Usability im Blog: Die Suchfunktion effektiv nutzen!

Blogs plustern sich mit den Jahren, die sie bestehen, immer mehr auf.

Dabei verschwinden zahlreiche Artikel im Archiv und werden nur noch über Google angesteuert.

Ist es also sinnvoll, eine eigene Suche auf dem Blog anzubieten und was gibt es dabei zu beachten?

Es gibt nämlich ganz unterschiedliche Möglichkeiten, eine Suchmaske in den eigenen Blog zu integrieren und diese effektiv zu nutzen.

So können wir beispielsweise die Suchanfragen unserer Besucher auslesen und bei der richtigen Handhabung sogar Geld im Internet verdienen.

Also dann, werfen wir einen Blick auf die Möglichkeiten, die uns eine kleine Stöberleiste bietet, wie wir sie auswerten können und ob es wichtig ist, überhaupt eine solche Funktion für den Leser anzubieten…

Die Suchfunktion im Blog – sinnvoll?

Die Blogsuche kann effektiv zur Auswertung genutzt werdenBevor ich diesen Artikel begann, stellte ich mir die Frage, ob eine interne Suche überhaupt sinnvoll ist, für den eigenen Blog.

Ich muss gestehen: So sicher bin ich mir bisher nicht und habe sogar mit dem Gedanken gespielt, sie kurzerhand zu entfernen und einfach zu schreiben, das sie keinen Zweck erfüllt.

Denn wenn wir ehrlich sind, fällt auf, dass das Ganze nicht wirklich gut zu bedienen ist und wenn ich auf anderen Blogs bin und einen bestimmten Artikel suche, werde ich eher von zahllosen und unnötigen Textwüsten erschlagen; weniger mit einem befriedigendem Ergebnis beglückt.

Dennoch ertappe ich mich, wie ich selbst in Blogs die Suchfunktion nutze und mir ein Ergebnis herbeiwünsche, oft werde ich davon zwar enttäuscht, aber für den Betreiber der Seite bietet es in jedem Fall einen Mehrwert.

Das hat mich zu der Überlegung gebracht, dass ich zwar immer noch glaube, dass eine bloginterne Suche wenig Sinn für den Nutzer bringt, aber auf jeden Fall für mich. Das ist jetzt zwar kein schönes Ergebnis, aber fangen wir doch von vorne an.

Welchen Nutzen hat ein Blogbetreiber von Suchanfragen?

Wenn ich mir meine Google Analytics-Statistiken anschaue, shee ich unzählige Keywords, die den Besucher auf meinen Blog bringen. Aber natürlich nur Kombinationen, die in irgendeiner Form schon vorhanden sind; auf die ich meinen Blog optimiert habe oder die einfach dem Zufall geschuldet sind.

Beispielsweise kam gestern ein Besucher mit folgender Phrase auf meinen Blog:

Zufällige Keyword-Kombinationen führen zum Erfolg

Ohne das jetzt bewerten zu wollen, habe ich die Phrase einmal überprüft und siehe da; ich nehme Position 5 in den SERPs ein.

Das ist mit Sicherheit nicht in Stein gemeißelt und liegt einfach daran, dass ich in einem Beitrag folgende Keyword-Kombination benutzte: „Denn unterm Strich möchte ich Geld verdienen.“ und schon ist der ganze Suchprozess irgendwie entzaubert.

Dabei möchte ich aber auf ein anderes Phänomen hinweisen: Die Suche kann mir als Blogbetreiber dienlich sein, um die Bedürfnisse meiner Besucher zu ermitteln.

Zwar ist die Beispiel-Kombination jetzt nicht mein Hauptanliegen, aber bei einem zweiten Blick fällt auf, dass sich in unseren Suchanfragen ganz viele und vor allem unterschiedliche Kombinationen ansammeln.

Überprüfe ich das Ganze auf einen längeren Zeitraum (zwei, drei Monate) fallen oft Suchbegriffe ins Auge, auf die ich gar nicht optimiert habe beziehungsweise habe ich sie noch gar nicht in Erwägung gezogen. Vielleicht ranke ich bei diesen Anfragen sogar auf den oberen Plätzen und es wäre ein leichtes, einen wirklichen Artikel zum Thema zu schreiben, um eben die Spitzenposition abzugreifen.

