25% mehr Blogeinnahmen: Affiliate-Links verstecken!

Affiliate-Links zu ausgewählten Partnerprogrammen sind meistens nicht schön und haben noch einen anderen Nebeneffekt, der nervt: Jeder Nutzer erkennt sie.

Der Besucher sieht sofort, dass diese Verlinkung irgendwie nicht ganz stimmig ist und gibt das Wort lieber bei Google und Co ein.

Um im Internet Geld zu verdienen, ist es aber enorm wichtig, dass die eigenen Affiliate-Links und Verweise zu Partnerprogrammen auch wirklich angeklickt werden.

Deshalb möchte ich in diesem Artikel ein paar Möglichkeiten vorstellen, die eigenen Affiliate-Links sinnvoll zu verstecken und so die eigenen Blogeinnahmen nachhaltig zu steigern.

Warum überhaupt Affiliate-Links verstecken?

Was sagt uns das?In manchen Foren oder in Blogkommentaren schlagen die Wellen hoch, wenn klar ist, dass hier Geld gemacht wird. Komisch, finanzieren sich Blogger oder Onlineshops doch eben genau durch diese Klicks.

Dabei ist auffällig, dass Nutzer seltener auf Verlinkungen klicken, die klar darauf verweisen, dass der Betreiber dadurch einen Gewinn erzielt.

Vielleicht liegt es am Neid, vielleicht daran, dass man dem Mitbewerber keinen Cent gönnt oder auch nur daran, dass man sich gleich verraten und verkauft fühlt, wenn ein anderer Geld mit einem verdient.

Alles Möglichkeiten, doch das Ergebnis ist das gleiche: Offensichtliche Monetarisierung führt häufig zu Missgunst und vor allem zu einer sinkenden Bereitschaft, auf das ein oder andere Angebot zu klicken.

Betrachten wir doch als Beispiel einfach einen Partnerlink des Anbieters Amazon, dieser sieht in etwa so aus:

http://www.amazon.de/b?_encoding=UTF8&site-redirect=de&node=186606&tag=Name des Partners-21&linkCode=ur2&camp=1638&creative=6742

Dieser ist kryptisch, lang und hässlich und birgt irgendwie kein Vertrauen.

Zwar verweist er lediglich auf die aktuellen Bestseller im Buchhandel, wirkt aber aufgrund seiner Machart irgendwie unsriös. Ist er nicht, sieht aber so aus.

Mal unabhängig von der beschriebenen Missgunst, vielleicht dem Neid oder anderen Kriterien spielt einfach noch eine ganz offensichtliche Konstante mit: Das Vertrauen in den Link selbst. Wer einer Verlinkung nicht traut oder denkt, dass dabei irgendwas nicht ganz koscher ist, klickt halt nicht.

So sieht ein Amazon-Partnerlink aus - Nicht gerade einladend.

Amazon-Partnerlink - Nicht gerade einladend!

Somit haben wir schon zwei Faktoren ausgemacht, die sich negativ auf den ellenlangen Partner-Link von Amazon auswirken; mangelndes Vertrauen in die Linkstruktur und die Erkennbarkeit des Affiliate-Programms. Nachher werde ich noch auf spezielle Fälle eingehen, warum diese Links für mich, der im Internet Geld verdienen will, wenig Sinn machen.

Wie verstecke ich meine Affiliate-Links?

Im Internet gibt es jede Menge URL-Shortener, die einen Link schlicht und ergreifend verkürzen. Nehmen wir als Beispiel einfach einen der größten Anbieter: Bitly.

Hierbei können wir einfach eine URL angeben, diese shorten und somit keine ellenlange Domain als Link ausgeben, die schon nach Geld verdienen schreit, sondern ein Kürzel á la: http://bit.ly/r0L3yI verwenden. Schön, oder?

Ja, als unauffällig Alternative ist Bitly sicherlich eine Option, das Problem, was ich hierbei jedoch sehe ist, dass trotzdem jedem Besucher klar ist, dass er von der Hauptseite geführt wird. Er muss wechseln und mittlerweile dürfte sich rumgesprochen haben, was Bitly ist und das es in der regel dafür verwendet wird, lange Domains zu kürzen. Was in Foren Sinn macht, muss deshalb noch lange nicht für den sinnvollen Einsatz von Partner- oder Affiliate-Links gelten.

Deshalb greife ich auf eine andere Option zurück. Ich habe zwar gelesen, dass sich natürlich auch Varianten via HTML Möglichkeiten ergeben, aber mir reicht in meinen Blogs ein einfaches WordPress-Plugin für meine Affiliate-Links. Dieses hat sogar noch andere Vorteile, die ich im Anschluss vorstellen möchte.

WordPress-Plugin: Affiliate-Links mit Pretty Link verbergen

Pretty Link ist ein sehr leistungsstarkes Tool und WordPress-Plugin, das es uns ermöglicht, die hässlichen Affiliate-Links auf unserem Blog anders darzustellen. Eine Erklärung des Tools spare ich mir an dieser Stelle, da es weitestgehend selbsterklärend ist und nach der Installation sogar durch eine Video alle nötigen Schritte zeigt.

