5 einfache Schritte, um Blogartikel zu optimieren!

Kennst Du das? Du schreibst einen Blogartikel, lässt Deinen Gedanken freien Lauf und bist zufrieden mit der eigenen Arbeit.

Ein paar Monate später stöberst Du im eigenen Archiv herum, schaust Dir die eigene Beiträge an und bist regelrecht geschockt: Da gibt es Tippfehler, schlechte Grammatik und irgendwie macht der Artikel keinen Sinn.

Idealerweise packen wir das Problem dann beim Schopf und editieren den Spaß: Immerhin ist jeder Beitrag ein virtuelles Aushängeschild und beeinflusst maßgeblich den Erfolg im Internet!

Heute zeige ich Dir, wie Du in 5 Schritten alte Artikel optimierst, verfeinerst und unschlagbar machst. Auf geht’s!

1. Hat der Artikel einen Fokus?

Nicht nur aus SEO-Sicht ist es wichtig, dass ein Artikel fokussiert das behandelt, worüber er geschrieben ist. Nein, auch für den Leser ist es unabdingbar, dass wir beim Kernthema bleiben.

Wenn wir einen Artikel einfach herunter schreiben, liest er sich vielleicht gut, macht mitunter sogar Spaß und trotzdem fehlt im ein entscheidendes Detail.

Es mangelt häufig an Struktur und Ordnung. Auch ich mache diesen Fehler sehr oft und muss dann im Nachhinein ausbessern.

Stell Dir die Frage, was Du mit dem jeweiligen Artikel bezweckst. Welches Problem soll geklärt werden und worauf sollte unser Leser nach dem Lesen eine Antwort haben? Geben wir ihm diese und zwar klar und deutlich?

Diese Fragen können helfen:

  • Was ist das Thema oder Problem des Artikels?
  • Habe ich dieses ausreichend beantwortet?
  • Findet der Leser eine Lösung auf seine Frage?
  • Habe ich mögliche Alternativen und Quellen gezeigt?

2. Knallige Überschriften und schmissige Einleitungen

Wie lautet die Überschrift, die wir damals gewählt haben? Würdest Du sie selbst anklicken oder nur deshalb, weil Du den Artikel verfasst hast? Stell Dir vor, die Headline würde bei Facebook oder Twitter auftauchen: Wäre sie einen Klick wert? Ja oder nein?

Wenn dem nicht so ist, solltest Du Hand anlegen!

Denn egal, wie gut Dein Artikel auch sein mag: Wenn ihn keiner anklickt und lesen mag, ist die ganze Arbeit für die Katz.

Ja…, wirklich. Schön, dass wir 1.000 Worte ins Internet erbrochen haben, wenn die keiner liest, hätten wir auch ein Bier trinken oder ein Eis nuckeln können.

Empfehlenswert sind meisten Headlines, die

  • eine Zahl (150 kostenlose XY)
  • Eine W-Frage (Wieso, weshalb, warum?)
  • oder ein schmissiges Adjektiv (beste, einfachste, schönste) – Superlative sind nie verkehrt 😉

beinhalten. Sie animieren nämlich enorm zum Klicken. Auch wenn dieser Klick lediglich aufgrund von Neugier getätigt wird, bleibt der Effekt für uns der gleiche: Der Leser befindet sich auf unserem Blog.

Das Gleiche gilt übrigens für Einleitungen. Diese sollten kurz und prägnant sein und den Leser animieren. Weiterhin ist es essentiell, dass sie die Problematik des folgenden Artikels in Kurzform beinhalten.

Wenn Dir eine Einleitung nicht gefällt, versuch sie zu verbessern!

Welche Wörter können wir streichen, was ist unnötiges Beiwerk und worauf können wir verzichten? Welche informationen braucht der Leser und was sollten wir vielleicht hervorheben? Das dauert vielleicht 10 Minuten und sorgt für Besucher!

Artikel-Tipp: Die perfekte Headline

3. Gibt es eine Aktion?

Ich habe in den letzten Wochen viele alte Artikel auf diesem Blog ausgebessert. Der Grund war recht simpel: Es gabe eine hohe Absprungrate und ich habe versucht, zu ergründen, woran das lag.

