Werbeflächen auf dem Blog verkaufen – Werbenetzwerk: blogads.de

Wer regelmäßig und viel bloggt, spielt vielleicht irgendwann mit dem Gedanken, Werbung auf dem eigenen Blog zu verkaufen.

Die richtigen Werbepartner zu finden, kann aber nicht nur nervig, sondern manchmal auch aussichtslos erscheinen.

So muss oftmals zum Telefon gegriffen, viele Mails in den virtuellen Raum geschickt werden und trotzdem liegen die eigenen Werbeflächen brach.

In den letzten Wochen habe ich aber einen Anbieter entdeckt, der sich diesem Problem annimmt und dabei eine Schnittstelle zwischen Advertiser (Werbekunden) und Publisher (Werbenden) bildet: Das Werbenetzwerk blogads.de.

Deshalb habe ich vor Kurzem das Angebot wahrgenommen und mich beim Anbieter registriert, ein wenig umgeschaut und möchte in diesem Blog-Artikel meine Erfahrungen mit blogads.de ausführlich schildern.

Also, werfen wir einen Blick auf das Verkaufen von Werbeflächen mit blogads

Was ist blogads überhaupt?

Blogads ist eine Plattform, die es Bloggern ermöglicht, Werbeflächen direkt zu verkaufen, also an Interessenten zu vermarkten. Das grundlegende Prinzip ist also relativ simpel; ein Blogger oder eben Seitenbetreiber registriert sich beim Netzwerk und wird über eine Übersichtsseite gefunden und gegebenenfalls gebucht.

Dabei geht es letztendlich darum, Bannerplätze in diversen Formaten anzubieten, die von 125×125 Pixeln, bis zu überdimensionierten 728×60 Pixeln freiwählbar und auf Nachfrage mit einer Werbebotschaft zu bestücken sind. Blogads selbst gab vor einiger Zeit eine Pressemitteilung heraus, in der sich das Unternehmen folgendermaßen beschreibt:

Blogads.de ist ein Online-Vermarktungs-Service für Blogs. Die Idee zu dem Startup, welches am 01. Juli 2011 gegründet wurde, hatte Moritz Finke zusammen mit Julian Barkow. Blogads bietet sowohl Blog- und Websitebetreibern als auch Unternehmen mit wenig Budget für Online-Marketing eine faire Plattform für Angebot und Nachfrage.

Und wie funktioniert blogads? Anmeldung, Einbindung und Co

Der erste Schritt ist natürlich die Anmeldung, ob nun als Publisher oder Advertiser. Diese ist bei blogads relativ einfach und mit keinerlei Hindernissen verbunden. Dafür geben wir lediglich unsere Mail-Adresse ein, hinterlassen unseren Namen und legen ein Passwort fest.

Im Folgenden möchte ich das weitere Vorgehen beschreiben und zwar aus der Sicht des Publishers, aber natürlich auch aus der des Advertisers.

Blogads für Publisher

Da sich der Artikel hauptsächlich an Blogger richtet, die auf der eigenen Seite Werbung verkaufen wollen, möchte ich mit der blogads-Oberfläche für Werbende beginnen.

Das blogads-Dashboard für Publisher

Insgesamt wirkt die Oberfläche sehr strukturiert und aufgeräumt und hinter dem Reiter Publisher in der rechten, oberen Ecke, finden wir alle relevanten Optionen, um direkt mit dem Verkauf von Werbeflächen zu beginnen. Dafür richten wir anfangs eine Website ein und können nun durch das Anklicken der jeweiligen URL Werbeflächen (Platzierungen) festlegen.

Dabei haben wir einen recht großen Spielraum und können fast jegliche Größe anlegen. Vielleicht findet nicht jeder sein Traumformat, aber in jedem Fall sind alle üblichen Formate auswählbar und können mühelos integriert werden.

Dafür geben wir der Platzierung einfach einen Namen, legen fest, ob wir Buchungshinweise („Hier werben“-Fläche) oder doch lieber ein Backfill (bspw. Adsense-Werbung) ausliefern möchten. Diese Alternativen werden allerdings nur angezeigt, wenn die Werbefläche noch nicht gebucht wurde und somit ist die Möglichkeit eines Backfills natürlich großartig, um nahtlos zwischen Buchung und Nichtbuchung zu wechseln.

