Internetwerbung ist auf dem Vormarsch [Infografik]

Vor langer Zeit, habe ich einmal den Anbieter statista.com vorgestellt. Dort gibt es regelmäßig kostenlose Infografiken für Blogger, die mit spannenden Details aufwarten.

Heute habe ich mich selbst wieder einmal durchs Archiv gewühlt und bin auf eine recht interessante Auswertung gestoßen: Nämlich die weltweiten Ausgaben für Werbung.

Hier wird uns recht simpel vor Augen geführt, welche Medien den größten Einfluss haben und wohin die milliardenschweren Werbebudgets fließen.

Die gute Nachricht: Blogs sind eindeutig auf dem Vormarsch und Werbung im Internet wird immer wichtiger. Ich erkläre Dir, warum das so ist und werfe einen Blick auf die Auswertung!

Ausgaben für Werbung

Die weltweiten Ausgaben für Werbung

Die kleine Grafik zeigt die weltweiten Ausgaben für Werbemittel. Hierbei sehen wir natürlich nur eine prozentuale Veränderung zum letzten Quartal und können lediglich die Unterschiede ablesen. Genaue Zahlen liegen mir nicht vor.

Ich weiß lediglich, dass die Gesamtausgaben für Werbung in Deutschland rund 5,4 Milliarden betragen, wobei rund 20% (~ 1 Milliarde) auf Onlinewerbung entfallen. Allerdings sind diese Werte schon 5 Jahre alt, aber immerhin geben sie uns eine ungefähre Vorstellung.

Nehmen wir nun an, dass das Budget, dass für Werbung im Internet verpulvert wird, weiterhin steigt, können wir mit Sicherheit ein Vielfaches dieser Zahlen annehmen. Und das freut mich. Immerhin bedeutet es, dass Blogger und Seitenbetreiber rosigen Zeiten entgegen blicken.

Für mich ist es gerade daher spannend, da ich nebenher auch der Herausgeber eines Literaturmagazins bin und somit gleichermaßen beobachten kann, wie die Bereitschaft, in Printmedien zu werben, sinkt.

Warum ist Internetwerbung so gefragt?

Internetwerbung hat vor allem einen Vorteil: Der Streuverlust ist minimal.

Gerade wenn wir an Fernseh- oder Printwerbung denken, müssen wir uns Flächen vorstellen, deren reale Effizienz kaum messbar ist, da es keine unmittelbare Interaktion durch den Konsumenten gibt – Klick, Sale und Co.

Neben mir liegt die aktuelle Ausgabe der GEO und ich starre auf ein Werbefläche der Sparkasse. Und auch wenn mir die Anzeige gefällt, latsche ich nicht unmittelbar zur roten Bank und nehme einen Kredit auf. Auch wenn die Konditionen vielversprechend klingen.

Allenfalls behalte ich das ganze im Hinterkopf und krame es in 10 Jahren wieder aus dem Oberstübchen und auch dann hat die Werbung funktioniert. Messbar ist das aber nicht.

Natürlich profitiert die Sparkasse als Bank, denn sie trägt das Branding (Assoziationskette: Bank = Sparkasse) in die Köpfe vieler Menschen. Dennoch ist für die Werbeabteilung einer Sparkasse nicht klar ersichtlich, inwiefern anstehende Kontoeröffnung in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Werbung im Printmagazin GEO zusammenhängen. Hier helfen allenfalls Schätzungen, Erfahrungen und Hochrechnungen.

Zwar kann man sich geschickte Dinge ausdenken (Gutscheine oder auch QR-Codes), um die Wirksamkeit einer Werbeanzeige zu überwachen, aber der Streuverlust ist natürlich enorm und steuert oftmals an der ureigentlichen Zielgruppe vorbei.

Das ist im Internet anders: In dem Augenblick, wo ich mit meinem Blog eine Nische bediene, bin ich das ideale Aushängeschild für jegliche Werbepartner. Ich bin nämlich die erste Anlaufstelle für diejenigen, die sich für das Thema, das Produkt oder das Angebot des Advertisers unmittelbar interessieren.

Werbung im Internet ist somit gerade deshalb ratsam:

  • Streuverlust ist minimal
  • Internetwerbung ist messbar (Conversion, Sale, Click)
  • Anzeigen sind mühelos und immer anpassbar
  • Internetwerbung ist demzufolge billiger

Wahrscheinlich würde sogar die Sparkasse eher davon profitieren, auf meinem Blog für einen minimalen Betrag zu werben, als Unmengen von Ressourcen in diverse und teure Werbekampagnen zu blasen.

Welche Werbeformate funktionieren?

Bevor ich nun ein paar Zahlen schreibe, möchte ich daran erinnern, dass das natürlich auf jeder Seite anders aussieht. Es handelt sich hierbei lediglich um Durchschnittswerte, die durch eine Studie ermittelt wurden. Diese wurde von der Medienagentur MEC in Auftrag gegeben.

