Geld verdienen – Der Blick des Besuchers ist ein „F“!

Ich gebe es zu. Diese Überschrift hört sich seltsam an. Dennoch umschreibt sie genau das, was langjährige Studien zu Tage gebracht haben.

Wenn ich Dir sage, dass kaum ein Leser Deine Artikel wirklich liest, sollte das nicht neu sein. Denn normalerweise werden Informationen im Internet einfach nur gescannt.

Daher hebt man bestimmte Dinge hervor, andere nicht und versucht der geringen Aufmerksamkeitsspanne Herr zu werden. Allerdings kann es recht nützlich sein, zu wissen, wo unsere Besucher hinschauen.

In diesem Artikel zeige ich Dir, dass alle Benutzer Informationen nach dem Schema „F“ scannen und wie Du durch dieses Wissen Geld verdienen kannst.

Heatmaps, Blickwinkel und Co

Blick der Besucher - F-FormIch könnte Dir nun empfehlen, einfach mal eine Heatmap Deines Blogs anzulegen. Allerdings kostet das Geld und ist in den meisten Fällen auch gar nicht notwendig.

Nicht nötig daher, als dass meistens die gewonnenen Informationen in keinem Verhältnis zu den potentiellen Einnahmen stehen.

Deshalb kann es mitunter Sinn machen, einfach bei anderen abzuschauen und diese Erkenntnisse für sich selbst zu nutzen.

Mal davon ausgehend, dass fast jeder Blog im Netz gleich aussieht, geht das Konzept in den meisten Fällen auf.

Da ich für diesen Blog keine Heatmap angefertigt habe, nutze ich zur Illustration einfach die Google-Suche per Screenshot. Dadurch sollte die F-Form ersichtlich werden.

Heatmap der Google-Suche

Einerseits sehen wir hier, dass es sinnvoll ist, gut zu ranken. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich im Artikel: Klickrate bei Google ausführlich geschildert habe.

Die andere Seite ist allerdings viel spannender, da sie uns allgemeingültige Informationen zur Perspektive unserer Besucher verrät.

Und zwar, dass diese Seiten F-förmig abscannen. Zur Illustration möchte ich noch einen weiteren Screenshot anfügen, den Google selbst bereitstellt.

Hierbei sehen wir die attraktivsten Anzeigenpositionen und auch dort wird das F sichtbar.

Die Heatmap auf unserem Blog

Doch wie können wir das Prinzip und die Kenntnis dieser F-Form zu unseren Gunsten nutzen? Eigentlich ganz logisch oder?

Die F-Form ausnutzen!

Jedem sollte klar sein, dass Werbung idealerweise dort steht, wo sie gesehen wird. Folglich ist alles, was in die rechte Sidebar gezwängt wird eher ungünstig. Mal vom direkten Vermarkten von Bannern abgesehen.

Allerdings gilt das auch für die wesentlichen Informationen, die wir in einem Text unterbringen wollen. Weshalb es ratsam ist, unsere Hauptschlagworte in die obere, linke Ecke zu werfen. Vielleicht heben wir sie sogar noch fett hervor?

Außerdem können wir so rückwirkend etwas über unsere Top-Navigation aussagen. Denn Dinge, die ganz außen, links platziert werden, werden stärker wahrgenommen. Auf meinem Blog ist es übrigens die Geld verdienen-Übersicht. Und ja, diese ist wichtig, denn dort lauern Provisionen für mich.

Außerdem konnte ich meine Adsense-CTR (Klickrate) essentiell steigern, seitdem ich die relevanten Adsense-Anzeigen in diesem Bereich untergebracht habe.

Das Wichtigste ist also

  • Unsere Überschrift liegt im absoluten Fokus, diese sollte den Besucher überzeugen
  • Das Gleiche gilt für Zwischenüberschriften, denn diese werden in jedem Fall überflogen
  • Wichtige Informationen, aber auch Affiliate-Links sollten an den Anfang und möglichst linkslastig untergebracht werden
  • Werbeformate jeglicher Art gehören, wenn es um die CTR geht, idealerweise in das Blickfeld des Benutzers
  • Informationen werden nach einem ganz bestimmten Schema gescannt. Wer es kennt, kann seine Umsätze eklatant steigern.

Der Content und die F-Form

Eigentlich ist nun alles gesagt. Dennoch möchte ich Dir an dieser Stelle noch ein paar Artikel empfehlen, die sich des gleichen Problems annehmen.

So habe ich schon vor langer Zeit über die optimale Adsense-Position geschrieben, aber auch mein Artikel über die niedrige CTR sollte das Ganze ergänzen.

An dieser Stelle möchte ich Dir viel Erfolg mit Deinem Blog wünschen. Hast Du selbst schon Erfahrungen mit der F-Form gemacht oder platzierst Du die wichtigsten Anzeigen ganz anders? Ich freue mich über Deinen Kommentar :-)

3 Meinungen

  1. Roland04-18-2012

    Danke für diesen überaus einfach zu merkenden und umzusetzenden Tipp.
    Ich habe lange im Verlagswesen gearbeitet. Für die Zeitung gilt – das Auge fängt oben links an, wandert nach rechts, dort nach unten. Links unten ist ziemlich uninteressant.
    Das ist aber mit Einschränkungen zu betrachten. Sucht der Leser gezielt nach Inhalten, zum Beispiel im Stellenmarkt, ist fast jeder Platz gleichwertig.

    Müßte man aber auf dieser Seite eine Anzeige platzieren die nichts mit dem gesuchten Inhalt zu tun hat, dann gilt wieder die Regel. Oben links und rechts / rechts unten die beste Position.

    Rechts unten wird im wahrsten Sinn des Wortes sogar begriffen, spätestens beim umblättern. Man sollte vielleicht überlegen, was man in nähe des „weiterlesenlinks“ platziert. Vor allem ist es wichtig wo er steht, links oder rechts.

    • Jonas G.04-19-2012

      Hey Roland,

      ja, so ist es. Spannend ist natürlich auch, wie sich der Fokus ändert, wenn auffällige Dinge an ungewöhnlichen Orten befinden. Beispielsweise eine Newsletter-Eintragung oder vielleicht etwas kostenloses. Dennoch bleibt das F in der Regel erhalten, von unüblichen Dingen einmal abgesehen :-)

      Was den Stellenmarkt betrifft, hast Du Recht. Das gilt ja mitunter bei allen Dingen, die wirklich für den Leser relevant sind. Allerdings habe ich im Netz die Erfahrung gemacht, dass Hyperlinks mitunter einen Strich durch diese Rechnung machen. Denn auch wenn alles gleichwertig ist, kann durch das Öffnen einer neuen Seite die Ausgangsseite in den Hintergrund treten, ist ja nicht ganz so statisch wie ein Tagesblatt.

      beste Grüße :-)

  2. Mark04-20-2012

    Das ist eine sehr interessante Studie und kann sicher einiges bei einer Optimierung der Seite bringen!

    Eine Heatmap bei einer Seite die schon verdient kann so dann um einiges mehr bringen…da würde sich eine Investiotion dann auch schon lohnen.

    Sehr guter Tipp!