Google Pagerank-Update im November – Auswirkung auf die Blogeinnahmen?

Das Google Pagerank-Update kam unverhofft und plötzlich im NovemberIch habe heute morgen ein wenig in den Übersichten meiner Blogs und Seiten gestöbert und dabei festgestellt, dass einige von ihnen wohl ein Page-Rank Update erfahren haben.

Nach ein paar Überprüfungen und Suchanfragen im Internet, scheint es wirklich wahr zu sein:

Google arbeitet derzeitig an einem Pagerank-Update und das dürfte sich mit der Zeit auf alle Seiten, die vor dem 28.10.2011 im Index waren, auswirken.

Bisher ist das Ganze aber noch nicht abgeschlossen und es gibt starke Schwankungen, jedenfalls bei mir.

Dennoch möchte ich das Pagerank-Update im November 2011 zum Anlass nehmen und erklären, inwiefern sich der Pagerank auf die Blogeinnahmen der eigenen Seite auswirkt, was er überhaupt aussagt und warum er sehr häufig überschätzt wird.

Also, werfen wir einmal einen Blick auf Googles kleine, grüne Messlatte, die irgendwie immer weniger Sinn macht, aber in puncto Blogeinnahmen nach wie vor ein wichtiges Kriterium darstellt…

Was ist der PageRank und wie wird er berechnet?

Der Algorithmus, der dem Google Pagerank zugrunde liegt, wurde eingeführt, um Webseiten, Blogs und andere virtuelle Präsenzen nach ihrer Wertigkeit zu beurteilen.

Dabei werden die Backlinks auf die entsprechende Zielseite schlicht und ergreifend gezählt und so festgelegt, welche Rolle ein Blog im Internet spielt.

Dabei wird eine Seite auf einer Skala zwischen 0 und 10 eingestuft, wobei 10 der höchste Wert oder eben Pagerank ist.

Der PageRank-Algorithmus ist ein Verfahren, eine Menge verlinkter Dokumente, wie beispielsweise das World Wide Web, anhand ihrer Struktur zu bewerten bzw. zu gewichten. Dabei wird jedem Element ein Gewicht, der PageRank, aufgrund seiner Verlinkungsstruktur zugeordnet. Der Algorithmus wurde von Larry Page (daher der Name PageRank) und Sergei Brin an der Stanford University entwickelt und von dieser zum Patent angemeldet. Er diente der Suchmaschine Google des von Brin und Page gegründeten Unternehmens Google Inc. als Grundlage für die Bewertung von Seiten. (Quelle: Wikipedia)

Das Prinzip hinter diesem System ist denkbar einfach und kann mit einem simplen Szenario erklärt werden. Gehen wir davon aus, dass meine Seite einen Pagerank von 7 hat und ich auf eine andere Seite einen Link setze. Hierbei vererbe ich meine eigene Einstufung durch die Verlinkung und werte die andere Seite gewissermaßen auf.

In der Regel geht man davon aus, da es die Erfahrung bisher bestätigt, dass ein Prinzip á la „Pagerank der verlinkenden Seite minus 1″ die Vererbung ungefähr abdeckt. Die verlinkte Zielseite sollte also bei einem nächsten Pagerank-Update einen Wert von 6 haben.

Diese Faktoren können lediglich dadurch negativ beeinflusst werden, dass ich von einer Seite auf sehr, sehr viele Projekte verweise und mein eigener Link somit an Kraft verliert.

Somit kann es vorkommen, dass die Zielseite wider Erwarten bei einem nächsten Pagerank-Update doch nur mit einer soliden 5 eingestuft wird.

Tadaaa! Das ist also der Pagerank!

Und schnell fällt auf, dass bei allem Getue doch ein recht einfaches System hinter dem Pagerank steht. Im Netz stoße ich immer häufiger auf Link-Tabellen, die mir suggerieren, dass so und so viele Backlinks einer schwächeren Unterseite auch einen höheren Pagerank bedeuten können.

Um ehrlich zu sein: Ich weiß nicht, ob diese Angaben stimmen. Ich habe schlicht und ergreifend die Erfahrung gemacht, dass es einzig und allein darauf ankommt, welche ‚hocheingestufte‘ Seite auf meinen Blog oder Onlineshop verlinkt. Nicht mehr und nicht weniger.

Was bedeutet der Pagerank also für eine Seite oder einen Blog?

Wie angedeutet, spiegelt der Pagerank lediglich wider, ob eine starke Seite auf eine andere Seite oder einen Blog verlinkt. Deshalb sagt er gleichermaßen auch wenig über die Qualität der Seite aus.

Allerdings kann ich vermuten, dass große, bekannte und vor allem hochwertige Seiten, nicht auf den größten Murks verlinken und annehmen, dass somit eine gewisse Wertigkeit bei einem hohen Pagerank vorliegt.

