Die Blog-Artikel Checkliste: Vorm Veröffentlichen unbedingt lesen!

Eine Checkliste für gute Blog-ArtikelWie oft passiert es, dass man einen Artikel veröffentlicht und im Nachhinein an diesem herumdoktort?

Vielleicht hat man nur die Schlagwörter vergessen oder auch nur eine blöde Überschrift gewählt, aber ärgerlich ist das trotzdem.

In den letzten Tagen habe ich immer häufiger kleine Fehler in Beiträgen gefunden, die so nicht hätten sein müssen. Deshalb habe ich mich entschlossen, eine Checkliste zu schreiben, die Abhilfe schaffen kann.

Die 13 Punkte der Checkliste sollten die meisten Fehlerquellen schon vorab ausmerzen. Natürlich ist kein Blog-Artikel perfekt, aber man kann ja daran feilen….

Habe ich den Beitrag nochmals gelesen?

Ja, das klingt ein wenig schräg. Ist aber die häufigste Fehlerquelle überhaupt. Viele Blogger lesen überhaupt nicht, was sie dort in den letzten Stunden zusammengeschrieben haben. Ich manchmal auch nicht.

Deshalb ist der erste Schritt zur Fehler-Prävention: Einfach das Ganze Werk nochmals von oben bis unten durchgehen.

Sind die Argumente schlüssig? Macht der Aufbau überhaupt Sinn? Gibt es vielleicht kleinere Tippfehler, die man einfach ausmerzen könnte?

Ist der Blog-Artikel vollständig?

Diese Frage ist natürlich ein wenig zweischneidig. Denn ein Blog-Artikel ist eben dann fertig, wenn dem Blogger nichts mehr einfällt. Oder etwa nicht?

Nicht ganz, denke ich. Gehen wir davon aus, ich schreibe einen Artikel darüber, wie man als Affiliate Geld im Internet verdient. In diesem Szenario meinetwegen mit dem Affiliate-Netzwerk Zanox.

Habe ich wirklich alle Aspekte beleuchtet? Wie funktioniert die Anmeldung, gibt es Schwierigkeiten oder gewisse Regeln bei der Vergütung?

Vollständige Blog-Artikel haben auf lange Sicht ein enormes Potential und machen für alle Beteiligten einfach mehr Spaß. Denn wenn der Leser das finden kann, was er in allen möglichen Szenarien fragen könnte, wird der Artikel schneller gebookmarked, in die sozialen Netzwerke geworfen und eben auch ausführlich gelesen.

Das bringt Traffic und zufriedene Leser.

Habe ich nach wichtigen Keywords für den Artikel gesucht?

Klar, manchen Bloggern ist das Optimieren auf Keywords nicht wirklich wichtig. Dennoch haben ein paar kleinere Schritte enormes Potential. Um einen Artikel zu schreiben, der wirklich häufig gelesen wird, sollte man die gleichen Phrasen verwenden, die auch die meisten Besucher wählen.

Gehen wir davon aus, dass ich einen Beitrag über die das Thema „Geld verdienen mit Blogs“ schreiben möchte. Was wird in diesem Zusammenhang häufiger gesucht:

  • mit blog geld verdienen (2900 Suchanfragen)
  • geld verdienen mit blogs (1900 Suchanfragen)

Natürlich ist hierbei der Unterschied minimal. Es gibt aber Bereiche, wo eine Endung oder ein kleines Detail einen Unterschied zwischen 50 oder eben 50.000 monatlichen Suchanfragen bedeutet. Ich denke, dass es sehr wichtig ist und vor allem relativ einfach, ein paar dieser Optimierungen vorzunehmen. (Artikelserie zur Keyword-Suche)

Habe ich auf meine älteren Blog-Artikel verwiesen?

Das Verlinken auf ältere Artikel im eigenen Blog kann sehr, sehr effizient sein. Dabei gibt es zwei Aspekte, einerseits natürlich eine Steigerung der Usability für den Leser, denn wenn ein sinnvoller und aufklärender Artikel verlinkt wurde, ist das natürlich hilfreich.

Auf der anderen Seite ist es aber auch sinnvoll, auf ältere Artikel zu verweisen, da Suchmaschinen-Crawler so die eigene Webseite oder eben den Blog, besser indizieren können und ebenso die Struktur besser verstehen. Beispielsweise durch den Ankertext, der auf einen älteren Beitrag verweist.

Suchmaschinen und Besucher profitieren davon und auch unserem Archiv tut es gut, wenn es nicht in Vergessenheit gerät. Deshalb ist es clever, nach dem Vollenden eines Artikels oder schon beim Schreiben, nach dem ein oder anderen passenden Blog-Artikel zu fahnden und eben auf diesen zu verweisen.

