Codes – Die geheime Sprache der Produkte – Gewinnspiel

Vor wenigen Tagen landete ein Rezensionsexemplar in meinem Briefkasten, das ich freundlicherweise von bloggdeinbuch.de zur Verfügung gestellt bekommen habe.

Orangefarben lag es im Umschlag und nennt sich Codes – Die geheime Sprache der Produkte.

Es behandelt interessante Fragen rund um die Themen Marketing, Kaufverhalten und Konsum. Warum ist ein Produkt also erfolgreich und welche Versprechen werden durch Verpackung, Farbwahl und Co nebenher an den Käufer transportiert.

Ich habe mir das Ganze einmal angeschaut, es innerhalb weniger Tage gelesen und am Ende dieses kleinen Reviews möchte ich es auch noch verschenken, an Dich, lieber Leser.

Also, werfen wir einen Blick auf das Buch und beginnen mit dem Inhalt.

Der Inhalt

Buch: Codes - Die geheime Sprache der ProdukteAuf rund 215 Seiten finden zehn Kapitel Platz, die jeweils noch jede Menge Unterkapitel haben, in denen Christian Scheier, Dirk Bayas-Linke, Johannes Schneider ausführlich über die Kleinigkeiten, aber auch Grundlagen vieler Strategien berichten.

Diese 10 Kapitel sind:

  • Die geheime Sprache der Produkte

Hierbei gehen die Autoren auf grundlegende Fragen der Produktwirkung ein; warum wirkt es edler, wenn man Wein aus einem langen Glas trinkt, welche Verhaltensmuster legen wir an den Tag und welche Anforderungen haben wir an die unterschiedlichsten Produkte oder eben jeweiligen Situationen. Also ein ganz allgemeiner Einstieg, der mir recht gut gefällt.

  • Sensory Codes: Wie das Produkt in den Kopf kommt

Dieses Kapitel wählt einen interessanten Ansatz, um einzelne Produkte nach ihrer jeweiligen Wirkung zu differenzieren, welche sensorischen Merkmale werden angesprochen und inwiefern haben wie diese mit einer bestimmten Situation verknüpft? Dabei ist es spannend, dass Produkte häufig aufgrund eines mentalen Konzepts ausgewählt werden, da wir eben bestimmte Dinge mit ihnen verknüpfen.

  • Embodiment: Handlungen sind Codes

Embodiment beschreibt letzten Endes unser ureigenes Verhalten zu bestimmten Dingen. Sehen wir ein Produkt, dann versucht unser Hirn gleich zu erfassen, was wir mit diesem anstellen können. Das führt jedoch gleichermaßen dazu, dass bestimmte Feinheiten eines Produkts reziprok eine unterschiedliche Botschaft transportieren. Greift George Clooney mit sanftem Fingerspitzengefühl nach seinem Espresso, vermittelt die Marke uns ein Gefühl von sanfter Kultiviertheit.

  • Ziele: Vom Konzept zum Kauf

In diesem Kapitel löst sich das Buch endlich von Theorie und verlässt das mentale Konzept. Hier geht es darum, was letzten Endes eine Kaufentscheidung bewirkt, warum Kunden unsere Produkte kaufen oder eben nicht und inwiefern wir diese scharfe Entscheidung selbst steuern können. Hierbei geht es vor allem um Relevanz, Zielstellungen und erwünschte Zustände des Kundens.

  • Die Codes der Marke steuern

Ziele sind, wie aus dem letzten Kapitel hervorgeht, das A und O – Ein Produkt muss das ureigene Bedürfnis eines Kunden bedienen, um zur tatsächlichen Kaufentscheidung zu führen. Umgekehrt bedeutet das aber auch, dass Marken sich direkt auf einem solchen Ziel positionieren können und somit eine Kaufentscheidung direkt mit der eigenen Marke beeinflussen können und können somit die objektive Wirkung eines Produkts maßgeblich beeinflussen.

  • Packvertising: Verpackungen wirken

Hierbei geht es schlicht und ergreifend um die Verpackung eines Produkts, denn Käufer interessieren sich selten um Strategiepapiere, sondern werden von einfachen Reizen beeinflusst. In diesem Kapitel erfahren wir, wie die unterschätzte Rolle der Verpackung sich auf das Kaufverhalten auswirkt und inwiefern wir das ausnutzen können.

  • Kommunikation: Produkte mit Zielen aufladen

Die Kommunikation zwischen Produkt und Käufer ist natürlich wichtig. In diesem Kapitel wird aufgezeigt, wie wir Produkte mit Zielen aufladen und ihnen einen bestimmten Wert beimessen. Dabei ist es vor allem wichtig, das eigene Profil stark genug zu schärfen, um überhaupt eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen, denn was im Subtext mitschwingt, ist wichtig, um bestimmte Gruppen anzusprechen.