Das sagen Nutzer über Internetwerbung:

  • 32% der Nutzer mögen Skyscraper und nutzen diese
  • Rund 31% geben an, dass ihnen ein Bigsize-Banner zusagt
  • Allerdings lehnen rund 60% der Befragten Popups ab
  • Popups haben im Schnitt eine Klickrate von einem Prozent
  • Wohingegen bewegte Bilder in Skyscrapern und Bannern die Klickrate drastisch erhöhen (5%-8%)
  • 40% aller Internetnutzer fühlen sich durch Werbung im Netz gestört
  • jedoch akzeptiert rund ein Drittel der Befragten Werbung als Form der Refinanzierung
  • Außerdem ist die Akzeptanz von InText-Werbung höher als von Display-Werbung
  • Dabei wird InText-Werbung sogar als innovativer verstanden (26%)

Was bedeutet das für Blogger?

Die Blogeinnahmen steigernIn den letzten Jahren wurde das Banner schon oftmals begraben. Zu wenig innovativ, zu wenig Akzeptanz und eben nur einen minimalen Effekt sollten sie haben. Allerdings ist das bei diesen Zahlen ausgewachsener Blödsinn.

Ich denke, dass Blogger einer rosigen Zukunft entgegenblicken und bezahlte Werbung im Internet auch in den nächsten Jahren wachsen wird. Gerade im direkten Vergleich zur Printabteilung, die de facto weniger Sinn macht.

Idealerweise machen wir es unseren Werbekunden aber leicht und bereiten uns auf den möglichen Ansturm richtig vor. Ich selbst habe auf diesem Blog keine Hier werben – Seite, sondern verweise einfach auf meinen Partner blogads.de, der die Werbeflächen für mich vermarktet.

In den kommenden Wochen wird sich das allerdings ändern und ich werde auch auf diesem Blog eine solche Seite herrichten und natürlich erklären, was unbedingt auf einer Hier werben – Seite stehen sollte.

In Kurzform würde ich es auf das Folgende herunterbrechen:

  • Die wichtigsten Kennzahlen des Blogs
  • Vor allem mit Augenmerk auf die positive Entwicklung – wenn es sie gibt
  • In Kürze genau das, was in diesem Artikel steht: billiger, effektiver, sinnvoller
  • Die klare Benennung der eigenen Zielgruppe
  • Die Vorteile gegenüber Adwords und Co
  • Verweis auf Fans, Follower, Abonnenten

Was denkst Du? Konntest Du von den steigenden Ausgaben von Onlinewerbung profitieren? Wie sieht es auf Deinem Blog aus? Verkaufst Du überhaupt Werbebanner und wenn ja, wie beurteilst Du die Entwicklung? Ich freue mich auf Deinen Kommentar :-)

2 Meinungen

  1. Helge07-12-2012

    es ist wirklich krass, wie alle anderen Medien wegbrechen und gerade der Onlinemarkt weiter boomt!

    Spannend finde ich auch, dass es in Südamerika und Afrika noch nicht so aussieht, hängt da die technische Entwicklung hinterher oder woran liegt das? Oder liegt es wirklich an der Annahme der Werbung durch die Zielgruppe? Das ist interessant!

  2. Roland07-12-2012

    Die Infografik (mir fehlt die Internetangabe für Nordamerika oder übersehe ich die?) zeigt sicher eine stimmige Tendenz. Aber wie es mit Statistiken ist – es kommt darauf an, wer gefragt wurde und wie gefragt wurde.

    Ist wie mit der Arbeitslosenstatistik. Gibt Millionen Arbeitslose aber dennoch Fachkräftemangel oder Mangelberufe.

    Ich glaube dass es genug Branchen gibt, die auf Zeitschriftenwerbung angewiesen sind. Ich kenne Werbeseiten in Zeitschriften, die haben sich seit Jahren nicht geändert (zum Beispiel ADAC Mitgliederzeitschrift – seitenweise werden da Treppenlifter angeboten. Wegen der Klientel ist das eher nicht im Internet anzutreffen. Die angesprochene Klientel vertraut da eher dem gedruckten)

    Ein Hersteller von Motorradreifen wird sich eher die Fachzeitschrift suchen, vielleicht die eine oder andere Seite.

    Mein Hobby – das Angeln – noch nie ist mir im Internet eine Bannerwerbung für diese oder jene Anglerschnur unter gekommen. Das findet alles in Zeitschriften statt. Oder auf ganz wenigen handverlesenen Internetseiten.

    Es gibt also für die Fachzeitschrift viel Hoffnung dass sie überlebt.

    Will damit sagen: Die Zeitschrift ist noch lange nicht tot. Das Internet noch lange nicht fit genug um eine Zeitschrift zu ersetzen. Und das wäre auch schade wenn es so wäre.