Habe ich den Permalink optimiert?

Das ist ein Aspekt, den ich irgendwie nie vergesse. Dafür alle anderen…, aber wichtig ist er trotzdem. Habe ich eben noch über verwandte Keywords geschrieben, müssen diese natürlich nicht nur im Beitrag selbst auftauchen, sondern eben auch im Permalink. Auch sollte beachtet werden, dass die Struktur des Links „sauber“ ist.

Das heißt einfach nur, dass keine Fehler das Ganze Spektakel kaputt machen. Wenn ich beispielsweise in WordPress einen Titel für meinen Blog-Artikel vergebe, werden Satzzeichen ignoriert und die Konstruktion „Geld – aber richtig“ würde im Permalink so aussehen geld—aber-richtig.

Der Permalink eines Beitrags muss auch gar nicht schön klingen, sondern sollte einfach fehlerfrei sein und die wichtigsten Keywords beinhalten. Das bringt Traffic und wird von Suchmaschinen sehr viel besser ausgelesen und somit bewertet.

Ist der Titel des Blog-Artikels gut gewählt?

Man muss wissen, dass die Auswahl des richtigen Titels oder eben einer passenden Headline enorm wichtig ist. Ja, vielleicht sogar wichtiger als der ganze Content, der danach folgt.

Der Grund liegt hierbei natürlich auf der Hand: Die meisten Leser verfolgen Blogs ein einem RSS-Reader, vielleicht über ein soziales Netzwerk und der Hauptteil kommt schlicht und ergreifend über die Suchmaschine Google.

Deshalb sollte ein Beitrag den potentiellen Leser ansprechen, jede Menge versprechen (das dann natürlich auch halten) und vor allem interessant klingen.

„11 Tipps, wie Sie Ihre Adsense-Einnahmen steigern“, ist mit Sicherheit ein größerer Traffic-Magnet als „Ich habe ein wenig experimentiert.“

Habe ich den Blog-Artikel nochmals Korrektur gelesen?

im ersten Punkt ging es ja schon darum, dass es sinnvoll ist, einen Blog-Artikel nochmals zu lesen, bevor er überhaupt veröffentlicht wird. Das ist natürlich wichtig.

Dennoch sollte ein Blog-Artikel ebenso nochmals auf Semantik, Grammatik und ebenfalls Tempus überprüft werden. Was früher in der Schule nervig war, ist beim Bloggen aber wichtig, um gute Artikel zu schreiben, die auch wirklich irgendwer liest.

Hilfreich ist es deshalb, den Beitrag auf Herz und Nieren zu prüfen. Dabei bietet es sich an, vielleicht auch mal quer zu lesen, den eigenen Blog-Artikel von hinten zu beginnen oder das ganze laut vorzulesen. Alle drei Möglichkeiten reduzieren die Fehlerquoten ungemein und das ist wichtig, um einen guten Blog-Artikel zu schreiben.

Habe ich auf andere Seiten verwiesen?

Ich habe das schon in anderen Beiträgen geschrieben: Blogger geizt nicht mit Euren externen Links; wer einen guten Blog-Artikel schreibt, muss nicht befürchten, dass danach alle Leser weg sind und in den meisten Fällen profitiert der eigene Blog dadurch sogar noch.

Wenn es einen Begriff gibt, den die eigenen Leser vielleicht nicht kennen, verlinkt auf Wikipedia, wenn Ihr über ein Tool oder Plugin schreibt, setzt einen entsprechenden Hinweis.

Gibt es einen besseren Beitrag zum eigentlichen Thema? Nun, das ist ärgerlich und sollte vielleicht nicht zu einer Verlinkung führen, sondern eher dazu anregen, den eigenen Blog-Artikel zu überarbeiten.

Gibt es aber einen Beitrag mit anderen, vielleicht weiterführenden Informationen, dann verlinkt auch diesen. Das hat unterm Strich alles einen klaren Mehrwert; so werden andere Blogger aufmerksam, die eigenen Leser profitieren und ein Blog-Artikel wird eben komplett und beinhaltet alle relevanten Positionen zu einem möglichen Thema.

Funktionieren alle Links im Blog-Artikel?

Nichts ist ärgerlicher für die Leseerfahrung eines Besuchers, wenn Links einfach nicht funktionieren. Es ist also wichtig, die eigenen Verlinkungen nochmals zu überprüfen, natürlich auch die, die auf den eigenen Blog verweisen.

