9 Tipps, um produktiv und effizient zu bloggen!

Wer produktiv bloggt, hat mehr freie Stunden zum Leben und wer gleichermaßen effizient arbeitet, hat auch Zeit für die wirklich wichtigen Dinge.

Viele Blogger, mich eingeschlossen, haben aber enorme Schwierigkeiten, den Balanceakt zwischen dem Schreiben und den Liebsten richtig zu bewältigen. Wer jedoch effizient arbeitet, kann diesen Schritt immerhin ein bisschen leichter bewältigen.

Glücklicherweise ist Produktivität kein Buch mit sieben Siegeln, sondern eher eine Frage von Konditionierung und einfachen Vorüberlegungen. Dabei geht es weniger darum, sich selbst zu beschneiden, sondern die Dinge, die man erledigen möchte, schnell und vor allem effektiv zu bewältigen.

Deshalb möchte ich in diesem Blog-Artikel 9 Tipps geben, um die eigene Produktivität beim Bloggen zu steigern, um letzten Endes mehr Zeit für andere Aufgaben zu haben.

Klar, das Bloggen macht Spaß, aber es sollte einfach nicht alles sein…

9 Tipps um die Produktivität beim Bloggen zu steigern

1. Mehr schreiben, als wirklich publiziert wird.

Das hört sich vielleicht beim ersten Lesen ein wenig seltsam an, ist aber sehr wichtig, um auf lange Sicht zu bloggen. Gehen wir davon aus, dass ein Blogger jeden Tag einen Artikel schreibt und ihn umgehend veröffentlicht. Irgendwann wird es den Punkt geben, wo er keine Lust hat oder vielleicht die Luft raus ist.

Dann macht es meistens Sinn, einfach ein wenig Abstand zum eigenen Blog zu halten und vorbereitete Artikel zu publizieren.

Wer regelmäßig Beiträge vorschreibt, sollte am Ende des Monats eine handvoll zusammen haben und kann diese bei kreativen Engpässen nutzen. Auch für die Urlaubsplanung ist eine starke Rückhand nicht zu verachten.

2. Mails seltener checken und dafür alles abarbeiten.

Ich habe anfangs relativ häufig in meine Mailpostfächer geschaut. Es hätte ja immer irgendwer eine Frage haben, ein neuer Auftrag rumliegen oder einfach nur eine Neuigkeiten da sein können. Mittlerweile habe ich mir aber angewöhnt, dass ich nur noch morgens und abends einen Blick in die virtuellen Postfächer zu werfen.

So kann ich alle Anfragen in einem Rutsch bewältigen und keiner wird erzürnen, weil wir nur im 12-Stundentakt erreichbar sind.

3. Benachrichtigungen abschalten.

Ja, Twitter, Facebook und auch das Mailprogramm sind sicherlich wichtige Dinge, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Dennoch ist es sehr effizient, diese Dienste beim Schreiben einfach abzustellen, da sie enorm an der Aufmerksamkeit nagen.

Wenn Neuigkeiten gezwitschert werden, ist es manchmal schwer, dem Drang zu widerstehen, einfach mal schnell einen Blick darauf zu werfen, doch stört jede unnötige Unterbrechung natürlich den Schreibfluss.

Einfach beim Bloggen alles ausmachen und danach wieder einen Blick rein werfen. Das reicht meistens und Beiträge entstehen einfach schneller.

4. In kreativen Phasen mehrere Blog-Artikel schreiben.

Bloggen geht nicht immer auf Knopfdruck; dafür braucht es meistens einen freien Kopf, ausgeschlafene Synapsen und jede Menge Lust. Deshalb ist es sinnvoll, in kreativen Phasen einfach mehr zu produzieren. Warum nicht einfach drei, vier Artikel am Stück schreiben, wenn es gerade so gut läuft?

Wer zu festen Zeiten besser schreibt, sollte in diesen auch den eigenen Blog voranbringen, ist die Kreativität aber nur sporadisch vorhanden, lohnt es sich, den Zeitplan flexibel zu gestalten.

In Kombination mit dem ersten Tipp kann das enorm zur Steigerung der Produktivität beitragen und letzten Endes ist man einfach schneller, wenn man einmal drin ist.

5. Ideen sammeln und Artikel vorbereiten.

Direkt neben mir, unmittelbar neben der Tastatur liegt ein kleiner Zettel. Immer, wenn ich eine Idee für einen neuen Blog-Artikel habe, schreibe ich diese auf und sammel so über den Tag verteilt mitunter zwanzig kleinere Einfälle. Manche lohnen sich, andere sind schon nach wenigen Stunden hinfällig.

Abends mache ich daraus eine ungefähre Abfolge für die Blog-Artikel des nächsten Tages und komme so selten in die Verlegenheit, nicht zu wissen, worüber ich schreiben soll. Ideen kommen selten, wenn es sein muss und es macht jede Menge Sinn, sie direkt zu notieren, um beim Bloggen keine Schreib-Engpässe zu haben.

6. Aufgaben bündeln und effektiver abarbeiten.

Jeder kennt das: Man kommentiert einen Beitrag, liest einen Artikel, schreibt einen Tweet und wirft dann einen Blick auf die Blogstatistiken. Natürlich ist es nicht schlimm, einfach das zu tun, worauf man Lust hast.

