Brauchen wir einen Corporate Blog? Ja, verdammt!

Die meisten Unternehmen haben eine Webseite und sind in irgendeiner Form im Internet präsent. Das ist auch gut so, denn ansonsten würden wohl die Käufer ausbleiben.

Dennoch verzichten viele auf einen eigenen Blog, also eine Seite, die mit frischen und einzigartigen Inhalten glänzt und auch die wenigsten Onlineshops haben ein solches Element. Bei Firmen nennt man das übrigens Corporate Blog. So weit, so gut…

Klar. Ein Blog bedeutet Aufwand und beansprucht jede Menge Zeit. Dennoch möchte ich behaupten, dass es wirtschaftlicher Suizid ist, auf eine solche Möglichkeit zu verzichten.

Also gut: Warum Corporate Blogs für Firmen unabdingbar sind!

Was ist ein Corporate Blog?

Der Corporate BlogDa Du auf diesen Artikel geklickt hast, gehe ich davon aus, dass Du weißt, was ein Corporate Blog ist.

Dennoch möchte ich einmal kurz und knapp ausholen, um sicherzugehen, dass wir das Gleiche meinen und keine unterschiedliche Auffassung haben.

Dafür nutze ich einfach Wikipedia, da steht doch eh alles drin und in diesem Fall stimmt das sogar. Glück gehabt.

Corporate Blogs treten in unterschiedlichen Formen auf und können unterschiedliche Funktion haben. Charakteristisch für Corporate Blogs ist, dass sie dazu dienen, Kommunikations- oder Marketingziele des Unternehmens zu verfolgen.

Sie werden in der Regel von Mitarbeitern eines Unternehmens geführt. In den USA ist es üblich, alle geschäftsrelevanten Blogs, die Mitarbeiter pflegen, zu den Corporate Blogs zu zählen. Quelle

Alles klar! Die Fronten sind geklärt und idealerweise sind wir nun auf der gleichen Ebene!

Ein Corporate Blog ist also einer, der das Gesicht einer ganz bestimmten Firma trägt und von den Beschäftigten selbst geführt wird. Dabei werden Interna ausgeplaudert, sich ein wenig in die Karten geschaut und mitunter das ein oder andere Produkt vorgestellt. Ein kleiner Blick hinter die anonymen Kulissen eben…

Irgendwann wird es nicht mehr besser!Zwar gibt es immer noch Chefetagen, die dem Ganzen ein wenig skeptisch gegenüberstehen, aber das ist meiner Meinung nach hohl.

Davon ausgehend, dass die Kommunikation mit dem zuständigen Blogger stimmt, sind auch keine bösen Überraschungen zu erwarten und letzten Endes wird das Firmenprofil enorm geschärft.

Mal von unvorhergesehenen Kündigungen und Kurzschlussreaktionen abgesehen.

Ein Corporate Blog hat allerdings noch einen ganz effektiven und oftmals unbekannten Nutzen, der enorm schwerwiegend ist und das sollte in keinem Fall unterschätzt werden.

Klar. Die meisten Firmen haben mittlerweile das Internet für sich entdeckt und versuchen zwischen Google und Co Fuß zu fassen. In einem zweiten Schritt wird dann oftmals ein SEO engagiert, der kräftig Backlinks sammelt und das Ganze im Internet bekanntmachen soll.

Immer schön mit dem Hauptschlagwort aufs Firmenantliz und irgendwann wird das kleine Möbelhaus aus Schweden schon gut ranken. Meistens klappt das auch und alle sind zufrieden. Blöd nur, dass die Reichweite immer noch nicht stimmig ist, obwohl jede Menge Geld geflossen ist.

Kein Problem: Engagieren wir abermals eine Agentur, denn mit dem Schlagwort Betten aus Malmö kann man es ja auch versuchen.

Hierbei fällt schnell auf, dass dieses Spiel recht langwierig sein kann und bei schlechten, unpassenden oder auch hart umkämpften Schlüsselwörtern erinnert das Ganze lediglich an Sisyphusarbeit.