Außerdem legen wir fest, ob eine potentielle Buchung einfach ausgeführt werden darf oder wir diese erst per Mail genehmigen müssen. Ich halte die zweite Variante für sinnvoll, zwar gibt es wohl kaum böse Überraschungen, aber ich bin doch lieber auf der sicheren Seite und möchte vorab darüber informiert werden, wer denn nun auf meinem Blog, meiner Seite oder meinem Onlineshop wirbt.

Jetzt legen wir noch unsere Preivorstellungen für den Zeitraum von 30 Tagen fest und bekommen einen Code, den wir einfach via Widget oder eben direkt im Code einbinden. Ich selbst habe mich für eine simple Integration in die Sidebar entschieden, doch sind natürlich alle möglichen Positionen und Einbindungen denkbar.

Blogads für Advertiser

Um das Ganze abzurunden, möchte ich jetzt noch einen Blick auf die blogads-Oberfläche für Werbende, also Advertiser, werfen.

Blogads für Werbetreiber (Advertiser)

Wie auf dem Screenshot ersichtlich, ist das Ganze sehr reduziert und auf die wichtigsten Details beschränkt. Übersichtlich werden lediglich alle verfügbaren Angebote offeriert und nach tatsächlichen Seitenimpressionen sortiert ausgegeben. Dabei können wir allerdings auch filtern. Entweder nach Preisen, Impressionen oder eben nach unserem gewünschten Anzeigeformat.

Außerdem findet sich in der linken Sidebar eine Übersicht, unter der wir die angemeldeten Blogs zusätzlich nach Kategorien sortieren und darstellen lassen können.

Beim Klicken auf die gewünschte Anzeige kommen wir zur Detailansicht, wo einerseits alle relevanten Details einer Website gelistet werden (Impressionen, Alexa-Rank, eingehende Links, Follower etc.) und auch eine Art Selbstdarstellung des Seitenbetreibers oder eben Bloggers auf den neugierigen Advertiser wartet.

Eigentlich steht einer Buchung nun nichts mehr im Wege und wenn wir eine Seite oder einen Blog gefunden haben, der unseren Vorstellungen entspricht, können wir uns für die Buchung für einen Zeitraum von 30 Tagen entscheiden. So weit, so gut…

Vergütung und Bezahlung bei blogads.de

Es ist klar, dass solche Netzwerke nicht zum Zwecke der kostenlosen Vernetzung geschaffen werden, sondern eben auch Geld kosten. Diese bewegen sich bei blogads um 30% der Buchungskosten. Das heißt also, wenn wir einen Werbeplatz für 100€ an einen Interessenten vermarkten, gehen davon immerhin 30€ auf das Konto von blogads.

Wie das jeder bewertet, ist ihm selbst überlassen. Ich denke, dass es immer zwei Seiten einer Medaille gibt. Klar, 30% sind nicht unbedingt wenig, doch wenn dadurch überhaupt Werbekunden unseren Blog in Erwägung ziehen, ist das im Eigentlichen fair.

Zwar halte ich es nicht für sinnvoll, bei großen und vor allem gefragten Blogs, diesen Service zu nutzen, da diese wohl kaum Schwierigkeiten haben dürften, geeignete Werbekunden ausfindig zu machen.

Doch für kleinere und mittlere Blogs halte ich blogads für einen guten und sinnvollen Einstieg in die direkte Vermarktung von Werbeflächen. Vielleicht auch nur dafür, um überhaupt einschätzen zu können, welche potentiellen Advertiser gegebenenfalls Interesse an einer Werbefläche haben könnten. Und auch der Blick auf die Mitbewerber und die jeweiligen Preisvorstellungen (Einfach mal ein wenig stöbern) kann sehr aufschlussreich sein.

Ist blogads wirklich sinnvoll?

