Backlinks: Was ist beim Linkaufbau zu beachten – Tipps und Tricks

Wer einen Blog, eine Seite oder einen Onlineshop betreibt, wird früher oder später herausfinden, dass eingehende Links enorm wichtig für Suchmaschinen sind.

Zwar gibt es im Bereich SEO jede Menge zu beachten und manch einer schwört auf rund 120 Ranking-Faktoren im Google Algorithmus, aber das A und O sind die Backlinks, die auf den eigenen Blog knallen. Aber auch dabei gibt es viele Kleinigkeiten, die man beachten sollte.

In diesem Artikel soll es aber weniger darum gehen, wie wir Backlinks bekommen, sondern eher darum, was es beim Linkaufbau alles zu beachten gibt.

Also, werfen wir einen Blick auf Anchors, Herkunft und allgemeine Backlink-Strategien…

Die Bedeutung von Backlinks

Tipps für das LinkbuildingOft lese ich, dass es wichtig ist, möglichst viele Links auf den eigenen Blog zu bekommen. Es geht um Masse, Menge und das ist außerordentlicher Quatsch.

Dass dieser Irrglaube allerdings tief in den Köpfen verankert ist, zeigt der Erfolg von Firmen, die Backlinks für Centbeträge unters Volk bringen – 1000 Backlinks in wenigen Tagen, 50.000 Links von unterschiedlichen Quellen.

Dass hierbei keine Qualität vermittelt wird, sondern allenfalls thailändische Gästebücher sollte bei den spärlichen Summen, die wir dafür hinlegen, jedem nach der gewonnenen eBay-Auktion klar sein 😉

Natürlich sollten mit der Zeit immer mehr Seiten auf den eigenen Blog verweisen und es ist auch wichtig, dass das Linkbuilding nicht nur in der Anfangszeit, sondern durchgehend betrieben wird. Dass es allerdings nur auf die Anzahl der eingehenden Links ankommt, macht keinen Sinn – Vor allem für Google nicht.

Trotzdem sind Backlinks einer der wichtigsten Bausteine, um gut zu ranken und mit der eigenen Seite tagtäglich mehr und mehr Besucher anzulocken und gerade für Google stellen die eingehenden Links einen sehr wichtigen Bestandteil dar, um einen Blog in den Suchergebnisse darzustellen.

Deshalb möchte ich einmal schauen, was wir beim Linkaufbau zu beachten haben, welche Dinge besonders gut funktionieren und was wir getrost ignorieren können. Also, werfen wir einen Blick auf eine handvoll Backlink-Tipps.

Tipps für den Linkaufbau

Vorab: Backlinks lassen sich natürlich nicht immer beeinflussen. Weshalb wir nur bedingt einen Nutzen aus dem ein oder anderen Tipp ziehen können. Aber das weiß einerseits auch Google und auf der anderen Seite ist es auch kein Beinbruch, wenn von einer schlechten Seite auf uns verwiesen wird.

Hierbei würde ich prinzipiell immer dem Credo folgen: Link ist Link!

1. Linkgeiz

Ich selbst habe vor ein paar Wochen einen Artikel über den Linkgeiz verfasst und dabei wild mit Formulierungen um mich geworfen. Es geht hauptsächlich darum, dass viele Webmaster geradezu Angst davor haben, auf andere Seiten zu verlinken.

Immer die Furcht im Nacken, sie könnten den kostbaren Linksaft oder eben die Autorität des eigenen Blogs einbüßen.

Zwar stimmt es, dass wir mit Backlinks andere Seiten stärken, da wir ja eben auf sie verweisen und somit gewissermaßen die Kraft unserer Seite weitergeben. Es ist aber falsch, dass unsere eigene Seite dabei ausblutet und die eigne Kraft verliert. Das würde sogar seitens Google entkräftet.

Denn auch Suchmaschinen ist klar, dass das Internet keine Einbahnstraße ist und es wichtig scheint, dass wild untereinander verlinkt wird. Zwar sollte man nicht auf die größten Spam-Müllhalden verweisen, aber eine gesunde Verlinkung ist auch in den Augen vieler Suchmaschinen ein Pluspunkt und kann das eigene Ranking maßgeblich und positiv beeinflussen. Stichwort: Vertrauen/Trust.

Außerdem machen wir andere Blogger durch das Setzen von Links auf uns aufmerksam und können vielleicht sogar den ein oder anderen Backlink generieren.