Doch widmen wir uns nun der internen Suche, denn diese rollt das Ganze von hinten auf…

Welchen Nutzen hat ein Blogger von der internen Suche?

Es gibt Möglichkeiten und Plugins, die uns helfen, die eigene Blogsuche genau zu analysieren und zu schauen, mit welchen Keyword-Kombinationen unsere Besucher auf unserer Seite gestöbert haben. Das bringt uns jedoch einen enormen Mehrwert, denn wir sehen, was unser Publikum interessiert, auch wenn es dafür vielleicht noch gar keinen Artikel gibt.

Beispielsweise habe ich in den letzten Tagen häufiger beobachtet, dass meine Besucher nach Trofuna bei mir suchen. Ich weiß noch nicht, ob ich über dieses Pseudo-Versprechen einen Artikel verfassen möchte, aber ich sehe, dass dieses Thema die Besucher, die auf meinen Blog gelangten, interessiert.

Wie werte ich Suchanfragen auf dem Blog aus?

Unter WordPress gibt es dafür ein sehr kleines, aber feines Plugin: Search Meter. Dieses trackt alle Suchanfragenm die auf dem eigenen Blog getätigt wurden. Davon ausgehen, dass ein Suchfeld überhaupt integriert ist.

Es ist an dieser Stelle übrigens nicht notwendig, die Konfiguration des Plugins zu erklären, denn das ist mehr als intuitiv. Einfach installieren und schon geht es los und sammelt fortan alle relevanten Daten.

Interessant ist an diesem Plugin vor allem, dass es mir nicht nur zeigt, wonach in meinem Blog gesucht wurde, sondern außerdem übersichtlich darstellt, welche Treffer die jeweiligen Suchanfragen offenbarten. Wenn keine Ergebnisse vorliegen und eine Suchphrase häufiger vorkommt, ist es in jedem Fall sinnvoll, dafür einen Artikel anzulegen oder in jedem Fall darüber ein paar Worte zu verlieren.

Ein weiterer Vorteil, der sich mir als Blogbetreiber bietet, ist, dass ich so auch ständig neue Futter für Blog-Artikel habe. Zwar wird es in den kommenden Wochen keinen Artikel über Trofuna geben, aber beispielsweise entstand aufgrund dieser Auswertung der Artikel „Was heißt Affiliate?“ und das lediglich, weil ich einsehen konnte, dass diese Frage meiner Suchmaske immer häufiger gestellt wurde.

Es lohnt sich also, mal einen Blick auf das kleine Plugin zu werfen und es einfach für ein paar Wochen im Hintergrund laufen zu lassen. Denn zwar bietet uns Analytics jede Menge Anhaltspunkte, was relevant ist und was nicht, kann aber eben keine internen Daten auswerten.

Geld verdienen mit der Blogsuche

Ein weiterer Aspekt, der mich an einer internen Blogsuche fasziniert, ist natürlich die Möglichkeit, dadurch Geld zu verdienen. Zwar habe ich das Ganze so noch nicht auf diesem Blog realisiert, aber wir werden sehen, was die Zukunft bringt.

Natürlich gibt es mehrere Möglichkeiten, eine Suchmaske zu monetarisieren und ich kann einfach in der entsprechenden einfach ein Banner über die möglichen Suchergebnisse knallen. Doch meiner Erfahrung nach, ist dieses nicht kontextrelevant und entspricht kaum den Vorstellungen des Nutzers.

Deshalb muss etwas her, dass entweder getarnt ist, bekannt ist oder irgendwie doch richtig passt. und? Schon eine idee, worauf ich hinaus will?

Genau! Die bekannteste Suchmaschine ist Google und der Suchmaschinenriese bietet uns eine einfache Möglichkeit an, von der eigenen Blogsuche zu profitieren.

Google Suche in den Blog integrieren

Auch dafür gibt es ein kostenloses Plugin, dass es WordPress-Nutzern ermöglicht, sich ein bisschen Arbeit zu ersparen: Google Custom Search Plugin.