  • Touchpoint über Codes systematisch steuern

Dieser Abschnitt befasst sich mit der 360-Grad-Kommunikation , denn diese ist für eine erfolgreiche Vermarktung nicht mehr wegzudenken. Diese befasst sich mit einer „rundum-Strategie“. Wie machen wir aus Produkten ein Erlebnis, welche Kooperationen wirken sich positiv auf die eigene Marke aus? Tritt eine Marke nämlich nur dann auf, wenn beim Konsumenten ein ähnliches Ziel aktiv ist, kann sie viel stärker ihre Wirkung ausfalten.

  • Der Preis als Code: Menschen zahlen für Ziele

Dieses Kapitel widmet sich ganz konkret den Zahlen, welche Erkenntnisse wurden in den letzten Jahren gewonnen, wie wirken Preise im Gehirn und welche Auspreisungen führen zu einem größeren Erfolg? Ich fand es relativ spannend, da ich mit manchen Dingen einfach nicht gerechnet hätte, denn letzten Endes ist der Preis ein Signal, das die Produktwirkung verändern kann.

  • Baked-In: Systematisch zur Innovation

Dieses abschließende Kapitel ruft nochmals das Gelesene auf und beschäftigt sich grundlegend mit der internen Kooperation zwischen Produktentwicklung und Marketing. Denn Innovationen lassen sich nicht einfach abrufen, sondern müssen ein implizites Ziel in der Hinterhand haben. Wer Trends entschlüsseln kann, kann neue Signale in Innovationen umwandeln.

Rezension – Codes: Die geheime Sprache der Produkte

Insgesamt war ich überrascht, wie schnell die Seiten durch meine Hände flogen. Es hat Spaß gemacht, das Werk zu lesen und mir auch jede Menge interessanter Einblicke geboten. Natürlich kann ich als Blogger damit weniger anfangen, als jemand, der tagtäglich mit konkreten Produkten arbeitet.

Doch auch ich habe ein paar nette Anstöße finden können und vor allem die Wirkung von Farben, Formen und den damit verbunden Signalen, die im Gehirn ausgelöst werden, hat mir sehr gefallen. Ich denke, dass ich ein paar Dinge auch für diesen Blog nutzen kann. Denn ein affines Publikum muss sich auch angesprochen fühlen, was ich selbst in meinem Artikel über das Finden einer Zielgruppe beschrieb.

Dennoch sind viele Dinge, die beschrieben werden, nicht wirklich neu, lösen aber oft einen AhA-Effekt aus, bei dem man sich wohlwollend an die Stirn klatscht und denkt: Ja, so ist es!

Schön ist dabei aber, dass viele Dinge, die so vielleicht bekannt sind, aber mittlerweile im Unterbewusstsein auf Reanimation warten, aktiviert werden und ich denke, jeder kann das ein oder andere aus dem Buch mitnehmen.

Außerdem gefällt es mir, dass die Autoren die Intermedialität auf mehreren Kanälen nicht nur besprechen, sondern aktiv in das eigene Buch einbinden. So finden wir unzählige Domainempfehlungen, aber auch QR-Codes ordnen sich in das Schriftbild einiger Seiten.

Ob das nun sinnvoll ist oder nicht, muss jeder selbst beurteilen, mir gefiel jedenfalls, dass das Buch nicht nur nett aussieht, sondern wirklich versucht wird, die eigene Zielgruppe ins Boot zu holen und dort abzuholen, wo sieht steht.

Ein Fazit

Insgesamt halte ich das Buch für eine gelungene Zusammenstellung, die sich für jeden lohnt und wirklich angenehm aufbereitet wurde.

Inwiefern das Ganze aber für Menschen interessant ist, die sich tagtäglich mit Marketing-Strategien befassen, kann ich nicht beurteilen. Mir hat es sehr gefallen.

Wenn auch der Preis auf Amazon mit 29,80€ doch recht happig ist, lohnt sich eine Lektüre.

Wem das aber zu teuer ist, der kann das Buch auch einfach an dieser Stelle gewinnen. Dafür einfach einen Kommentar hinterlassen und am Ende dieser Woche gebe ich den Gewinner in einem gesonderten Beitrag bekannt.

2 Meinungen

  1. Helge01-05-2012

    Wie heißt es so schön: Einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul?
    Liest sich sehr spannend, was Du da schreibst und ich würde gern einen Blick reinwerfen :)

    Gruß

  2. amarias01-05-2012

    Ich, ich, ich :)