13-Wochen-Plan: Das Problem, mehrere Aufgaben, eine Lösung!

Peer hat abermals zu einer spannenden Aktion auf seinem Blog eingeladen. Nach der Nischenchallenge und Blog-Em möchte ich mich erneut seinem Ruf anschließen.

Dieses Mal geht es um das Bewältigen von aufgeschobenen Aufgaben, die es gilt, in 13 Wochen abzuarbeiten und dabei den Fortschritt zu dokumentieren.

Ich möchte das Ganze allerdings ein wenig abwandeln und mich lediglich einem einzigen Vorhaben widmen, das ich als sehr umfassend einstufe. Mal sehen, ob es klappt.

Ich habe mir vorgenommen, die Absprungrate in diesem Blog drastisch zu reduzieren, denn sie ist mir ein Dorn im Auge. In diesem Artikel erläutere ich die geplanten Schritte!

Was hat es damit auf sich?

Der Grundgedanke ist relativ simpel: Wir nehmen uns Aufgaben vor, die wir öffentlich festlegen und verdonnern uns somit selbst.

Somit wächst der Druck und wir setzen uns endlich ran. Aber natürlich geht das auch im Alleingang und jeder kann sich irgendwelche Aufgaben stellen. Die erzwungene Öffentlichkeit ist allerdings ein weiteres Mittel, um wirklich dranzubleiben.

So fasst Peer das Prinzip: Als Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der USA, 20 Jahre alt war hat er sich selber einen 13 Wochen Plan auferlegt. Darin hatte er 13 Eigenschaften aufgelistet, an denen er jeweils eine Woche lang arbeiten wollte.

Nachdem die 3 Monate vorbei waren, hat er wieder bei der ersten Eigenschaft angefangen und so weiter. Damit muss er wohl sehr zufrieden gewesen sein und ich fand die Idee auf jeden Fall gut, auch wenn ich sie etwas abgewandelt habe.

Es geht mir nicht um persönliche Tugenden, sondern darum, in den 13 Wochen endlich mal all die Punkte von meiner ToDo-Liste abzuarbeiten, die ich schon so lange vor mir herschiebe.

Dadurch, dass Peer daraus ein Gemeinschaftsprojekt gemacht hat, entsteht dabei sogar noch ein gefühltes Miteinander und eventuell hilft das umso mehr.

Schon bei der Nischenchallenge habe ich gemerkt, dass es eine ungemeine Motivation sein kann, vor den Augen von anderen zu arbeiten. Immerhin machen Blogger den meisten Quatsch mit sich und ihrem Bildschirm aus. Also…, gehen wir es an!

Die Absprungrate reduzieren – 13 Wochen, der Plan

Was heißt Absprungrate?Dieser Blog wächst immer weiter und das freut mich sehr und ist natürlich schön.

Allerdings leidet meine Absprungrate darunter umso mehr, da es recht willkürliche Suchanfragen gibt. Mittlerweile geht sie mir tierisch auf die Nerven.

Einige Artikel treiben mir regelrecht die Tränen ins Gesicht und das nicht, weil ich vor Glück strahle, sondern mit verzweifelt auf die Lippe beiße. Oh, mitunter sieht es furchtbar aus.

Es sieht teilweise wirklich arg aus und das möchte ich nun angehen. Und zwar mit allen Mitteln, die mir zur Verfügung stehen und notfalls mit treten und beißen. Mal schauen, ob sich die Absprungrate davon beeindrucken lässt.

Dafür habe ich einen Plan ausgearbeitet, der recht umfangreich ist und ich hoffe, dass ich das erklärte Ziel, die Absprungrate drastisch zu reduzieren, umsetzen kann.

Mein 13-Wochen-Plan: Absprungrate reduzieren!

  1. Die Situation analysieren: Wie sieht es momentan aus?
  2. Die Übeltäter ausmachen: Welche Artikel performen schlecht?
  3. Dem Übel auf die Schliche kommen: Warum ist die Rate so hoch?
  4. Welche Möglichkeiten gibt es, um die Absprungrate zu reduzieren?
  5. Anpassungen im Layout – Klickoptionen, Werbung und Co!
  6. Anpassungen im Text – Formatierung, interne Verlinkung, Satzbau!
  7. Anpassungen in der Sidebar – Wichtige Inhalte in den Fokus
  8. Die Performance der Seite verbessern – CSS, Reqeusts und mehr!
  9. Was hat es gebracht – Eine Auswertung

Das ist mein Plan und diesen werde ich Stück für Stück abarbeiten. Ich weiß natürlich nicht vorab, ob alle Punkte wirklich Sinn machen. Das sehe ich erst im Nachhinein. Versuch macht eben kluch!

Der findige Leser merkt, dass es sich hierbei lediglich um 9 Punkte handelt. Außerdem könnte man monieren, dass so viele Wochen fürdas lächerliche Vorhaben, die Absprungrate zu reduzieren, ein wenig hoch bemessen sei. Nun…, ich denke nicht.

Die einzelnen Punkte zeigen, dass ich mir vorgenommen habe, teils einzelne Artikel von Grund auf zu verändern. Ich spreche hierbei nicht von 10 Beiträgen, sondern meinem halben Archiv. Das braucht Zeit und die nehme ich mir nun.