Abhilfe schafft in diesem Fall ein Corporate Blog, auch wenn damit nicht alle Fallstricke aus dem Weg geräumt sind. Somit ist er folglich keine Allzweckwaffe, bietet allerdings einige starke Vorteile.

Die Vorteile eines Corporate Blogs

Die Blogeinnahmen steigernMal davon abgesehen, dass es immer schön ist, wenn ein Unternehmen Gesicht zeigt, birgt ein solcher Blog noch ganz andere Vorteile, die recht wenig mit Öffentlichkeitsarbeit und Image zu tun haben.

Ich möchte deshalb vorab einen kleinen Überblick geben und danach auf die einzelnen Punkte genauer eingehen.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Die Firma wird persönlicher
  • Mehr Besucher durch die Google-Suche
  • Eine Vielzahl von indexierten Seiten
  • Mehr eingehende Links
  • …und letzten Endes natürlich mehr Einnahmen!

Die meisten dieser Aspekte sind recht schnell erläutert. Denn logischerweise werden Blog-Artikel durch Suchmaschinen gefunden, was natürlich stark mit der Vielzahl von indexierten Seiten zusammenhängt, wodurch es gleichermaßen mehr Besucher gibt.

Aufgrund des neuen Themenspektrums trudeln auf lange Sicht ebenfalls mehr Backlinks ein und die sind in der Regel sogar freiwillig gesetzt. Nutzt das Unternehmen eine keywordlastige Domain, wird also auch noch mit einem relevanten Schlagwort verwiesen.

Außerdem wird durch das Verbessern der Rankings und den steigenden Besuchern, die sich in jedem Fall geringfügig für das eigentliche Thema interessieren, unterm Strich auch mehr Sales generiert. Nun sollte man nicht mit einem ungeahnten Wachstum rechnen, aber mitunter ist sogar das drin.

Vor allem wenn wir das Ganze geschickt nutzen und vielleicht einzelne Produkte gezielt vorstellen.

Das bringt den Vorteil, dass wir einerseits über die Google-Suche ein paar Besucher abfangen können, aber gleichermaßen die Conversion Rate maximieren. Denn wer nach einem bestimmten Produkt sucht und einen entsprechenden Artikel findet, zertrümmert schneller das eigene Sparschwein. Klar, oder?

Diese Kniffe nennt man übrigens Content-Marketing und das ist durchaus effektiv. Die folgende Infografik vereint ein paar der wichtigsten Aspekte und danach geht es weiter im Text…


The anatomy of content marketing - the heart of online success

Die Vorteile des Content-Marketings

Der Anbieter EverlinksNun gut, Content-Marketing ist abermals ein Begriff, der ein wenig dröge wirkt. Effizient ist er dennoch.

Letzten Endes geht es eben darum, die eigene Firmenseite mit einem Sammelsurium aus Mehrwert zu umgeben und somit Besucher und Backlinks einzusammeln.

Kurzum: Wir sprechen von einem Corporate Blog.

Aber natürlich ist das gleiche Prinzip auch auf simple Onlineshops oder eben Affiliate-Seiten anzuwenden. Denn das Prozedere ist natürlich ähnlich.

Bei einem Unternehmen profitieren dabei übrigens beide Elemente, Hauptseite und Blog. Denn wenn die Firma verlinkt wird, stärkt das den angegliederten Blog und andersherum funktioniert es natürlich ebenso. Man könnte es eine inhouse-WinWin-Situation nennen. Das ist klasse!

und wieder scheint ein Satz treffend, den ich so langsam nicht mehr hören kann: Content is King! Aber ja, in diesem Fall passt er wie die Faust aufs virtuelle Auge. Denn nichts anderes suchen Menschen im Internet: Inhalte. Und wenn sie diese bei Dir finden, umso besser.

Der Corporate BlogAuf der obigen Infografik wird übrigens noch ein ganz anderes Detail ersichtlich, was maßgeblich mit dem erfolgreichen Content Marketing verknüpft ist. Nämlich das eigentlich branding.

Das bedeutet, dass Menschen lieber dort einkaufen, wo sie sich auskennen.

