachten, dass Mitbewerber einen regelrechten Preiskampf austragen, aber wie schätzt Ihr die Gefahr des Dumpings ein? Besteht sie? Und wenn ja, habt Ihr Gegenmaßnahmen, wie etwa einen Mindestpreis oder ähnliches geplant?

Wie du sicherlich weißt, können die Publisher den Preis Ihrer Platzierung selbst bestimmen. Hierbei bewertet natürlich jeder seinen Blog und seine entsprechenden Platzierungen anders. Dies finde ich eine faire Lösung, die sicherlich nicht in einem Preiskampf enden wird.

Um es jedoch garnicht soweit kommen zulassen, ist bei weiterem Wachstum auch ein Mindestpreis geplant. Viele Blogger merken jedoch schnell, dass Sie Ihre Platzierung unter dem eigentlichen Wert verkaufen, bis fünf Tage vor Ablauf der Kampagne haben diese die Möglichkeit, Ihren Preis zu erhöhen bzw. anzupassen.

Werden wir doch ein bisschen konkreter, Daniel. Hast Du Tipps, die Blogger beherzigen können, um sich sinnvoll bei blogads zu vermarkten. Werden beispielsweise bestimmte Flächen häufiger gebucht. Und wenn es hierbei Unterschiede gibt, welches sind dann, Deiner Meinung nach, die lukrativsten Werbeflächen und Kategorien?

Ein sehr gutes Werbeformat ist das Medium Rectangle (300×250). Natürlich spielt aber auch die Position in der Sidebar, bzw. auf dem Blog eine sehr wichtige Rolle. 4-6 gut positionierte 125×125 Banner lassen sich nach bisheriger Erfahrung in den Bereichen SEO, Onlinemarketing oder Apple auch sehr gut vermarkten.

Wir empfehlen klassische Formate wie Medium Rectangle, Superbanner oder Skyscraper mit einem Backfill von z.B. Google Adsense anzulegen. Durch zwei zusätzliche 125x125px oder 300x100px Banner mit dem Hinweis „Hier Werbung schalten“ zeigt man den Lesern und potentiellen Advertisern den einfachen Weg der Werbebuchung.

Dort erzielen angeblich kleine Blogs, wie z.B. seo.de, gute Preise und die Konversion stimmt von Advertiser-Seite auch soweit. Das Prinzip von themenspezifischer Werbung auf themenspezifischen Blogs geht hier sehr gut auf.

Diese Entwicklung sehen wir mittlerweile auch zunehmend in anderen Bereichen, was uns sehr erfreut.

Wenn ich von Gegenmaßnahmen spreche, betrifft das ja unmittelbar die Zukunft von blogadsWas ist geplant und mit welchen Neuerungen und Plänen können wir rechnen? Habt ihr da schon was Spannendes in petto?

Wir arbeiten derzeit an einem Backfill, welches besser als AdSense oder ähnlichem performed und somit blogads für Blogger auch ohne sofortiger Buchung interessant macht. Aber dazu mehr, wenn es soweit ist.

Desweiteren verstärken wir unser Team im Bereich Marketing&Sales und sind selber in der nächsten Zeit viel unterwegs. Blogads soll für große sowie kleine Unternehmen ein sehr interessanter Marketingteil werden.

Vielen Dank, Daniel und Moritz, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, so ausführlich auf die Fragen rund um blogads zu antworten.

Vielen Dank für deine Treue und das Interview. Bis bald auf einen Besuch in Hamburg vielleicht :-)

Blogads - Daniel Ursinus und Moritz Finke

Moritz Finke und Daniel Ursinus - blogads.de

Weiterführende Links:

7 Meinungen

  1. Helge02-10-2012

    Sehr gutes interview, Jonas!

    Auch das Foto gefällt mir sehr, irgendwie habe ich immer ein anderes Bild im Kopf und so ist das schöner, wenn man weiß mit wem man es zu tun hat. Mich würde aber noch interessieren, wie das ist, wenn man Werbeplätze anbietet, diese dann auch gebucht werden und ich die position im nachhinein ein bisschen verändere. ist das in ordnung?

  2. Matze02-10-2012

    Ich bin auch bei blogads angemeldet und habe bisher gute Erfahrungen gemacht und auch die ersten Buchungen erhalten. Das wächst scheinbar wirklich ganz kräftig.

    Bin jedenfalls gespannt, wie es weitergeht.

  3. Thomas Rith02-10-2012

    Hallo Jonas,

    schönes Interview. Aber die Banner würde ich auf nofollow setzen… 😉

    Gruß
    Thomas

  4. Jonas G.02-10-2012

    Hallo!

    @Helge, Matze

    Wie es mit dem nachträglichen Verändern einer Anzeige aussieht, weiß ich nicht. Ich denke allerdings, dass das nicht unbedingt empfehlenswert wäre. Denn ein Werbekunde entscheidet sich ja bewusst für eine Anzeige. Wobei ich vermute, dass minimale Verschiebung, weil sich irgendwas in der Sidebar ändert, kein Problem sind. Aber ich weiß es natürlich nicht, da müsste wohl jemand von blogads was zu sagen.

    Aber grundsätzlich bin ich bisher auch mit blogads zufrieden, mal sehen, was die Zukunft bringt.

    @Thomas

    Ja, schon. Das geht allerdings nicht, jedenfalls nicht aus meiner Warte heraus – oder übersehe ich was? Aber schon allein deshalb eine sehr gute Anregung.

    Beste Grüße

  5. Hallo zusammen,

    ich möchte einmal auf die gestellten Fragen eingeben.

    @Helge, wie Jonas schon sagt, ist es nicht wirklich gut, wenn die Position im Nachhinein verändert wird. Du kannst jedoch nach Ablauf der Buchung gerne die Positionen der Platzierungen optimieren und ggf. auch den Preis anpassen. Während einer laufenden Buchung sollte man jedoch dem Advertiser die Platzierung gewährleisten, die er gebucht und auch bezahlt hat.

    @Thomas, richtig erkannt, der Link hat keinen explizieten NoFollow-Tag, jedoch wird das Banner über ein JS ausgeliefert welches keinen Linkjuice verteilt. Insofern findet auch kein Linkverkauf statt, der mit den google Webmastertools nicht konform gehen würde…

    @all: Vielen Dank für euer Feedback!

    Daniel