Notizen helfen beim Arbeiten!Da der eigentliche Sinn aber ist, mehrere Aufgaben anzugehen, möchte ich noch eine weitere Aufgabe angehen, die ich seit langer Zeit vernachlässige: Nämlich ein neues Projekt. Das habe ich schon an mehreren Stellen angekündigt.

Dieses wird sich ganz dem Schreiben widmen und nicht nur Tipps für Blogger bereithalten. Dort lasse ich mich dann auch über Grammatik, Orthographie und Co aus.

Das habe ich mir für den letzten Monat vorgenommen. Allerdings reiche ich die einzelnen Schritte dann nach. Soweit kann ich noch nicht planen.

Mein Augenmerk liegt allerdings vorerst auf der Absprungrate und wenn ich in der nächsten Woche meinen Eröffnungsbeitrag vorstelle, wird auch jedem klar, warum ich so sehr mit ihr schimpfe :-)


Ich freue mich natürlich, wenn Du mich bei diesem Vorhaben unterstützen möchtest. Jeder Tipp ist mir willkommen und seien es auch nur ein paar Vermutungen.

Ich freue mich übrigens auf Deinen Hinweis, wie Du die Absprungrate einer Seite reduzieren würdest und wäre sehr an Deiner Meinung interessiert.

4 Meinungen

  1. Adrian07-16-2012

    Vom 13 Wochen Projekt habe ich auch gelesen und finde die Idee von Peer wie immer sehr spannend.
    Bei mir klappt es zeitlich leider nicht ganz so gut in den 13 Wochen also kann ich mir da schlecht große Pläne machen sondern muss ein bisschen spontan sein.
    Vielleicht mach ich das mal intern nur auf meinem Blog, dass ich mir verschiedene Ziele setze, die es in einer bestimmten Zeit zu bewältigen gilt.

    Dir wünsche ich nun noch viel Glück bei deinem Vorhaben, welches in der Praxis sicher viel komplizierter wird als auf dem Papier.

    mfg
    Adrian

  2. sonja07-16-2012

    Ich denke, die Absprungrate von Google-Analytics ist generell ein sehr fraglicher Wert. Da ja alle Besucher, die nur eine Seite ansehen als Absprung gewertet werden. Wenn ich mir aber einen deiner Beiträge sehr genau und vollständig durchlese und mich dann zufrieden und mit nützlichen Informationen angereichert, wieder anderen Dingen (z.B. meiner Arbeit) zuwende, wird das als Absprung gezählt.

    Ich hätte da zwei Anregungen:
    1. kann man angeblich den Google-Analytics Code so modifizieren, dass nur Besuche, die kürzer als z.B. 10 Sekunden auf einer Seite bleiben als Absprung gewertet werden. (Damit hast du dein Ziel wahrscheinlich in einem Tag erreicht ;-).
    2. Würde ich mal versuchen – testhalber – einen Artikel in mehrere oder zumindest zwei kleinere Portionen aufzuteilen (jeweils mit einer Art Cliffhanger) – sodass der Leser nach der ersten Portion auf jeden Fall zur nächsten klickt. Ich meine nämlich, es geht nur um diesen 2. Klick. Ich habe teilweise auf recht unübersichtlichen Seiten mit vielen Links (und mäßig viel Content) deutlich geringere Absprungraten als solchen mit viel klarem Content (und wenig Links).

    Lieben Gruß und bin gespannt…
    Sonja

  3. Helge07-24-2012

    Wenn es wir wirklich gelingt, die Absprunrate deutlich zu senken, ist das ein Projekt, das Sinn macht. ich glaube, dass 10 Wochen dafür sogar recht knapp bemessen sind, wenn du jeden Artikel händisch verbessern willst. Immerhin sind es bei dir fast 350 Stück!

    Viel Erfolg und ich bin gespannt, wie du vorgehst.

  4. Jonas G.07-25-2012

    Liebe Leser, ahoj Folks!

    @Adrian

    ich bin gespannt, wie es läuft. Außerdem denke ich, dass Du mitmachen kannst. Es gibt ja keine klare Vorgabe und wenn nicht alle Aufgaben erledigt werden, macht das ja nichts.

    @Sonja

    Ja…, das geht und ist, finde ich, Humbug. denn es ändert ja nichts daran, dass die Menschen nur eine Seite besuchen und genau das ist das Problem, die Absprungrate als solche ist ja nur einer der Indikatoren.

    Deine zweite Anregung gefällt mir allerdings sehr und ich werde schauen, ob ich das auch in alten Artikel noch umsetzen kann. Das Zerpflücken könnte sich ja „blöd“ aufs Ranking auswirken. In neuen Artikeln macht das aber natürlich Sinn!

    Der Code ist übrigens:

    setTimeout('_gaq.push(['_trackEvent', 'NoBounce', 'Over 10 seconds'])',10000);

    Einfach unter den Analytics-Code setzen und schon gilt jeder Besucher, der länger als 10 Sekunden bleibt, als „nicht abgesprungen“.

    Den Spaß setzt man idealerweise direkt unter pageTracker._trackPageview(); und natürlich kann man den Code auch abändern. 5 Sekunden wären beispielsweise 5000…, 20 Sekunden wären 20000.

    @Helge

    Jops. ich bin gespannt, was da möglich ist :-)

    beste Grüße