Wertwolf.net – Wissen teilen und Geld verdienen!

Heute ist es wieder soweit und ich möchte einen neuen Anbieter vorstellen.

Dieser hat sich abermals dem bezahlten Schreiben verpflichtet und richtet sich folglich an die tippfreudigen Schreiberlinge des Internets.

Dennoch ist das Konzept anders. Im Gegensatz zu suite101, contentworld oder ähnlichen Plattformen, setzen wir unser Wissen nicht für lau in den virtuellen Raum, sondern erstellen Paid-Content. Also Inhalt, für den bezahlt werden muss.

Wie das Ganze aussieht, welche Verdienstmöglichkeiten es gibt und was ich vom Konzept des neuen Anbieters Wertwolf halte, zeige ich Dir im folgenden Artikel. Auf geht’s…

Was ist Wertwolf?

Logo des Anbieters WertwolfWertwolf ist ein taufrischer Anbieter, bei dem wir Inhalte hochladen können und diese an etwaige Nutzer verkaufen können.

Dabei setzt die Plattform auf Fachwissen und die Unkenntnis der potentiellen Einkäufer.

Denn Fakt ist, jeder weiß irgendwas oder kann sich das entsprechende Know-How an einer anderen Stelle anlesen.

Dieses schnüren wir dann in einen kompakten Artikel, legen einen Wunschpreis fest und fortan kann das Geschriebene im Internet erstanden werden.

Wertwolf selbst, fasst das Ganze folgendermaßen zusammen:

Wertwolf beschützt Ihren Beitrag und gibt ihn nur für Leser frei, die den Informationswert auch würdigen. Falls sich jemand für Ihre Information interessiert (und das passiert öfter als Sie vielleicht denken!), erhalten Sie eine satte Provision! […]

Vielleicht können Sie einen Vorgang beschreiben, der für andere Leute eher speziell ist? Vielleicht etwas aus Ihrem Berufsaltag? Sind Sie Bäcker und bedienen jeden Tag einen Brotbackautomaten des Typs XY500? Es gibt sicher Menschen im Internet, die gern wüssten wie das funktioniert! Quelle

Die Idee ist gut, aber nicht revolutionär, denn das Konzept hat sich schon auf vielen Ebenen und Kanälen etabliert. Und ich denke, dass es wenig Aussichten auf Erfolg hat. Warum? Ich erkläre mich kurz…

Wie funktioniert Wertwolf?

Was sagt uns das?Das grundsätzliche Prinzip ist ja, dass wir Wissen weitergeben.

Idealerweise ist dieses so speziell, dass Menschen bereit sind, für diese Inhalte Geld auszugeben.

Dafür wählen wir nach einer erfolgreichen Anmeldung lediglich den Unterpunkt Beitrag erstellen, hauen munter in die Tasten und legen einen Wunschpreis fest.

Dieser liegt entweder bei 1.00€ – 2.90€, 3.00€-5.90€ oder eben bei 6.00€ – 9.90€.

Welche Preise gibt es bei Wertwolf?

Mehr ist nicht drin und ich denke, dass das Preiskonzept fair klingt. Dabei erhalten wir für jeden Verkauf eine niedliche Provision, die uns 50% der Einnahmen in die eigenen Hände spült. Nicht ganz soviel, aber immerhin.

Bei der Erstellung unseres Artikels können wir den Paid-Content ganz klar definieren, indem wir eine freie Einleitung festlegen, einen Inhalt, der erst nach der Bezahlung auftaucht und einen freien Abspann oder auch Ausklang definieren. Klingt einfach und ist es auch…

Artikel bei Wertwolf erstellen

Das Problem mit Paid-Content

Doch was ist nun das Problem? Nun. Ich glaube, das liegt auf der Hand. Oder?

Eine Plattform, wie eben Wertwolf, die Wissen ins Internet stellt, für das die Nutzer bezahlen müssen, hebelt das Prinzip selbst aus und sollte es schwer haben. Gerade deshalb, weil im Internet fast alles umsonst ist.