Das Ganze kann zwar auch händisch vorgenommen werden, doch habe ich die Erfahrung gemacht, das es so einfacher geht. Denn auf manchen Projekten wollte es einfach nicht wirklich klappen oder es gab Fehler, andere liefen mit dem gleichen Codeschnipsel problemlos und bevor ich meine Haare verliere, nehme ich doch einfach das entsprechende Plugin.

bei Blogs, die vielleicht mehr pflege erfahren, ist das aber natürlich keine sinnvolle Lösung, dafür empfehle ich die Anmeldung bei den Webmaster Tools aus dem Hause Google und das Befolgen der Schritt für Schritt Anleitung unter dem Menüpunkt Benutzerdefinierte Suche. 

bei einer richtigen Integration wirft uns das kleine Ding fortan zwar immer noch die Ergebnisse aus, orientiert sich dabei aber an der Google-Suche und ist dabei manchmal ein klein wenig effizienter. Interessant ist nun aber, dass wir auch einen anderen Part dieser Suche übernehmen und nun kontextrelevante Adsense-Banner eingeblendet werden.

Also genau so, wie wir es beim normalen Suchen über Google kennen.

Ist die Suche auf einem Blog sinnvoll – ein Fazit

Ich bin bei meinen Überlegungen zu dem Schluss gekommen, dass eine interne Blogsuche kaum einen Mehrwert für den Besucher selbst darstellt. Natürlich kann ich dabei aber auch falsch liegen, aber ich habe in der Vergangenheit selten die Erfahrung gemacht, dass ich selbst darauf zurückgreife und wenn dann, eher frustriert bin, von den möglich Ergebnissen.

Auf der anderen Seiten denke ich aber, dass eine solche Suche und vor allem die richtige Auswertung (Search Meter) oder eben Monetarisierung sich vor allem für den Seiten- oder Blogbetreiber auszahlen kann.

Deshalb werde ich die Suchmaske auf diesem Blog weder entfernen noch in der Virtualität begraben, denn dafür hat sie mir einfach schon zu viele Ideen für neue Artikel spendiert und vielleicht kann sie auch irgendwann zum Vorhaben beitragen, im Internet Geld zu verdienen…

3 Meinungen

  1. Bernhard11-11-2011

    Ich bin der Ansicht, dass eine interne Suche und vor allem die dazugehörige Auswertung und Kommerzialisierung sich erst bei einer großen Anzahl von Inhalten und einer Menge an regelmäßig wiederkehrenden Besuchern lohnt. Bei überschaubaren Projekten sollte man die Zeit lieber darauf verwenden, Content und Links aufzubauen, als sich dem Versuch zu unterziehen, nach den Wünschen und eingegebenen Begriffen der wenigen Nutzer zu richten.

    • Jonas G.11-11-2011

      Da gebe ich Dir natürlich recht.
      Klar, die Auswertung und, wie du sagst, Kommerzialisierung einer Suchmaske beziehungsweise den Daten, die darüber erfasst werden, macht nur Sinn, wenn ein größeres Projekt betreut wird.

      Aber ebenso denke ich, dass überhaupt erst eine Auswertung Sinn macht, wenn ein gewisses Wachstum vorliegt und eben nicht, bei minimalen Besucherzahlen. Das liegt zum Einen einfach daran, dass diese Daten überhaupt erst relevant werden, wenn genug Besucher eben die Eingabemaske nutzen und eben nur rückblickend überhaupt eine Aussage getroffen werden kann, aber eben auch, dass – wie Du ja selbst schreibst – bei kleinen Blogs und Projekten natürlich erst auf Qulität und ein gesundes Wachstum Wert gelegt werden sollte. Logisch.

      Natürlich ist das Ansichtssache, was sind viele Besucher, ab wann lohnt sich das?! Aber die Installation von Search Meter schadet ja, abgesehen von der Tatsache, dass noch ein Plugin installiert werden muss, überhaupt nicht und so können eben Daten immerhin schon im Hintergrund angesammelt werden.

      beste Grüße
      Jonas

  2. Fabio11-19-2011

    Super Beitrag.Ich habe einige frische Denkanstoesse bekommen. Freue mich schon auf neue Posts.