Im Umkehrschluss heißt das: Wenn mehr Menschen über den Firmenblog die Marke kennen lernen, ist diese bei einem potentiellen Einkauf oftmals die erste Wahl.

Nun gibt es allerdings ein paar Dinge zu beachten, wenn wir unseren ersten Firmen-Blog aufsetzen. Doch das möchte ich Dir in einem nächsten Artikel erklären, der schon morgen auf diesem Blog erscheinen wird.

Dabei soll es um Strategien und Herangehensweisen für einen erfolgreichen Corporate Blog gehen und außerdem möchte ich einmal auf die gröbsten Fehler in diesem Bereich schauen.

Denn es ist wie es: Auch ein Firmenblog braucht ein paar Voraussetzungen und natürlich gleichermaßen Vorbereitungen.

Bis dahin wünsche ich Dir viel Erfolg mit Deinem Unternehmen und natürlich allen anderen Unternehmungen im Internet!

Wenn Du schon Erfahrungen mit einem Corporate Blog gemacht hast oder alles ganz anders siehst, freue ich mich über Deinen Kommentar :-)

5 Meinungen

  1. Holger05-14-2012

    ich muss dir recht geben! ich bin zwar noch recht neu auf diesem gebiet, aber ich habe gemerkt, dass ein blog ganz schön viel bringt.

    ich habe eine seite auf der ich spezielle uhren verkaufe. dabei habe ich versucht, links aufzubauen und bei google nach vorn zu kommen. geklappt hat das nicht wirklich. deshalb habe ich einen blog an die seite angeschlossen und angefangen, über ähnliche themen zu schreiben. auf jeden fall ist die ausrichtung wichtg. die sollte unbedingt gleich sein.

    seitdem kommen zwar immer noch nicht soviele leute über das hauptwort, aber unzählige über ganz unterschiedliche suchanfragen. somit ist die seite ein voller erfolg, auch wenn ich gar nicht so gut zu den wichtigen begriffen ranke.

    ich bin gespannt, was du noch für tips auf lager hast!

  2. Armin05-14-2012

    Wir sind aktuelle am erstellen bzw. am vorbereiten eines Blog für unsere Seite, möchten aber vorher soviele Ifos sammeln wie nur möglich, den mit einem Blog haben wir bis jetzt keine Erfahrungen machen können.

    Die Infos aus dem Grund, da wir ein wirklich tolles Blog erstellen möchten das nicht zu einer Blogleiche werden soll, sondern es sollte Leben auf der Seite sein…

  3. Jonas G.05-15-2012

    Guten Abend, gute Nacht!

    @Holger

    Ja, wie gesagt, ein Corporate Blog kann ja sehr „groß“ verstanden werden. Zwar werden im Eigentlichen nur Firmen gemeint, doch auch als „Sidekick“ für eine Affiliateseite ist das Prinzip natürlich nützlich. Und funktioniert ausgesprochen gut.

    @Armin

    Ein erfolgreicher Blog erstellt sich natürlich nicht über Nacht, sondern braucht jede Menge Zeit. Aber mit genügend Geduld und Spucke wird das schon was :-)

    Vielleicht findest Du ja im nächsten Artikel ein paar Anregungen, die Euch weiterbringen.

    Ich wünsche Euch jedenfalls viel Erfolg bei der Umsetzung, Planung und Gestaltung Eures Corporate Blogs.

    beste Grüße

  4. Armin05-16-2012

    Danke für die Ratschläge…und jetzt weiss ich ja auch wo ich weitere Tipps finde!

    Die Informationen hier finde ich sehr sachlich und nicht zu übertrieben wie auf anderen Seiten, wo ein paar Vorschläge gemacht werden, aber nicht wirklich etwas rüber kommt…

  5. Jonas G.05-16-2012

    Hallo Armin, vielen Dank für das Lob.

    Leider muss ich mein Versprechen zurücknehmen: Der weiterführende Artikel zum Corporate Blog erscheint doch erst im Laufe der nächsten Woche. Er ist einfach ein wenig umfangreicher geworden :-)

    Ich wünsche Dir einen schönen Abend und eine gute Nacht,
    man liest sich.