Um ehrlich zu sein, bin ich immer noch geteilter Meinung. Ja, natürlich macht es Sinn, eine Schnittstelle für das Vermarkten der eigenen Werbeflächen zu nutzen und eben auf einen solchen Dienst zurückzugreifen, denn immerhin kann dies überhaupt erst Werbekunden auf die eigene Schreibe aufmerksam machen.

Mangelnde Advertiser?

Vor einiger Zeit habe ich einen anderen Bericht über das Netzwerk gelesen, in dem es hieß, dass das Ganze auch wunderbar funktioniere. Ich selbst muss leider einräumen, dass bis dato kein Advertiser auf diesen Blog aufmerksam wurde. Ob das nun an mangelnden Besucherzahlen oder anderen Gründen liegt, kann ich nur erahnen.

Wenn ich aber andere Blogs beobachte, jedenfalls im hinteren oder eben Mittelfeld, kann ich kaum Veränderungen in den jeweiligen Buchungshinweisen feststellen. Zwar werden es fast täglich mehr Blogs, die um die Aufmerksamkeit von Advertisern buhlen, doch scheint der Bedarf gesättigt zu sein, jedenfalls bis mehr und mehr Werbende auf diese interessante Plattform aufmerksam werden.

Einbindung via JavaScript

Leider ist es so, dass blogads zur Darstellung der Buchungshinweise oder eben Werbebanner auf ein JavaScript zurückgreift. Das hat natürlich zur Folge, dass bei mangelnder Installation die Werbefläche eben nicht angezeigt wird und vielleicht könnte man die Auslieferung nochmals überdenken und auf eine andere Möglichkeit ausweichen.

Außerdem gibt es ein Problem, an das ich anfangs gar nicht dachte. Das ist vor allem für Werbende interessant. Wenn ich von einem Werbekunden ein einfaches Bild einbinde, das lediglich auf dessen Seite verlinkt, schreit in der Regel natürlich kein Werbeblocker auf und das Bild wird eben angezeigt.

Durch die Einbindung seitens blogads schlägt mein Adblocker aber sogar Alarm, wenn lediglich der Hinweis „Hier werben“ ausgegeben wird, was natürlich für eine optimale Ausnutzung eher schlecht ist.

Support, Kontakt und Hilfestellungen

Ich habe im Zusammenhang mit der Integration vom blogads-Codeschnipsel ein paar Mails mit dem Support geschrieben, unzählige Fragen gehabt und ebenso ein wenig Feedback gegeben. Dabei muss ich lobend erwähnen, dass der Support großartig, freundlich und vor allem sehr schnell agiert.

Jede Frage, jedes Problem und alles, was ich sonst noch schrieb, konnte innerhalb weniger Stunden geklärt und beantwortet werden, was nun nicht bei jedem Portal der Fall ist. Denn egal, ob es vielleicht jetzt in der Betaphase noch ein paar Macken gibt: Wer Fragen hat, dem wird schnell und schmerzlos geholfen. Schön.

Blogads – Ein Fazit

Insgesamt bin ich mit dem Umfang, der Integration und der Hilfestellung durch blogads.de vollkommen zufrieden und auch die übersichtliche Strukturierung der Seite hat mich überzeugt.

Auch wenn bisher kein Advertiser auf diesen Blog aufmerksam geworden ist, möchte ich das Ganze gern noch weiter testen und bin auch optimistisch, dass früher oder später die erste Buchung erfolgt.

Wer das Ganze nun einmal selbst ausprobieren möchte – Hier geht’s zur Anmeldung bei blogads.de.


Update: Anfang Februar habe ich ein Interview mit blogadsgeführt.

