Geld verdienen im Internet: Muss der Blog monetarisiert werden?

Das aktuelle Thema des Webmaster Friday beschäftigt sich mit der Frage, wie Werbung auf dem eigenen Blog ankommt und vor allem damit, wie man selbst auf Werbeflächen im Internet reagiert.

Hierbei gibt es natürlich verschiedenen Blickwinkel.

Dort haben wir denjenigen, der im Internet Geld verdienen will, außerdem den einfachen Surfer und natürlich den militanten Werbegegner, der allem per Adblock den Garaus macht.

Jeder Standpunkt hat seine ureigene Berechtigung und ich möchte versuchen, diese Frage heute ausführlich zu beantworten.

Werbung auf Blogs, um Geld im Internet verdienen zu können

Webmaster-Friday fragt: Wann stört WerbungGenerell habe ich nichts gegen Werbung. Weiß ich doch, dass hinter jeder Leistung ein Schaffender steckt.

Deshalb bezahle ich auch GEZ-Gebühren, lächel nur müde, wenn das spannende Radiohörspiel unterbrochen wird und habe kein Problem damit, dass ich nicht ins Stadion, sondern die O2-World gehe.

Dinge kosten etwas und andere wollen dafür honoriert werden. Kein Problem.

Auf Blogs begegne ich dieser Thematik mitunter ganz anders.

Ich bin schnell genervt und halte vor allem Werbung, die nur darauf ausgerichtet ist, mich zufällig zu verleiten, schnell als nervtötend. Ich mag es also nicht, wenn aufdringliche Werbung mir einen interessanten Beitrag zerstört.

Schnell stellt sich also die Frage: Was darf Werbung? oder Ab wann empfinde ich sie als Nutzer unzumutbar?

Ab wann ist Werbung auf Blogs unzumutbar?

Diese Frage trägt natürlich eine Janus-Maske. Wenn ich Geld im Internet verdienen möchte, freue ich mich bärig, wenn der Nutzer nicht umhin kommt, auf meine gesetzten Banner zu klicken.

Als Besucher selbst, der von Google geleitet wurde, denke ich dabei vollkommen anders und verstehe es nicht, dass jedes Posting blinkend beginnen und mit einer seltsamen Linksammlung enden muss.

Deshalb muss der Werbetreibende einen Mittelweg beschreiten und einen Kompromiss zwischen Monetarisierung und Usability für den Surfenden schaffen.

Klar, er will Geld im Internet verdienen, der Nutzer möchte Informationen finden. Zwei Dinge, die nicht unbedingt Hand in Hand gehen.

Hierbei ist also das Maß ein wertvoller Indikator. Aber um dieses richtig finden zu können, müssen natürlich vorab beide Extrema betrachtet werden.

Unzumutbare und aufdringliche Werbung auf Blogs

Ich empfinde Werbung als unzumutbar oder gar aufdringlich, wenn sie mir Dinge aufdrängt, die ich selbst nicht will. Also weder seriös, noch passend und vor allem blockierend ist. Dieses Beispiel kann man ganz einfach auf das Leben übertragen.

Wenn ich vor dem Eiffelturm stehe und einen Flyer gereicht bekomme, der mir eine Vergünstigung für den Eintritt empfiehlt, freue ich mich. Sollte dieser aber den Motocross-Sport in Frankreich anpreisen, ist er schlicht und ergreifend Zeitverschwendung und vor allem unpassend.

Hierbei spreche ich natürlich Banner, Popups und Co an, die eben nicht sensitiv sind. Nicht meine Erwartungen untermauern, sondern diese entweder enttäuschen oder auf Kriegsfuß zu diesen stehen. Werbung stört mich, wenn sie mich zu Sachen zwingt, die ich nicht möchte, sei es auch nur indirekt.

Zumutbare Werbung auf Blogs, die erträglich ist

Werbung kann natürlich auch Spaß machen, einen Mehrwert bieten und das Angebot sinnvoll erweitern. Wenn ich als Nutzer ein Geschäft betrete und das Vorhaben bekunde, Schuhe zu kaufen, freue ich mich natürlich, wenn ich ein Flugblatt habe, das mir 30% Rabatt verspricht. Ich finde es auch sinnvoll, wenn ich im Fachgeschäft für Haustiere ein Plakat entdecke, das günstige Tiernahrung offeriert.

Das lässt sich natürlich auch auf Blogs übertragen. Wenn mir der Blog oder der Nutzer dahinter, eine sinnvolle Werbung offeriert, freue ich mich mich. Gehen wir davon aus, dass ich WordPress-Themes suche und im Blog eine große Auswahl finde. Dann ist ein Werbebanner, das mir kostenlose WordPress-Vorlagen empfiehlt, ein Mehrwert, den ich gerne mit einem Klick belohne.

Geld verdienen im Internet: Das Konzept übertragen

Werbung darf vor allem das: Eine Schnittmenge aus beiden Positionen bilden und schon empfinde ich sie auch als grundlegend positiv. Ich weiß als Nutzer, dass der Betreiber eines Blogs im Internet Geld verdienen möchte, ebenso, wie ich annehme, dass Edeka Waren verkaufen möchte.

Wenn also ein Blogbetreiber auf Werbung setzt, die absolut zum Thema passt und einen Mehrwert für dieses bietet, bin ich sogar gewillt, auf Werbeeinblendungen zu klicken. Manchmal auch nur, um den Beitrag selbst zu honorieren.

Sollte ich von Popups und wildem Gespamme vergrault werden, besuche ich diese Seite nicht wieder. Jedenfalls nicht freiwillig (Googles Wege sind bekanntermaßen unergründlich).

Fazit – Was darf Werbung?

Werbung im Blog ist also immer eine Frage des Maßes und natürlich des Einsatzes. Wenn Werbung im Blog einen Mehrwert bietet, seriös und passend ist, habe ich keinerlei Probleme mit Adsense und Co.

Sollte Werbung aber zu einer Sache drängen, die ich gar nicht will und der ich im Eigentlich aus dem Weg gehen würde, hoffe ich, dass mein Adblocker allem Blinkenden, Unpassenden und Nervtötendem kurzerhand den Garaus macht.

3 Meinungen

  1. Hirzberger10-08-2011

    ich betreibe selbst Affiliate Marketing. Es ist mitunter sicher nicht leicht den Mittelweg zu finden. Vor allem als Internet Marketing Neuling neigt man dazu einen Blog mit Werbung zu überladen. Was aber gar nichts bringt, im Gegenteil – es macht einen Blog unübersichtlich und aufdringlich.

    Hier kommt es viel auf Testen an, jene Banner die gut Konvertieren UND zum Überthema des Blogs passen sollte man einbauen. Die restliche Werbung würde ich über Verlinkungen aus dem Fließtext oder über den eMail Verteiler schalten.