Für das produktive Arbeiten ist es aber natürlich eher hinderlich. Es ist sinnvoll, mehrere Aufgaben zu sammeln und gebündelt abzuarbeiten. Wenn ich schreibe, schreibe ich, wenn ich lese, lese ich….

Wer Aufgaben in einem Rutsch erledigt, kann schneller und vor allem effizienter arbeiten. Häufig stellt sich dann sogar eine Art ‚Rausch‘ ein, in dem Aufgaben noch schneller vom ‚To-Do‘-Stapel rutschen. Das gilt gemeinhin für fast alle geistigen Aufgaben, wer in einem Bereich bleibt, kann einfach effizienter arbeiten.

Beispielsweise könnte man alle ‚Lese-Tätigkeiten‘ zusammenfassen und hintereinander Mails, Kommentare, Tweets und andere Artikel lesen. Nicht parallel schreiben, dazwischen ein wenig rechnen und parallel das Abendbrot zubereiten.

7. Blog-Artikel planen und in eine Reihenfolge bringen.

Ich überlege mir abends, manchmal auch schon vorher, welche Artikel ich in den kommenden Tagen schreiben möchte. Das liegt einfach daran, dass ich früher immer wild drauf los getippt habe und manchmal mehr Zeit damit verbracht habe, zu überlegen, welchen Artikel ich nun zuerst schreibe, als mit der wirklichen Arbeit am Beitrag selbst.

Wer dabei noch auf die angesprochene Ideenliste zurückgreift, kann innerhalb kürzester Zeit mehrere Blog-Artikel verfassen und verplempert seine kostbaren Tage nicht mit unnötigen Vorüberlegungen. Manchmal ist es auch sinnvoll, bestimmte Regelmäßigkeiten einzuführen.

Diesen Donnerstag findet beispielsweise der Webmaster Friday statt, morgen werde ich erneut über die Entwicklungen bei Google berichten. Vielleicht hilft das auch Dir?

8. Nicht von Statistiken verrückt machen lassen.

Als ich mit dem Bloggen anfing, habe ich fast stündlich in meine Statistiken geschaut, jeder Besucher war eine Freude, jeder Klick auf ein Adsense-Banner ein Glück. natürlich ist es schön und auch wichtig, die eigenen Statistiken im Blick zu haben.

Dennoch macht es wenig Sinn, täglich über den Besucheransturm oder eben dessen Ausbleiben zu sinnieren. Wer regelmäßig bloggt, keinen Quatsch schreibt und guten Content liefert, wird auf lange Sicht schon ein paar neugierige Leser gewinnen. Diese kommen aber auch nicht, wenn wir via Google Analytics eine Echteztibetrachtung durchführen.

Hierzu habe ich schon einen Artikel befasst, der sich ausführlich mit der Glaubwürdigkeit und dem Nutzen einer statitischen Auswertung befasst. Also: Nicht von der eigenen Blogstatistik ablenken und vor allem nicht verrückt machen lassen.

9. Artikel aufteilen, schreiben und dann überarbeiten.

Ich habe mich letztens mit einem Blogger unterhalten, der mir erzählte, dass er oft lange an den richtigen Formulierungen feilt.

Klar, macht ja auch irgendwie Sinn, denn schließlich wollen wir lesenswerte Blog-Artikel verfassen. Es ist aber nicht unbedingt effizient, jeden Satz auf die Goldwaage zu legen. Ich mache es so: Ich sammel alle relevanten Informationen zu einem Thema, überlege knapp, was ich schreiben möchte und unterteile dann den Artikel in kleinere Abschnitte (Häppchen lassen sich eben einfacher verdauen) und haue munter in die Tasten.

Erst danach feile ich an den einzelnen Formulierungen und überarbeite das Ganze. Doch auch hierbei gilt, perfekt ist schön, doch wenn darunter die Effektivität leidet, ist es auch irgendwann genug. Wichtig ist, dass man weiterkommt und nicht an einzelnen Aspekten hängen bleibt.

Deshalb sollte ein Beitrag erstmal geschrieben werden, bevor an ihm gefeilt wird. Niemand muss im ersten Anlauf perfekte Blog-Artikel verfassen.

Und nochmal alle 9 Tipps, um produktiv zu bloggen auf einen Blick

  • Mehr schreiben, als publiziert wird
  • Mail in einem Abwasch beantworten
  • Benachrichtungen abschalten
  • Kreative Phasen nutzen
  • Ideen für Blog-Artikel sammeln
  • Aufgaben zusammenfassen
  • Blog-Artikel planen (Reihenfolge)
  • Nicht von Blogstatistiken verrückt machen lassen
  • Artikel aufteilen und einfach schreiben

Und jetzt bist Du gefragt. Was ist Dein bester Tipp, um effektiv und produktiv zu arbeiten?

2 Meinungen

  1. Helge11-25-2011

    das sind echt gute tipps, um gut zu bloggen. dasnke. finde selbst aber, das man vor allem seine punkte auch einhalten sollte und nicht nur ausarbeiten, um gut zu bloggen…

  2. Jonas G.11-28-2011

    Ja, die beste Übersicht bringt natürlich keinem etwas, wenn sie nicht eingehalten wird. Danke für die netten Worte und weiterhin viel Erfolg beim Bloggen :)