Neuer Anbieter: bezahlteArtikel.de

Vor einigen Tagen war es soweit und der Anbieter BezahlteArtikel.de ging an den Start.

Ich habe mir die Plattform, die seit zwei Jahren erfolgreich in Tschechien funktioniert, einmal genauer angeschaut und möchte in diesem Beitrag über meine ersten Eindrücke und Erfahrungen schreiben.

Worum es beim Anbieter geht, ist durch die sprechende URL natürlich klar: Dreh- und Angelpunkt sind bezahlte Artikel für Blogger und Seitenbetreiber.

Ob sich das Ganze allerdings bei der großen Konkurrenz durchsetzen kann und sich auch auf dem deutschen Markt etabliert, wird wohl erst die Zeit zeigen.

Also, werfen wir einen Blick auf den neuen Anbieter für bezahlte Artikel…

Was ist BezahlteArtikel.de?

Der Anbieter BezahlteArtikel.deDer Anbieter BezahlteArtikel.de ist eine Plattform, die sich an Blogger und Seitenbetreiber richtet, die durch Textaufträge Geld im Internet verdienen möchten.

Das Konzept ist hierbei natürlich nicht neu und schon durch andere Marktplätze bekannt. Denken wir beispielsweise an Teliad, Everlinks oder auch Trustlink (Artikel).

Der neue Anbieter setzt hierbei vor allem auf ein schlichtes Erscheinungsbild und versucht dabei nicht, das Rad neu zu erfinden, reduziert es allerdings auf die wichtigsten Elemente.

Auftragsgeber, bezahlte Artikel und eine Schnittstelle für beide Seiten. BezahlteArtikel.de kommt ursprünglich aus Tschechien, wo es sich in den letzten zwei Jahren zu einer relevanten Größe im Bereich der Auftrags-Artikel mausern konnte.

Wir schreiben also für andere und kassieren dafür einen festgelegten Betrag. Wie hoch dieser allerdings ausfällt, ist beim neuen Pay Per Post – Anbieter Verhandlungssache und hängt vom Angebot des Bloggers selbst ab.

Wie funktioniert BezahlteArtikel.de?

Den Anfang macht natürlich die obligatorische Anmeldung, wobei wir unsere allgemeinen Daten hinterlassen müssen. Hierbei ist allerdings noch keine Festlegung auf die eingetragene Seite oder mehr einzugeben.

Es geht lediglich um das festlegen eines Benutzernamens, die Vergabe eines Passworts und das Hinterlassen unserer Anschrift. Und schon sehen wir uns mit der sehr aufgeräumten Benutzeroberfläche konfrontiert.

Dashboard - bezahlteartikel.de

Mir gefällt hierbei vor allem, dass es kein Detail zu viel gibt.

Wir sehen unsere Blogs, die akzeptierten Angebote und eine unauffällige Leiste am oberen Rand zeigt uns die möglichen Optionen. Nicht mehr und nicht weniger.

Klicken wir nun auf unseren eigenen Blog, den wir vorab hinzugefügt haben, ploppt eine Liste aller aktiven Auftragsgeber auf.

Hierbei bin ich mir allerdings unsicher, ob alle angezeigt werden oder nur die, die sich auf eine Text-Erstellung in unserem Blog beworben haben.

Einen Auftrag annehmen!

Die Begründung ist, dass ich zwar eine kleine Übersicht angezeigt bekomme, diese allerdings den Titel Bestellungen trägt und ich deshalb nicht beurteilen kann, worum es sich konkret handelt. Da ich ich aber keine thematische Relevanz der angezeigten Aufträge gesehen habe, denke ich, dass es sich um alle verfügbaren Textaufträge handelt.

Nun können wir uns aber außerdem auf den jeweiligen Textauftrag bewerben, indem wir entweder den angezeigten Preis akzeptieren, wobei 7€ natürlich sehr wenig wäre oder eben ein Angebot an den Auftragsgeber mit einem höheren übermitteln.

Nun hängt es davon ab, wie schnell der jeweilige Partner reagiert und wir dürfen und unserem ersten Beitrag widmen und ordentlich in die Tasten hauen.

Hierbei gefällt mir sehr, dass ich schon vorab die Zielseite und Keywords einsehen kann. Das ist dahingehend praktisch, als dass ich sonst selten weiß, wohin die Auftrags-Reise führen soll.

Ob das aber für den Auftragsgeber so attraktiv ist, wage ich zu bezweifeln. Immerhin ist so für jeden einsehbar, wer munter dem Linkhandel frönt. Mir als Blogger soll das allerdings egal sein :)

Die Vergütung bei BezahlteArtikel.de

Die wirkliche Vergütung hängt natürlich davon ab, wie viel wir selbst für das erstellen eines Auftrags verlangen. Da das alles bedeuten kann, möchte ich an dieser Stelle jeden ermuntern, sich nicht unter Wert zu verkaufen. Mit Sicherheit sollen bezahlte Artikel günstig, wenn nicht sogar billig sein.

