designenlassen.de – Grafikwunsch vorschlagen, Angebot mitnehmen

Heute möchte ich einen sehr interessanten und fast noch taufrischen Anbieter vorstellen: Die Plattform designenlassen.de

Hier haben wir die Möglichkeit, Grafiken, Banner oder auch Logos von professionellen Designern erstellen zu lassen. Das ist nicht neu und schon auf in unzähligen Abwandlungen im Internet bekannt – Auftragsarbeiten eben.

Der Clou dabei: Wir beschreiben detailliert, was wir wollen, legen dabei einen maximalen Preis fest und mehrere Designer kümmern sich um unseren Auftrag.

Wir müssen nur noch auswählen, welches Kunstwerk uns am besten gefällt und das scheint mir doch recht innovativ zu sein.

Also, werfen wir einen Blick auf die Plattform Designenlassen und die interessante Idee der Bild-Auktionen.

Was ist designenlassen.de?

Das Logo des Anbieters DesignenlassenDesignenlassen trägt seine eigentliche Funktion eigentlich schon im Namen. Wir lassen uns Grafiken von professionellen Designern erstellen oder bieten selbst unser Können feil. Das Besondere dabei ist das recht spannende System.

Auftragsgeber beschreiben in knappen Worten, was sie erwarten, wofür die Grafik benötigt wird und stellen ein Projekt online – nach und nach bekommen wir Vorschläge, manche wunderschön, andere gewöhnungsbedürftig.

Bei meiner kleinen Erkundungstour habe ich jedenfalls recht schöne Bilder gefunden, die ich ohne Zweifel auch für eigene Blogs oder auch Shops verwenden würde. Rundum also recht überzeugend.

Somit bildet die Plattform eine Schnittstelle zwischen Kreativen und Auftragsgebern aus allen Herren Ländern. Doch lassen wir den Anbieter einmal selbst zu Wort kommen, denn dieser beschreibt sich folgendermaßen:

designenlassen.de ist die preisgekrönte europäische Crowdsourcing-Plattform und verbindet Designer und Auftraggeber von Designdienstleistungen. Wer ein Design für ein Firmenlogo, eine Webseite oder ein Plakat benötigt, kann dazu einen Wettbewerb auf designenlassen.de ausschreiben. Kreative aus aller Welt können Ihre Vorschläge einreichen, am Ende bestimmt der Auftraggeber das Gewinner-Design und bezahlt das vorher festgelegte Preisgeld. Quelle

Wie funktioniert das Ganze?

Vor allem steht natürlich die Anmeldung, die allerdings recht fix über die Bühne geht und schon haben wir uneingeschränkten Zugriff auf alle relevanten Unterseiten und ein ausführliches Backend.

Dafür müssen wir allerdings unseren Account vollständig ausgefüllt haben – sonst erscheint lediglich ein dezenter Hinweis, dies zu tun.

Jetzt kann es aber losgehen und wir finden unter dem Menüpunkt Projekt starten alle möglichen Kategorien, die wir für unsere Ausschreibung nutzen können. Hierbei gilt allerdings ein Mindestpreis, was natürlich auch sehr zu begrüßen ist. Stichwort: Dumping!

Die Benutzeroberfläche von Designenlassen.de

Ich möchte den Ablauf einmal anhand eines Beispiels aufzeigen.

Gehen wir davon aus, dass ich für meine geschäftlichen Beziehungen ein frisches Visitenkarten-Design benötige. Dafür wähle ich den Unterpunkt Visitenkarte/Briefpapier, wobei hier das Komplettpaket mit 129€ zu Buche schlägt.

1. Briefing

Als erstes kann ich ein ausführliches Briefing ganz nach meinen Vorstellungen anpassen. Hierbei beschreibe ich in wenigen Worten meine Zielgruppe, lege fest, was ich unbedingt will und was es in gar keinem Fall sein sollte und lege das gewünschte Dateiformat fest.

Sehr gut gefällt mir auch, dass ich mithilfe einfacher Schieberegler festlegen kann, in welche Richtung das Ganze optisch gehen soll.

Mithilfe von Schiebereglern die Optik festlegen!

Praktisch: Regler für die Optik

2. Projektoptionen

Hier können wir nun besondere Features für unser Grafik-Projekt dazubuchen. So können wir durch einen finanziellen Obolus nur Elite-Designer, eine Verschwiegenheitsklausel einfordern oder unseren Auftrag zusätzlich bewerben lassen.

Beispielsweise durch Fettdruck in der Auftragsübersicht oder durch Werbung auf dem Facebook-Kanal des Anbieters. Inwiefern das Sinn macht, sollte jeder für sich entscheiden, denn hierbei können die Preise doch merklich anziehen.