Um das zu illustrieren, habe ich mir mal einen beliebigen Artikel des Anbieters herausgepickt und nach Alternativen Quellen gesucht. Nehmen wir einfach diesen, der sich mit fehlenden Mails auf Web.de befasst.

Mit Sicherheit ist das ein großartiges Thema, vielleicht interessieren sich wirklich viele Menschen dafür. Dennoch: Tippe ich diese Suchanfrage bei Google ein, schlägt mir dieses Bild ins Gesicht…

Freie Inhalte im Netz VS Paidcontent

Klar. Es fällt auf, dass der Artikel auf Wertwolf den ersten Platz einnimmt und somit vielleicht Potential hat. Allerdings habe ich auch nach dem genauen Wortlaut gesucht.

Auffällig ist vor allem, dass es unzählige Alternativen zum selben Problem gibt und ja, diese sind eben kostenlos.

Deshalb erachte ich das Prinzip für unzulänglich, mal von ganz speziellem, einmaligem Wissen unabhängig. Fraglich bleibt allerdings, ob es so etwas überhaupt gibt. Wissen, dass es nur an einer Stelle gibt?

Wertwolf – Mein Fazit

Logo des Anbieters WertwolfInsgesamt erachte ich das Konzept für großartig. Ich finde es gut, wenn für Fachwissen bezahlt werden muss und nicht alles frei verfügbar ist.

Etwas ähnliches habe ich einmal im Artikel Blogger sind asozial und gierig beschrieben. Dennoch: Ob das Ganze aufgeht, bleibt für mich fraglich. Idealismus hin oder her.

Ich glaube, dass Wertwolf noch ein paar Schrauben justieren sollte und dann kann es auch funktionieren.

Vielleicht bezahlter Inhalt, der danach auf Webseiten verwendet werden kann. Das wäre für mich jedenfalls eine Motivation, für Content zu bezahlen. Aber das setzt natürlich ein enormes Artikel-Portfolio voraus.

Die Vergütung erachte ich übrigens ebenfalls für unzulänglich, denn immerhin behält Wertwolf 50% der Einnahmen ein, was ich schon als recht hoch einstufe, auch wenn die Auszahlungsgrenze mit 5€ recht niedrig angesetzt ist.

Derzeitig werden übrigens Beta-Tester gesucht, wodurch es für die einmalige Erstellung eines Artikels immerhin 4,90€ gibt. Ob das verlockend ist, muss aber jeder für sich entscheiden. Mir wäre das zu wenig…

An dieser Stelle möchte ich Dir noch meinen Artikel der besten Anbieter für das bezahlte Schreiben empfehlen und wünsche Dir viel Erfolg beim Bloggen, Schreiben und dem Geld verdienen im Internet.

Außerdem würde mich freuen, wenn Du schon Erfahrungen mit dem Anbieter Wertwolf gemacht hast und einen Kommentar hinterlässt. Vielleicht liege ich ja auch falsch und das Prinzip ist revolutionär und verdammt lukrativ…

10 Meinungen

  1. Chris05-07-2012

    Hey, Du Earlyadopter. Wie stößt Du eigentlich immer auf die ganzen neuen Anbieter. Habe noch nie etwas davon gehört – schaue mir Wertwolf aber jetzt einmal an. Ich glaube allerdings, dass hier nur etwas über Masse geht, oder?

  2. Jonas G.05-07-2012

    Hallo Chris!

    Das ist ganz unterschiedlich, manchmal habe ich einfach Glück, anderes „klaue“ ich bei anderen und häufig sind es bezahlte Artikel, wodurch ich die unterschiedlichen Anbieter kennen lernen darf.

