Geld verdienen im Internet: Das Risiko streuen und Alternativen zu Google Adsense

Gestern schossen die ‚Google Adsense‘ – Einnahmen noch in die Höhe und fast jeder Besucher schien auf die sensitive Werbung anzuspringen, die Blogeinnahmen gingen durch die Decke und versprachen jede Menge Umsatz und letzten Endes auch Gewinn.

Heute sieht die Welt jedoch ganz anders aus, denn der eigene Blog wurde aus dem Partnerprogramm geschmissen und schaut traurig auf das verdiente Geld der letzten Monate.

Viele Blogger meinen, dass man so schnell nicht in Googles Gnade fällt und sich das ganze Blogeinnahmen-Schiff schon irgendwie schaukeln wird.

Manchmal geht aber genau das auch gehörig schief und deshalb ist es sinnvoll, die Einnahmen und das Geld verdienen im Internet breitgefächert anzulegen.

Deshalb möchte ich einen Blick auf die Alternativen zu Googles Adsense werfen und ein paar Anregungen geben, falls es doch einmal zum Ausschluss kommen sollte.

Geld verdienen im Internet: Der Fehler der Alternativlosigkeit

Alternativen zu Adsense - wie das Risiko gestreut wirdWer im Internet Geld verdient, setzt meistens auf irgendein Konzept. Manch einer setzt auf Affiliate und generiert über Amazon, Zanox und Co jede Menge Blogeinnahmen.

Andere schenken ihr ganzes Vertrauen sogenannten Paidmailern und wundern sich, dass kein Geld am Ende des Monats generiert wurde.

Ich setze auch auf Adsense-Werbung in diesem Blog, teilweise Affiliate-Umsatz und eine Reihe von kleineren Partnerprogrammen. Natürlich kann auch selbst Hand angelegt werden und die Werbeflächen im eigenen Blog verkauft werden. Viele Optionen, jede Menge Möglichkeiten.

Wenn eine Einnahmequelle aber sehr dominant ist, kann dies zu einem steilen Abwärtskurs führen. Spätestens, wenn dieser Wortlaut im virtuellen Postfach auflauert:

Leider haben wir eine ungültige Klickrate feststellen müssen und schließen Sie daher aus dem Partnerprogramm aus.

Da hilft es meistens wenig, den Support anzuschreiben, zu schreien oder auf eine Rehabilitation zu hoffen. Google ist meistens hart und der Ausschluss gilt lebenslang. Das ist ärgerlich, führt es doch häufig zu einem enormen Einbruch der Blogeinnahmen.

Viele Blogger oder auch Website-Betreiber machen aber genau diesen schwerwiegenden Fehler und setzen schlicht und ergreifend nur auf ein einziges Pferdchen. Ob nun als Affiliate, Adsense-Jünger oder anderem Klamauk. Häufig geht das zwar gut, oft aber auch gehörig in die Hose. Denn plötzlich sind alle Blogeinnahmen passé, weil irgendein Partnerprogramm flöten gegangen ist.

Doch werfen wir einen Blick auf die Alternativen zu Google Adsense.

Google Adsense sagt Good Bye – Der Rauswurf aus dem Partnerprogramm

Und das passiert leider recht häufig. Gehen wir doch einfach vom Szenario Adsense aus. Klar, Google gibt uns knallharte Vorschriften, was wir dürfen und natürlich ebenso, was denn zu unterlassen sei. Außerdem gehen wir die AGBs punktuell durch, wissen, dass wir auf die eigenen Anzeigen nicht klicken sollten, wiegen uns in Sicherheit und hoffen auf eine hohe Klickrate der Besucher auf unserem Blog.

Nun gibt es aber gegebenenfalls Dinge, die wir selbst in unserem Blog nicht kontrollieren können und zwar alles, was sich außerhalb unseres Einflusses bewegt. Gehen wir einfach davon aus, wir haben Neider oder Besucher, die uns im Irrglauben, etwas Gutes zu tun, permanent auf die Adsense-Anzeigen klicken. Schön!

Bis zu einem gewissen Punkt jedenfalls. Denn in dem Augenblick, wo durch Programme oder ein unnatürliches Klickverhalten unsere Adsense-Einnahmen durch die Decke gehen, wird Google hellhörig und setzt uns und unseren Blog schlicht und ergreifend vor die Tür. Das hat für uns die einfache Konqequenz, dass der Adsense-Regen in unseren monatlichen Blogeinnahmen von einem Tag auf den anderen versiegt.

Das bedeutet, dass Blogs eben nicht nur auf eine einzige Möglichkeit blicken sollten und ihre Blogeinnahmen nach Möglichkeit großflächig verteilen und streuen sollten. Bricht die eine Möglichkeit im Internet Geld zu verdienen weg, geht nicht gleich die ganze Welt unter.

Geld verdienen im Internet: Möglichkeiten und Alternativen zu Adsense

Hiebei möchte ich jedoch wirklich nur auf Möglichkeiten eingehen, die auch auf dem eigenen Blog umsetzbar sind. Zwar kann durch das Schreiben von Texten, das Empfangen von Paidmails und anderem Spaß auch Geld in die eigenen Taschen gespült werden, aber das ist an dieser Stelle nicht von Interesse.

Alles andere würde bedeuten, dass ich einem arbeitslosen Maurer raten würde, dass Gärtner ja auch Geld verdienen…

Google Adsense hat sich in den letzten Jahren fast verselbständigt und ist wohl die größte Option, um einfach und schnell Werbung in den eigenen Blog zu binden. Doch entweder wurde der Blogger aus den Heiligen Hallen geschmissen oder sucht aus anderen Gründen nach einer Alternative zu Google Adsense.

