Die Entwicklung deutscher sozialer Netzwerke: Ein Abwärtstrend!

Letztens habe ich mich mit einem Freund unterhalten, der bei einem populären Studentennetzwerk beschäftigt ist und dabei immer wieder geklönt, dass die deutschen Netzwerke eh dem Untergang geweiht sind.

Das war in diesem Augenblick natürlich nur, um ihn aufzuziehen und mit einem Augenzwinkern gemeint.

Heute bin ich allerdings auf eine recht interessante Infografik gestoßen, die ähnliche Abgesänge prophezeit und wirklich keine schönen Prognosen für das deutschstämmige Social Media – Umfeld bereithält.

Also, werfen wir einen Blick auf lokalisten.de, wer-kennt-wen, Xing und die VZ-Netzwerke.

Die Entwicklung der deutschen sozialen Netzwerke

Die Entwicklung der deutschen sozialen Netzwerke

Die Angaben sind selbstverständlich in Millionen und illustrieren einen klaren Abwärtstrend, der die Enwicklung sozialer Medien von Dezember 2010 bis Dezember 2011 wiederspiegelt.

Natürlich muss es das noch nicht gewesen sein und vielleicht bleibt noch ein wenig Restenergie, um die verbleibende Nutzer zu halten.

Doch ich denke, der Zug ist abgefahren. Facebook hat eine absolute Übermacht erlangt, die in sich natürlich nur für ein weiteres Wachstum sprechen muss, denn wo melde ich mich an, wenn ich ein Neuankömmling bin?

Genau! Dort, wo meine Freunde sind und somit bleibt es bei einer wachsenden Spirale.

Lediglich Google Plus erscheint mir als sinnvoller Konkurrent, da durch die Omnipräsenz im allgemeinen Online-Bereich es natürlich mit diversen Mitteln und Wegen möglich ist, Nutzer für sich zu gewinnen. Dafür braucht es nicht immer pure Qualität.

Somit denke ich, dass deutsche soziale Netzwerke nur noch eine Kür sind und keine wirkliche Alternative darstellen, zwar halte ich es für zu früh, solche Prognosen zu stellen und dennoch scheint sich das Ganze zwischen leeren Profilen und Hoffnungslosigkeit zu bewegen und es macht wohl wenig Sinn, in diesen trüben Teichen noch nach Traffic und Fans zu angeln.

Oder, was denkst Du?

3 Meinungen

  1. Karl01-15-2012

    Wer-kennt-wen und Xing dümpeln ja weiter auf dem gleichen Niveau vor sich hin und ich denke auch, dass es dabei bleiben wird. Die Netzwerke sind so konzipiert. Xing ist bzw. gibt vor exklusiv zu sein und wer-kennt-wen hat sich bei den älteren Mitbürgern etabliert.

  2. Jonas G.01-15-2012

    Hallo Karl,
    ja, das stimmt natürlich – Das grundlegende Konzept ist unterschiedlich.
    Dennoch muss ich dann doch die verlinkten Zahlen nachreichen, die vielleicht (Excel in wenigen Minuten) doch nicht ganz ersichtlich werden.

    In Zahlen sieht das ganze dann doch ein wenig „schlimmer“ aus – diese beziehen sich auf die letzten 12 Monate und ich stelle sie lediglich gegenüber:

    VZ-Netzwerke
    347,4 Mio | 77,3 Mio

    wer-kennt-wen
    154,1 Mio | 75,6 Mio

    lokalisten.de
    18,6 Mio | 5,6 Mio

    Xing
    23,2 Mio | 20,2 Mio

    hierbei fällt auf, dass wirklich nur Xing halbwegs konstant bleibt und das liegt wohl schlicht und ergreifend am erklärten Ziel, denn hierbei geht es wohl eher um die Job- oder eben Berufsvermittlung und dafür sind facebook und Co wohl wahrlich nicht geeignet.

    Beste Grüße
    Jonas