Erinnern wir uns: Unsere Visitenkarten-Paket sollte rund 130€ kosten. Möchte ich nun wirklich alle Register ziehen, lande ich plötzlich rund 300€. Das ist aber noch nicht alles in puncto Preisgestaltung, denn es geht noch höher :)

3. Preisgeld

Letzten Endes legen wir nun noch das Preisgeld fest, das eifrige Grafiker dazu einladen soll, sich für uns zu bemühen und unsere Wünsche zeitnah und vor allem spannend umzusetzen.

Doch hier zieht sich die Preisschraube doch recht fix zusammen. Ich habe einmal alle Zusatzoptionen ausgewählt und das Premiumpaket für die Erstellung genommen.

Die Auswahl des Preisgeldes

Recht happig, oder? Nun. Ich schreibe oft darüber, dass man sich in keinem Fall unter Wert verkaufen sollte, ich halte das in vielerlei Hinsicht für wichtig.

Die Preise, die sich hierbei abzeichnen, halte ich allerdings für unangemessen. Immerhin reden wir hier von Visitenkarten und gleichermaßen über Nettopreise. 660€ für das Design einer kleinen Karte? Günstig ist das nicht unbedingt.

Das weiß aber natürlich auch der Anbieter und wir können alles wieder runterregeln – setzen wir also unsere Extrawünsche zurück und wählen das günstigste Angebot.

Schon schlägt das Ganze auch nur noch mit den versprochenen 129€ zu Buche. Die Differenz ist aber enorm und man sollte genau überlegen, worauf es einem ankommt. Denn die Luxusklasse scheint mir dann doch ein wenig überteuert – Elite-Designer hin oder her.

Designenlassen – Fazit

Insgesamt finde ich das Konzept des Anbieters sehr spannend und eigentlich wollte ich für diesen kleinen Testlauf auch eine grafische Probefahrt unternehmen. Dabei muss ich allerdings einräumen, dass mir die Preise doch ein wenig zu hoch erschienen.

Ich überlege allerdings, ob ich für ein anderes Webprojekt, ebenfalls ein Blog, auf das Angebot zurückgreifen möchte, denn interessant finde ich es allemal. In diesem Zusammenhang ist außerdem zu erwähnen, dass es eine Geld-Zurück-Garantie gibt, wenn unter den eingereichten Grafiken überhaupt keine gefällt.

Sehr spannend finde ich im Übrigen auch den angebotenen Logoshop. Hier wäre ich auch bereit, den ein oder anderen Euro mehr zu zahlen. Denn hier sollte das eigene Angebot mit dem individuelle Auftritt Hand in Hand gehen. Auch der Wiedererkennungswert steht diesbezüglich an einer übergeordneten Stelle.

Das alles unter einen Hut zu bekommen ist manchmal gar nicht so leicht und da kann es Spaß machen, sich durch das große Portfolio von designenlassen.de zu wühlen.

Einen Blick sollte man aber riskieren und selbst ein wenig mit den Optionen herumspielen :)

5 Meinungen

  1. Klara_Himmel02-29-2012

    Am Anfang haben mich diese Portale auch fasziniert. 12designer.com ist dabei schon länger am Start. Aus Sicht des Auftraggebers ist das prima, er erhält ja nicht nur schnöde Angebote, sondern gleich zig verschiedene Ausführungen.
    Bedeutet aber für 99 Prozent der Auftragnehmer verlorene Zeit, schließlich kann nur einer gewinnen.

    • Jonas G.02-29-2012

      Da hast du recht, Klara und diesen Aspekt habe ich wohl einfach unterschlagen. Ich sehe das Ganze eher aus den Augen des Auftraggebers.

      Dass es mitunter frustrierend sein kann, Stunden von Arbeit in ein Projekt zu stecken, um dann abgelehnt zu werden, ist natürlich ebenfalls ein wichtiger Punkt.

      Danke für den Hinweis und beste Grüße :)

  2. Rebecca04-26-2012

    Wieso verlorene Zeit? Bei jedem Wettbewerb ist es doch der Fall, dass es nur ein Gewinner gibt. Ob es sich sich um einen Designerwettbewerb oder Sportwettbewerb handelt. Jeder macht es aus freiem Willen. Außerdem ist designerlassen.de nicht der einzige Anbieter. Man könnte sich auch die anderen Webseiten angucken, wie z.B. http://www.logo-design.de. Auf diese Weise kann man sich den besten Anbieter aussuchen.

  3. Katrin B.07-23-2012

    @Klara Himmel: Ich versuche gerade beide Portale, 12designer und designenlassen zu vergleichen, und habe bisher immer gelesen, dass http://www.designenlassen.de/ vor den Konkurrenten an den Start ging.

    Beste Grüße

  4. Christian07-24-2012

    Hallo Katrin,

    interessante Idee! Schreibst du darüber?
    Falls du einen Erfahrungsbericht suchst, hier findest du einen über designenlassen.de -> blogprofis.de/designenlassen-de-erfahrungsbericht-tolle-entwuerfe-fuer-unser-logo/1144/

    VG