Ein doppeltes http://  oder einfach nur eine falsche Endung können einen Blog-Artikel und die entsprechenden Hyperlinks zerstören. Deshalb ist es ratsam, das Ganze einfach nochmal in der „Vorschau“ zu überprüfen und sicherzustellen, dass der Besucher dort ankommt, wo er hin soll/will.

Das erspart Frust und erhöht natürlich die Usability im eigenen Blog

Habe ich meine Quellen angegeben?

Wenn Ihr einen Blog-Artikel schreibt, der nicht nur auf dem eigenen Gedankengut entstanden ist, verweist auf die Quelle. Oder anders ausgedrückt: Wenn es eine Inspiration gab, warum nicht auf diese verweisen? Das Gleiche gilt natürlich, wenn Zitate oder ähnliches Verwendung finden.

Das ist einerseits fair gegenüber dem Original-Autor und kann sogar sinnvoll für die eigenen Blog-Leser sein. So können diese gegebenenfalls nachvollziehen, woher die Gedanken kommen oder eben noch andere Perspektiven ergründen.

An dieser Stelle sollte ich wohl auf den Blog-Artikel: 13 Questions to Ask before Publishing a Post on your Blog verweisen, den ich vor einiger Zeit las und der mich natürlich letzten Endes zu diesem Beitrag motivierte.

Hat mein Blog-Artikel ein Bild?

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Jedenfalls manchmal. Warum also nicht auch eines für den eigenen Blog-Artikel suchen und schön einbinden. Das kann eine thematische Infografik sein oder einfach nur ein passendes Bildchen. Natürlich geht es in einem Blog-Beitrag hauptsächlich um den Content, also den Text. Aber ich finde ein Bild, jedenfalls solange der Beitrag noch auf der Startseite Eures Blogs liegt, ansprechender und einfach schöner.

Außerdem kann die Wahl des richtigen Bildes sich auch positiv auf den eigenen Traffic auswirken. Deshalb möchte ich an dieser Stelle noch auf zwei Artikel verweisen.

Kostenlose und lizenzfreie Bilder für den Blog findet man hier und über das Optimieren von Bildern für die Google-Suche habe ich an dieser Stelle etwas verfasst.

Ist heute ein guter Tag für Traffic und Besucher?

Diese Frage ist natürlich ein wenig ambivalent. Ich kann natürlich nicht nur Artikel zur besten Blog-Zeit veröffentlichen, aber ein paar Kriterien können sich schon als hilfreich herausstellen. Ich schreibe beispielsweise im Schnitt zwei Beiträge auf diesem Blog pro Tag. Dabei versuche ich, dass die „wichtigeren“ Blog-Artikel als letztes publiziert werden.

Das hat einfach den Grund, dass sie somit länger im Fokus von neuen Besuchern stehen. Nämlich auch die ganze Nacht lang.

Ähnlich versuche ich es über das Wochenende zu realisieren und publiziere freitag einen sehr ausführlichen oder vielleicht interessanten Blog-Artikel, der anspricht. Das geht zwar nicht immer auf und natürlich muss das Prinzip an die eigenen Gewohnheiten angepasst werden, aber sinnvoll ist es in jedem Fall.

Habe ich meine Leser motiviert und angesprochen?

Manchmal fühlt man sich beim Bloggen ganz schön allein, manchmal will nämlich einfach niemand das Ganze kommentieren. Dabei kann es hilfreich sein, wenn man unter dem eigenen Blog-Artikel den Leser zur Aktion direkt auffordert oder mit einer Fragestellung endet.

Das ist natürlich kein Muss, lässt sich aber sehr schnell einbinden und sorgt idealerweise für mehr Traffic und einen höheren Austausch mit den eigenen Lesern und eben Besuchern.

Probieren wir das doch gleich aus…

Würdest Du dieser Checkliste noch etwas hinzufügen? Was ist für Dich wichtig, bevor man einen Blog-Artikel publiziert?

3 Meinungen

  1. Michael11-16-2011

    Ich finde es wichtig beim Blog Schreiben, das man sich auch an seine Checklisten hält.

  2. Jonas G.11-20-2011

    Hallo Michael,

    ja, da muss ich Dir natürlich recht geben. Die beste Checkliste fürs Bloggen macht natürlich keinen Sinn, wenn sie lediglich aufgestellt wird, aber nicht abgearbeitet wird.
    Aber ich denke, das ist das Problem aller Vorsätze :)

  3. Alexei11-22-2011

    Super, ein sehr interessanter Eintrag, vielen Dank. Muss man sich nochmal in Ruhe durchlesen. Schöne und willkommene Blog-Checkliste. Danke!