Das Regelwerk für Online-Händler – Tipps und Tricks…

Letztens war es wieder soweit und die neue Ausgabe des Magazins Internethandel trudelte in meinem Postfach ein.

Es ist für mich zwar erst die Zweite, doch das Journal feiert sich im Februar selbst und wird hundert Jahre alt! Oder war es die 100. Ausgabe? Man weiß es nicht genau…

Diesen Anlass haben die Redakteure gewählt, um ein Regelwerk für Onlinehändler in einen 60seitigen Artikel zu pressen und dabei jede Menge Anfängertipps, aber gleichermaßen Hinweise für fortgeschrittene Händler zu geben.

Grund genug, einmal das Gelesene Revue passieren zu lassen und selbst in der virtuellen Trickkiste zu kramen und ein paar interessante Einblicke in den Onlinehandel zu geben.

Also, werfen wir einen Blick auf die Jubiläumsausgabe und schauen einmal auf die goldenen Regeln für Online-Händler.

Was ist beim Onlinehandel zu beachten?

Die Kaufinteressen der BesucherIch habe schon häufiger über den virtuellen Handel geschrieben.

Denn nichts anderes machen wir, wenn Affiliate-Links in unseren Blog eingebunden werden.

Natürlich müssen wir hierbei zwischen regulären Onlineshops und einem Blog unterscheiden, die grundlegenden Faktoren bleiben aber immer gleich.

Denn ich kann beispielsweise behaupten, dass das Vertrauen in eine Seite wichtig ist, um einen erfolgreichen Kauf abzuschließen. Das gilt für beide Plattformen im gleichen Maße.

Dennoch gibt es ein paar Details, die natürlich vermehrt für das eine Medium gelten und manchmal ist es eben andersherum. Wir müssen lediglich wissen, was wir selbst bezwecken wollen.

1. Was sind meine Ziele?

Wo klicken die Besucher hin?Genau aus diesem Grund macht es Sinn, über die eigenen Ziele nachzudenken und diese genau abzustecken.

Dabei ist der Begriff Ziel natürlich mehrdeutig. Wer ist unsere Zielgruppe? [Zielgruppe finden, definieren] Was wollen wir? Wo wollen wir eigentlich hin?

Jedoch sind diese grundsätzlichen Fragen, wenn auch wichtig, natürlich nicht bindend. Im Laufe der Zeit können sich diese Ziele natürlich ändern oder vielleicht ein wenig verlagern.

Schauen wir doch einmal auf den größten Online-Versand überhaupt: Den Anbieter Amazon.

Dieser ist als Büchershop gestartet und hat nach und nach das eigene Portfolio erweitert. Nun muss nicht jeder Online-Laden diese Dimensionen erreichen, doch zeigt es natürlich, wie wandelbar eine ursprüngliche Zielstellung ist.

Dennoch ist es eben entscheidend, gerade in der Anfangszeit, klare Vorstellungen zu haben und diese umzusetzen.

2. Vertrauen

Ein weiterer Grundsatz, den ich schon häufig angeführt habe, ist das Vertrauen der eigenen Zielgruppe.

Wer online etwas verkauft, wird irgendein Zahlungsmittel seitens der Käufer brauchen. Ob es sich dabei um den klassischen Bankeinzug, Zahlung via Kreditkarte oder auch PayPal handelt, ist hierbei egal.

Wenn ich will, dass solche Daten in die Eingabemasken meiner eigenen Seite getippt werden, muss mir der Kunde in jedem Fall ein Mindestmaß an Vertrauen gegenüber bringen.

Hierbei bietet es sich natürlich an, das Vertrauen anderer und bekannter Onlinehändler auszunutzen, was als Affiliate grundsätzlich funktioniert. So können wir den Amazon-Shop, Zanox‘ @Store oder auch die Ticket-Kasse des Anbieters Eventim mühelos einbinden und die Bekanntheit der jeweiligen Partner somit nutzen, um das Vertrauen auf Kundenseite zu gewinnen.