    Denn wenn ein Unternehmen auf sich aufmerksam macht, greift es folglich häufig auf Blogger zurück, die über das Ganze schreiben. So darf ich ganz oft über Dinge schreiben, die noch vollkommen unbekannt sind und das ist natürlich auch für mich gut. Da spielt der Preis manchmal gar keine Rolle :-)

    beste Grüße

  3. Ralf05-07-2012

    Schöne Idee, allerdings glaub‘ ich auch nicht daran, dass es ein tragfähiges Modell ist.

    Bei diversen Textschmieden bekommt man seine Vergütung zwar pro Artikel (einmalig) – aber man schreibt zielgerichtet und hat das Geld dann auch zeitnah.

    Beim dem vorgestellten Projekt schreibt man ja erstmal auf blauen Dunst. Und wenns blöd läuft, will das niemand lesen oder niemand dafür bezahlen.

    Grüße,
    Ralf

  4. Adrian05-07-2012

    Ich gehe mal davon aus, dass du bei everlinks auf wertwolf gestoßen bist, da habe ich den Anbieter auch zum ersten mal entdeckt. Ich sehe das genauso wie du. Die Idee ist gut und bezahlter Content lockt natürlich, vor allem, wenn man dazu keine eigene Seite besitzen muss. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass viele Menschen für Informationen bezahlen, die es auch kostenlos gibt.

  5. Vielen Dank für den tollen Artikel!
    Es ist natürlich richtig, dass Inhalte die überall verfügbar sind, wenig Sinn machen. Aber mit etwas Kreativität gibt es auch heute noch Themen die anderswo kaum zu finden sind. Man muss auch bedenken, dass nicht jeder Leser gleich das ganze Internet durchforstet, sondern vielleicht lieber einen fairen Preis bezahlt um die Antwort dann sofort lesen zu können. Es wurden bereits einige Verkäufe erzielt, und das obwohl die Besucherzahlen derzeit noch recht überschaubar sind. Ende des Monats erhalten die ersten Autoren Ihre Auszahlung.
    Wenn man die richtigen Inhalte veröffentlicht, kann man gute Einnahmen erzielen. Wenn die Inhalte nicht gefragt sind, verdient man im ungünstigsten Fall nichts. Aber genau das macht den Reiz ja aus. Denn wenn der Inhalt so gut ist, dass er 1000-fach verkauft wird, dann verdient man bei Wertwolf auch 1000 mal!

    • Jonas G.05-09-2012

      Hallo Holger!

      Ja, mit Sicherheit funktioniert das Konzept, aber in welchem Umfang bleibt bis dato fraglich. Wenn das Ganze aufgeht, umso besser. Vielleicht hast Du ja Interesse, Deine Erfahrungen diesbezüglich wiederzugeben. Vielleicht, wenn ein wenig Zeit ins Land gezogen ist?

      Ich würde mich diesbezüglich gern mit Dir in Verbindung setzen und bin auf die Ergebnisse der ersten Wochen sehr gespannt…., öhm…, viele Worte. Ich mach das einfach mal :-)

      beste Grüße

  6. Mathias05-08-2012

    Es ist durchaus ein nettes Konzept und ob sich Bezahlcontent durchsetzt wird man zukünftig sehen.

    Ich denke mal das sich Artikel die zu Versicherungen und generell Finanzthemen mit großen Vergleichen von Anbietern oder was man bei welcher Versicherung beachten sollte, sich vielleicht durchsetzen. Artikel die man an jeder Ecke bekommt dagegen wohl eher nicht.

  7. Hallo Jonas,
    ja, meld dich gern! In ein paar Wochen kann ich sicher aus einer neuen Perspektive berichten. Auch ich bin gespannt wie es sich entwickelt. Derzeit freue ich mich über ein paar tolle neue Artikel, die vielleicht auch von Lesern deines Blogs stammen. :-)
    LG

    • Jonas G.05-21-2012

      Hallo Holger,

      ich melde mich bei Dir und dem Wertwolf :-)

      beste Grüße

  8. Jule07-17-2012

    Hi bin selbst bei Wertwolf zu gange und kann die Seite nur Loben , Daumen hoch. Macht spaß dort zu schreiben.