In dem Augenblick, wo alle zu niedrige Preise wählen, macht das Prinzip aber wenig Sinn und bis dato konnte ich nirgends einen zu dollen Preiskampf feststellen und es wäre natürlich wünschenswert, dass sich die Blogosphäre nicht selbst in die finanzielle Bedeutungslosigkeit schießt.

Die ausgeschriebenen Preise verstehen sich außerdem ohne Mehrwertsteuer – Das bedeutet, dass wir hier genau kalkulieren sollten, wie viel uns die eigene Arbeit wert ist.

Die Auszahlungsgrenze ist übrigens bei 20€ angesetzt und somit recht niedrig und sollte sehr schnell zu erreichen sein.

Das gefällt mir aber gar nicht!

Der Anbieter macht auf mich wirklich einen recht frischen und aufgeräumten Eindruck. Das ist sehr schön. Allerdings hätte es wohl nicht geschadet, den Schritt in den deutschsprachigen Raum ein wenig besser vorzubereiten.

Die Übersetzung ist mangelhaft!

So gab es in der Anfangszeit kein gültiges Impressum – braucht es ja auch in dieser Form nicht in Tschechien, aber das wirkt mitunter nicht vertrauenswürdig.

Weiterhin fällt auf, dass viele Satzbausteine noch nicht richtig übersetzt wurden, es hier und da an der korrekten Grammatik hapert und bei meinem ersten Besuch, fragte mich Google, ob es mir vielleicht lieber wäre, die Seite in deutscher Sprache anzuzeigen.

Das wirkt unfertig und nicht wirklich einladend. Weiterhin gibt es einen Aspekt, den ich als Anbieter in der Anfangszeit ausgeblendet hätte und zwar einen Live-Ticker der angemeldeten Auftragsgeber und Blogger. Solche Werte wirken dann, wenn die Zahlen stimmen.

Auftragslage wirkt nicht einladend

Ich nutze in diesem Blog beispielsweise einen Artikelzähler, der rechts oben die Anzahl meiner Beiträge angibt. Das ist ein kleines Statussymbol und macht natürlich nur dann Sinn, wenn dort etwas angezeigt wird, was irgendwie repräsentativ aussieht.

Die Zahlen, die BezahlteArtikel.de aufweist, sind mit Sicherheit vollkommen in Ordnung – Denn ja, der Anbieter ist taufrisch und es braucht eben Zeit, um zu wachsen. 6 potentielle Schreibaufträge sehen dann aber doch ein wenig dürftig aus :)

Der Anbieter BezahlteArtikel.de – Fazit

Auf mich macht das Ganze einen sehr schönen und übersichtlichen Eindruck. Die bemängelten Aspekte sind meines Erachtens Punkte, die sich mit der Zeit geben und wahrscheinlich nicht wirklich ins Gewicht fallen.

Dennoch wäre es natürlich wünschenswert, wenn die Oberfläche und das Backend nicht unfertig, sondern eben den guten Ersteindruck untermauern könnten.

Ich würde dennoch empfehlen, sich das Ganze einmal selbst anzuschauen und den Anbieter nicht vorschnell zu verurteilen. Denn Attraktivität kann wohl erst aufkommen, wenn Nutzer angemeldet sind und dann wird die Zeit zeigen, ob das Ganze auf lange Sicht empfehlenswert ist oder eben nicht.

Ich wünsche jedenfalls viel Spaß dabei und dem Anbieter BezahlteArtikel.de einen soliden und guten Start im deutschsprachigen Raum.

3 Meinungen

  1. Helge02-20-2012

    Danke für den Hinweis, werde mir den Anbieter mal anschauen. Aber blöd ist es schon, das bisher nur 11 Blogs und ein paar Advertiser gemeldet sind.

    Wenn aber alle zögern, kanns ja nichts werden :) Ich guck mal vorbei…

  2. thomas02-20-2012

    Ich denke da ist noch einiges an Arbeit notwendig, bevor man zu einem Konkurrenten der von dir genannten Anbieter werden kann.

  3. Jonas G.02-20-2012

    Da gebe ich Dir Recht, Thomas.

    Aber aller Anfang ist bekanntlich schwer. Dennoch denke ich, dass das Keyword im Namen nicht unbedingt die schlechteste Basis sein sollte :)

    Aber klar, neu ist neu. Mal schauen, was die Zukunft bringt.

    beste Grüße