Eigentlich liegt das Problem auf der Hand: Der Leser weiß nicht, was er tun soll.

Was sich nach Händchenhalten und Kindergarten anhört, ist ein ganz reales Problem. Wir können von unseren Besuchern nicht erwarten, dass sie stundenlang im Blog-Archiv wühlen.

Nein! Hier heißt es, einfach selbst aktiv zu werden. Das können wir mit ganz einfachen Phrase lösen:

  • Dir hat der Beitrag gefallen, dann lies doch hier weiter (Link auf die Startseite)
  • Wenn Du ähnliche Erfahrungen gemacht hast, freue ich mich über einen Kommentar
  • Weitere Artikel zum Thema findest Du an dieser Stelle

Diese simplen Sätze haben den Vorteil, dass sie den Leser direkt ansprechen. Schaut er danach noch ein wenig weiter, bringt das zusätzliche Seitenimpressionen und ein kleiner Kommentar treibt die Verweildauer in die Höhe. Wirklich…, es klappt und macht natürlich Sinn!

Hinweis: Je nach Ausrichtung des jeweiligen Blogs können wir an dieser Stelle natürlich in die Vollen gehen. Hierbei empfehlen sich natürlich auch:

  • Fanseiten
  • Produktverkäufe
  • Newsletter-Anpreisungen
  • Unser RSS-Feed

4. Kleinigkeiten ausbessern

Wir haben unserem Artikel nun einen klaren, geschärften Fokus verliehen, ihm eine knackige Headline und eine interessante Einleitung verpasst.

Außerdem gibt es eine Call to Action am Endes des Beitrags, wodurch wir den Leser auffordern, irgendwas zu tun. Nun können wir uns an die unzähligen Kleinigkeiten machen, die einen lesbaren und soliden Artikel ausmachen und immer wieder bedacht werden sollten.

Hierbei sollten wir das Folgende ausbessern:

  • Lange Sätze vereinfachen und auflösen.
  • Rechtschreibung, Grammatik und fehlende Wörter finden und ergänzen
  • Interne Links einfügen, ausgehende überprüfen

Artikel-Tipps: Tote Links finden  | Ranking durch interne Verlinkung optimieren

5. Die Formatierung berücksichtigen!

Wer seinen Blog über einen langen Zeitraum betreibt, ändert mit den Jahren das ein oder andere Detail.

Vielleicht blenden wir nach dem ersten Absatz Werbung ein oder haben schlicht und ergreifend das Theme ausgetauscht. Auch mein Blog scheint manchmal ein organisches Lebewesen zu sein.

Dabei müssen wir allerdings bedenken, dass jede Veränderung auch Auswirkungen auf unsere alten Artikel hat. Was heute gut aussieht, kann jede Menge Schindluder mit der Vergangenheit anstellen und deshalb ist es ratsam, regelmäßig die Formatierung zu überprüfen.

Aber natürlich können wir auch in alten Artikeln einen Blick auf das Format werfen. Hierbei sollten wir vor allem die folgenden Aspekte einmal ganz genau überprüfen:

  • Haben wir Zwischenüberschriften eingebaut?
  • Heben wir wichtige Stellen hervor (fett, kursiv)?
  • Gibt es ausreichend Absätze? Das ist für die Lesbarkeit im Netz sehr wichtig!
  • Haben wir Bilder oder andere mediale Mittel genutzt?

Außerdem habe ich mir neuerdings angewöhnt, einen Artikel als Gesamtwerk zu betrachten. Dafür stehe ich auf und schaue mit ein paar Schritten Entfernung auf das Erscheinungsbild meiner Arbeit. Wir wirkt unser Artikel?

Anregungen:

  • Wie passen die Bilder in den Artikel?
  • Ist es eher ein undurchsichtiger Fließtext?
  • Gibt es seltsame Umbrüche?
  • Ist das angehäufte Bildmaterial vielleicht doch eine Spur zu dick aufgetragen?
  • Ist die Werbung störend, unauffällig oder optimal eingebunden?