Doch nein, die Realität sieht anders aus. Ich habe in diesem Blog schon öfters über das leidige Thema „Linkeinkauf“ berichtet. Dieser kann sich zwar positiv auf die eigenen Blogeinnahmen auswirken, verfälscht aber letzten Endes die Wertigkeit von Google Pagerank.

Wenn es mir nämlich ermöglicht wird, für einen bestimmten Betrag einen Backlink der Wertigkeit 7 zu erhalten und somit selbst auf 6 oder meinetwegen 5 gestuft werde, kippt die Darstellung nämlich und jetzt Quatsch kann mit einem polierten Pagerank durch die virtuellen Gefilde latschen.

Deshalb sagt der Pagerank im Eigentlichen weder etwas über die Qualität einer Seite, noch über den Content oder einen sonstigen Inhalt aus und auch zur Positionierung in den Suchergebnissen trägt er kaum noch etwas bei.

Trotzdem ist er leider immer noch enorm wichtig.

Warum ist der Pagerank für das Geld verdienen im Internet wichtig?

Ich schrieb eben, dass der Pagerank recht wenig über einen Blog oder die Qualität der Inhalte aussagen kann. Zwar kann ich ermitteln, ob eine Seite überhaupt schon von einer etwas stärkeren Seite verlinkt wurde, aber spätestens beim Linkverkauf hört die wirkliche Einschätzung auf.

Ich kann nur vermuten, was hinter den Kulissen eines Blogs vor sich geht. jedenfalls, wenn ich einzig und allein den Pagerank als Kriterium heranziehe.

Dennoch hält sich die Annahme, dass der Pagerank ein wichtiges Kriterium sei, beständig und leider vor allem in den Köpfen von Werbekunden und Auftraggebern. So ist es bei Teliad, Hallimash, Ranksider und Trigami (neuerdings eBuzzing) immer noch ein Maßstab, um einen Blog einzustufen und auch potentielle Werbekunden schauen auf den kleinen, grünen Balken und kalkulieren darüber ihre möglichen Ausgaben.

Schade, denn dadurch bekommt der Pagerank eine Funktion, die ihm überhaupt nicht zusteht und wird rückwirkend zu einer bestimmenden und wichtigen Größe, die eigentlich nur Hülle ist.

Denn wenn ich mich als Blogbetreiber um bezahlte Artikel bewerbe und meine Einnahmen lediglich aufgrund einer Einstufung beruhen, die nichts aussagt, läuft etwas falsch.

Natürlich ist der Pagerank das A und O beim Backlinkverkauf, aber auch nur durch die genannten Paradoxien. So kann ich einen Link für mehr Geld an den Kunden bringen, wenn ich einen höheren Pagerank habe, denn so kann dieser mit der eigenen Präsenz eben eine Außenwirkung erzielen, die zwar nichts aussagt, aber trotzdem zum wichtigen Kriterium erhoben wurde.

Somit muss ich einräumen, dass der Google Pagerank in puncto Geld verdienen im Internet immer noch eine wichtige, wenn auch nichtssagende, Rolle spielt und einen enormen Einfluss auf die monatlichen Blogeinnahmen haben kann.

Was bleibt? Wie soll mit dem Pagerank umgegangen werden?

Das Pagerank-Update im November ist eine Weiterführung des beschriebenen Dilemmas, wenn der Pagerank in den vergangenen Monaten aufgrund seiner Nichtigkeit schon des Öfteren für tot erklärt wurde.

Aber so einfach ist das ganze natürlich nicht. Immerhin gibt uns der Pagerank erste Anhaltspunkte für die Analyse einer Website und spielt natürlich eine, wenn auch sehr kleine, Rolle in der Bewertung einer fremden Website.

Ich denke, man kann gespannt bleiben, ob der Pagerank auf lange Sicht grunderneuert wird, ob er vielleicht sogar abgeschafft oder eben einfach bestehen bleibt.

Und hey, ich freue mich auf das Pagerank-Update im November, kann ich doch jetzt mehr Geld im Internet verdienen :)

3 Meinungen

  1. Mathis11-08-2011

    Super Artikel, richtig Hilfreich, soviel habe ich noch nie zum Thema Pagerang erfahren. Studiere grade selbst Informationswissenschaften, aber das meiste habe ich mir leider selber beibringen müssen.

  2. Michael Kelp11-08-2011

    Ein wirklich ausführlicher Artikel der hier geschrieben wurde. Ich persönlich lege auf den Pr keinen Wert mehr. Nur wenn ich Backlinks sammle, achte ich ein wenig drauf.

  3. Kein Keywordspam02-17-2012

    PR ist doch vollkommen überflüssig als Qualitäts- und Rankingmerkmal. Wir achten lieber auf gute Backlinks :)