Wer allerdings ein eigenes Produkt anbietet oder auf ein Zahlsystem im gepflegten Onlineshop zurückgreifen möchte, sollte ein paar grundlegende Dinge beherzigen.

  • Seriösität
  • Fehlerfreiheit
  • Zielgruppenrelevantes Auftreten

3. Die Perspektive ändern

Ich habe einmal über die Navigation und die Usability im eigenen Blog geschrieben und dabei ein paar Anregungen gegeben.

Hierbei ist vor allem ein Aspekt entscheidend, den man häufig übersieht. Nämlich der eigentliche Blick und der eigene auf das Projekt. So kann es mitunter vorkommen, dass der Aufbau eines Onlineshops für den Betreiber logisch, nachvollziehbar und vollkommen intuitiv erscheint.

Das muss allerdings nicht jeder Kunde gleich sehen und deshalb ist es sinnvoll, hier ein paar Testläufe durchzuführen. Dafür braucht es für den Anfang auch keine großangelegte Fallstudie, sondern nur den eigenen Bekanntenkreis.

Einfach mal ein paar Testkunden nach der Meinung fragen und gegebenenfalls Usability-Fehler im Shop ausbessern. Hierfür bietet sich natürlich ebenfalls ein Blick auf die Zielgruppe an, denn was für mich folgerichtig erscheint, kann für meine Freundin ein Buch mit tausend Siegeln sein.

4. Die Verzweigung bedenken

Übersichtlichkeit ist ein wichtiger Aspekt, wenn man etwas verkaufen möchte. Dabei geht es aber nicht immer primär um eine einfache Navigation, sondern ebenso um Ästhetik und natürlich den Gesamteindruck.

Dafür möchte ich abermals auf die Startseite des Online-Versandhauses Amazon blicken und dazu ein paar Gedanken äußern.

Ist der Onlineshop übersichtlich?

Ich habe das Ganze einmal in drei Hauptbereiche unterteilt.

Navigation

Die Hauptnavigation ist im linken Bereich des Gesamtbildes und ermöglicht eine weitere Vernetzung der jeweiligen Kategorien. Insgesamt wirkt das sehr aufgeräumt und für spezielle Anfragen wartet die Suchmaske auf uns. Die Navigation ist sehr präsent, denn das lädt zum Stöbern ein.

Verkaufsschlager

Sehr zentral bietet Amazon den Hauptseller, den Kindle an. Wer auf solche Daten zurückgreifen kann, sollte das auch tun. Denn wenn die eigene Zielgruppe bestimmte Vorlieben hat, sollte auf diese vehement hingewiesen werden.

Amazon kann außerdem auf meine gekauften Artikel zugreifen und mir eine für mich relevante Zusammenstellung bieten. Das ist natürlich nur möglich, wenn ich eingeloggt bin und daher vorab gar nicht relevant. Vor allem dann nicht, wenn es keine Daten gibt.

Werbung

Nun. Als Affiliate oder Shopbetreiber würde ich grundsätzlich auf Werbeanzeigen verzichten. Das liegt am grundsätzlichen Ziel der Anzeige selbst.

Denn jeder Klick, der hier liegt, führt natürlich potentielle Käufer sofort wieder aus dem Shop heraus und wir verdienen nichts mehr. Solche Dinge kann sich ein Anbieter wie Amazon natürlich leisten, denn durch den hohen Bekanntheitsgrad, kommen die Kunden eh von allein wieder.

Grundsätzlich gilt allerdings, dass man sich immer wieder in die Rolle der eigenen Kunden versetzen sollte.

Welche Informationen werden auf der Startseite benötigt? Was ist für die Nische relevant? Worauf kann ich verzichten? Was sollte ich stärken?

5. Die Seite aktuell halten

Aktualität ist wichtig!Wer einen Nischenshop betreibt, sollte auf aktuelle Dinge eingehen. Ein DVD-Shop macht nur dann etwas her, wenn die Neuerscheinungen präsent sind. Ein Versand für Schuhe sollte ebenso up to date sein.