Das kann enorm helfen, um die Lesbarkeit eines Textes zu erkennen. Dabei sollten wir bedenken, dass jeder Nutzer, der sich auf unserem Blog oder eben unserer Seite nicht wohlfühlt, ein verlorener Leser ist. Weshalb Nachlässigkeit eine Crux ist!

Artikeltipp: Die Lesbarkeit eines Textes12 Tools für Texter und Blogger

5 Schritte – Optimierter Artikel

Notizen und Listen anlegenDiese 5 einfachen Schritte kann man bei allen älteren Artikeln, aber natürlich auch in aktuellen anwenden.

Sie haben den Vorteil, dass sie schnell und problemlos umzusetzen sind und unmittelbar einen Beitrag aufwerten.

Vor allem brauchen sie lediglich ein paar Minuten oder einen freien Augenblick und sind innerhalb kürzester Zeit umgesetzt!

Auch ich schaue regelmäßig in mein Archiv und bearbeite alte Artikel und das hat enorm positive Auswirkungen!

Das ganze Archiv zu optimieren dauert natürlich lange und braucht jede Menge Zeit. Doch die haben wir!Wenn es auch nur eine Sache gibt, die ich jedem Seitenbetreiber auf den Weg geben kann: Bloggen braucht Geduld und Ausdauer.

Weitere Artikel zum Thema: 105 Tipps, die ich über das Bloggen gerlernt habe | Wie schreibe ich den perfekten Blogartikel? | Blogartikel-Checkliste: Vorm Veröffentlichen lesen!

Ich hoffe, dieser Beitrag hat Dir gefallen und Du konntest das ein oder andere für Deinen Blog mitnehmen. Natürlich würde ich mich freuen, wenn Du Kritik, Vorschläge oder Anregungen auf Lager hast :-)

3 Meinungen

  1. vanvox07-07-2012

    Deine Optimierungsarbeit scheint sich zu lohnen. Normalerweise lese ich lange Artikel nicht zu Ende, ich gehöre zu den Leuten, die nur schnell die Texte überfliegen. Bei dir bleib ich aber öfters hängen. Wie hoch ist deine Absprungrate und die Besuchsdauer?

    • Jonas G.07-09-2012

      Hey Vanvox,

      das ist ganz schwer zu sagen, weil ich die Zahlen nicht pauschal berücksichtigen kann. Die drei trafficstärksten Artikel auf meinem Blog, haben eine Absprungrate von über 80%. Hierbei sind es allerdings Fakten, die gesucht werden und teils gar nicht im Einklang zu den restlichen Inhalten meines Blogs stehen. Wenn ich diese Artikel allerdings „einrechne“, habe ich insgesamt eine Absprungrate von rund 60%, entfallen sie, sind wir im Schnitt unter 50%.

      Ich merke allerdings, umso mehr das Ganze wächst, dass ich immer mehr mit dieser Zahl zu kämpfen habe – wohl deshalb, weil es immer mehr, nicht gänzlich passende, aber erfolgreiche, Suchanfragen gibt. Seitdem es monatlich über 20.000 Besuche sind, sieht es arg aus – deshalb feile ich ja auch gerade im Backend. Mal sehen, ob die 50% wirklich wieder drin sind. Das wäre wünschenswert, dauert aber seine Zeit :-)

      Die Besuchsdauer liegt derzeitig im Schnitt bei rund 5 Minuten, nehme ich die besagten Artikel heraus, sind es sogar 6. Das gefällt mir und ich hoffe, dass es dabei bleibt.

      Wie sieht es denn bei Dir aus…, wenn ich fragen darf?

      beste Grüße, einen schönen Start in die Woche
      ich!

  2. vanvox07-09-2012

    Ich habe insgesamt eine Absprungrate von 65% und 4 Minuten Verweildauer. Auch bei mir hat der trafficstärkste Artikel absolut nichts mit dem Thema zu tun hat aber eine Besuchsdauer von 20 Minuten und die Absprungrate bei 60%. Nur leider bringt er mir bislang sonst gar nichts außer Traffic. Besucher habe ich noch nicht so viele wie du (etwa 7000 im Monat). 20000 ist ja ordentlich für die kurze Zeit:-) Wobei vanvox ja mein erster Blog ist.
    Viele Grüße
    Christina