Nun haben wir die Möglichkeit, unsere Affiliate-Links zu verbergen. Das möchte ich an einem Beispiel aufzeigen.

Ich habe einen Affiliate-Link zum Partnerprogramm von Teliad. Hierfür habe ich folgenden Affiliate-Link:

http://www.teliad.de/affiliate.html?id=51164

Aha. Der Anbieter und im Anschluss meine ID, alles klar. Wie jetzt aber schon bei der obigen Verlinkung auffällt, wird dem Besucher nun aber nicht mehr dieser offensichtliche und kryptische Affiliate-Link gezeigt. Nein, ich habe ihn einfach versteckt und es sieht nunmehr folgendermaßen aus:

Der Affiliate-Link ist nicht mehr offensichtlich und versteckt

Vertrauen in den Links durch einfache Verkürzung

Gefällt mir jedenfalls besser und macht auch gleich etwas her, da es so wirkt, als wäre der Link in die eigene Seite integriert.

Weitere Vorteile des WordPress-Plugins Pretty Link

Ich habe vorhin gesagt, dass ich noch einen anderen Sinn in der Verwendung des beschriebenen WordPress-Plugins sehe. Dieser wird durch die zusätzlichen Optionen im Programm selbst geschaffen. Pretty Links bietet mir nämlich zwei starke Einstellungen.

So kann ich einerseits alle Affiliate-Links, die ich so geschaffen habe, pauschal auf ‚nofollow‘ setzen, was gut für die Bewertung durch Google ist, da Affiliate-Links, die nur zum Zwecke des ‚Geld verdienens‘ oder der Monetarisierung nicht gern gesehen werden. So kann ich auf einen Schlag alle meine Partnerprogramm abarbeiten. Diese Option stellt gleichermaßen auch noch einen anderen Reiz des Plugins dar

Sollte sich mal ein Partnerlink ändern, kann ich bequem über das eigene Dashboard die Affiliate-Partner-URL verändern und muss nicht in jedem einzelnen Blog-Beitrag per Hand eine Anpassung vornehmen.

Die zweite starke Möglichkeit, die ich durch ‚Pretty Link‘ habe, ist, dass ich nicht nur Links umwandeln, sondern ebenso tracken kann. das heißt, mir wird übersichtlich dargestellt, wie häufig ein einzelner Link im Laufe der Zeit geklickt wurde.

Das ist enorm hilfreich bei einer internen Analyse des Blogs und der eigenen Blogeinnahmen. Außerdem muss so nicht immer beim Partnerprogramm selbst nach Umsatz geschaut werden. Denn nur wenn Klicks generiert wurden, lohnt sich dieser Schritt überhaupt.

Meine Erfahrungen mit versteckten Affiliate-Links

In der Vergangenheit haben versteckte Affiliate-Links meine Einnahmen meistens angehoben. Zwar ist kein enormer Sprung zu erwarten, aber es macht doch schon etwas aus.

Ich konnte unterm Strich das Klickverhalten auf diese Textlinks positiv beeinflussen und nahezu 25% mehr Einnahmen durch Affiliate-Programme erzielen und somit haben sich versteckte Affiliate-Links in puncto ‚Geld verdienen im Internet‘ in jedem Fall als förderlich erwiesen.

9 Meinungen

  1. Timo Kühne10-19-2011

    Guten Tag,

    danke für diesen Artikel. Bisher habe ich dieses Thema nicht allzu ernst genommen, aber seit heute ist auf meinen WP blog Pretty Link installiert. Ich habe mir schon öfter Gedanken darüber gemacht, aber das es im endeffekt 25% ausmacht, hätte ich nicht Gedacht. Ich habe auch noch ein Tipp für dich. Hau bei deinen Links noch ein target=“_blank“ rein, dann sind die Besucher nicht gleich wieder verschwunden wenn sie auf einen Link geklickt haben. z.B pretty Link (link).

    Viele Grüße Timo Kühne

    • Jonas G.10-20-2011

      Lieber Timo,
      ob es nun wirklich 25% sind, die Du damit rausholst, hängt natürlich von Deiner bisherigen Strategie ab. Rund 35% waren es bei mir, teilweise ein wenig mehr. Dabei geht es aber natürlich hauptsächlich um Leads oder Clicks, die Einnahmen werden ja aber in der Regel nur bei einem erfolgreichen Kauf oder Abschluss gutgeschrieben. Wenn die Links bei Dir aber vielversprechend klingen und auf sinnvolle Partner verlinkt wird, macht es natürlich Sinn.
      Außerdem können halt alle Links mit einem Rutsch verändert werden, wenn das Partnerprogramm mal den Affiliate-Link ändert.
      Hatte mal eine Seite mit über 250 Partnerlinks und eben nicht bedacht, dass sich Links ändern können, das war nervig und zeitaufwendig, buärgs.

      Danke übrigens für den Hinweis, weiß bloß nicht, wie sehr es sich auswirkt, habe meine Links absichtlich so gestaltet. Hast Du denn die Erfahrung gemacht, dass Nutzer dann auch noch auf der eigenen Seite etwas machen? Mir würde es ja nichts bringen, wenn lediglich die durchschnittliche Besuchszeit in die Höhe schnellen würde und der Tab dann trotzdem geschlossen wird?

