Was braucht mein Blog: Impressumspflicht

Wer im Internet Geld verdienen will, baut sich den eigenen Blog häufig mit diversen Partnerangeboten und Adsense zu.

Dabei stellt sich natürlich schnell die Frage, ab wann denn ein Impressum die eigene Schreibe ergänzen sollte und ab wann sogar eine Impressumspflicht für Blogs gilt.

Unterm Strich und laut lateinischer Mundart ist ein Impressum übrigens nichts anderes als etwas ‚Hineingedrücktes‘ oder auch ‚Aufgedrücktes‘, das grundsätzlich jede Publikation zieren sollte.

Doch gilt dieser Grundsatz auch für den eigenen Blog? Impressumspflicht, einfache Unterschrift oder nichts?

Was muss auf den Blog? Impressumspflicht wird oft vergessen!

Impressumspflicht - Blogs gehören auch dazuViele Blogger bauen ihren kleinen Internetauftritt nach und nach auf. Dabei werden häufig Dienste wie WordPress, Blogspot oder auch Baukastensysteme á la Blogger genutzt.

Schnell wächst das eigene Projekt in die Weiten des Internets und oft auch über den eigenen Kopf, die ersten Besucher finden sich ein und Kommentare bereichern das Verfasste.

Plötzlich, so scheint es häufig, kann ein Blog zu mehr Arbeit werden; denn nun sollen Mails beantwortet, Spam reguliert und entfernt und die Stammleserschaft bei der Stange gehalten werden.

Dass man im Internet Geld verdienen kann und das auch noch mit dem eigenen Blog, ist nicht neu und somit häufig der nächste Schritt im Bloggeralltag. Was aber schnell vergessen wird, wenn kommerzielle Schritte eingeleitet werden, ist das einfache und schlichte Impressum. Denn ja, es gehört eben doch auf den eigenen Blog. Impressumspflicht ist eben wirklich verpflichtend.

Was ist das? Impressumspflicht?

So ganz einfach lässt sich dieses Wort auch gar nicht definieren, da es eben doch auf die Inhalte des eigenen Blogs ankommt. Somit hat sich im Eigentlichen die Bezeichnung Informationspflichten etabliert, welche unterm Strich meint, dass es mehrere ‚Impressumspflichten‘ gibt.

Und diese hängen eben davon ab, welche Person (ob Firma, Verein, GmbH oder einfach nur privater Blogger) hinter der Webpräsenz und somit dem Impressum des Blogs steckt. Und welche Impressumspflicht gilt denn nun für den eigenen Blog? Hierbei unterscheidet man gewöhnlich zwischen privaten, journalistischen und kommerziellen Blogs.

Der private, nicht-kommerzielle Blog

Blogs werden laut Gesetz als Telemedien verhandelt, für diese gilt, wenn sie privater Natur sind, keine Impressumspflicht. Privat ist hierbei aber ein sehr uneindeutiger Begriff, denn was für GooglePlus-Profile, Facebookseiten und Co ausreicht, greift eben nicht beim Blog.

Hier gibt es schlicht und ergreifend ein Problem der Definition. Denn nur davon ausgehend, dass ein privater Blog wirklich lediglich Menschen aus dem eigenen Umfeld offen steht, also keine Besichtigung durch Dritte möglich ist, kann weitestgehend auf ein Impressum verzichtet werden.

Das ist aber natürlich im virtuellen Raum unmöglich. Außer vielleicht, er ist per Passwort geschützt und somit gibt es eigentlich keine privaten Blogs, die somit nicht unter die Impressumspflicht fallen.

Der journalistische Blog

In den Paragraphen des Telemedien-Gesetzes findet sich bezüglich eines journalistischen Blogs der Verweis, dass sich der Verfasser oder die Schreibenden zu einem Verantwortlichen bekennen müssen. Natürlich könnte man nun fragen, ab wann denn wirklich eine journalistische oder redaktionelle Arbeit vorliegt.

Dies ist bei Blogs allgemein schwer zu definieren. Denn jegliche Meinung stützt sich ja letzten Endes auf die Grundlage, dass der Verfasser zu einem bestimmten Schwerpunkt etwas zu berichten hat.

Somit denke ich, dass jeder Blog, der auch nur entfernt Bereiche der Politik, des Weltgeschehens oder der öffentlichen Meinungsbildung schneidet, unter eben diesen Abschnitt fällt und somit innerhalb eines Impressums einen Verantwortlichen für den Seiteninhalt bestimmen muss.

Geld verdienen im Internet oder der kommerzielle Blog

Für kommerzielle Blogs, also Seiten, die letzten Endes zum Zweck des Profits im virtuellen Raum liegen, gilt es jedoch eine scharfe Vorschrift einzuhalten. Hier gilt in jedem Fall die Impressumspflicht, wie sie auch sonst jede Publikation führt. Das umfasst alle Blogs, die versuchen, in irgendeiner Form im Internet Geld zu verdienen und ist somit in keinster Weise wegzudiskutieren.

Sei es nun mittels Google-Adsense, andere Werbeeinblendungen oder einfach Bannereinblendungen á la Usemax.

Was heißt das nun für meinen Blog? Impressumspflicht ja oder nein?

Eigentlich kann man aus dem Geschriebenen pauschal ableiten, dass jeder Blog oder auch Internetauftritt ein Impressum führen sollte. Denn den rein privaten Blog gibt es einfach nicht, beziehungsweise wirklich nur unter der Prämisse, dass kein Dritter zu ihm Zugang hätte.

Viele finden es allerdings unangenehm, wenn der eigene Name überall im Internet Spuren hinterlässt, aber eine Alternative sieht das Recht hier leider nicht vor. Auch das verwenden von Bildern ist im Impressum nicht gestattet, da es Blinde den Zugang nicht ermöglicht und somit keinerlei Barrierefreiheit garantiert.

Also: Nicht tricksen, einfach machen.

Das heißt also, dass ein Impressum jeden Blog zieren sollte. Und was ist schon dabei? Schön, wenn man weiß, mit wem man es hinter dem Bildschirm zu tun hat.

1 Meinung

  1. Greeny06-24-2012

    Danke erstmal für den sehr informativen Text, hab ewig nach sowas gesucht? Aber wie sieht es denn eigentlich mit Copyright aus? Darf ich einfach so meine Meinung zu bestimmten Firmen etc. äußern, oder muss ich da schon Angst vor juristischen Folgen haben? Ich verwende keine Bilder o.ä. aber nenne halt desöfteren den Namen von bekannten Firmen.