Das liegt oftmals gar nicht unbedingt daran, dass Aktualität das Maß aller Dinge ist.

Vielmehr können wir von anstehenden Ereignissen und Abläufen, die um uns herum geschehen, profitieren. In meinem Artikel über den Valentinstag [Das Geschäft mit der Liebe: Trend, Entwicklungen, Highlights] bin ich auf dieses Phänomen schon verstärkt eingegangen.

Dennoch möchte ich es an dieser Stelle abermals betonen: Wer aktuelle Entwicklungen im Blick hat, spricht damit rückwirkend seine Kunden an. Das beginnt bei minimalen Details, wie etwa Sonderaktionen zum Valentinstag und geht bis zur Umdekoration an Feiertagen.

Dieser Wandel macht das Schaufenster auf das eigene Portfolio für Stammkunden, aber auch neue Besucher attraktiv.

100 Tipps zum Onlinehandel

Natürlich ist das Feld des virtuellen Handels gigantisch und man kann dabei gar nicht alles bedenken. Ich möchte es an dieser Stelle bei diesen fünf grundsätzlichen Tipps vorerst belassen.

Wer noch weiter in die Materie vorstoßen möchte, dem empfehle ich die aktuelle Ausgabe des Onlinemagazins Internethandel. Immerhin werden hierbei nahezu 100 Tipps gegeben. Manche davon waren für mich neu, andere eher ein alter Hut. Doch insgesamt bietet das Ganze eine recht solide Zusammenstellung und einen schönen Überblick . Einerseits für Anfänger, aber eben auch für Fortgeschrittene.

Wer allerdings vorab einen kostenlosen Blick riskieren will, dem sei die kostenlose Leseprobe an dieser Stelle empfohlen.

Das Magazin Internethandel – 100. Jubiläumsausgabe

Da mich, wie gesagt, die aktuelle Ausgabe zu diesem Blog-Artikel gebracht hat, möchte ich einmal schauen, was das Heftchen – unabhängig von der Hauptstory – noch zu bieten hat.

Was steht drin?

Die Onpage-Optimierung und SEO: Pascal Landauf, vielleicht dem ein oder anderen bekannt, beginnt eine Artikelserie. Diese befasst sich mit der praktischen Onpage-Optimierung einer Seite, wobei es anfänglich vor allem um die Grundlagen geht.

Das Modeportal stylefruits.de: Ideen muss man haben. Eben oder vor allem auch im E-Commerce. Die Plattform lässt ihre Mitglieder Outfits erstellen, die dann von der Community bewertet werden können. Der Clou daran? Alle Zusammenstellungen kann man in angegliederten Shopsystemen käuflich erwerben

Amazon-Payments: Amazon bietet neuerdings ein eigenes Bezahlungssystem an. Das einerseits für einfach zu integrieren ist und eben vor allem in puncto Vertrauen eine sinnvolle Alternative für Händler bietet. Ob sich ein Einbau allerdings wirklich lohnt?

Vom Tellerwäscher Dachdecker zum Online-Musikhaus: Denis Korn ist gelernter Dachdeckermeister und betreibt nun ein Online-Musikhaus, das jährlich 12,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Wie sein persönlicher Werdegang war und welche Erfolgsfaktoren hierbei zusammenspielten, sind die Eckpfeiler dieses Beitrags.

Wie sieht’s aus?

Auf rund 80 Seiten kommt diese Ausgabe daher. Das sind nahezu doppelt so viele Seiten, wie noch im Vormonat. Ob das an der Jubiläumsausgabe liegt? Wahrscheinlich…

Das PDF-Dokument ist lesbar, aber ich finde die Navigation in einer solchen Datei eher ätzend. Ich kann nichts markieren oder es mühelos mit mir herumtragen. Aber das liegt natürlich am Medium selbst.

Wen das nicht stört oder wer auf einen bequemen Reader zurückgreifen kann, sollte einmal reinschnuppern.

Sei es auch nur in die Leseprobe

Das Onlinemagazin Internethandel