2. Die natürliche Linkstruktur

Wichtig ist es außerdem beim Aufbau von Links, dass wir auf eine natürliche Linkstruktur achten. Läuft unsere Seite in diesem Bereich aus dem Ruder, ist es häufig kein Wunder, dass wir von Google abgestraft werden.

Dabei gilt es hauptsächlich zu beachten, dass ein gesunder Linkaufbau im Eigentlichen wie eine Pyramide aussieht. Das heißt also, dass man viele, viele Links von schwachen Blogs bekommt (PageRank 0) und sich das ganze nach oben hin verdünnt.

Als Beispiel: 10 Links von PR0 und PR1, 5 von PR2 und PR3, 2 von einem PR4 und meinetwegen einen von einem PR6-Blog.

Diese natürliche Linkstruktur kann man aber auch weiterführen. Deshalb eine kleine Übersicht:

  • Gesunde Mischung der PageRank-Verteilung. Es ist auffällig, wenn ein Blog, den kein Mensch liest, nur Links von sehr starken Seiten bekommt. Das riecht förmlich nach eingekauften Links.
  • Tiefe Links sollten dabei sein. Wer nur Links auf die eigene Startseite bekommt und eher selten oder gar nicht auf einen Artikel, der irgendwo im Archiv schlummert, macht irgendwas falsch. Eine natürliche Linkstruktur sollte folglich auch Deep-Links enthalten.
  • Nicht nur Links bekommen, sondern selbst verlinken. Wie schon eingangs erwähnt, ist das Verlinken selbst nicht unbedingt Teufelswerk. Wer nur Links bekommt, aber selbst keinen Link setzt, ist gleichermaßen auffällig.
  • Die Themenrelevanz ist entscheidend. Zwar kommt es mitunter vor, dass man von einem Katzenblog verlinkt wird, aber das sollte nicht die Regel sein. Mal von Haustier-Portalen abgesehen. Eine natürliche Linkstruktur. Allerdings gilt das auch für die eigene Verlinkung. Wer nur auf unpassende Seiten verlinkt, schreit förmlich: Hey, Freunde, ich verkaufe wirklich Links!
  • Weitere Kriterien: Es gibt noch sehr viel mehr Dinge, die für eine natürliche Linkstruktur entscheidend sind. Allerdings habe ich die, die ich selbst für wichtig erachte, genannt. Allerdings könnte man auch noch über Text- und Bildlinks nachdenken und das Verhältnis zwischen nofollow– und follow-Links. Denn auch hierbei ist natürlich eine gleichmäßige Verteilung entscheidend.

Abschließend möchte ich noch eine Grafik anfügen, die einen natürlichen Linkaufbau illustriert. Zwar ist das nicht der Weisheißt letzter Schluss, aber immerhin ein kleiner Fingerzeig in die entsprechende Richtung:

Der natürliche Ausbau von Links

Grafik wurde mithilfe von backlinktest.com erstellt.

3. Konstanz und Ausdauer

Eigentlich ist dieser Punkt lediglich eine Ergänzung zum letzten. Allerdings möchte ich ihn gesondert hervorheben. Linkaufbau heißt nicht, dass wir einfach viele eingehende Links auf unseren Blog setzen, sondern eben auch, das Niveau zu halten.

Wenn wir innerhalb weniger Tage 1000 Links bekommen, aber danach gar nichts mehr kommt, ist das gleichermaßen ineffektiv. Wir sollten lieber versuchen, diese 1000 Links über einen großen Zeitraum zu streuen.

Beispielsweise können wir am Wochenanfang an einer Blogparade teilnehmen, übermorgen ein paar Bookmarking-Dienste beanspruchen, im Anschluss einige Artikelverzeichnisse konsultieren und zum Wochenende einen Gastartikel veröffentlichen.

Hierbei gilt, dass nicht nur die Mischung und der Linkaufbau gesund und natürlich sein sollten, sondern das Ganze auch über einen längeren Zeitraum aktiv betrieben werden muss und nicht irgendwann einfach stagniert. Denn auch das wird von Google positiv bewertet.

4. SEO und die Backlinks

Überall springen sie herum, die selbsternannten SEO-Gurus. Dabei wird viel behauptet, wenig erklärt und oftmals jede Menge Kleingeld für die Suchmaschinenoptimierung verlangt.

Im Fall von Backlinks erachte ich allerdings hauptsächlich eine Sache für entscheidend und zwar den richtigen Anchor-Text.

Das heißt unterm Strich, dass wir darauf achten sollten, wie der eigene Blog verlinkt wird.