  • Contaxe – Ähnlich wie Adsense bietet Contaxe sensitive Werbung und ist somit das Schweizerpendant zum Werberiesen aus den Staaten.
  • Adiro – Diesen Anbieter halte ich für äußerst attraktiv und erachte ihn als sinnvoller Alterntaive zu Adsense. Artikel: Adiro – Intext- und Bannerwerbung
  • Bidvertiser – Ebenso auf Werbung abgestimmt, leider aus dem amerikanischen Markt. Deshalb nur bedingt für deutsche Blogs nutzbar. Dennoch bietet der Anbieter mittlerweile auch ein deutsches Angebot.
  • Usemax – Bezahlt für Layer, Pop-Ups und Banner. Eher für trafficstarke Seiten zu empfehlen, da es für Einblendungen und nicht für Klickpreise berechnet.
  • Mirago – Bietet inText-Werbung. Heißt also, dass Keywords extrahiert und mit passender Werbung unterlegt werden.
  • Plista – Umfassende Möglichkeiten, wie Werbung in Bildern, InText, aber auch ganz klassische Banner. Artikel: Plista

Fazit: Eine Alternative zu Google-Adsense

Dennoch bleibt unterm Strich stehen, dass es sich Webmaster und Blogger mit Google, besser Adsense, nicht verscherzen sollten. Immerhin bietet dieser immer noch die höchsten Klickpreise und ist einfach zu integrieren.

Solange die Konkurrenz nicht marktfähig wird und kaum passende Werbung oder niedrige Klickpreise hat, ist es schwer, wenn man aus dem Partnerprogramm geworfen wurde.

Dennoch ist es sinnvoll, mit den unterschiedlichen Partnerprogrammen zu experimentieren und somit eine solide Quelle für Blogeinnahmen zu schaffen, die ganz ohne Adsene generiert werden. Diese Vorsicht gilt aber auch im gleichen Maße für Affiliates.

Ich habe vor langer Zeit eine Seite betrieben, die Tickets vertrieben hat, irgendwann stellte der Partner aber das Programm dar und ich stand mit meinem Angebot im Shop relativ allein auf weiter Flur, da sich kein entsprechendes Pendant im Netz finden ließ.

Deshalb rate ich, eine gesunde Mischung auf dem eigenen Blog zu realisieren. Ein wenig Affiliate, ein paar Adsense-Banner und im Idealfall auch noch die ersten Weichen zur Direktvermarktung von Werbeplätzen legen.

Denn, egal was passiert, die Blogeinnahmen rauschen nicht in den Keller und deshalb ist die Integration von Alternativen zu Adsense in jedem Fall überlegenswert.

6 Meinungen

  1. jens01-06-2012

    was mich wundert ist, dass ihr plista eingebaut habt, aber die gar nicht hier erwähnt?
    für alle, die plista nicht kennen: http://www.youtube.com/watch?v=1_GNjtrcWZY&context=C3032bb3ADOEgsToPDskJdkIxr8KDRACJylo9tszhH

    • Jonas G.01-06-2012

      Oh, ja, das könnte man natürlich noch ergänzen.
      Das liegt einfach daran, dass ich Plista erst kennengelernt habe, nachdem ich diesen Artikel verfasst habe. Ich plane derzeitig aber einen umfangreichen Artikel zu diesem Anbieter, aber eine Ergänzung in diesem Artikel als Alternative werde ich heute noch nachholen :)

      Danke für den Hinweis und beste Grüße

  2. Roland02-18-2012

    Mit Google Adsense gebe ich dir recht. Aus heiterem Himmel die Mail, der Account ist gesperrt. Keine Angabe warum. Ein Einspruch bleibt wie, so denke ich, bei 99,9% der Fälle wirkungslos.
    Daher bin ich auf der Suche nach Ersatz und habe hier schon viel interessantes kennen gelernt.

    Wobei ich sagen muß, Google Adsense hat mir nicht viel gebracht (Ist auch nicht die Seite, die verlinkt ist). Es hat zu einer Auszahlung in 6 Monaten gereicht. In den Keller von den Einnahmen ist also nichts gerauscht. Aber jetzt bin ich heiß und will anderes probieren.

    • Jonas G.02-18-2012

      Ich erachte Adiro und Plista für gute Alternativen, obwohl diese hierbei noch gar nicht aufgeführt sind – das muss ich in den nächsten Tagen mal nachholen :)

      Beste Grüße

  3. Roland02-18-2012

    Danke für die Empfehlung. :-)
    Eine Liste macht durchaus Sinn. Für meinen Teil werde ich diese jedenfalls „abarbeiten“.
    Da ich einen Artikel auf meinem Blog schreiben möchte und gerne auf einen Artikel von hier verweisen würde, wäre ein eine „Komplettübersicht“ möglicherweise gewinnbringend.

    • Jonas G.02-18-2012

      Hallo Roland,

      ich werde mal schauen, ob ich das Ganze nächste Woche auffrischen kann. Vielleicht bekomme ich es zeitlich hin.

      Wenn ich fragen darf, wie hast Du denn Adsense damals integriert? Und welche Besucherzahlen standen den Einnahmen gegenüber, wo war das Ganze eingebunden? Gerne auch per Mail – das muss ja nicht im Kommentarbereich landen :)

      Schöne Grüße