      Beste Grüße und guten Morgen
      Jonas

  2. Falko11-16-2011

    Habe es selber auch noch nie gemessen, ob es 25% oder wie viel überhaupt sind. Aber es macht schon Sinn. Keiner klickt so gerne auf partner.webmasterplan…. Bei Amazon sehe ich das Problem nicht so, dort ist es gut gelöst und fällt kaum auf. Einfach einen 2 bis 3stelligen Namen wählen. 😉

    Ich verwende immer Link Hopper als Plugin, wenn ich WordPress benutze. Sonst muss halt ein Redirect über htaccess her. bit.ly ist die letzte Lösung, kommt aber auch zum Einsatz. Wobei ich glaube, bei diesen Links ist das Bedenken der User auch schon relativ hoch.

    Benutze in der Regel auch target_blank. Wenn Du eine Webseite empiehlst, heißt es nicht, dass der User nicht weiter auf Deiner Seite lesen möchte. So kann man die externe Seite einfach wieder schließen. Und eine höhere Besuchtzeit ist ja nun auch nicht schlecht. 😉

    • Jonas G.11-16-2011

      Natürlich sind die 25% auch nur ein durchschnittlicher Wert, wie ich ihn bei meinen Affiliate-Seiten messen konnte. Das hängt natürlich auch davon ab, wie eine Seite überhaupt funktioniert. Denn da spielen wohl noch ein paar andere Faktoren im Bereich des Online-Marketings oder eben dem verkauf generell mit hinein.

      Finde das bei Amazon nur dann hinderlich, wenn es eben ein Textlink ist, da der ja offenkundig ‚raus führt‘, bei Widgets oder dem ganzen schönen Schnickschnack, denn Amazon noch anbietet (Karussell, MP3-Eibindung etc.) ist das natürlich was anderes. Vor allem weil ja hierbei sofort ersichtlich ist, dass es zum Marktplatz Amazon geht.

      Target_blank verwende ich mittlerweile auch und habe das in im angeführten Artikel auch begründet. ist ja aber häufig ein wenig zweischneidig, denn mich als Leser nervt es manchmal gehörig, andererseits habt Ihr dabei natürlich recht und ich nutze es seither dann doch.
      Bitly ist eben auch so eine Sache, denn es ist klar ersichtlich, dass der Link bewusst verschleiert werden soll und auch hierbei denke ich, dass es häufig auf den Kontext/Content oder auch die Zielgruppe der Seite ankommt. Wenn ich über kleine Katzenkinder berichte und ein Buch empfehle, würde ich denken, dass kaum jemand überhaupt auf den Link selbst achtet. Doch gerade in einem internetaffinen Umfeld muss ich mir der Zukenntnisnahme doch schon bewusst sein. Das gleiche gilt, denke ich, auch für target_blank :)

      Oh, das war ein langer Kommentar – nunja…,
      Grüße :)

  3. Eine sehr gute Idee, die ich gleich mal umgesetzt hab. Als WordPress-Verweigerer hab ichs natürlich etwas schwerer, aber eine einfache Seite mit HTML-Weiterleitung tuts auch.

    Persönlich finde ich die Amazon-Links auch nicht schlimm, denn Amazon wird durchaus als vertrauenswürdig eingestuft, und normale Links ohne Affiliate ID zu bestimmten Produkten sind normal auch etwas länger. Aber partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=… oder ähnliche Dinge sind schon etwas dubios…

  4. Andy04-28-2012

    Kurze Frage zu Pretty Link. Wenn ich die Links prüfen kommt bei mir mit Seo Quake immer Follow raus, wenn ich es auch auf nofollow einstellen. Schon bemerkt? Oder mach ich was falsch?

  5. Genau das Plugin, welches ich gesucht habe. Ich habe festgestellt, das viele auch von Reflinks abgestoßen werden. Meist halten Sie den Mauspfeil über den entsprechenden Link und geben die Url dann direkt in ein weiteres Browserfenster ein. Hoffe, das ich das mit diesem Plugin umgehen kann. Ich würde aber auch gleich die Frage vom Andy mit aufgreifen… Lassen sich die Links auf „nofollow“ einstellen? Mein Blog ist zwar für User „nofollow free“, aber die anderen Urls kann man ja besser auf „nofollow“ setzen.

  6. Michael07-17-2012

    Hi, schöner und vor allem verständlicher Text. Gibt es solche „pretty Links“ auch für Blogger? Gibt es eine Möglichkeit dies auch für Googles Blog einzusetzen? Meine Affiliate-Seite läuft nämlich über Googles Dienst Blogger, da ich es so schnell aufziehen konnte…

    LG Michael

  7. Nix Keywords :-)08-17-2012

    Ich suche schon sehr lange nach einer guten alternative für Joomla. allerdings sind die Plugins die es dazu gibt schon so veraltet, dass man sie nicht nutzen kann.
    Kennt vielleicht jemand von euch ein Plugin das genau automatisch die Links „schönt“.

    Viele Grüße