Häufig wird auf eine Seite mit der eigenen URL verwiesen. Beispielsweise www.dein-blog.de Das ist manchmal recht gut, vor allem dann, wenn wir eine sprechende Domain genutzt haben und uns zentral mit diesem Thema befassen.

Schreiben wir also über blogs und haben die Domain www.blogs.de, dann ist so eine Verlinkung recht förderlich, da unser Hauptkeyword in der Regel mit verlinkt wird. Schreiben wir auf dieser Domain allerdings über kleine Katzenbabys, macht so eine Verlinkung nur bedingt Sinn. Viel besser ist es dann, wenn der Link den Hauptgegenstand unseres Blogs selbst benutzt

Nehmen wir als Beispiel meine Artikelserie, um mehr Besucher auf die eigene Seite zu bekommen. Mehr Tricks finden Sie hier wäre eine suboptimale Verlinkung, Traffic Tipps macht in diesem Fall mehr Sinn.

Hinweis: Natürlich können wir selten einem Webmaster diktieren, welche Backlinks wir gern hätten. Allerdings gibt es Situationen, in denen wir das sehr wohl beeinflussen können. Beispielsweise in Kommentaren, Gastartikeln, Linkverzeichnissen und natürlich in gekauften Links.

Wer also aktiv Links einkauft, sollte in diesem Fall darauf achten. Allerdings ist auch hier die Mischung der Anker-Texte wichtig. Nicht nur auf Geld verdienen im Internet oder das Hauptkeyword optimieren, sondern auch mal auf andere Konstellationen ausweichen. Beispielsweise Online verdienen oder Geld im Internet.

Die interessantesten Anbieter für den Linkeinkauf, aber auch Verkauf sind meines Erachtens Teliad, Everlinks und Backlinkseller. Hier haben wir auch vielfältige Optionen, um die Linktexte oder eben Anker individuelle anzupassen.

An dieser Stelle noch ein Tipp für den Linkauf, aber natürlich auch für das Erstellen von Gastartikeln: Sollte man in einem Artikel mehrmals auf dieselbe Zielseite verweisen, werten Suchmaschinen in der Regel den ersten Verweis.

Vergeben wir als einmal den Anchor-Text Geld-Blog und einmal „kann man an dieser Stelle lesen„, sollte in jedem Fall der erste Linktext als erstes Verwendung finden.

Backlinks – Ein Fazit zum Linkaufbau

Es gibt mit Sicherheit noch mehr Dinge, die man beim Linkbuilding beachten sollte. Allerdings habe ich in diesem Blog-Artikel die wichtigsten genannt, die ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann.

Wichtig ist in diesem Fall vor allem, dass hoffentlich ersichtlich wurde, dass Backlinks nicht nur eine Summe sind. Es bringt nichts, schlicht und ergreifend auf Masse zu setzen, sondern gibt es viele kleine Faktoren, die mindestens genauso relevant sind.

Wer beim Linkaufbau diese Dinge beachtet oder jedenfalls grundsätzlich verfolgt, sollte auch nicht mit einer Abstrafung seitens Google rechnen müssen.

Dennoch sollte immer bedacht werden, dass die eigenen Inhalte hauptsächlich für Blog-Besucher geschaffen werden. Wenn ein Anchor-Text partout nicht passt oder einfach zu einer schlechten Lesbarkeit führen würde, sollte der User schlicht und ergreifend vorgezogen werden.

Doch es ist, wie es ist: Backlinks und effektiver Linkaufbau sind die Summe vieler Einzelfaktoren :)

3 Meinungen

  1. Helge02-28-2012

    Danke für diesen Artikel.

    Ich glaube allerdings, dass ich beim ganzen „gebacklinke“ immer noch nicht so ganz durchsteige. Wie ist das beispielsweise bei nofollow-Links, wird dann dabei auch der erste gewertet oder wenn ein Link folgt und ein anderer nicht?

    • Jonas G.02-28-2012

      Ich selbst wusste auf Deine letzte Frage überhaupt keine Antwort – habe aber ein wenig im Netz gewühlt und die Antwort gefunden, dass bei zwei Links, einer auf nofollow, der ohne diesen Verweis gewertet wird. Ganz egal, an welcher Stelle er steht.

      Angaben sind in diesem Fall aber ohne Gewähr, dafür stecke ich nicht tief genug im SEO-Sumpf :)

      beste Grüße

  2. Adrian03-16-2012

    Sehr schöner zu lesender Beitrag auch die Erklärung der Gewichtung hat mir sehr gefallen.