Dabei ging es um die ideale Positionierung, das Verhältnis von Advertisern und Publishern und die Zukunft des Unternehmens. Wer also mehr über blogads.de erfahren möchte, dem sei dieser Artikel empfohlen…

6 Meinungen

  1. Danke für deinen Beitrag. Wir arbeiten an den angesprochenen Verbesserungsvorschlägen. Wie schon erwähnt ist die Plattform noch im Aufbau und mit steigender Zahl und Qualität der Blogs werden die Advertiser auch neugierig. Über das Feedback des freundlichen Supports freuen wir uns natürlich am meisten, vielen Dank dafür, haben wir gerne gemacht :-)

  2. Jonas G.11-28-2011

    Hallo Daniel,
    ich freue mich sehr, dass Du einen Kommentar hinterlassen hast. Und ja, zeigt es doch nur exemplarisch, dass Schnelligkeit wohl zu den Stärken gehört 😉

    Beste Grüße
    ich

  3. Thomas Rith11-29-2011

    Hallo Daniel, hallo Jonas,

    das Prinzip ist einleuchtend und auch Klasse, dass dort Werbekunden gefunden werden können, die sich dann auch gleich einbuchen können und die einfache Handhabe. Dafür ein Lob. Da wären mir auch die Kosten egal.

    Aber das „Vermarktungskonzept“ wird so immer winzig sein und kaum Werbende anziehen. Die Blogger selbst werden davon auch nicht wirklich profitieren.

    Das Problem wird sein: Plätze, die „Supergünstig“ sind, werden im Nu ausverkauft sein. Damit hat der Blogger sich unter Wert verkauft. Ich sehe da z.B. 185k Impressions für 30 Euro. Das ist doch gleich weg. Übrig bleibt der teure Rest, den dann niemand mehr buchen möchte.

    Mein Vorschlag wäre ein Festpreis für 30 Tage, als Planungssicherheit für die Werbenden und eine Preisfestlegung seitens BlockAds anhand der letzten Monatsimpressions (oder Zeitraum von 3 Monaten im Schnitt). Ungefähr 1k Impressions für 1-10 Euro. Das könnte man nach Bannergröße und Werbeplatzierung unterscheiden.

    Damit würde sich kein Blogger mehr unter Wert verkaufen und auch kein Werbender auf einen Überteuerten reinfallen. Und für so eine Dienstleistung wäre in meinen Augen die 30 Prozent alle mal Wert und würde auch große Blogs anziehen.

    Vielleicht findet der Input ja Anklang. :)

    Viele Grüße

    Thomas

    • Jonas G.11-29-2011

      Nun kann ich natürlich nicht für blogads.de sprechen, aber möchte dennoch etwas beisteuern :)
      Ich denke, dass eine Regulierung insofern schwierig ist, als dass somit natürlich die Freiheit der Blogger genommen wird. Was ich jedoch als sinnvoll erachten würde, wäre ein Spielraum, in dem wir uns mit den Preisvorstellungen bewegen sollten.
      Dieser kann natürlich sehr großzügig angelegt sein.
      Andererseits ist es natürlich für kleinere Blogs auch wichtig, eventuell durch günstige Anzeigenpreise auftrumpfen zu können, wenn es eben an Pagerank, Alexa und Seitenimpressionen mangelt.
      Vielleicht machen einfache „Empfehlungen“ auch einfach Sinn?

      Beste Grüße

  4. Thomas Rith11-29-2011

    Ich sehe es nicht als „Freiheit der Blogger genommen“, sondern viel mehr als ein „Stark machen für Blogger“, damit diese auch gut verdienen.

    Das wäre die Dienstleistung, die 30 Prozent Wert wäre. Ein Preiswildwuchs und Unsicherheit quer durch alle Reihen ist komplettes Wirrwarr zu Ungunsten ALLER Beteiligten.

  5. Daniel Ursinus - blogads.de11-29-2011

    Die Preisfrage ist immer die berühmte Gretchenfrage, jedoch ist sie schwer zu beantworten, da wir besonders im Nischenbereich sehen, dass auch Blogs mit wenig Impressions gute Preise erzielen. Das Preismodell rein auf die Impressions zu legen, würde Faktoren wie z.B. das Design des Blogs, journalistische Kompetenz des Bloggers, Aktualität etc. nicht berücksichtigen. Aber es stimmt schon das manche Blogger sich leider noch unter Wert verkaufen :-( Ich denke das langfristig blogads.de den Bloggern weiterhelfen wird, da wir durch die Plattform Advertisern den Zugang zu themenspezifischen Blogs erleichtern. Davon profitieren letztendlich Blogger & Advertiser :-)